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26.06.2018 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Kristallklare Polyurethan-Vergussmassen für die Lichttechnik

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Vergussmassen auf der Basis von Polyurethanharzen können – dank der großen Variabilität der Ausgangsstoffe bzw. durch die Möglichkeiten der chemischen Modifizierung – in großer Vielfalt hinsichtlich Viskosität, Farben, Verarbeitungszeiten und Härte bzw. Elastizität nahezu maßgeschneidert für viele Applikationen eingesetzt werden.

Die kristallklaren hochtransparenten Elpecast-Vergussmassen der Reihe Wepuran VT 3402 KK von Lackwerke Peters sollen sich aufgrund der guten Temperaturstabilität, der sehr guten Witterungsbeständigkeit und UV-Lichtstabilität besonders zum Schutz von LED-Technik und Lichtelektronik eignen. Laut Hersteller lasse sich für unterschiedlichste Anforderungen wie Unterwassereinsatz, Bewitterung und Sonnenlichteinstrahlung beim Außeneinsatz, Flammwidrigkeit/ Nichtbrennbarkeit (UL-Zulassung) für sicherheitsrelevante Anwendungen, beispielsweise für Notfallbeleuchtung in Tunneln und Gebäuden oder den Verguss von LED-Leisten in Aluminiumprofilen, eine Lösung finden.

Anwendungsvielfalt versus Anwendersicherheit?

Beim Blick in die Sicherheitsdatenblätter von marktgängigen Polyurethanharz-Vergussmassen stellt sich jedoch die Frage, ob diese Anwendungsvielfalt nicht auf Kosten der Anwendersicherheit geht. Wie Peters betont, werde ein Maximum bei den gewünschten Endeigenschaften mit einem Minimum an Gefahren bei der Verarbeitung angestrebt. Elpecast Wepuran-Vergussmassen enthielten daher allesamt keine gefährlichen Bestandteile, deren Verwendung durch die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU beschränkt sind. Sie seien frei von Quecksilber, Blei, Cadmium, sechswertigem Chrom, polybromiertem Biphenyl (PBB) beziehungsweise polybromiertem Diphenylether (PBDE) und den in der Erweiterungsrichtlinie 2015/863/EU genannten Phthalaten. Die Vergussmassen wie die Reihe VT 3402 KK kämen ohne giftige Isophoron-Diisocyanat-Härter (IPDI) aus.

Rein von der chemischen Basis des Harzes (Polyol) und des in solchen Produkten gängigen Härters (Isocyanat) sei jedoch eine Kennzeichnung notwendig. Der Härter mit der Isocyanat-Gruppe müsse als gefährliche Chemikalie eingestuft werden, da er sensibilisierend, reizend und gesundheitsgefährdend sei. Bei der Polyol-Komponente reiche – abhängig von den rezeptierten Additiven – die Einstufung von reizend, sensibilisierend bis zu umweltgefährdend.

Das Gefahrenpotential lasse sich jedoch durch betriebliche und persönliche Schutzmaßnahmen gemäß Empfehlungen des Herstellers beziehungsweise entsprechend den Angaben im Sicherheitsdatenblatt minimieren. Durch einen sicheren Umgang mit Chemikalien können Anwender mögliche Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung vermeiden. Im ausgehärteten Zustand ginge dagegen keine der genannten Gefahren mehr von der Vergussmasse aus.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.09.2017 | Vorbehandlung | Ausgabe 9/2017

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