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07.01.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Innovativer Fügeprozess zur Heckspoiler-Produktion

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Kleben und Schweißen waren bei der Spoiler-Herstellung in der Automobil-Industrie bislang zwei zeitversetzt stattfindende Prozessschritte. Wie der Industrieverband Klebstoffe berichtet, ist einem Anlagenbauer und einem Automobilzulieferer gelungen, das zu ändern: Eine gemeinsam entwickelte 2K-Hybrid-Klebanlage vereint jetzt die Vorteile aus zwei Welten – Kleben und Ultraschallschweißen. Zusätzliches Plus: die verkürzten Zykluszeiten.


Den Stein ins Rollen brachte die Anforderung der Automobil-Industrie zwei Spoiler-Bauteilhälften zu verbinden und zugleich mehrere Halteklipps anzubringen – die Idee des zeitgleichen Klebens und Schweißens war geboren. In der eigens konstruierten 2K-Hybrid-Klebanlage kommen das Zweikomponenten-Klebstoffsystem und Ultraschallschweißen zum Einsatz. Während der Klebstoff, beispielsweise ein 2K-Epoxidharz oder ein 2K-Acrylat, bei Raumtemperatur aufgetragen wird und aushärtet, kann davon unabhängig im nächsten Prozessschritt ein Klipp montiert werden. Vorteile der Kombination: Durch das Kleben wird im Produkt die gesamte Fügefläche und nicht nur der Schweißbereich für die Kraftübertragung genutzt. Die Werkstoffeigenschaften können hierdurch in optimierter Weise für das Bauteil und dessen Konstruktion besser ausgenutzt werden. Ebenso wird die Langzeitbeständigkeit der Verbindung erhöht.

Günstiger, schneller, effizienter

Da beide Fügeprozesse in ein und demselben Werkzeug stattfinden, dauert der Vorgang – je nach Bauteilgröße und Anzahl der gleichzeitig gesetzten Schweißpunkte – nur fünf bis zehn Sekunden, und die Bauteile können sofort weiterverarbeitet werden. Die gesamte Zykluszeit verkürzt sich durch die Prozesskombination von rund 300 Sekunden auf 120 Sekunden. Das wiederum führt zur Senkung der Kosten, und das bei gleicher Bauqualität.
Weiterer Vorteil: Die 2K-Hybrid-Klebanlage ist modular und flexibel, sodass sich weitere Bearbeitungsstationen leicht zufügen lassen. Auf dieser Grundlage wurden bereits weitere Anlagen gebaut. Zukünftig soll die Produktionseffizienz durch Automation noch weiter erhöht werden.

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