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09.09.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Neue Generation von Primärverpackungen für Klebstoffe

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Auf dem Kleb- und Dichtstoffmarkt wird man auf Behälter nie ganz verzichten können. Doch nun hat Sulzer mit einer komprimierbaren Kartusche ein neues Verpackungssystem für Zweikomponenten-Klebstoffe konzipiert, das zum Umweltschutz beiträgt und noch weitere Vorteile bei Qualität und Leistung bietet.

Nach Angaben von Sulzer sei das herausstechende Merkmal des neuen Verpackungssystems mit der Bezeichnung ecopaCC seine Komprimierbarkeit. Dazu wurden die beiden starren Kartuschenkörper herkömmlicher Zweikomponenten-Produkte durch flexible Folienschläuche ersetzt. “Diese Schläuche werden in eine wiederverwendbare Stützhülse eingesetzt. In die Stützhülse integrierte Kolben gewährleisten die Kompatibilität mit vorhandenen Zweikomponenten-Austragsgeräten, und die starre Stützkonstruktion sorgt dafür, dass das System den Austragskräften standhält“, erklärt Claudius Reinhold, Leiter Product Development Adhesives bei Sulzer Mixpac in Haag. "Während des Austragens werden die Folienschläuche zusammengefaltet. Anschliessend kann die entleerte, komprimierte Kartusche entnommen und entsorgt werden.“

Weniger Kunststoffabfall 

Durch die Verwendung der ecopaCC-Kartuschen könne die Menge des Kunststoff-Verpackungsabfalls gegenüber herkömmlichen starren Produkten um bis zu 82 % reduziert werden. Dies gelte besonders für Branchen, wie den Bausektor und die Automobilindustrie, in denen wöchentlich Hunderte Liter Klebstoff verarbeitet werden. Auch die Entsorgungskosten würden gesenkt, da die Gebühren häufig nach Volumen oder Gewicht berechnet werden.
Außerdem ist die Verpackung wiederverschliessbar: Wenn das System nach Gebrauch nicht ganz leer ist, können die Austrittsdüsen verschlossen werden, um eine Verunreinigung oder ein Aushärten des Klebstoffes zu verhindern. 

Individuell und mit einer Vielzahl von Austragsgeräten kompatibel

Das Unternehmen betont, dass die Kostenersparnis und Umweltverträglichkeit die Leistung und Funktionalität der Kartuschen selbstverständlich nicht beeinträchtigen. Um Undichtigkeiten auszuschliessen, habe man mithilfe einer zum Patent angemeldeten Umspritztechnologie eine sichere und dichte Verbindung zwischen dem vorderen Kartuschenauslass und der mehrschichtigen Hightech-Folie geschaffen. Der Mischer sorge zudem für ein sehr gutes Mischergebnis und einen präzisen Austrag.
Durch die Verwendung von Folien anstelle von festen Zylindern lassen sich die Kartuschen problemlos an spezifische Anwendungen anpassen. Mit längeren oder kürzeren Folienschläuchen sei zum Beispiel ein breites Spektrum an Füllvolumina möglich, während die Kartuschen mithilfe verschiedener Folienmaterialien und einer variablen Schichtenzahl auch für anspruchsvollere Klebstoffkomponenten ausgelegt werden können. Je nach Kundenanforderung können bis zu sieben Hightech-Folien eingesetzt werden. Mit der Anzahl Folien und der Wahl des Folienmaterials lasse sich die Permeabilität verändern, wodurch die eindringende Menge an Sauerstoff oder Wasserdampf  beeinflusst werde. Damit werde den  Herstellern die Möglichkeit geboten, die Haltbarkeit ihrer Produkte zu verlängern und zu optimieren.
Bei der Entwicklung stand im Vordergrund, dass es sich um eine Nachrüstlösung handeln soll. Daher seien die Kartuschen und ihre Stützhülsen mit einer Vielzahl von Austragsgeräten kompatibel. Somit müssen Anwender nicht in neue Geräte investieren.
 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.08.2019 | Anlagen- und Gerätetechnik | Ausgabe 7-8/2019

Prozesssichere Applikation von 2K-Klebstoffen

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