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Vergütung

weitere Buchkapitel

3. Chinas Weg von alter zu neuer Stärke – ein Abriss einer einzigartigen Transformation

Um das heutige Selbstverständnis und Selbstbewusstsein Chinas zu begreifen, soll ein Blick in die chinesische Geschichte erfolgen, der hier nur als knappe Exkursion stattfinden kann. Obwohl es in den letzten 150 Jahren auch in China zu massiven Umbrüchen im Staatsapparat kam, verweist die chinesische Regierung bis heute auf die traditionellen Wurzeln aus der frühen Geschichte. Die Idee einer konstanten Entwicklung vom antiken China bis zum heutigen „Global Player“ ist geschichtswissenschaftlich nicht unproblematisch, hat aber entscheidenden Einfluss auf die chinesische Sicht auf das eigene Land und den Rest der Welt.

Markus Hans-Peter Müller, Jonas Polfuß

Kapitel 4. Resiliente Führung – Wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter gesund führen können

Als Führungskraft tragen Sie im Rahmen Ihrer Fürsorgepflicht (Mit-)Verantwortung für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Sie haben darauf zu achten, dass diese weder körperlichen noch psychischen Gefährdungen ausgesetzt sind und keinen Schaden erleiden.

Wolfgang Roth

Kapitel 1. Einleitung

Das allgemeine Steuerrecht verlangt Abgaben vom Bürger, doch das Gemeinnützigkeitsrecht gewährt Befreiung und Minderung von steuerlichen Lasten. Beide Mechanismen sollen der Allgemeinheit dienen.

Luisa Margitta Braun

Kapitel 3. Der Zweckbetrieb Krankenhaus im europäischen Beihilferecht

Das Gemeinnützigkeitsrecht muss dem Europarecht insofern standhalten können, als das Europarecht gegenüber dem nationalen Gemeinnützigkeitsrecht höherrangig ist und ihm vorgeht.

Luisa Margitta Braun

Kapitel 2. Gemeinnützige Krankenhäuser

Ein Krankenhaus, das als gemeinnützig eingestuft wird, wird mit Steuerprivilegien honoriert. Tatbestände, die einem Krankenhaus eine solche Steuerbefreiung einräumen, finden sich verstreut in zahlreichen Gesetzen. Sie können in direkte und indirekte Steuervergünstigungen unterteilt werden. Direkte Steuervergünstigungen richten sich an die Körperschaft selbst, indirekte an Spender, Mitglieder, Mitarbeiter etc., welche die gemeinnützigen Einrichtungen durch ihre Tätigkeiten unterstützen.

Luisa Margitta Braun

Marketing-Controlling in Unternehmen der Medizintechnik

Medizintechnik-Unternehmen stehen aufgrund von regulatorischen und rechtlichen Veränderungen und der zunehmenden Digitalisierung vor neuen und vor allem großen Herausforderungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gewinnt die Funktion des Marketing-Controllings immer mehr an Bedeutung. Dringend benötigte Investitionen zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit werden von den Unternehmen aktuell jedoch nur unzureichend getätigt.Zunächst erfolgt eine Sekundäranalyse des Status Quo zum Marketing-Controlling im deutschen Gesundheitsmarkt. Darauf aufbauend wird dargestellt, wie ausgewählte Marketing-Controlling-Instrumente von Medizintechnik-Unternehmen wertschöpfend angewandt werden können. Vor dem Hintergrund, auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, wird abschließend der Einfluss von Digitalisierung und Big Data dargestellt.

