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Über dieses Buch

Ziel dieses Sammelbandes ist es darzustellen, wie verantwortungsvolles Wirtschaften ausgehend von den konkreten Gegebenheiten im österreichischen Mittelstand formuliert und implementiert wird. Neben der unternehmerischen Perspektive werden auch die wissenschaftliche und die politische Sicht beleuchtet - im Sinne der Stärkung der notwendigen Rahmenbedingungen. In insgesamt sechs Kapiteln werden mithilfe von theoretischen Überlegungen und konkreten Praxisbeispielen die Hintergründe und Anwendungen von verantwortungsvoller Unternehmensführung analysiert. Bei den AutorInnen handelt es sich in erster Linie um EigentümerInnen österreichischer Spitzenunternehmen sowie deren Führungskräfte. Des Weiteren berichten international führende WissenschaftlerInnen sowie RepräsentantInnen von Regierungsbehörden und Interessensvertretungen von ihren Erfahrungen. Zielgruppe dieses Buches sind UnternehmerInnen und ManagerInnen sowie Führungskräfte und Fachbeauftragte in Unternehmen, Regierungsbehörden, NPOs, NGOs und Verbraucherverbänden. Der Sammelband soll zudem in der Lehre eingesetzt werden, um Prinzipien eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Managements im Bewusstsein und Handeln unserer Studierenden zu stärken.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Ethical Leadership im Mittelstand – Prinzipien einer zukunftsorientierten Unternehmensführung

Frontmatter

1. Verantwortungsvolle und menschenzentrierte Unternehmensführung

Zusammenfassung
Eine verantwortungsvolle, menschenzentrierte und vom Unternehmenszweck getriebene Unternehmensführung fokussiert auf den nachhaltigen Umgang mit Menschen, Leistung und Gesellschaft. Unsere Studie zur Zukunft von Arbeit und Führung zeigt: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bis hin zu Top-Managern und -Managerinnen haben Ansprüche an den gesellschaftlichen Zweck, die Daseinsberechtigung von Unternehmen. Damit transformiert sich die Rolle der Geschäftsführung.
Der Beitrag beleuchtet zwei strategische Aufgaben: Entwicklung des nachhaltigen Unternehmenszwecks sowie die Gestaltung einer radikalen Menschenzentrierung für eine kontinuierliche Sinnstiftung, organisationale Energie und Höchstleistung. Der Beitrag stützt sich auf das Führungskonzept organisationaler Energie. Der Umgang mit der Energiematrix, die Mobilisierung von organisationaler Energie und der Energieerhalt als langfristige, verantwortungsreiche Führung setzen menschenzentrierte Nachhaltigkeit erfolgreich um.
Bernd Vogel

2. Co-Produktion verantwortungsvoller Unternehmensführung

Zusammenfassung
Die Ausbreitung von destruktiver Führung in Unternehmen wird durch die Passivität von Mitarbeitenden begünstig. In vielen Unternehmen und in der Führungsausbildung dominiert noch immer ein traditionelles Bild von Führen und Folgen. Führungskräfte entscheiden, delegieren und motivieren, und die Geführten setzen um. Um mehr verantwortungsvolle Führung im Unternehmen zu entwickeln, bedarf es eines anderen Führungsbilds, das verantwortungsvolle Führung als Co-Produktion zwischen Führungskräften und Geführten versteht. Geführte nehmen hier eine proaktive Rolle ein. Sie zeigen Eigeninitiative, geben Führungskräften Feedback und übernehmen Verantwortung. Damit wird verantwortungsvolle Führung zur Gemeinschaftsaufgabe und Gemeinschaftsverantwortung. Der Buchbeitrag stellt zunächst verantwortungsvolle Führung als Co-Produktion vor und zeigt danach, wie Geführte entwickelt werden können, mehr proaktives Verhalten zu zeigen.
Stefan Krummaker

