Gleichberechtigung endet noch immer beim Gehalt
- 22.07.2024
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Der Gender Pay Gap scheint gekommen, um zu zu bleiben. Denn auch im Jahr 2023 hat sich beim Lohngefälle zwischen den Geschlechtern nicht viel getan, zeigt eine Statista-Grafik.
Beim Gehalt haben Frauen hierzulande noch immer das Nachsehen. Download via https://de.statista.com/infografik/32648/durchschnittliches-bruttojahresgehalt-von-frauen-und-maennern-in-deutschland/ am 18. Juli 2024.
Gleiche Arbeit, gleicher Lohn: Dieser Grundsatz ist aktuell auch der Zündstoff in der Debatte um die Steuervergünstigungen für ausländische Fachkräfte, die dringend benötigte Experten ins Land locken sollen. Doch was die Gemüter in dieser Diskussion erhitzt, wird an anderer Stelle seit Jahrzehnten von Unternehmen praktiziert: Sie zahlen für gleiche Arbeit unterschiedliche Gehälter.
Das Lohngefälle zwischen Mann und Frau ist messbar und wird als Gender Pay Gap (GPG) bezeichnet. Der GPG gilt als der Indikator für Verdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern und ist nicht nicht nur auf Bruttostundenverdienste begrenzt. "Auch Phasen der Teilzeitarbeit oder Zeiten ohne Erwerbstätigkeit wirken sich langfristig auf die Verdienste aus", so das Statistische Bundesamt zum Thema.
Frauen verdienen 7.800 Euro im Jahr weniger
Im Jahr 2023 lag das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von Frauen bei rund 44.400 Euro, während Männer rund 7.800 Euro mehr verdienten. Besonders stark sind die Gehaltsunterschiede in umsatzstarken Wirtschaftszweigen wie Banken und Versicherungen, zeigen Daten aus dem "Trends in der Arbeitswelt"-Report von Statista, Kununu und Xing (siehe Grafik).
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay Day im März mitteilte, lag der Gender Gap Arbeitsmarkt im Jahr 2023 bei 39 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die gute Nachricht: Langfristig nahm die Verdienstungleichheit allerdings ab. So sank gegenüber dem Jahr 2014 der Gender Gap Arbeitsmarkt um sechs Prozentpunkte. Doch Lohnfairness ist noch nicht erreicht.
Die Ungleichheit beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Vergütung. Wenn es um unbezahlte Care-Arbeit geht, leisten Frauen durchschnittlich neun Stunden pro Woche mehr. Dazu zählen Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Einkaufen, Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen.