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25.04.2017 | Vergütung | Infografik | Onlineartikel

Gewerkschafter gegen gesetzliche Obergrenze bei Managergehältern

Ausgerechnet ein Gewerschaftsboss lehnt eine gesetzliche Deckelung bei der Vergütung von Managern ab. Stattdessen soll eine freiwillige Regelung die Lösung sein.

Die Diskussion um überzogene Managergehälter ist nicht neu. Immer wieder flammt die Kontroverse über Lohngerechtigkeit und moralisch bedenkliche Lohngefälle auf. VW-Manager, die trotz des Abgasskandals Boni kassierten, haben die Diskussion hierzulande erneut angefacht.

Jetzt hat sich auch Michael Vassiliadis in die schwelende Debatte eingeschaltet und mit einem Statement überrascht. In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" sprach sich der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Ernergie (IG BCE) gegen eine gesetzliche Begrenzung von Vorstandsgehältern aus. Diese Lösung hatte vor allem die SPD angestrebt und zum Wahlkampfthema 2017 gemacht. 

Regelung durch Corporate-Governance-Gremium

Vassiliadis fordert stattdessen eine freiwillige Lösung, für die die Regierungskommission Corporate Governance Kodex Kriterien entwickeln soll. "Die Kommission sollte sich endlich mal dazu durchringen, hier klare Vorgaben zu formulieren", fordert der Gewerkschafter. Schließlich gebe es bereits Empfehlungen für eine angemessene Unternehmesführung durch das Gremium, die zwar nicht bindend seien, aber dennoch eine starke Lenkungswirkung enfalteten.

Gleichzeitig sollen nach Ansicht des Gewerkschaftsbosses die Arbeitnehmervertreter mehr Einfluss auf die Vorstandsvergütungen bekommen. Dies könnte künftig geschehen, indem die Aufsichtsräte mit einer Zweidrittelmehrheit über die Höhe von Vorstandsbezügen abstimmten. 

Wie ein gerechtes und angemessenes Gehaltsgefälle zwischen Managern und den übrigen Beschäftigten aussehen könnte, ließ Vassiliadis indes offen.

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