3. Verantwortungsvolle Unternehmensführung und die Sustainable Development Goals

Zusammenfassung
Der rasante Wandel von Marktveränderungen im Kontext der großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit kann für kleine und mittlere Unternehmen mitunter eine große Herausforderung sein. In diesem Labyrinth können die Sustainable Development Goals (SDG) als Kompass dienen, um neue langfristige Geschäftsmodelle und Einkommensquellen zu entdecken. Ausgangspunkt dafür sind die Landesprioritäten, die mithilfe des GAPFRAME definiert sind. Um diese dann in strategische Pläne zu übersetzen, gilt es, den Prozess der Strategiefindung zu überdenken, die Rolle des Initiators zu klären, die Multistakeholder-Co-Creation und den damit verbundenen Bewusstseinswandel zu ermöglichen. Der SDGXCHANGE (www.​SDGX.​org) vereint all dies in einem praxisnahen Business-Tool. Dieser fünfstufige Prozess umfasst nicht nur Chancenidentifikation, Prototyping und Co-Creation, sondern auch Berichterstellung und Austausch von Ergebnissen und Erfolgen.
Katrin Muff

Die Rahmenbedingungen für verantwortungsvolle Unternehmensführung – Bestandsaufnahme und Ausblick

Frontmatter

4. Die OECD-Leitsätze und die Nationalen Kontaktpunkte als Orientierungshilfe bei der Umsetzung unternehmerischer Verantwortung

Zusammenfassung
Unternehmen jeder Größenordnung sind angesichts der zunehmenden globalen Verflechtungen und steigenden Erwartungshaltungen von Stakeholdern immer stärker gefordert, potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken ihrer Geschäftstätigkeit zu erheben und zu managen. Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen bieten ein wichtiges Rahmenwerk und Orientierung in allen relevanten Bereichen der unternehmerischen Verantwortung. Sie unterstützen Unternehmen dabei, mögliche Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft zu erkennen und zu beseitigen. Eine besondere Rolle dabei spielt die Sorgfaltspflicht („Due Diligence“).
Der im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort angesiedelte Nationale Kontaktpunkt bietet allen Unternehmen eine Anlaufstelle für Fragen zum Thema verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
Iris Hammerschmid

5. Corporate Social Responsibility – institutionelle Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf KMU

Zusammenfassung
Um nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene voranzutreiben, ist eine Anpassung der institutionellen Rahmenbedingungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene an aktuelle und zukünftige Herausforderungen erforderlich. Die gleichrangige Berücksichtigung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Ziele in politischen Entscheidungsprozessen kann als Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Implementierung nachhaltiger Entwicklung angesehen werden, wobei institutionelle Rahmenbedingungen Einfluss auf die thematische Weiterentwicklung des Konzeptes Corporate Social Responsibility (CSR) haben. Hinsichtlich des österreichischen Beitrags zur Erreichung der global gültigen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, spielen KMU als Rückgrat des Wirtschaftsstandorts Österreich eine zentrale Rolle, die es anerkennend zu fördern gilt.
Daniela Knieling

6. Corporate Social Responsibility: Aktuelle Entwicklungen und Weichenstellungen – und die Vision von smarter Ordnungspolitik für verantwortliches Wirtschaften

Zusammenfassung
Kritisch betrachtet ist es der Politik im Zuge der Globalisierung nicht ausreichend gelungen, den Ordnungsrahmen als wichtige Voraussetzung für das Funktionieren einer sozialen Marktwirtschaft an diese Entwicklungen angemessen anzupassen. Daher wurden und werden die Erwartungen und Ansprüche an Unternehmen als Akteure bei der Bewältigung großer Umwelt-, Sozial- und Governance-Herausforderungen immer wichtiger und damit die Forderungen nach einer verdichteten Regulierung stärker.
Österreich hat es bisher versäumt, Corporate Social Responsibility (CSR) strategisch in einen smarten Ordnungsrahmen zu integrieren. Empfehlungen sind daher, CSR als markwirtschaftliches Konzept zu begreifen, CSR als Innovationskatalysator zu nutzen, smarte und kohärente Regulierungen anzustreben, diese an den Sustainable Development Goals zu orientieren und Unternehmen in die Ausgestaltung der Rahmenordnung einzubinden. Als Vision wird formuliert, dass der Staat als Ermöglicher von partnerschaftlichen Lösungsansätzen strategische Ziele verfolgt.
Barbara Coudenhove-Kalergi

