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27.08.2021 | Venture Capital | Nachricht | Onlineartikel

Geldgeber investieren wieder verstärkt in Start-ups

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
1:30 Min. Lesedauer

Mit der Finanzierung junger Unternehmen geht es wieder bergauf: Das aktuelle Start-Up-Barometer von EY zeigt für das erste Halbjahr einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Deals als auch beim Investitionsvolumen.

Deutschlandweit ist die Zahl der Finanzierungsrunden im ersten Halbjahr 2021 gegenüber Vorjahreszeitraum um 225 Deals auf insgesamt 588 in die Höhe geschossen. Das ist ein Plus von 62 Prozent. Das Finanzierungsvolumen verdreifachte sich dabei von 2,25 Milliarden Euro auf 7,58 Milliarden Euro. Damit ist es gegenüber
dem bisherigen Höchstwert, der in der ersten Jahreshälfte 2019 erreicht wurde, um 169 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Start-up-Baromenter der Unternehmensberatung EY. 

Spitzenreiter aus geografischer Sicht ist Berlin. Hier fanden von Januar bis Juni insgesamt 263 Finanzierungsrunden statt. Im ersten Halbjahr 2020 waren es krisenbedingt nur 151. Insgesamt wurde seit Januar 2021 mehr als jeder zweite Euro (54 Prozent) in ein Nachwuchsunternehmen mit Sitz in der Hauptstadt investiert. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bayern mit 120 (Vorjahr 84) und Nordrhein-Westfalen mit 52 Deals (Vorjahr 32). 

Fintech und Insurtech besonders beliebt

Mit gut zwei Milliarden Euro ging der größte Batzen in der ersten Jahreshälfte an Jungunternehmen aus dem Bereich Fintech und Insurtech. Rund 1,8 Milliarden Euro investierten die Geldgeber in das Segment Software und Analytics. 1,4 Milliarden Euro flossen in Mobility-Start-ups und E-Commerce-Gründer erhielten insgesamt rund eine Milliarde Euro an Wagniskapital. Alle anderen Segmente wie unter anderem Proptech, Health, Medien und Entertainment oder Energie blieben jeweils unterhalb der Milliardenmarke. 

Auch wenn die Finanzdienstleister unter den Start-ups das meiste Geld einsammelten, gab es in den Bereichen Software und Analytics sowie E-Commerce mit 206 beziehungsweise 74 die meisten Finanzierungsrunden. Die Studie zählte im ersten Halbjahr 2021 außerdem bereits 15 Großdeals mit einem Volumen von jeweils mehr als 100 Millionen Euro. Das sind 13 mehr als in der Vorjahresperiode und sieben mehr als im Gesamtjahr 2020. Zu den Top-Fünf gehören: 

  1. Celonis (830 Millionen Euro),
  2. Trade Republic (747 Millionen Euro),
  3. Wefox (539 Millionen Euro),
  4. Flixbus (539 Millionen Euro),
  5. Gorillas (241 Millionen Euro).


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