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12.10.2020 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Klebstoffe richtig einsetzen

Autor:
Dr. Hubert Pelc
2 Min. Lesedauer

Mit Klebstoffen lassen sich viele Werkstoffkombinationen langzeitbeständig und zerstörungsfrei verbinden. Für den jeweiligen Zweck bedarf es aber der Wahl des richtigen Klebstoffes. Der Technische Handel kann den Unternehmen dabei schnell und kompetent helfen.

Die steigenden Erwartungen und Anforderungen an Industrieprodukte in technologischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht lassen sich nur durch innovative neue Werkstoffe erfüllen. Diese kann man aber nur dann in Industrie und Gewerbe einsetzen, wenn sie sich mit sich selbst oder anderen Werkstoffen verbinden lassen. Die konventionellen Verbindungstechniken weisen in diesem Zusammenhang einige Nachteile auf. Beim Schweißen zum Beispiel verändert der Werkstoff durch die Hitzeeinwirkung seine spezifischen Eigenschaften, bei mechanischen Verfahren, wie dem Nieten oder dem Schrauben, wiederum wird der Werkstoff beschädigt und somit geschwächt. Mit moderner Klebtechnik dagegen lassen sich Werkstoffe langzeitbeständig verbinden, und zwar ohne dass sie geschwächt werden. Darüber hinaus ist es mit Klebstoffen überhaupt erst möglich, neue Konstruktionsverfahren, wie beispielsweise die Leichtbauweise, anzuwenden.

Die richtige Auswahl des Klebstoffes

Doch auch bei den Klebstoffen gilt: Für den erwünschten Zweck bedarf es nicht irgendeines, sondern des richtigen Klebstoffs. Die Auswahl ist dabei keineswegs einfach. Im Vorfeld ist zu prüfen, was die Klebung im verklebten Bauteil aushalten muss. Dies wiederum ist abhängig von zahlreichen Faktoren, unter anderem:

  • Die Dauer der Verklebung: Hinsichtlich der Klebkraft bestehen gravierende Unterschiede, ob der Klebstoff nur temporär oder langfristig aufgebracht werden soll. Sofern langfristige Klebeverbindungen gewünscht sind, muss der Klebstoff alterungsbeständig sein.
  • Die Art der Materialien und ihre Klebbarkeit: Manche Oberflächen können niederenergetisch sein, sodass vorher ein Haftvermittler (Primer) aufgetragen werden muss.
  • Die Wetter- und UV-Beständigkeit: In der Außenanwendung reduzieren Witterungseinflüsse je nach eingesetztem Klebstoff die Klebkraft und somit die Einsatzmöglichkeiten.

Bei Klebstoffen gilt also die ‘Qual der (richtigen) Wahl‘. Daher kann sich die Beratung, zum Beispiel durch die Experten des Technischen Handels lohnen. Thorsten Moser, Distribution Manager Deutschland/Schweiz bei Henkel, erklärt: “Die Auswahl eines richtigen Klebstoffs ist durchaus eine Wissenschaft für sich. Denn für die Sicherheit der Klebung muss letztendlich gewährleistet sein, dass die Beanspruchbarkeit größer ist als die tatsächliche Beanspruchung. Wichtig ist zusätzlich die Beratung im Fachhandel, da sonst prozess- oder personenbedingte Fehler in der Verarbeitung vorprogrammiert sind.“
Die Fachgruppe “Klebtechnik“ Im VTH Verband Technischer Handel hat nun die wichtigsten Aspekte zu Eigenschaften und Verarbeitung von Klebstoffen in anschaulichen Infografiken aufbereitet. 

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