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22.11.2016 | Verbrennungsmotor | Nachricht | Onlineartikel

Global Engineering bei Großmotoren

Autor:
Andreas Fuchs

Mobile, stationäre und maritime Anwendungen haben global betrachtet eines gemeinsam: Sie benötigen leistungsstarke Großmotoren. Die Industrie arbeitet daher mit Hochdruck an neuen Lösungen für den weltweiten Einsatz.

Industriemotoren kommen in den verschiedensten Bereichen, Anwendungen und Ländern zum Einsatz. Um möglichst wenige Motorenvarianten hierfür zu benötigen, müssen daher von Entwicklungsbeginn an die teilweise widersprüchlichen Anforderungen berücksichtigt werden. Das Motto "Global Engineering" der 11. Internationalen MTZ-Konferenz Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren, die heute und morgen, 22. und 23. November 2016, in Ulm stattfindet, greift diese Problematik auf.

Derzeit wird häufig die Frage gestellt, ob es mittelfristig noch Verbrennungsmotoren ‒ speziell Dieselmotoren ‒ geben wird, oder ob diese nicht alle insbesondere durch Elektromotoren ersetzt werden. Auf diese Hypothese ging Rudolf Ellensohn, Geschäftsführer Liebherr Machines Bulle SA, in seinem Keynote-Vortrag "Will there still be combustion engines for industry in 20 years?" ein. Heute werden laut Ellensohn bei Industriemotoren größer 76 kW vorwiegend Dieselmotoren eingesetzt. Des Weiteren gibt es einen kleinen Anteil von LPG- und CNG-Motoren. Der Anteil an elektrischen Antrieben beträgt weniger als 0,5 Prozent. Wie Ellensohn aufzeigte, ist es allein durch die benötigte Energie "derzeit unrealistisch, mobile Arbeitsmaschinen rein elektrisch betreiben zu wollen". Er ist sich dagegen sicher, "dass Verbrennungsmotoren noch viel Potenzial bieten und noch weit mehr als 20 Jahre im Transport- und Offroad-Bereich eingesetzt werden". Daher sollte die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbarer Energie vorangetrieben werden.

Neuer Marinemotor für Yachten und Arbeitsschiffe

Stefan Löser stellte im ersten Fachvortrag die neue Motorenbaureihe D26 von MAN für den Bereich Marine vor. Dieser zeichnet sich durch "ein sehr gutes Leistungs-Gewichts-Verhältnis sowie das schöne Design aus". Um die unterschiedlichen Kundenwünsche zu erfüllen, wurde die Motorenfamilie für viele Leistungsanforderungen und unterschiedliche Emissionsanforderungen entwickelt. Damit dabei die Kosten nicht explodieren, wurden möglichst viele Komponenten aus dem Truck- sowie anderen Bereichen von MAN übernommen, wie Löser in seinem Vortrag aufzeigte.

Neuer stationärer Gasmotor

Im zweiten Fachvortrag präsentierte Jürgen Lang die Gasmotoren vom Typ 6 von GE Jenbacher, Österreich. Die Motorenbaureihe steht für den Leistungsbereich von 1,5 bis 4,5 MW zur Verfügung. Sie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie mit den unterschiedlichsten Gasarten betrieben werden können. Um die Positionierung des weltweit eingesetzten Typs 6 weiter zu stärken, werden die Gasmotoren laufend verbessert. Die jüngsten Entwicklungsanstrengungen führen zur Einführung einer neuen Motorengeneration sowohl für einstufige als auch zweistufige Aufladung. Hierfür wurden verschiedene Motorkomponenten wie Zylinderkopf, Ventiltrieb, Nockenwelle, Antriebsaggregat und Brennkammer verbessert, wodurch spürbare Leistungsverbesserungen und eine höhere Zuverlässigkeit realisiert werden konnten. So bietet die neue Version J624 K09 einen elektrischen Wirkungsgrad von 47,0 Prozent bei 24,5 bar BMEP.

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