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08.04.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Online-Artikel

Klebverbindungen unter der magnetischen Lupe

verfasst von: Dr. Hubert Pelc

1:30 Min. Lesedauer

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Im neu gestarteten Forschungsvorhaben NMRBond wird in den nächsten zwei Jahren am Kunststoff-Zentrum SKZ intensiv an der zerstörungsfreien Untersuchung zahlreicher unterschiedlicher Klebverbindungen geforscht. Dabei kommt die unilaterale Kernspinresonanz (NMR) zum Einsatz. Das Verfahren erlaubt die Prüfung von geklebten Bauteilen in kurzer Zeit und eignet sich zur Online-Prozesskontrolle.


Klebstoffe besitzen einen immer größeren Stellenwert bei industriellen Anwendungen. „Der stetig wachsende Bedarf an Leichtbau-Lösungen sowie die kontinuierliche Verbesserung der Klebstoffe dienen dabei als treibende Kraft. Die bisher verwendeten Methoden zur Prüfung von Klebverbindungen liefern zwar zuverlässige Ergebnisse, sind aber nur stichprobenartig und meistens zerstörend“, erklärt SKZ-Wissenschaftler Norbert Halmen.
Eine Möglichkeit zur zerstörungsfreien Untersuchung von Klebeverbindungen bieten NMR-Messsysteme mit einseitigem Probenzugang. Durch ihren besonderen Aufbau ermöglichen sie die Messungen der Aushärtekinetik von Klebstoffen in Klebverbindungen – durch das geklebte Bauteil hindurch und direkt im Prozess.

Prüfverfahren – von der Entwicklung bis zur Anwendung

Im Forschungsvorhaben NMRBond (Laufzeit: 01.03.2019 bis 28.02.2021) des SKZ wird das Ziel verfolgt, die unilaterale NMR zur zerstörungsfreien Prüfung von Klebverbindungen nutzbar zu machen. Dabei sollen Klebverbindungen mit klassischen 2K-Klebstoffen sowie mit feuchte- und UV-härtenden 1K-Klebstoffen betrachtet werden. Als Referenz dienen verschiedene in der Praxis gängige Messverfahren. Zusätzlich werden die Einflüsse unterschiedlicher Vorbehandlungsmethoden sowie der Klebstoff- und Magnettemperatur an sich auf die NMR-Messungen untersucht. 
Am Ende soll eine nutzbare Korrelation der NMR-Messungen mit relevanten Kenngrößen, wie beispielsweise der Festigkeit, möglich sein. Das Ziel besteht darin, eine zerstörungsfreie Prüfmöglichkeit aufzuzeigen, die einen Klebstoff von der Entwicklung bis hin zur Anwendung begleiten kann. 

Interessierte Unternehmen sind eingeladen, mit dem SKZ  Kontakt aufzunehmen, um mehr über das Vorhaben zu erfahren.

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