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05.01.2017 | Vergütung | Im Fokus | Onlineartikel

IT-Spezialisten verdienen auch 2017 gut

Autor:
Sven Eisenkrämer

IT-Fachkräfte werden vehement gesucht, doch die Gehälter für die Spezialisten steigen kaum. Die Budget- und Gehaltsentwicklung ist nur leicht positiv. Trotzdem lässt sich vom Geld als Berufsnerd gut leben.

Während in den USA noch gezittert wird, wie sich die Donald Trumps Amtsantritt auf die digitale Wirtschaft und beispielsweise das Silicon Valley auswirken wird, ist man in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt positiv gestimmt, was die Budgets und Gehälter in den IT-Unternhemen und IT-Abteilungen angeht.

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Der Technologie-Berater Capgemini hat die Vorab-Ergebnisse seiner jährlichen Budget-Studie veröffentlicht. Voraussichtlich 44,4 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region werden die IT-Budgets im Jahr 2017 erhöhen und damit mehr in die Ressource IT investieren. Etwa ein Viertel davon plant sogar ein Plus von mehr als zehn Prozent ein. Während im Vorjahr noch mehr als ein Fünftel aller Unternehmen die IT-Ausgaben senken wollte, sind es jetzt deutlich weniger. 16,1 Prozent der befragten CIOs gaben eine Kürzung für das neue Jahr in der Umfrage an. 38,7 Prozent der Unternehmen will das IT-Budget nicht verändern.


Dabei nimmt der Betrieb, die Wartung und die Pflege den größten Teil des Etats in Anspruch – im Schnitt 47,3 Prozent der IT-Ausgaben wandern in diesen Bereich. Für Updates, Aktualisierungen und Erweiterungen werden im Schnitt 24,4 Prozent des zur Verfügung stehenden Betrags ausgegeben, 13,5 Prozent für die Umsetzung von Innovationen.

46 Prozent der Unternehmen erhöhen IT-Gehälter

Und auch die angestellten IT-Fachkräfte können im Schnitt mit mehr Geld im Jahr 2017 rechnen. Der Mittelwert ist allerdings eher gering und auch nur 46 Prozent der CIOs und CTOs gehen davon aus, dass sich die Gehälter in ihrer Abteilung erhöhen werden. In der Gehaltsübersicht 2017 des auch auf IT-Fachkräfte spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half steigen die Bezüge von IT-Angestellten demnach insgesamt leicht – meist im unteren einstelligen Prozentbereich. Spezialisierte Software-Entwickler werden weiter dringend gesucht, deswegen können in einigen wenigen Spezialgebieten solche ITler sogar ein höheres Plus erwarten. Beispielsweise steigen die Gehälter der Software-Entwickler PHP je nach Berufserfahrung um bis zu 7,5 Prozent im Mittel. Im Vorjahr verdiente ein PHP-Programmierer mit sechs bis neun Jahren im Beruf etwa zwischen 50.000 Euro und 60.750 Euro brutto jährlich, 2017 steigt die Spanne auf 53.750 bis 65.250 Euro pro Jahr.

Erfahrene Software-Architekten mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung können noch mit einem Plus von im Schnitt 4,2 Prozent rechnen. Hier zahlen Unternehmen ab 73.500 Euro aufwärts, im Vorjahr lag die untere Schwelle noch bei 70.500 Euro.

Die geringsten Veränderungen spielen sich im Bereich der IT-Führungskräfte und bei den Fachkräften der Datenbankadministration ab sowie in der Qualitätssicherung und im technischen Support/Helpdesk. Hier verändern sich die Gehälter im Mittel zwischen 0,7 Prozent und 2,5 Prozent nach oben.

Im Schnitt werden 71.000 Euro im Jahr in der IT-Sicherheit bezahlt

Trotz der eher geringen Zusatzverdienste verdienen IT-Fachkräfte insgesamt gut. Im vergangenen Jahr hat der Gehaltsvergleich-Dienstleister Compensation Partner in seinem Bericht für 2016/17 die durchschnittlichen Spitzenverdiener in der IT-Sicherheit ausgemacht. 71.070 Euro Bruttojahresgehalt verdient ein IT-Security-Spezialist im Mittel. Gesamt-IT-Projektleiter kommen im Durchschnitt auf 70.267 Euro pro Jahr und Führungskräfte mit der Bezeichnung IT-Leiter auf 69.492 Euro. Im Anwender-Support (43.118 Euro), in der Softwareentwicklung Frontend/Webentwicklung (42.792 Euro) und im Webdesign/Webprogrammierung (36.819 Euro) verdienen IT-Kräfte am wenigsten.


Je größer das Unternehmen, desto besser ist die Bezahlung – dieser Trend schreibt sich fort. Und die Unterschiede sind beträchtlich. IT-Fachkräfte verdienen laut Compensation Partner in kleinen Unternehmen mit weniger als 101 Mitarbeitern im Schnitt 48.076 Euro brutto pro Jahr, in mittleren Unternehmen mit 101 bis 1000 Mitarbeitern im Mittel 55.402 Euro und in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern schon 71.488 Euro durchschnittlich. Das dritte Quartil, also der rechnerische Punkt, über dem noch 25 Prozent der Gehälter der Umfrage liegen, ist bei etwa 55.000 Euro (kleine Unternehmen), 63.500 Euro (mittlere Firmen) beziehungsweise 82.000 Euro (große Konzerne) zu finden.

IT-Führungskräfte verdienen oft mehr als 145.000 Euro

Führungskräfte verdienen in großen Unternehmen sogar 128.425 Euro im Mittel (ein Viertel der Gehälter liegt jedoch sogar über 144.963 Euro), in kleinen Unternehmen nur 96.541 Euro im Schnitt (3. Quartil: 108.924 Euro). Boni und andere Zusatzleistungen sind in all diesen Beträgen noch nicht enthalten.

Kleinere und mittlere Unternehmen haben es durch die geringeren Gehälter daher noch mal schwerer, die benötigten IT-Fachkräfte zu rekrutieren. Wer beim Gehalt nicht mit den Großen mithalten kann, muss daher andere Anreize schaffen und sein Recruiting optimieren. "Obwohl die Konkurrenz auf dem Bewerbermarkt immer größer wird, verschenken viele IT-Unternehmen bei der Personalgewinnung und -bindung wertvolle Punkte", analysiert Springer-Autor Frank Rechsteiner im Buchkapitel "Neue Optionen für attraktive IT-Arbeitgeber" im Springer-Essentials-Werk "Erfolgreiches IT-Recruiting trotz Fachkräftemangel" (2016). "Dies reicht von Außendarstellungen, die jegliche Individualität und Originalität vermissen lassen, über unklar formulierte Stellenprofile bis hin zu überlangen Recruiting-Prozessen, die dazu führen, dass interessante Bewerberinnen und Bewerber wieder abspringen", schreibt Rechsteiner. Hinzu kämen Fehler und Versäumnisse bei der Bemühung, die einmal gewonnenen IT-Experten langfristig bei der Stange zu halten. In dem Kapitel gibt Rechsteiner Unternehmen Tipps, wie das Finden und Halten der Fachkräfte gelingt. Dazu gehören:

  • Recruiting nach dem Deadline-Prinzip
  • Bewerbung eines Unternehmens beim IT-Kandidaten
  • Sichern der Work-Life-Balance
  • Herausstellen von Unique Selling Points in Stellenangeboten
  • Freiheit und Spielräume für IT-Mitarbeiter schaffen

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