Verantwortungsvolle Unternehmensführung in der Praxis – Anlass und Ansporn

Frontmatter

7. Die Verantwortungsbereiche im Gleichgewicht halten

Zusammenfassung
Verantwortung ist etwas höchst Individuelles und oft auch Kulturspezifisches. Sie lässt sich nicht gesetzlich verordnen, sondern sollte aus einer intrinsischen Motivation entstehen. Ein Unternehmen und seine Akteure sind in Wertschöpfungsketten eingebunden und Verantwortung durchzieht die gesamte Wertschöpfungskette, wobei aber vieles von einem einzelnen Unternehmen gar nicht beeinflussbar ist. Als Unternehmerinnen und Unternehmer und Führungskräfte tragen wir verschiedenen Gesellschaftsgruppen gegenüber Verantwortung. Oft müssen wir Prioritäten setzen, denn nicht selten entstehen Situationen, in denen verantwortungsvolles Handeln der einen Gruppe gegenüber anderen Gruppen als verantwortungslos gesehen werden könnte. Wir bewegen uns daher oft auf einem sehr, sehr schmalen Grat.
Georg Kapsch

8. Entscheidungen treffen und dann auch damit leben

Zusammenfassung
Der Beitrag betrachtet den Wandel, der durch die Privatisierung der ehemals staatlichen Berndorfer Metallwarenfabrik mit rund 600 Mitarbeitenden über ein Management- und Mitarbeiterbeteiligungsmodell zur heutigen Berndorf AG als Holding einer Gruppe mit weltweit mehr als 3000 Mitarbeitenden ausgelöst wurde. Der Autor beleuchtet die wesentlichen Meilensteine dieses Prozesses, der vor 30 Jahren begonnen hat und den er als Zeitzeuge in der Funktion als Vorstandsmitglied ab 1990 sowie als Vorstandsvorsitzender ab 2008 mitgestaltet hat, unter den Aspekten Anlass und Ansporn verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Peter Pichler

9. Das Modell der gesamtheitlichen Verantwortung bei CUITEC Großküchentechnik

Zusammenfassung
Die CUITEC Großküchentechnik GmbH beschäftigt sich seit sechs Jahren strategisch mit nachhaltigem Wirtschaften und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Top-down getrieben ist es dem Eigentümer wichtig, einen nachhaltigen Abdruck in der Branche zu verankern und im Sinne einer Vorbildwirkung auch andere Stakeholder zu inspirieren. Basis für verantwortungsbewusstes Handeln im Unternehmen ist neben der kontinuierlichen Motivation des eigenen Teams ein aus dem Entwicklungsprozess der CSR-Strategie gewachsenes und aus acht Perspektiven bestehendes Modell einer gesamtheitlichen Verantwortung. Die inhaltliche, innovative, zeitliche, räumliche und monetäre Perspektive sowie die Wissens-, Stakeholder- und Kommunikationsperspektive stellen hierbei die Säulen einer Weiterentwicklung verantwortungsvoller Unternehmensführung bei CUITEC dar.
Manfred J. Schieber

