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25.10.2017 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Klebetechnik trifft Heizung – Klima – Lüftung

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Mit seinem diesjährigen Industrie-Symposium wendete sich Otto-Chemie an eine Branche, in der das Kleben als Fügeverfahren noch nicht sehr weit verbreitet ist.

Die althergebrachten, meist metallischen Materialien werden für gewöhnlich geschraubt, geschweißt oder gelötet. Doch abgesehen davon, dass die traditionellen Verbindungstechniken allseits bekannte Nachteile haben, entstehen auch in der Heizung/Klima/Lüftung (HKL)-Branche immer mehr Bauteile aus hochleistungsfähigen Kunststoffen, die sich gut kleben lassen. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung von Otto-Chemie am 21. September 2017 nach Fridolfing gefolgt. Dazu Marc Wüst, Leiter der Geschäftsbereichs Industrie bei Otto: "Mit dem Symposium möchten wir den Teilnehmern die spezifischen Möglichkeiten der industriellen Klebung von Komponenten für die HKL-Branche im Anlagen- und Gerätebau vermitteln und so zum Wissenstransfer in eine Branche beitragen, die sehr spezielle Anforderungen an uns als Klebstoffhersteller stellt."

Die jeweilige Art dieser Anforderungen wurde von renommierten Experten erläutert. Den Anfang machte Prof. Dr. Andreas Groß, Fraunhofer IFAM, der die DIN 2304 unter organisatorischen, konstruktiven und fertigungstechnischen Aspekten beleuchtete. Sie betrifft jeden, der mit Klebstoffen arbeitet, denn: "Die anwendungstechnische Norm für die Herstellung klebetechnischer Verbindungen wendet sich übergreifend an alle Klebstoffklassen, Werkstoffkombinationen und Branchen", so Groß. "Uns als Klebstoffhersteller ist es ein Anliegen, den Klebeprozess zusammen mit unseren Kunden erfolgreich zu gestalten", betonte Jürgen Lutz, Gruppenleiter Entwicklung und Anwendungstechnik bei Otto-Chemie. "Dazu müssen alle Parameter – beispielsweise Klebstoff, Vorbehandlung, Klebgeometrie und Integration in das Bauteil – im Vorfeld verbindlich definiert werden." 

Die Applikation ist die eine Seite, die andere, nicht minder wichtige, ist die Untergrundvorbehandlung, wie  Christian Ostermann von der Hilger & Kern Group ausführte. Die von der Plasmatreat GmbH entwickelte Openair-Plasma-Technologie eröffnet hier erstaunliche Möglichkeiten. Mit weiteren Vorträgen zur Temperaturbeständigkeit von Kleb- und Dichtstoffen sowie dem Potenzial von Klebungen für die HKL-Branche – wie Abdichtung von Luftkanälen, Dichtkleben der Komponenten von Wärmetauschern oder der Abdichtung des Brenners einer Gastherme, um nur einige zu nennen – beleuchtete das Seminar ein breites Spektrum, das die Thematik vielseitig darstellte.

Das nächste Otto Industrie-Symposium findet am 22. Februar 2018 im Großraum Hannover statt.

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01.06.2017 | Serie | Ausgabe 6/2017

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