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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung der Untersuchung

Zusammenfassung
Als stark exportabhängige und rohstoffarme Industrienation ist die deutsche Volkswirtschaft auf die ständige Entwicklung neuer, innovativer Güter und Dienstleistungen angewiesen, um sich an den ständigen wirtschaftlichen Strukturwandel anpassen zu können.1 Bereits 1934 hat Schumpeter in seiner „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ darauf hingewiesen, daß „das Neue [...] neben das Alte tritt und es niederkonkurriert und alle Verhältnisse so ändert, daß ein besondrer ‚Einordnungsprozeß‘ nötig wird“2. Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen Unternehmungen, die Innovationen hervorbringen.3 Sie lassen sich durch hohe Auszahlungen charakterisieren, denen ein permanent steigender langfristiger Kapitalbedarf folgt. Der Unternehmungserfolg kann nicht sicher vorhergesagt werden, die nur ungewissen Rückflüsse führen zu einer breiten Verteilung des Unternehmungswertes. Da zwischen unsicheren Erwartungen und finanzwirtschaftlichen Entscheidungen ein komplexer Zusammenhang besteht,4 liegt die Aufgabe des Finanzmanagements einer innovativen Unternehmung in einer dauerhaften Deckung des Finanzierungsbedarfs mit tatsächlich verfügbaren Instrumenten und einer gleichzeitigen Management der spezifischen innovationsbedingten Risiken.
Matija Denise Mayer

2. Wirtschaftswissenschaftliches Verständnis von Innovationen

Zusammenfassung
Nachdem bereits mögliche Quellen der Unsicherheit in innovativen Unternehmungen benannt wurden, gilt es im folgenden, spezifische Eigenschaften von Innovationen zu identifizieren. Denn innovative Unternehmungen lassen sich nicht anhand von Größen- oder Altersdimensionen von nicht-innovativen unterscheiden.1 Zuvor steht eine Untersuchung der Faktoren an, die das Hervorbringen von Innovationen begünstigen.2
Matija Denise Mayer

3. Finanzierungstheoretische Diskussion des Risikomanagements bei der Finanzierung von innovativen Unternehmungen

Zusammenfassung
Entscheidungen innerhalb der Finanzierungstheorie werden im allgemeinen auf Basis der Bewertung von Zahlungsströmen getroffen. In Abhängigkeit von dem jeweils zugrundegelegten theoretischen Ansatz fällt der Problemlösungsbeitrag von Eigen- und Fremdkapital bei der Finanzierung innovativer Unternehmungen unterschiedlich aus. Die Ansätze werden im folgenden damit konfrontiert, daß Unsicherheit herrscht, d.h. insbesondere, daß über die aus einer Investition in operative Innovationen resultierenden Zahlungsströme nur Erwartungen gebildet werden können.1
Matija Denise Mayer

4. Behavioristische Betrachtung des Finanzierungsverhaltens und Risikoempfindens in innovativen Unternehmungen

Zusammenfassung
Die Diskussion finanzierungstheoretischer Ansätze mit der sich jeweils anschließenden Handlungsempfehlung zur Finanzierung innovativer Unternehmungen im vorstehenden Kapitel 3 hat ein deutliches Votum zugunsten von Eigenkapital hervorgebracht. An dieser Stelle sei in Erinnerung gerufen, daß der Entscheidungsträger jederzeit die finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Liquidität, Kosten sowie Flexibilität zu berücksichtigen hat.1 Wie Abschnitt 3.1 gezeigt hat, sind diese Ziele mitunter konfliktär. Im folgenden Abschnitt wird in Ergänzung zu den neo-klassischen Ausführungen Kritik geübt. Dennoch bleibt die Finanzierungsempfehlung an innovative Unternehmungen zugunsten von Eigenkapital erhalten. Darauf basierend erfolgt eine theoretische Einbettung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse in die Handlungsempfehlung. Daraus abgeleitete Annahmen dienen zur empirischen Untersuchung des Finanzierungsverhaltens und finanzierungsbedingten Risikoempfindens von Entscheidungsträgern in innovativen Unternehmungen.
Matija Denise Mayer

