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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Ausgangssituation

Zusammenfassung
In der Entwicklung der Organisationslehre sowie in der bisherigen betrieblichen Praxis haben ablauforientierte Aspekte vornehmlich für den klassischen Fertigungsbereich eine Rolle gespielt. Die prozeßorientierte Analyse und Gestaltung der Aufgabenabwicklung im Büro wurde bisher eher vernachlässigt.
Michael Rathgeb

2. Ziel und Aufbau der Arbeit

Zusammenfassung
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens, das den veränderten Anforderungen bei der Gestaltung rechnerunterstützter Gruppenarbeit aus organisatorisch-technischer Sicht gerecht wird. Es ermöglicht die Einbindung der Aufgabenträger und Prozelßverantwortlichen in den frühen Phasen des Gestaltungsprozesses und berücksichtigt auch informationstechnische Funktionen zur laufenden Weiterentwicklung und Anpassung rechnerunterstützter Büroprozesse.
Michael Rathgeb

3. Die Bedeutung ablauforganisatorischer Aspekte in Organisationstheorie und -praxis

Zusammenfassung
Insbesondere im deutschsprachigen Raum hat sich in der Organisationslehre die unterschiedliche Betrachtung der Organisation nach aufbau- und ablauforientierten Aspekten durchgesetzt8. Ausgangspunkt dieser Entwicklung sind die Veröffentlichungen von Nordsieck und Hennig in den Jahren 1931 bis 19349. Nordsieck betrachtete nicht nur die in dieser Zeit weit mehr beachteten, rein produktionstechnischen Aspekte. Er schuf die theoretischen Grundlagen einer Organisationslehre, die eine erweiterte Betrachtung des Ablaufs sowie der Ablauforganisation und deren Anwendung auf vielfältige Probleme erlaubte10. Anfangs am Produktionsprozeß orientierte Überlegungen wurden später auch auf Verwaltungen ausgedehnt. Ausgehend von dem für ihn zentralen Begriff der Aufgabe beschäftigte sich Nordsieck mit dem Prinzip der Prozeßgliederung und der davon betroffenen Organisation des Betriebsaufbaus. Er hob den Betriebsprozeß hervor und forderte, daß die Gliederung der Betriebsaufgabe diesem fortwährenden Prozeß zu folgen habe. Diese Sichtweise ist nicht nur für materielle Güter und Dienstleistungen, sondern auch für Büroarbeiten gültig. Des weiteren waren für Nordsieck Überlegungen zur Organisation des Arbeitsablaufes von besonderem Interesse. Wesentliches Kernstück dieser Überlegungen war die Arbeitsgliederung. Ablauforientierte Aspekte wurden nicht nur unter dem Aspekt der Arbeitsorganisation angesprochen. Auch die Prozeßgliederung betrifft ablauforganisatorische Aspekte, da die logische Abfolge einzelner Ablaufschritte hier bereits strukturell vorbestimmt wird. Hennig unterschied ebenfalls die Betrachtung von Ablauf und Aufbau. Als aufbauorganisatorische Maßnahme behandelte Hennig die Arbeitsgliederung, während im Rahmen der Gestaltung von Arbeitsabläufen die zeitliche Abfolge von Vorgängen vornehmlich unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit betrachtet wurde11.
Michael Rathgeb

4. Gestaltungsansätze in der Literatur und Anforderungen an ein Gestaltungsverfahren

Zusammenfassung
Das Büro ist ein sehr komplexes System und umfaßt organisatorische, technische und soziale Elemente, Vorgänge und deren Beziehungen. Für die Analyse und Gestaltung der Büroarbeit ist diesbezüglich ein fundiertes Verständnis notwendig. Die Gestaltung informationstechnischer Systeme zur Unterstützung der Büroarbeit wird erheblich von der zugrundegelegten Betrachtungsweise für das Büro beeinflußt24. Je nach Betrachtungswinkel treten bestimmte Aspekte dieses Systems in den Vordergrund. Für andere Aspekte wiederum müssen Annahmen getroffen werden, um ein konsistentes Bild zu erhalten. Diese konzeptionellen Bürosichten bilden damit den Rahmen für Gestaltungsmethoden, Modelle und Werkzeuge.
Michael Rathgeb

5. Der Bezugsrahmen für die Gestaltungsaufgabe

Zusammenfassung
Zunächst wird der für diese Arbeit relevante Betrachtungsschwerpunkt eingegrenzt. Dann wird auf die Rolle einer objektorientierten Betrachtung gestaltungsrelevanter Strukturen und Attribute des Anwendungsfeldes eingegangen. Auf der Grundlage dieser Sichtweise werden die im Rahmen dieser Arbeit verwendeten Begriffe erläutert. Diese Erläuterungen sowie die in Kapitel 6.3 beschriebenen Aspekte der Modellbildung stellen einen “Denkhintergrund” bereit und helfen, ein einheitliches Verständnis der zu betrachtenden Sachverhalte zu erreichen. Insbesondere der Transformationsprozeß von fachspezifischen Anforderungen in funktionale bzw. implementationsbezogene Spezifikationen soll durch die Bereitstellung eines derartigen Bezugsrahmens erleichtert werden. Die informationstechnischen Konzepte, auf weiche das Gestaltungsverfahren ausgerichtet ist, werden anhand der Dimensionen der Büroaufgabentypen, des Raumes und der Zeit systematisiert und eingegrenzt. Des weiteren werden der Gestaltungsprozeß, die zentralen Aspekte der Gestaltungsaufgabe, die Gestaltungsfelder und die Gestaltungsziele erläutert.
Michael Rathgeb