10. „Mich haben alle für verrückt erklärt“

Zusammenfassung
Willi Luger machte es anders – alles. Im Jahr 1996 wird der Friseurmeister zum Naturkosmetikhersteller: Als Antwort auf die vielen Gesundheitsprobleme in seiner Branche entwickelt er eine einzigartig konsequente ökologische Alternative zu herkömmlicher Friseurkosmetik. Dem negativen Image seines Berufsstands wirkt er mit einer ganzheitlichen Ausbildung entgegen. Sie hat mittlerweile Eingang in die Berufsschulen gefunden und eröffnet neue Zukunftschancen. Etablierten Marktgesetzen verweigert er sich. Es gibt keinen Mengenrabatt, verkauft wird nur über Fachbetriebe. Und die Rechnung ist aufgegangen, für ihn und seine Kunden: Ein anderes Wirtschaften ist möglich. Die Erfolgsgeschichte des Gemeinwohlunternehmens ist untrennbar mit der persönlichen des Firmengründers verbunden und eine der Konsequenz, der Ehrlichkeit und des Glaubens an sich selbst. Sie zeigt Wege auf – zu mehr Fairness, mehr ökologischem Bewusstsein und neuen ökonomischen Perspektiven.
Willi Luger, Helmuth Santler

11. Soziale Verantwortung übernehmen – der entscheidende Wendepunkt in jedem Unternehmen

Zusammenfassung
Soziale Verantwortung in Unternehmen zu tragen ist zwar löblich, aber nicht immer von Anfang an umsetzbar. Mag. Hans Jörg Ulreich weist in seinem Beitrag aus sehr persönlicher Sicht darauf hin, dass ein Markteintritt – egal in welcher Branche – anfangs schwierig ist und unter Umständen von Jungunternehmern und -unternehmerinnen fordert, außer Gewinn kaum andere Ziele zu verfolgen. Laut Ulreich stellt jeder Anfang einen derartigen Kraftakt dar, dass soziale Verantwortung erst nach einigen erfolgreichen Jahren am Markt in Unternehmen einziehen kann, dann aber auch seinen dauerhaften Platz finden muss.
Hans Jörg Ulreich

12. STAUD’S – Unternehmensführung süß-sauer

Zusammenfassung
Wir alle tragen Verantwortung, beruflich wie privat. Als Unternehmer gilt es, Verantwortungsbereiche zu schaffen und diese gleichzeitig mit den Grundwerten der Unternehmensphilosophie in Einklang zu bringen. Der vorliegende Beitrag greift Leitsätze und Werte heraus, die STAUD’S WIEN seit der Gründung aktiv (vor-)lebt: Da geht es um den Faktor Mensch als Credo, das sich über die gesamte Wertschöpfungskette zieht. Um die Nachhaltigkeit im Denken, aber vor allem auch im Handeln, die sich vor allem am Firmenstandort Ottakring manifestiert. Und die Selbstverständlichkeit, mit der Migration seit Anbeginn gelebt wird. Es geht aber auch um die Hürden, die es aufgrund dieser Werte zu überwinden gilt. Das alles mündet in dem übergreifenden und zukunftsorientierten Ziel, nicht nur zu wirtschaften, sondern vor allem auch zu leben. Und leben zu lassen.
Stefan Schauer

13. Verantwortungsvolle Unternehmensführung aus Tradition: Die Ölmühle Fandler

Zusammenfassung
Die Ölmühle Fandler ist seit 1926 ein eingesessener Familienbetrieb im steirischen Pöllau, der mit 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern derzeit knapp € 7 Mio. jährlich erwirtschaftet. Mit der Übernahme der Gesamtverantwortung 2005 hat sich Julia Fandler den Freiraum für ein alternatives Wirtschaften herausgenommen – eine sehr persönlich geprägte Unternehmensführung, basierend auf dem Erbe ihrer Vorfahren, ihren Werten und ihrer Lebenseinstellung. Die Ölmühle Fandler wächst langsam, gesund und nachhaltig, aber nicht um jeden Preis und eröffnet Innovationspotenziale, während gleichzeitig strenge, gesetzliche Rahmenbedingungen und selbst auferlegte Anforderungen eingehalten werden. Den Schlüssel des Erfolgs der Ölmühle sieht Julia Fandler in der Personalpolitik, die Raum für Menschlichkeit und individuelle Entwicklung eröffnet, sowie in einem kompromisslosen Qualitätsanspruch in allen Produktions- und Geschäftsbereichen.
Julia Fandler

Verantwortungsvolle Unternehmensführung in der Praxis – Umsetzung und Umgang

Frontmatter

14. Unternehmenswerte für Generationen sichern und leben – Beispiel Traditionsunternehmen Manner

Zusammenfassung
Die Josef Manner & Comp. AG ist als Spezialist für Waffeln, Dragees und Schaumwaren die Nummer eins am österreichischen Schnittenmarkt. Seit über 125 Jahren steht die Vision des Gründers „Chocolade für alle“ im Mittelpunkt des Handelns der Josef Manner & Comp. AG. Realisiert wird dieses Ziel, indem faire Produkte in Bezug auf Produktion, Qualität und Preis am Markt angeboten und ein fairer Umgang mit allen Menschen als Wertvorstellung und faires Wirtschaften im Einklang mit Umwelt und Ressourcen gelebt werden. Verantwortungsvolles Handeln steht seit jeher im Zentrum der Geschäftstätigkeit des Familienunternehmens. Für Manner sind es die Werte, die langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert sichern. Manner ist ein Beispiel dafür, dass Unternehmen mit hohen Wertvorstellungen auch über lange Zeit wirtschaftlich erfolgreich sein können.
Albin Hahn

15. Anspruch eines gesamtheitlichen Managementansatzes bei SIMACEK

Zusammenfassung
Inklusion und Diversity Management erfordern und fördern Geschäftsethik. Eine der größten täglichen Herausforderungen besteht darin, das Gleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen und sozialen Anforderungen zu finden. Um erfolgreich zu sein, muss das Nachhaltigkeitsmanagement in das Kerngeschäft und somit in die Strategie des Unternehmens integriert werden. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen engagiert sich die SIMACEK Facility Management Group für Diversity und Inklusion im Kontext von nachhaltigem Wirtschaften. Im Einklang mit dieser Strategie hat das Unternehmen in allen Arbeitsprozessen Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Richtlinien festgelegt. Die ethische Integrität ist ein zentraler Wert für den österreichischen Leitbetrieb. Seit Ende 2013 ist SIMACEK nach der CSR-ÖNORM 192500 zertifiziert, die von der internationalen Handlungsempfehlung ISO 26000 abgeleitet ist, und orientiert sich im wirtschaftlichen Kontext auch an den Sustainable Development Goals.
Ursula Simacek, Ina Pfneiszl

16. Handwerk im Zeichen der Gemeinwohlökonomie

Zusammenfassung
Die Buchbinderei Fuchs steht neben Qualität, Innovation und Tradition für Nachhaltigkeit und Menschlichkeit, was im täglichen Firmenbetrieb und bei Sonderprojekten, wie der Generalsanierung des Firmengebäudes 2018, zum Tragen kommt. Christian Fuchs tüftelt fortwährend an Neuerungen und Speziallösungen, was unter anderem zur Entwicklung der Speisekarte mit Klemmrücken führte, auf die er Patent- und Markenrechte erhielt und durch die er zum Marktführer in der Produktion hochwertiger Speisekarten wurde. Seit 2012 ist die Firma Mitglied der Gemeinwohlökonomie und wurde mit zahlreichen Preisen für ihre Leistungen ausgezeichnet. Demnächst sind sieben Abteilungen im Fuchs-Bau vereint, wodurch sich die Buchbinderei in ihrem 30-jährigen Bestehen zum universalgrafischen Gewerkehaus entwickelt. In der neuesten Abteilung, der Druckwerkstatt der grafischen Künste, sollen analoge Druckverfahren, Papierschöpfen, Kalligrafie, analoge Fotografie und Buchbinden vermittelt werden.
Christian Fuchs

