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04.01.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Dicke Bleche mittels Laser schweißen

Autor:
Nadine Winkelmann

Neue Laserschweißprozesse sollen das Dickblechschweißen im Schiffbau effizienter und kostengünstiger machen. Dafür sollen Diodenlaserstrahlquellen zu Höchstleistungen gebracht werden.

Die Verfahren zum Fügen von maritimen Stahlkomponenten besitzen im Hinblick auf Herstellungskosten und Produktivität starkes Entwicklungspotenzial: Das häufig eingesetzte Unterpulverschweißen (UP-Schweißen) ist vergleichsweise langsam und geht mit merklichem Werkstückverzug einher. Bei der Alternative Laser-Lichtbogen-Hybridschweißen ist insbesondere die Kantenvorbereitung arbeitsintensiv und das Verfahren wenig flexibel. Besonders bei großen Stahlblechdicken im Bereich von 12 bis 30 Millimeter hat sich bisher kein Verfahren gegen das UP-Schweißen durchsetzen können. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will dies nun gemeinsam mit Meyer Werft GmbH & Co. KG, Held Systems Deutschland GmbH und Laserline GmbH im Verbundprojekt "Dickblechschweißen mittels Höchstleistungs-Diodenlaser für maritime Anwendungen" (DIOMAR) ändern.

Robuste reine Laserschweißprozesse

Speziell für das Dickblechschweißen im maritimen Bereich wollen die Wissenschaftler robuste reine Laserschweißprozesse entwickeln. Der Projektpartner Laserline wird dazu neue Diodenlaserstrahlquellen mit Höchstleistungen von bis zu 60 Kilowatt im Dauerstrichbetrieb realisieren. Das Ziel des Vorhabens ist es, hochwertige Verbindungen mit hohen Schweißgeschwindigkeiten zu erreichen. Dabei wollen die Partner im Vergleich zu bestehenden Fügeverfahren den Aufwand für die Kantenvorbereitung und die Menge des Zusatzmaterials reduzieren. So sollen letztendlich auch die Kosten sinken. Die neuen Prozesse sollen bestehende Verfahren ergänzen oder gar ersetzen. Die anwendungsorientierte Entwicklung findet parallel in einem Laserlabor und in einer werftnahen Versuchsumgebung statt. Das ermöglicht, Prozesse schnell zu erproben, zu evaluieren und zu optimieren.

Besonderes Augenmerk legen die Partner darauf, Konzepte zur Gewährleistung der Lasersicherheit bei den sehr hohen Laserleistungen zu entwickeln. Dazu gehört auch die Handhabung der zu erwartenden großen Mengen an emittierten Gefahrstoffen, wofür das LZH unter anderem die Gefahrstofffreisetzung aus der Laserprozesszone umfassend untersucht.


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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2009 | Buch

Praxiswissen Schweißtechnik

Werkstoffe, Prozesse, Fertigung

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Halbleiterlaser, Diodenlaser

Quelle:
Laser

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