Christian von Schudnat, Klaus-Peter Schoeneberg, Jose Albors-Garrigos

Marketing-Controlling in der Versicherungsbranche

Das Controlling in Versicherungsunternehmen im Allgemeinen und das versicherungsspezifische Marketing-Controlling im Besonderen sind relativ wenig in der Fachliteratur ganzheitlich thematisiert. In diesem Beitrag werden zunächst die Grundlagen der institutionellen Perspektive mittels Beschreibung der versicherungsspezifischen Besonderheiten für das Marketing und Controlling gelegt. Darauf aufbauend erfolgt die Betrachtung des Marketing-Controlling in der Versicherungsbranche sowohl aus strategischer als auch operativer Perspektive. Es wird ein Überblick über eine Auswahl an Controllinginstrumenten, die eine Relevanz für die Versicherungsbranche haben, gegeben. Neben den „klassischen“ operativen Marketinginstrumenten finden dabei auch die für Versicherungsunternehmen relevanten Instrumente der Prozess- und Personalpolitik Berücksichtigung.

Michael Dorka

Kapitel 4. Die Recherche

Was ist die Aufgabe der Recherche? Was ist die Recherche? Wie beginnt eine erfolgreiche Recherche? Auf welche Quellen sollten sie wann zurückgreifen? Dieses Kapitel stellt Quellentypen vor, gibt Ihnen ein Konzept für die planvolle Recherche an die Hand, erläutert verschiedene Recherchetechniken und den Umgang mit verschiedenen Quellen.

Kim Otto, Claudio Höll, Andreas Elter

Kapitel 8. Das deutsche Patent

Mit einem deutschen Patent kann Schutz vor Imitation technischer Erfindungen innerhalb Deutschlands erworben werden. Der Patentinhaber kann jede Art der Benutzung der patentierten Erfindung verbieten. Dem Anmelder wird daher ein ausschließliches Verwertungsrecht zugestanden.

Jürgen R. Dietrich, Thomas Heinz Meitinger

Kapitel 21. Arbeitnehmererfindungen

Mehr als 80 % der Patentanmeldungen gehen auf Erfindungen eines Arbeitnehmers zurück. Für diese Erfindungen gilt das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen. Das Arbeitnehmererfindungsgesetz weist daher eine erhebliche Bedeutung für die Wirtschaft Deutschlands auf.

Jürgen R. Dietrich, Thomas Heinz Meitinger

Kapitel 3. Logistik und Transport

In diesem Kapitel werden die bisher gelernten Zusammenhänge aus dem IPR mit einem Fokus auf die Transportlogistik angewandt. Ziel ist es hier zunächst, die Probleme zu erkennen, die der Anknüpfungsgegenstand Logistik rechtlich beinhaltet und anschließend das Zusammenspiel nationaler wie internationaler Normen am Beispiel wichtiger transportrechtlichen Konventionen nachzuvollziehen. Abschließend wird ein Beispiel zur Durchsetzbarkeit von Ansprüchen aus internationaler Perspektive gegeben.

Prof. Dr. Darius Oliver Schindler, Yves Clément Zimmermann

Kapitel 3. Metallische Werkstoffe

Von den zurzeit 118 bekannten Elementen des Periodensystems sind etwa 85% Metalle oder Halbmetalle, wobei einige (z.B. Arsen, Antimon und Selen) sowohl in metallischen als auch in nichtmetallischen Modifikationen vorkommen.

Horst Briehl

Kapitel 3. Grundlagen der Kompetenzorientierung

Der Begriff Kompetenz wird im Alltag und auch in der Fachsprache oftmals verwendet und dabei fälschlicherweise mit Wissen, Fertigkeiten oder Qualifikationen gleichgesetzt. Im Zusammenhang mit Personalentwicklung ist es zweckmäßig, berufliche Kompetenzen als Leistungsdispositionen zu verstehen, die eine erfolgreiche Bewältigung aktueller und zukünftiger beruflicher Herausforderungen ermöglichen. Kompetenz beinhaltet damit neben Wissen und Können auch Könnten und Wollen, also Handlungs- und Problemlösefähigkeit. Die Entwicklung von Kompetenzen der Mitarbeitenden vor dem Hintergrund der persönlichen und der unternehmerischen Ziele ist zentraler Gegenstand der betrieblichen Personalentwicklung. Basis der Kompetenzentwicklung ist die Kategorisierung der Kompetenzen in Klassen. In Bezug auf Kompetenzen von Controllern ist es angesichts der Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung sinnvoll, neben den vier gebräuchlichen Klassen fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenzen zwei zusätzliche Klassen zu bilden, die interkulturellen und die digitalen Kompetenzen. Die Definition der Kompetenzen ist ein wesentlicher Bestandteil von so genannten Kompetenzmodellen, mit denen eine systematische Kompetenzentwicklung im Unternehmen entsprechend den betrieblichen und persönlichen Bedürfnissen erreicht werden soll.

Stephan Schöning, Viktor Mendel

5. IoT Best Practices

Fallstricke bei der Realisierung von (Industrial) Internet of Things (IIoT)-Projekten frühzeitig erkennen und adressieren

Das Internet der Dinge treibt die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen und vor allem in der Industrie stark voran. Dabei ergeben sich eine Vielzahl von neuen und verbesserten Anwendungsszenarien und Geschäftsmodellen. Getrieben durch die (theoretisch) unbegrenzten Möglichkeiten der Umsetzung, müssen besonders in der Planung zentrale Sachverhalte vorab evaluiert und bewertet werden, um in Bereichen wie Sicherheit, Betriebsfähigkeit, Skalierung, Wirtschaftlichkeit sowie Geschäftsmodell eine bestmögliche Qualität zu erreichen. Wir geben einen Überblick über die Bedeutung und Zusammenhänge dieser verschiedenen Aspekte und zeigen an einem internationalen (I)IoT-Projekt konkrete Fallstricke und die getroffenen Gegenmaßnahmen auf, um darauf basierend eine Empfehlung an Best Practices abzugeben, um neu zu beginnende (I)IoT-Projekte zukünftig zielgerichtet planen zu können.

Marco Barenkamp, Jan Hendrik Schoenke, Novica Zarvic, Oliver Thomas

9. Nachtrag: Oder doch lieber zum Profi?

Soll ein Makler mit meiner Immobilie Geld verdienen? Leicht und schnell? Vier bis sechs Prozent von meinem Preis? Der Makler kann doch auch nicht mehr als ich. Es gibt doch das Internet. Da kann ich doch auch inserieren. Bilder kann ich selbst machen. In diesem Kapitel geht es im Wesentlichen darum aufzuklären, was Immobilienmakler tun und in welchem gesetzlichen Rahmen sie sich bewegen (dürfen). Sie erhalten konkrete Tipps und Hinweise, wie Sie sich vor Übervorteilungen schützen und wie Sie den für Sie besten Makler auswählen.

Raimund Wurzel

Krönung der Beratung – Wie Unternehmer und Consultants königlich Krisen meistern

Stefanie Burgmaier, Hans Haarmeyer, Thorsten Garber

Bausteine solider Finanzen – Wie verschuldete Mittelständler sicher an frisches Geld kommen

Stefanie Burgmaier, Hans Haarmeyer, Thorsten Garber

Grün führt zum Erfolg – Wie das neue Frühwarnsystem mit Ampellogik Unternehmen hilft

Stefanie Burgmaier, Hans Haarmeyer, Thorsten Garber

Kapitel 2. Eigenverantwortlich gesteuerte flexible Arbeitszeitsysteme

Abb. 2.1 gibt einen systematischen und zugleich historischen Überblick über die 5 Grundtypen von den Mitarbeitern selbst gesteuerter Arbeitszeitsysteme mit treppauf immer höheren Freiheitsgraden für die Mitarbeiter, die anschließend in groben Zügen und in den folgenden Unterkapiteln im Einzelnen vorgestellt werden.

