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11.03.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Klebstoffe im 3000-Kilometer-Härtetest

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Mit einem selbst konstruierten solarbetriebenen Elektroauto will ein Studententeam der RWTH Aachen University und der FH Aachen am wohl härtesten Solarautorennen der Welt teilnehmen. Für sein neues Solarauto setzt das Team auf 2K-Polyurethan-Klebstoffe, die besonders für ultra-leichtgewichtige Konstruktionen geeignet sind.​​​​​​​


Nach der erfolgreichen Premiere beim vorigen Rennen stellt sich das Team Sonnenwagen aus Aachen nun zum zweiten Mal der Bridgestone World Solar Challenge. Dabei gilt es, die gut 3.000 Kilometer lange Strecke in Australien ohne einen Tropfen Treibstoff als Schnellste zu bewältigen. 
Covestro unterstützt das Projekt mit verschiedenen Werkstoffen, technischem Service sowie als Hauptsponsor. Damit wollen die Partner zeigen, dass Konzepte für die Zukunft der Mobilität – unter Aspekten wie leichtgewichtiger Konstruktion, Elektromobilität und Photovoltaik – bereits heute möglich sind. 

Kleben ist die beste Lösung

Wer als Schnellster über die Zielgerade in Adelaide fahren will, braucht ein möglichst schnelles und deshalb leichtgewichtiges Fahrzeug. Für die Konstruktion werden verschiedene Materialien eingesetzt – etwa hochwertige Kunststoffe, Verbundwerkstoffe und Metalle. Die beste Methode, um verschiedene Substrate dauerhaft miteinander zu verbinden, ist das Kleben. Wenn Teile eines Solarautos von Hand gefügt werden, bringt dies jedoch einige Herausforderungen mit sich. Dazu gehören zum Beispiel die Vorbereitung der Oberflächen sowie die Klebstoffhaftung auf verschiedenen Substraten. Vor allem aber kommt es auf eine dauerhaft hohe Qualität der Klebverbindung an, denn auf seiner Fahrt durch das australische Outback ist der Sonnenwagen extremen Bedingungen ausgesetzt: Hohe Temperaturen, große Trockenheit, aber auch dauerhafte und zum Teil starke Vibrationen stellen den Klebstoff auf eine harte Probe. 

Der Klebstoff ist die Härte

Für sein neues Solarauto setzt das Sonnenwagen-Team auf zweikomponentige Polyurethan-Klebstoffe der Sika Automotive, die auf Polyurethan-Rohstoffen der Sortimente Desmodur und Desmophen von Covestro basieren. Es zeigte sich bereits bei der Konstruktion des Fahrzeugs, dass sich die Produkte aus dem SikaForce-Sortiment aufgrund ihrer sehr guten mechanischen Festigkeit und Dehnbarkeit insbesondere für die Klebung komplexer Teile, zum Beispiel aus carbonfaser-verstärkten Kunststoffen, eignen. „Dank dieser Klebstoffe konnten wir unseren diesjährigen Sonnenwagen in der gewünschten Form bauen“, sagt Severin Kobus vom Team Sonnenwagen. „Um alle Anforderungen von Konstruktion, Bauteilen und Substraten zu erfüllen, haben wir verschiedene Klebstoffe eingesetzt – von flexibel bis hoch elastisch.“
Pascal Obringer, globaler Leiter des Produktmanagements bei Sika Automotive, ergänzt: „Polyurethan-Klebstoffe passen perfekt zu den innovativen Konzepten für künftige Mobilität. Das Sonnenwagen-Projekt zeigt auf ideale Weise, welche Rolle Klebstoffe in der Zukunft spielen können.“

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2016 | Buch

Polyurethan-Klebstoffe

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