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Über dieses Buch

Im Fokus dieses Buches steht die Analyse längsschnittlicher Daten zur Veränderungsmessung betriebswirtschaftlichen Wissens bei Studierenden im Studienverlauf. Neben der theoretischen Konzeptualisierung zeigt Susanne Schmidt eine komplexe statistische Modellierung des Fachwissenserwerbs. Um den besonderen methodischen Herausforderungen bei den längsschnittlichen Daten – wie Antwortausfälle bei wiederholten Messungen – zu begegnen, entwickelt die Autorin eine Variante eines Mehrebenenstrukturgleichungsmodells. Mittels dieser latenten Modellspezifikation kann unter anderem vorhergesagt werden, dass das Fachwissen im Studienverlauf einen positiven, jedoch abnehmenden Zuwachs aufweist. Auf Basis der Ergebnisse zur Wissensveränderung werden Implikationen für die Hochschullehre entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung in die Thematik

Zusammenfassung
Ein Ziel empirischer Bildungsforschung ist es, den Erfolg von Bildung messbar und erklärbar zu machen. In Bezug auf Bildungsprozesse in der Hochschule ist es beispielsweise das Ziel, eine Erklärung für den Unterschied im Studienerfolg zwischen verschiedenen Studierenden zu finden. Der Erfolg eines Studiums wird häufig anhand von Zwischen- oder Abschlussprüfungsnoten, der Studiendauer oder auch an einer gelungenen Berufsfindung der Absolventen festgemacht (Helmke, Rindermann & Schrader, 2008, S. 151).
Susanne Schmidt

Kapitel 2. Aufbau der Arbeit

Zusammenfassung
Im Anschluss an die Einführung in die Thematik (Kapitel 1) und der Darstellung des Aufbaus der Arbeit im vorliegenden Kapitel 2, ist die Arbeit gegliedert in einen theoretischen (Kapitel 3, 4 und 5) und in einen empirischen Teil (Kapitel 6 bis einschließlich 11).
Susanne Schmidt

Kapitel 3. Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes

Zusammenfassung
In diesem Kapitel 3 wird der Untersuchungsgegenstand näher bestimmt und in die einschlägige Forschung eingeordnet. Dazu werden zunächst die wichtigsten Arbeitsdefinitionen zu den Untersuchungsvariablen vorgestellt, die für ein grundsätzliches Verständnis der verwendeten Begrifflichkeiten in dieser Studie erforderlich sind.
Susanne Schmidt

Kapitel 4. Internationaler Forschungsstand

Zusammenfassung
Zur kontextuellen Eingrenzung des Forschungsstandes, der für die vorliegende Untersuchung von Relevanz ist, ist zu definieren, in welchem Bereich die zielleitende Fragestellung eingeordnet werden kann. Denn auch wenn der Hochschulbereich zu den eher vernachlässigten Gebieten der Bildungsforschung gezählt werden kann, gibt es dennoch eine Vielzahl an Studien, die sich auf Bildungsprozesse in der Hochschule beziehen (s. z. B. Pascarella & Terenzini, 2005; Zlatkin-Troitschanskaia et al., 2016; Zlatkin-Troitschanskaia & Kuhn, 2010). Da die Forschung im tertiären Bildungsbereich so breit gefächert ist wie die Hochschullandschaft selbst, sind nur die Studien als Anknüpfungspunkte für die vorliegende Untersuchung von Interesse, die inhaltlich und hinsichtlich des Forschungsdesigns ähnlich sind bzw. die in Bezug auf den Untersuchungsgegenstand dieser Dissertation die gleichen kontextuellen Merkmale aufweisen.
Susanne Schmidt

Kapitel 5. Die Veränderung des betriebswirtschaftlichen Fachwissens

Zusammenfassung
Anknüpfend an die in Kapitel 3.1 eingeführten Arbeitsdefinitionen des Wissensbegriffs soll in diesem Kapitel die konkrete theoretische Konzeptualisierung hinsichtlich des Erwerbs und Aufbaus von fachlichem Wissen erfolgen.
Susanne Schmidt

Kapitel 6. Das ILLEV-Projekt

Zusammenfassung
Zur Beantwortung der zielleitenden Fragestellungen bzw. zur Untersuchung der in Kapitel 5 aufgestellten Hypothesen werden Daten aus der Studie „Innovativer Lehr-Lernortverbund in der akademischen Hochschulausbildung (ILLEV)“ verwendet. Die ILLEV-Studie ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, das unter der Projektleitung von Prof. Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia mit einer Laufzeit von vier Jahren (von 2008 bis 2012) bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftspädagogik an zwei Hochschulinstitutionen (eine Universität und eine Fachhochschule) durchgeführt wurde.
Susanne Schmidt