Andreas Hoff

Kapitel 4. Grundtyp-übergreifend eingesetzte Regelungselemente

In diesem Kapitel stelle ich die aus meiner Sicht wichtigsten Regelungselemente vor, die übergreifend sowohl in eigenverantwortlich gesteuerten als auch in disponierten flexiblen Arbeitszeitsystemen erforderlich sind oder zumindest eingesetzt werden können.

Andreas Hoff

3. Der Inhalt des Bauvertrags

In diesem Kapitel werden die Leistungspflicht des Auftragnehmers, die Vergütungspflicht des Auftraggebers, Fragen zur Leistungszeit, zur Abrechnung und zur Zahlung behandelt. Dabei stehen die Bestimmung des Leistungsumfanges, die Art der Leistungsbeschreibung, Widersprüche innerhalb der Leistungsbeschreibung und deren Mehrdeutigkeit im Fokus.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

4. Leistungsänderungen und Nachträge

Im Bauvertrag sind Leistungsänderungen und Nachträge an der Tagesordnung. Aufgezeigt werden diese für den VOB/B- und BGB-Vertrag sowie die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Vergütung.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

5. Die Bauzeit

Gegenstand des folgenden Kapitels sind die Ansprüche der Vertragspartner aufgrund von Bauverzögerungen. Dabei wird zunächst der Frage nachgegangen, welche Regelungen das Gesetz und die VOB/B zur Bauzeit bereithalten.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

6. Die Abnahme der Werkleistung

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Abnahme und ihren Folgen. Erläutert werden die betreffenden Regelungen aus dem BGB-Vertrag sowie aus dem VOB/B-Vertrag.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

7. Abrechnung und Zahlung

Gegenstand dieses Kapitels sind alle Fragen um die Vergütung des AN einschließlich der Abrechnung und Zahlung.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

1. Einführung in das private Baurecht

In dieser Einführung wird erläutert, was im deutschen Recht unter dem Begriff „Baurecht“ zu verstehen ist. Dabei wird zwischen dem Privaten und Öffentlichen Baurecht unterschieden. Innerhalb des Öffentlichen Baurechts wird weiter zwischen der Raumordnung, der Bauleitplanung und dem Bauordnungsrecht unterschieden. Im Privaten Baurecht werden das Werkvertragsrecht des BGB und die Regelungen der VOB, insbesondere Teil B behandelt.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

10. Sicherheiten

Das Kapitel beschäftigt sich mit den Sicherheiten des Auftraggebers und des Auftragnehmers. Aufgezeigt werden die verschiedenen Möglichkeiten, Vergütungsansprüche oder die Erfüllung abzusichern.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

2. Der Bauvertrag im BGB

Durch die Einführung der Regelungen zum neuen Bauvertragsrecht zum 01.01.2018 wird zwischen unterschiedlichen Arten von Werkverträgen differenziert. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Arten von Bau-Werkverträgen aufgezeigt und erläutert, darunter auch der Architekten-/Ingenieurvertrag und der Bauträgervertrag.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

9. Vorzeitige Vertragsbeendigung

Das folgende Kapitel vermittelt die Grundlagen der Kündigung nach dem BGB-Werkvertragsrecht und die Besonderheiten des VOB/B-Vertrages. Weitere Schwerpunkte bilden die Durchführung der Kündigung und die Abrechnung des gekündigten Vertrages.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

8. Der Baumangel

Ausgehend von der Frage, was ein Mangel ist, werden die hiermit verbundenen Folgen aufgezeigt. Dabei ist zwischen Mängelrechten im BGB- und im VOB/B-Vertrag zu unterscheiden. Dargestellt werden die verschiedenen Mängelansprüche und die Verjährung derselben.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement findet auch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt. Bislang fristet es dort aber ein Nischendasein – nicht, weil es kaum existiert, sondern, weil es öffentlich nicht als solches wahrgenommen wird. Für diese geringe Aufmerksamkeit gibt es Gründe, die in den Besonderheiten des Arbeitsfeldes zu finden sind. Empirisch zeigt sich, dass es in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit viele Formen des Engagements gibt und auch viele Jugendliche (mindestens 200.000) freiwillig engagiert sind. Genauso wie sie ein dauerhaftes, regelmäßiges, kontinuierliches Engagement ermöglicht, bietet die Offene Kinder- und Jugendarbeit gute Möglichkeiten für zeitweiliges, erst einmal unverbindliches Erproben der Verantwortungsübernahme, das Suchenkönnen nach der individuell passenden Form des Engagements.

