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24.06.2019 | Verbindungstechnik | Nachricht | Onlineartikel

Von der Idee zur maßgeschneiderten Kleblösung

Autor:
Dr. Hubert Pelc

Mit Hilfe des sogenannten Smart-Bonding-Ansatzes hat Lohmann Österreich für ein innovatives österreichisches Startup-Unternehmen erstmals einen voll skalierbaren Fertigungsprozess entwickelt.


Kaum ein Gegenstand unseres Alltags kommt ohne Haftklebung oder reaktive Klebstoffsysteme aus. Der Einsatz in elektronischen Komponenten, Fenstern und Türen, Geschirrspülern und Waschmaschinen, Möbeln, Autos, Verpackungen oder als multifunktionales Hautpflaster ist längst nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Anfang des Jahres hat das Grazer Startup SteadySense den ersten Near-Field-Communication (NFC)-fähigen Sensorpatch für Frauen mit Kinderwunsch zur Ermittlung der fruchtbaren Tage vorgestellt. Das Team der österreichischen Niederlassung der Lohmann Gruppe hat das innovative Produkt maßgeschneidert und erstmals einen skalierbaren Fertigungsprozess entwickelt. “Die erste Aufgabe bei der Entwicklung von femSense bestand darin, die richtigen Klebstoffe und Materialien für eine Pflasterapplikation auszuwählen, die hautfreundlich sowie optisch und haptisch ansprechend sind“, erläutert Dr. Michael Schwarzott, Leiter der Anwendungstechnik bei Lohmann Österreich. Im Patch komme eine Auswahl zertifizierter Klebebänder zum Einsatz, die biokompatibel und für die Verweildauer des Patches auf der Haut geeignet seien.

Smart-Bonding-Ansatz

Mit dem sogenannten Smart-Bonding-Ansatz entwickelt Lohmann individuelle Kleblösungen. Angefangen von der richtigen Klebtechnik über die passende Produktauswahl, die effiziente Prozessintegration bis zur nachhaltigen Optimierung des Produkts. Mit diesen vier Prozessschritten hat Lohmann nach knapp neun Monaten Entwicklungszeit einen skalierbaren Fertigungsprozess für femSense erstellt. Der maßgeschneiderte Fertigungsprozess ermöglicht es, kleine, mittlere und große Stückzahlen zu realisieren, ohne die gesamte Produktkonstruktion komplett zu überarbeiten. Das hält für den Kunden die Investitionskosten gering. “Wir haben von Anfang an auf ein flexibles Design aller Komponenten geachtet, sodass jederzeit ein Scale-up von manueller zu semi-automatischer und voll-automatischer Fertigung möglich ist“, erklärt Markus Koch, Geschäftsführer Lohmann Österreich.

Weitere Informationen 

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