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24.03.2020 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Lichthärtende Epoxidharze für Liquid Additive Manufacturing

Autor:
Dr. Hubert Pelc
1:30 Min. Lesedauer

Mit der Weiterentwicklung seiner Flüssigmaterialien bietet Delo neue Möglichkeiten im Bereich Liquid Additive Manufacturing. Die Hochleistungsmaterialien erfüllen verschiedene Funktionen wie, z. B. Transparenz oder Flexibilität, und lassen sich in einem Druckvorgang miteinander kombinieren. 

Bei den Flüssigmaterialien, die Delo speziell für den industriellen 3D-Druck weiterentwickelt hat, handelt es sich um lichthärtende Epoxidharze. Je nach gewünschter Funktionalität, wie Flexibilität, Transparenz oder Leitfähigkeit, können maßgeschneiderte Materialien auf Basis eines breiten Produktportfolios zur Verfügung gestellt werden.
Aufgrund der ähnlichen chemischen Basis können die funktionalen Hochleistungsmaterialien Delo zufolge sehr gut miteinander kombinierbar werden und zeigen eine gute Haftung zueinander. Damit seien sie optimal für den Materialmix geeignet. So können etwa harte und flexible Materialien in einem Druckvorgang verwendet werden. In den Drucker werden dazu mehrere Dosierköpfe verbaut, die nach definierten Parametern die jeweiligen Flüssigmaterialien aufbringen. Je nach Dosier-Equipment seien Strukturen mit Wandstärken von unter 500 µm möglich. Für komplexe Strukturen mit Überhängen oder Hinterschneidungen können Anwender auch auf ein wasserlösliches Stützmaterial zurückgreifen.

Integration in bestehende Produktionslinien möglich

Da das Dosieren der funktionalen Materialien bei Raumtemperatur stattfindet, ist kein Aufwärmen des Materials oder Bauraums notwendig. Die Aushärtung erfolgt mittels UV-Licht, wobei wenige Sekunden bis zum Erreichen der Endfestigkeit ausreichend sind. Dies sorge für einen einfachen Prozess sowie für Energieeinsparungen.
Sowohl die unterschiedlichen Dosierköpfe als auch die Aushärtungslampen lassen sich nach Angabe des Unternehmens in bestehende Produktionslinien integrieren. Der Druckprozess könne dadurch auch mit weiteren Fertigungsverfahren kombiniert werden.
Die Eigenschaften der ausgehärteten Materialien seien vergleichbar mit Hochleistungskunststoffen, wie Polyamid oder PEEK. Das zeige sich unter anderem an der hohen Temperatur- und Medienbeständigkeit. Zudem weisen sie unabhängig von der Druckrichtung isotrope Festigkeiten auf.
 


Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

Polymerwerkstoffe

Quelle:
Werkstoffe

01.02.2020 | Nasslackieren | Ausgabe 2/2020

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