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11.11.2021 | Vergütung | Infografik | Onlineartikel

Wie viel Weihnachtsgeld die Deutschen bekommen

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Es ist eine Belohnung für das Arbeitsjahr: das Weihnachtsgeld. Doch nicht jeder Arbeitnehmer kommt in den Genuss der schönen, vorgezogenen Bescherung. Zudem gibt es je nach Branche oder Tarif deutliche Unterschiede bei der Höhe.

 

Immerhin rund 87,2 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten 2021 eine Jahressonderzahlung zu Weihnachten von ihrem Arbeitgeber, die in der Regel im November als sogenanntes 13. Monatsgehalt ausgezahlt wird, hat das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt. Dafür wurden die Lohn-, Gehalts- und Entgelttarifverträge, die auch zur regelmäßigen Berechnung der Tarifindizes erfasst werden, ausgewertet. Für das Weihnachtsgeld berechnen Unternehmen überwiegend einen festen Prozentsatz vom Monatseinkommen. 

Im Schnitt beläuft ich die Höhe in diesem Jahr bei Tarifbeschäftigten auf 2.677 Euro brutto. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 1,9 Prozent. Vor allem Mitarbeiter in Betrieben, für die ein Tarifvertrag gilt, haben gute Karten, Weihnachtsgeld zu bekommen. Durchschnittlich beziehen Tarifbeschäftigte in Westdeutschland als 13. Monatsgehalt rund 2.695 Euro Euro. Im Osten sind es hingegen 2.554 Euro und damit 5,5 Prozent weniger als Westen. 

Höchste und niedrigste Weihnachtsprämie nach Branchen

Noch größer als zwischen Ost und West ist die Kluft zwischen den Branchen. Mancherorts wird ein Vielfaches des Weihnachtsgeldes ausgezahlt als in anderen Wirtschaftszweigen. Auch, ob überhaupt eine Weihnachtsgratifikation geleistet wird, variiert je nach Sektor stark. Längst nicht überall ist Weihnachtsgeld ein fester Bestandteil der Vergütung beziehungsweise des Arbeitsvertrags. Am meisten erhalten nach den Angaben des Statistischen Bundesamts Tarifbeschäftigte im Bereich Kokerei und Mineralölverarbeitung.

Rang

Weihnachtsgeld nach Branchen

Durchschnittliche Höhe (brutto)

1.

Kokerei und Mineralölverarbeitung

5.651 Euro

2.

Herstellung von chemischen Erzeugnissen

5.369 Euro

3.

Energieversorgung

5.171 Euro

4.

Erbringung von Finanzdienstleistungen

4.360 Euro

5.

Wasserversorgung

3.998 Euro

6.

Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen

3.855 Euro 

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2021

An unteren Ende der Weihnachtsgeldskala rangieren nach Angaben des Statistischen die Tarifbeschäftigten im Bereich Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften. In dieser Branchen werden durchschnittlich 301 Euro gezahlt. Der Betrag ist zwar gering, aber immerhin haben 99,0 Prozent der Tarifbeschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung darauf Anspruch. Auch im corona-geplagten Gastgewerbe gibt es mit 861 Euro ein unterdurchschnittliches Weihnachtsgeld, auf das 92,4 Prozent der Tarifbeschäftigten Anspruch haben.

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