17. Biogena als verantwortungsvolles Unternehmen

Zusammenfassung
Biogena kann durch seine Grundprämisse eines zu 100 Prozent österreichischen und inhabergeführten Familienunternehmens seiner Wertekultur unabhängig und selbstbestimmt folgen. Somit ist es für das Unternehmen möglich, eine Corporate-Social-Responsibility-orientierte Unternehmensführung mit einem klaren Commitment zum dritten nachhaltigen Entwicklungsziel der Vereinten Nationen, „Gesundheit und Wohlergehen“, zu realisieren. Dies spiegelt sich unter anderem in der Mitarbeiterführung, in der Kundenorientierung, im Umweltmanagement, aber auch in der Auswahl der Lieferanten und Lieferantinnen nach strengen Kriterien, bezogen auf eine moralisch-ethische sowie ökologisch-soziale Wertekongruenz, wider. Biogena ist nach den Standards für Umwelt und Lebensmittelsicherheit in Form ISO 22000 als verantwortungsbewusstes Unternehmen zertifiziert und sieht Zertifizierungen und die Auseinandersetzung mit Gütesiegeln und Auditschleifen als wertvolles Instrument, um als lernendes und wachsendes Unternehmen von den Feedback- bzw. Forwardschleifen zu profitieren.
Julia Ganglbauer

18. Verantwortungsvolle Unternehmensführung bei der S+B Gruppe – Aspekte der Personalführung

Zusammenfassung
Die S+B Gruppe ist ein stetig wachsendes Familienunternehmen, tätig in der Immobilienentwicklung mit regionalen Schwerpunkten in Wien, Prag, Bukarest und Warschau. Der Erfolg resultiert aus einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, die mehr als eine Maximierung des Shareholder Value anstrebt. Die äußerst geringe Mitarbeiterfluktuation ist seit jeher einer der Erfolgsfaktoren. Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Flexibilität und Freiheiten zu gewähren und gleichzeitig vonseiten der Unternehmensführung klare Vorstellungen und Visionen zu kommunizieren, sind dafür essenziell. Erlangtes Know-how besteht somit über Generationen und sichert den nachhaltigen erfolgreichen Bestand der S+B Gruppe. Gut geführte Vielfalt ist eine der weiteren Stärken, demgemäß sind unter anderem Kompetenzen über alle Generationen, auf beide Geschlechter, mehrere Länder, unterschiedlichste Bildungshintergründe und Lebenssituationen verteilt. All die nach innen gerichteten Motivationsfaktoren werden optimal mit dem unerlässlichen Markt- und Kundenfokus kombiniert. Nicht umsonst hat die S+B Gruppe in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen für ihre innovativen Immobilienprojekte sowie auch als erfolgreichster Immobilienentwickler Österreichs erhalten, die noch hoffnungsvoller in die Zukunft blicken lassen.
Christian Böhm, Julia Edelhauser

19. Die Grenzen der verantwortungsvollen Unternehmensführung

Zusammenfassung
Verantwortungsvolle Unternehmensführung heißt, Geschäftsmodell und Unternehmensgrundsätze nach ökologisch nachhaltigen und ethisch einwandfreien Grundsätzen auszurichten und eine Unternehmenskultur zu schaffen, mit der sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Kunden und Kundinnen sowie Lieferanten und Lieferantinnen identifizieren können. Den Unternehmern und Unternehmerinnen kommt dabei eine Schlüsselrolle als Visionären und Vorbildern zu. Ein solcherart aufgestelltes Unternehmen kann Nährboden für zukunftsweisende Ideen sein, die nicht nur den zukünftigen Bestand des Unternehmens sichern, sondern auch zur Lösung der drängendsten Probleme der Menschheit beitragen. Denn insbesondere der Fokus auf Innovationen, die einen konkreten Nutzen für das menschliche Gemeinwohl und/oder die Umwelt darstellen, ist ein Zeichen verantwortungsvoller Unternehmensführung. Viele Unternehmer und Unternehmerinnen sind gewillt, diesen Weg zu gehen, und stoßen dabei bald an die Grenzen, die das wachstumsorientierte, kompetitive Wirtschaftssystem ihnen setzt. Dieses Wirtschaftssystem sorgt dafür, dass an sich positive Initiativen in das Gegenteil verkehrt werden. Um einer von verantwortungsvoller Unternehmensführung getragenen Wirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf es grundlegender anderer Rahmenbedingungen.
Thomas Mach
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