Kapitel 7. Operationalisierung der Untersuchungsvariablen

Zusammenfassung
Alle hypothesenrelevanten Konstrukte wurden in der ILLEV-Studie mittels standardisierter Testinstrumente gemessen, indem sie über existierende und in der Forschung etablierte Instrumente operationalisiert wurden. Das einzige deutschsprachige Testinstrument, das sich zur Erfassung betriebswirtschaftlichen Wissens bei Studierenden eignet und beim Projektstart vorlag, war der Business Administration Knowledge Test (BAKT) von Bothe, Wilhelm und Beck (2007), mit dem deklarative Wissensformen erfasst werden können. So wurde im Rahmen der ILLEV Studie das deklarative betriebswirtschaftliche Fachwissen mit Items aus dem BAKT erfasst.
Susanne Schmidt

Kapitel 8. Explorative Analyse

Zusammenfassung
Wie im Theorieteil dieser Arbeit erläutert, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Population der Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftspädagogik in ihrem Ausgangsniveau des betriebswirtschaftlichen Fachwissens in zwei Subgruppen unterteilen lässt: (1) Studierende mit niedrigerem Ausgangsniveau (Stufe acclimation bis competency) und (2) Studierende mit höherem Ausgangsniveau im betriebswirtschaftlichen Wissen (Stufe competency bis expertise) (vgl. Alexander et al., 1995; Krause & Stark, 2006, s. auch Kapitel 5.2.2 und Hypothesenkomplex B und C). Diese Unterteilung ist aufgrund der theoretischen Überlegungen bedeutsam, da angenommen wird, dass sich die Veränderungsverläufe in Abhängigkeit des Ausgangsniveaus zwischen den beiden Subgruppen unterscheiden.
Susanne Schmidt

Kapitel 9. Längsschnittliche Analyse

Zusammenfassung
Im Vergleich zu querschnittlichen Analysen werden bei der Analyse von Längsschnittdaten komplexere Verfahren benötigt, um der Besonderheit von Messwiederholungen gerecht zu werden. Durch die mehrfache Befragung von gleichen Personen über die Zeit sind die einzelnen Beobachtungen nicht unabhängig voneinander. Demnach liegt die Besonderheit von Längsschnittdaten darin, dass sich die mehrfachen Antworten von einem Individuum ähnlicher sind als im Vergleich zu den Antworten der anderen befragten Personen (vgl. Christ & Schlüter, 2012, S. 115; Frees, 2004; Singer & Willett, 2003, S. 54-55; Snijders & Bosker, S. 6 ff.).
Susanne Schmidt

Kapitel 10. Modellbasierte Analysen zur Überprüfung der Forschungshypothesen

Zusammenfassung
Bevor die Forschungshypothesen bezüglich der Veränderlichkeit des betriebswirtschaftlichen Fachwissens bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftspädagogik untersucht werden können, soll im Rahmen des Mehrebenenansatzes in einem ersten Schritt festgestellt werden, wie viel unbeobachtete Heterogenität in der Ausprägung des betriebswirtschaftlichen Fachwissens innerhalb der Studierenden und wie viel zwischen den Studierenden anfällt. Demnach soll zunächst betrachtet werden, wie viel Gesamtvarianz dem within Faktor ts zugerechnet werden kann und wie viel auf den between Faktor s anfällt.
Susanne Schmidt

Kapitel 11. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

Zusammenfassung
Zur Beantwortung der globalen Forschungsfrage, wie sich das betriebswirtschaftliche Fachwissen bei Studierenden in der Studienfachdomäne Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspädagogik über verschiedene Studienphasen im Verlauf des Studiums verändert und wie diese Veränderung durch individuelle Bedingungsfaktoren erklärt werden kann (s. Kapitel 1.2), wurden in dieser Arbeit die von McArdle und Bell (2008) bzw. Baltes et al. (1977) formulierten klassischen Ziele einer Längsschnittstudie auf den vorliegenden Untersuchungskontext angepasst und verfolgt.
Susanne Schmidt

Kapitel 12. Fazit, Diskussion und Ausblick für die weitere Forschung

Zusammenfassung
Um die Veränderung des betriebswirtschaftlichen Fachwissens bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftspädagogik messen und erklären zu können, wurde auf längsschnittliche Daten aus dem ILLEV-Projekt zurückgegriffen. Hierbei wurde, anders als in vielen Längsschnittstudien in der empirischen Bildungsforschung, der Studienerfolg nicht anhand von Noten operationalisiert, sondern die Veränderung des Fachwissens über den Studienverlauf wurde mittels des standardisierten Testinstruments BAKT gemessen. Die Erforschung der Wissensveränderung in der Domäne der Betriebswirtschaftslehre war zielleitend für diese Arbeit, indem zunächst das theoretische Konzept der Wissensveränderung herausgearbeitet wurde, um anschließend die aufgestellten Forschungshypothesen im empirischen Teil überprüfen zu können.
Susanne Schmidt

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