Eric van Santen, Liane Pluto

Offene Kinder- und Jugendarbeit und Jugendamt

Das Jugendamt ist für die Offene Kinder- und Jugendarbeit als ‚öffentlicher Träger der Jugendhilfe‘ in unterschiedlichster Form eine sehr bedeutende Institution und Partner. Mit seinen vielschichtigen Aufgaben und der besonderen Verbindung zum Jugendhilfeausschuss ist das Jugendamt keine gewöhnliche Behörde. Das Jugendamt ist für die Umsetzung einer bedarfsgerechten (offenen) Kinder- und Jugendarbeit im Sinne des § 11 SGB VIII zuständig. Dies erfolgt durch eine Jugendhilfeplanung, die Vergabe von Beihilfen/Zuwendungen an die freien Träger der Jugendhilfe oder eigene operative Angebote kommunaler Jugendarbeit als ‚öffentlicher Träger‘. Dieses mit den dazugehörigen Rahmensetzungen des SGB VIII, ergänzt durch eigene Erfahrungen und Bewertungen, soll im vorliegenden Beitrag beschrieben werden.

Volker Rohde

3. Systeme der Transport-, Umschlags-, Lagerlogistik

Im Kapitel Systeme der Transport-, Umschlags- und Lagerlogistik erfolgt im Rahmen eines Überblicks zu den TUL-Funktionen und deren Zusammenhängen neben der Definition eine Einordnung der TUL-Prozesse und einer Ausführung dieser Funktionen sowie die Konkretisierung von Umschlagslager, Umschlags- und Lagerungsarten. Kontextgebunden wird eine Einordnung von Verpackungen in Verpackungsstufen und logistische Einheiten sowie in Ladeeinheiten bzw. Ladungsträger ebenso vorgenommen wie die Einbindung der externen Logistik im Sinne der Verkehrsmittel, – träger und -systeme. Zudem werden in diesem Kapitel der Spediteur, der Frachtführer, der Lagerhalter und der Logistikdienstleister als Akteure in den TUL-Prozessen beschrieben.

Claus Muchna, Hans Brandenburg, Johannes Fottner, Jens Gutermuth

7. Lösungen zu den Übungsaufgaben

Bei Einsätzen des Militärs in Überseegebieten sind hochkomplexe logistische Aufgaben zu bewältigen. Alle für den Einsatz erforderlichen Materialien und Geräte sowie die Truppen selbst sind an den Ort des Einsatzes zu transportieren. Es handelt sich zum Teil um sehr schweres und großes Gerät. Hierfür ist der Einsatz von Großraum-Frachtflugzeugen und Spezialschiffen notwendig. Diese Verkehrsmittel müssen rechtzeitig und mit entsprechenden Sicherheitsauflagen organisiert werden, teilweise auch von außerhalb des Militärs. Vor Ort sind Lager für alle Materialien einzurichten. Da die meisten Materialien über lange Strecken zu liefern sind, sind ausreichende Sicherheitsbestände vorzuhalten und der Nachschub ist zu planen und zu steuern. Bei der Beendigung eines Einsatzes sind meist alle Geräte und oft sogar Abfallstoffe ins Heimatland zurück zu transportieren.

