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21.01.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

1K-Acrylatklebstoff präzise dosieren

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Auf Bauteile aufgetragene Dichtstoffe dienen in erster Linie dem Schutz sensibler Komponenten. Sie schützen vor äußeren Einflüssen wie Staub oder Feuchtigkeit. Durch den Einsatz von Dicht- und Klebstoffen ist aufgrund der zusätzlichen Fügeverbindung eine multifunktionale Verbindung möglich – im Gegensatz zu klassischen vorkonfektionierten Dichtungen. 


Eine präzise Überlappung von Anfang und Ende der geschlossenen Dichtraupe ist essentiell, um eine homogene Kraftübertragung sowie die Dichtheit der Verbindung zu gewährleisten. In der industriellen Fertigung wird zwischen zwei Verfahren zur Applikation von Flüssigdichtungen unterschieden: Dem CIPG- und dem FIPG-Verfahren. Im Falle des “cured-in-place gasket”-Verfahrens erfolgt die Weiterverarbeitung des Bauteils erst nach Aushärtung des Dichtmittels. Beim “formed-in-place gasket”-Verfahren hingegen wird das Bauteil mit der noch nicht vernetzten Flüssigdichtung gefügt und weiterverarbeitet. 

Komplexe Dichtraupengeometrien

Um die Dichtheit der Dosierraupe zu gewährleisten, muss der Materialauftrag entlang der Dichtkontur präzise und wiederholgenau erfolgen. Mit den Dispensern von Viscotec können laut Angaben des Herstellers trotz unterschiedlicher Dosiergeschwindigkeiten auch komplexe Geometrien problemlos dosiert werden. Der programmierbare Rückzug diene außerdem dazu, ein Nachtropfen und die Verschmutzung des Bauteils beziehungsweise der Dichtung zu vermeiden. Ferner können durch die Möglichkeit der endlosen Dosierung auf einfache Weise unterschiedliche Dichtungsgrößen und Formen realisiert und die Fertigung ohne großen Aufwand angepasst werden.
1K-Acrylatklebstoffe findet ihren Einsatz beispielsweise in der Elektro- und Elektronikindustrie, im Bereich der E-Mobility und in der Automobilbranche. In Anwendungen, wie der Abdichtung von Gehäusen, Motoren, Getrieben und Sensoren, wird nach Angaben von Viscotec das klassische Dichtverfahren zunehmend von der Abdichtung mit zusätzlicher Klebefunktion abgelöst. Diese Entwicklung bringe klare Vorteile mit sich: Der Anwender ist in der Formgebung der Dichtraupe flexibler und die Kosten für die Lagerung sowie der Zeitaufwand für die Montage entfallen. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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