6. Verfahren zur Gestaltung prozeßorientierter Gruppenarbeit

Zusammenfassung
Die Formalisierbarkeit der zu unterstützenden Aufgabenstellung stellt ein zentrales Kriterium für die aufgabengerechte Ausrichtung der informationstechnischen Unterstützungskonzepte dar. Ein Verfahren zur organisatorisch-technischen Gestaltung informationstechnischer Unterstützung muß den unterschiedlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Formalisierbarkeit Rechnung tragen. Auf der einen Seite sind die jeweiligen Anforderungen an die Unterstützung nicht formalisierbarer Aufgabenstellungen zu ermitteln und durch die Gestaltung und Bereitstellung geeigneter informationstechnischer Funktionen abzudecken. Auf der anderen Seite sollte ein derartiges Verfahren auch die Ermittlung der jeweiligen Anforderungen an die Unterstützung teilweise bis vollständig formalisierbarer Aufgabenstellungen ermöglichen und die Gestaltung und Bereitstellung geeigneter Unterstützungskonzepte (z. B. Datenbankanwendungen, formularbasierte Aufgabenabwicklung, Workflow-Konzepte, etc.) fördern258.
Michael Rathgeb

7. Fallstudie

Zusammenfassung
Die Grundlagen zur Entwicklung des in der vorliegenden Arbeit beschriebenen Gestaltungsverfahrens wurden im Rahmen der Arbeiten des Autors am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation gelegt. Ein hierfür wesentliches Projekt wurde in einem Unternehmen, dessen Geschäftsfeld Telekommunikationsdienstleistungen sind, durchgeführt467. Dieses Unternehmen umfaßt ca. 160 Organisationseinheiten und rund 220.000 Mitarbeiter. Das unternehmerische Handeln ist hier in besonderem Maße durch die stark gewachsenen Anforderungen des Telekommunikationsmarktes bestimmt.
Michael Rathgeb

8. Zusammenfassung

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde ein Gestaltungsverfahren vorgestellt, welches speziell auf die aktuelle Entwicklung der informationstechnischen Konzepte zur Unterstützung kooperativer Gruppenarbeit (z. B. Workflow-Systeme) ausgerichtet ist. Eine wesentliche Grundlage der Entwicklung des hier vorgestellten Verfahrens sind die idealtypischen Entwicklungsphasen von Büroprozessen (organisatorische Sicht des Gestaltungsproblems) und der entsprechende Workflow-Management-Zyklus (informationstechnische Sicht des Gestaltungsproblems). Hieraus wurde die Unterscheidung zweier Gestaltungsebenen und die Anforderung eines evolutionären Vorgehens im Rahmen der Gestaltung innerhalb dieser Ebenen abgeleitet. Die erste Ebene ist auf eine längerfristig orientierte organisatorisch-technische Gestaltung des Rahmenkonzeptes für die Aufgabenabwicklung und das informationstechnische Unterstützungssystem ausgerichtet. Hier beziehen sich die Gestaltungsmaßnahmen einerseits auf die Konzeption und Weiterentwicklung einer aufgabengerechten, informationstechnischen Ausstattung der Arbeitsplätze. Andererseits hat diese Ebene Maßnahmen zur Gestaltung und Anpassung rechnerunterstützter Büroprozesse zum Gegenstand. Diese Gestaltungsmaßnahmen betreffen die Erstellung der konzeptionellen Grundlagen für die Abwicklung prozeßorientierter Gruppenarbeit mit der Unterstützung eines entsprechend zu konfigurierenden, verteilten Informationssystems. Die zweite Gestaltungsebene ist auf Gestaltungs- und Anpassungsmaßnahmen der in die Arbeitsprozesse involvierten Aufgabenträger ausgerichtet. Diese sind eher dispositiver Natur und beziehen sich vor allem auf die Gestaltung konkreter Bearbeitungsfälle (Büroprozeßinstanzen). Die Gestaltungsmaßnahmen der ersten Ebene bestimmen dabei die Gestaltungsfreiheitsgrade in der zweiten Ebene insofern, als sie die benötigten Gestaltungsfunktionen bereitstellen bzw. vorenthalten.
Michael Rathgeb

9. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Michael Rathgeb

10. Anhang

Zusammenfassung
Die hier wiedergegebenen Fragebogenteile sind als Beispiele zu verstehen. Sie können als Grundlage zur Entwicklung eines spezifischen Fragebogens herangezogen werden. Sowohl der Umfang als auch die Frageninhalte sind in jedem Fall an die Erfordernisse des konkreten Projektes anzupassen. Aus Platzgründen wird an dieser Stelle auf eine einsatzgerechte Formatierung verzichtet.
Michael Rathgeb
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