5. Beurteilung von Alternativen der Eigenkapitalaufbringung

Zusammenfassung
In Kapitel drei wurden Handlungsempfehlungen an das Finanzmanagement innovativer Unternehmungen auf Basis der bisherigen Erkenntnisse der Finanzierungstheorie hergeleitet, die in Einklang mit den verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen in Kapitel vier stehen. Im folgenden Kapitel gilt es, die Verfügbarkeit konkreter Alternativen der Eigenkapitalaufbringung zu beleuchten. Hierbei finden sowohl klassische als auch innovative Finanzierungsalternativen Berücksichtigung. Im betrieblichen Alltag hängt die Auswahl aus möglichen Eigenmittelquellen grundlegend von der Rechtsform der betrachteten Unternehmung ab.1 Die in Abschnitt 2.3 gefundene Definition innovativer Unternehmungen unterscheidet innovative Unternehmungseinheiten, Existenzgründungen und junge Unternehmungen nicht, da der betrachteten Einheit ohnehin von außerhalb Kapital zufließen muß, eine Selbstfinanzierung aus der eigenen Tätigkeit heraus ist aufgrund der fehlenden Generierung entsprechender Umsätze bei Annahme der dieser Untersuchung zugrunde gelegten Cash Flow Strukturen nicht möglich. Die folgenden Ausführungen sind insofern für alle innovativen Unternehmungen relevant, als bei dynamischer Betrachtung einer erfolgreichen innovativen Einheit mit dem Erreichen bestimmter Voraussetzungen der Weg zu formellem Eigenkapital offensteht.
Matija Denise Mayer

6. Beurteilung von Alternativen der Fremdkapitalaufbringung

Zusammenfassung
Die voranstehende Diskussion der Finanzierungstheorie hat gezeigt, daß für die Bewältigung der Aufgaben des Finanzmanagements in einer innovativen Unternehmung, insbesondere hinsichtlich des Risikomanagements und der Finanzierungskosten, ein gewisses Maß an Fremdkapital notwendig ist1; Dies bestätigt sich nicht nur vor finanzierungstheoretischem Hintergrund, sondern auch aufgrund praxisnaher Überlegungen: Zur Wahrung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit muß auf ein gewisses Liquiditätspolster zurückgegriffen werden können, wozu beispielsweise ein verfügbarer Kontokorrentkreditrahmen von Vorteil ist. Die Frage, die sich bei der Finanzierung innovativer Unternehmungen geradezu aufdrängt, betrifft die Verfügbarkeit von Fremdkapital. Denn Finanzmittelgeber sind nur bereit, Kapital zur Verfügung zu stellen, wenn sie mit hinreichend großer Sicherheit mit der Erfüllung von Zins-und Tilgungszahlungen rechnen können. Je höher jedoch der lnnovationsgrad einer zu finanzierenden Unternehmung ist, desto höher sind die Entwicklungs-, Produktions-und Marktrisiken.2 Nach einer Diskussion, wie innovationsbedingte Risiken erfaßt und wie ihnen begegnet werden kann, steht die Verfügbarkeit der Finanzierung über Kredit-und sonstige Finanzmittelmärkte im Vordergrund. Abschließend richtet sich der Fokus auf innovative Finanzierungsmöglichkeiten beim Leasing.
Matija Denise Mayer

7. Finanzierungsempfehlung: Wahl und Kombination von Finanzierungsalternativen

Zusammenfassung
Die abschließende Aussprache von konkreten Finanzierungsempfehlungen beinhaltet immer Kombinationen von Finanzierungsinstrumenten, die die finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Kosten und Risiko berücksichtigen. Einem Entscheidungsträger in einer innovativen Unternehmung ist damit eine deutliche Entscheidungshilfe gegeben. Er kann sich als rational handelnder Innovator den finanzierungstheoretischen Erkenntnissen anlehnen (Kapitel 4) und basierend auf dieser Kenntnis auf für ihn verfügbare Finanzierungsinstrumente zurückgreifen, die der speziellen Risikosituation in der Unternehmung angemessen sind. Die vorliegende Untersuchung hat gezeigt, daß eine dynamische Deckung des Finanzmittelbedarfs einer innovativen Unternehmung mit tatsächlich verfügbaren Instrumenten und einer gleichzeitigen Begegnung der spezifischen innovationsbedingten Risiken möglich ist. Anhand des diskutierten theoretischen Rahmens sowie der Untersuchung der Verfügbarkeit von Finanzinstrumenten lassen sich die Handlungsmöglichkeiten des Finanzmanagements in einer innovativen Unternehmung anschaulich zusammenfassend darstellen.
Matija Denise Mayer

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