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07.06.2018 | Schwerpunkt | Ausgabe 4/2018 Open Access

HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik 4/2018

Verbreitung und Akzeptanz von Bauchentscheidungen im Management

Zeitschrift:
HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Barbara Krumay, David Rückel, Philipp Wicke, Stefan Koch

Zusammenfassung

Das Treffen von unternehmerischen Entscheidungen auf Basis großer Datenmengen, die mittels Informationssystemen strukturiert, analysiert und visualisiert werden, stellt seit Jahrzehnten ein Kernthema der Wirtschaftsinformatik dar. In diesem Fall spricht man von einer fakten- oder evidenzbasierten Entscheidung (System 2). Gleichzeitig werden in Unternehmen (bewusst) Entscheidungen ohne die Verwendung solcher Daten getroffen. In diesem Fall spricht man von einer intuitiven Entscheidung (System 1) oder auch der „Bauchentscheidung“. Intuitive Entscheidungen beruhen meist auf der Erfahrung der EntscheidungsträgerInnen und werden in der Regel schneller getroffen, da langwierige Datensammlung und -aufbereitung entfallen. Intuitive Entscheidungen werden oft kritisch betrachtet, da die faktenbasierte Grundlage fehlt. Diese intuitiven Entscheidungen wurden bisher in der Wirtschaftsinformatik nur am Rande betrachtet. Allerdings besteht in jenen Unternehmen, die langfristig das Wissen über getroffene Entscheidungen (also retrospektiv) dazu nutzen wollen, zukünftige Entscheidungen schneller zu treffen, der Bedarf, intuitive Entscheidungen mit Informationssystemen zu unterstützen. Der Bedarf bezieht sich sowohl auf den Prozess der Entscheidung als auch die Dokumentation, um aus ähnlichen Entscheidungssituationen lernen zu können, ob eine intuitive oder eine faktenbasierte Entscheidung zu bevorzugen ist. Dieser Artikel untersucht empirisch durch Interviews sowie einer Umfrage unter ManagerInnen die Akzeptanz von und das Bewusstsein für intuitive Entscheidungen. Daraus werden Erkenntnisse für den Einsatz von Informationssystemen zur Unterstützung von intuitiven Entscheidungen abgeleitet. Aus Sicht der Wissenschaft trägt dieser Artikel somit zu einer breiteren Diskussion im Bereich Decision Engineering und Wissensmanagement bei. Für die Praxis wird aufgezeigt, wie das Wissen um intuitive Entscheidungen genutzt werden kann, um in künftigen Entscheidungssituationen das adäquate Entscheidungssystem – rational oder intuitiv – anzuwenden.

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