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Durchbruch im Leichtbau bringt TU Chemnitz internationalen Preis

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Ein neuartiges Kunststoff-Batteriegehäuse für Elektrofahrzeuge überzeugt international: Der JEC Innovation Award würdigt Serienfähigkeit, Gewichtsvorteile und Sicherheit.

Preisgekröntes Bauteil: Das Kunststoff-Batteriegehäuse wurde auf einer Wickert-Compositepresse im Laborgebäude des MERGE Research Centre Lightweight Technologies der TU Chemnitz gefertigt.


Die Technische Universität Chemnitz ist mit dem "JEC Innovation Award 2026" für ein großserienfähiges Batteriegehäuse aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen ausgezeichnet worden. Das Projekt der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung setzte sich in der Kategorie "Automotive and Road Transportation – Process" gegen internationale Konkurrenz durch.

Die Preisverleihung fand am 12. Januar 2026 in Paris statt. Insgesamt 154 Projekte wurden dafür eingereicht, 33 davon erreichten das Finale, 11 wurden ausgezeichnet.  

Fließpresstechnologie als Basis

Im Zentrum des Projekts "GroKuBat" der TU Chemnitz stand ein hochautomatisierter Fertigungsprozess auf Basis der Fließpresstechnologie. Durch die Kombination von lang- und endlosfaserverstärkten Thermoplasten gelang es, Zykluszeiten von deutlich unter 2 min pro Bauteil zu realisieren. Damit habe man gezeigt, so die Forschenden, dass großformatige Batteriegehäuse aus Kunststoff wirtschaftlich in hohen Stückzahlen hergestellt werden können.

Das entwickelte Gehäuse sei rund 15 % leichter als eine vergleichbare Aluminium-Referenz. Auch sollen die CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um etwa 25 % sinken, unter anderem durch geringere Masse, kürzere Prozesszeiten und eine verbesserte Recyclingfähigkeit der eingesetzten Thermoplaste.

Auch sicherheitsrelevante Anforderungen wurden laut TU Chemnitz erfüllt. Simulationen und physische Versuche, darunter Tests zum Euro-NCAP-Pfahlaufprall, hätten die strukturelle Integrität des Batteriegehäuses bestätigt. 

Öffentliche Präsentation im März

Das Sieger-Exponat wird im März erstmals öffentlich präsentiert. Auf der JEC World vom 10. bis 12. März 2026 in Paris ist das Batteriegehäuse am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen zu sehen. 

An dem Verbundprojekt waren neben der TU Chemnitz mehrere Industriepartner sowie das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie beteiligt. Gefördert wurde das Vorhaben durch das Bundeswirtschaftsministerium.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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