Claus Muchna, Hans Brandenburg, Johannes Fottner, Jens Gutermuth

Strategisches Leadmanagement zur optimierten Vermarktung – Das Vorgehen von innogy bei innovativen Energielösungen

Auch der B2B-Vertrieb hat digitale Fahrt aufgenommen. Buying Center erleben ihren „Zero Moment of Truth (ZMOT)“ mit neuen Produkten und Dienstleistungen heute, bevor sie mit dem Anbieter in Kontakt treten. Dieser Beitrag reflektiert den Lösungsweg, den das Energieunternehmen innogy genutzt hat, um die Zielgruppen seiner neuen Produkte und Lösungen effektiver und effizienter als zuvor zu erreichen. Er zeigt weiterhin, wie das Energieunternehmen innogy die Energiewende aktiv mitgestaltet und sich als Lösungsanbieter sowohl neu erfindet als auch im Markt positioniert. Als Konsequenz dessen werden neuartige Produkte entwickelt und neue Märkte betreten. Für die erfolgreiche Kommerzialisierung und Skalierung eines seiner neuen Produkte, einer Energiemonitoring-Lösung, hat innogy die Pains & Gains seiner Buying Center identifiziert, seinen USPs geschärft und ein Konzept für den Markteintritt entwickelt, das den veränderten Rahmenbedingungen, bewirkt durch verschiedene Treiber, Rechnung trägt. Wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist ein strategisches Lead Management, das End-to-End entwickelt und umgesetzt wurde und ein durch Marketing Automation Software gestütztes Lead Nurturing Programm beinhaltet.

Beatrice Ermer, Sabrina Weiß, Markus Niehaus

Kapitel 2. Inhalte eines Franchisevertrages

Nahezu jeden Franchisevertrag eröffnet eine sogenannte Präambel, meist gefolgt von dem ersten eigentlichen Paragrafen mit einer Überschrift wie „Vertragsgegenstand“ oder „Vertragsrechte“. Die Präambel, das Vorwort des Franchisevertrages, hat meist keinen unmittelbaren rechtlichen Gehalt, allenfalls lassen sich indirekt aus den dortigen Formulierungen bestimmte Anforderungen und Erwartungen der Vertragsparteien erkennen. Die Präambel führt ein in das konkrete Franchisesystem, erläutert mit einigen kurzen knappen Worten die Entstehung des zugrunde liegenden Geschäftskonzeptes und seine besondere Stellung auf dem Markt. Die Präambel hat häufig fast werblichen Charakter, im äußersten Falle jedoch muss sich der Franchisegeber an seinen überschwänglichen Anpreisungen messen lassen, wenn hinter seinem Konzept nicht allzu viel an besonderen Ideen und an speziellem Know-how steckt.

Hermann Riedl, Martin Niklas

Kapitel 2. Grundlagen

Bakterien sind Prokaryonten mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 0,2–2,5 µm. Die Länge der Bakterien variiert je nach Bakterientyp. In Abhängigkeit der Ausbildungsform der Zellwand können drei Grundformen unterschieden werden: Kokken (synonym: Kugelbakterien), Stäbchen und schraubenförmige Bakterien.

Franziska Claus

Kapitel 3. Methodik

Mit Hilfe einer Literaturanalyse in der Literaturdatenbank Medline wurden über PubMed relevante Publikationen identifiziert, die sich mit der Analyse des prästationären MRSA-Screenings beschäftigen. Die Suchstrategie dieser Literaturanalyse ist in Anhang I-a im elektronischen Zusatzmaterial beschrieben. Die nachfolgende Tabelle 3.1 bietet eine kurze Übersicht über Studien, die den Effekt des prästationären MRSA-Screenings auf medizinische und/oder ökonomische Endpunkte (wie z. B. Infektionsraten oder Kosten) untersuchen.

Franziska Claus

Kapitel 5. Diskussion

Die dargestellten Ergebnisse basieren auf zwei agentenbasierten Simulationsmodellen, von denen eines eine Abbildung des Status quo in der für den akutstationären Bereich angewendeten Infektionsprävention gegen den Methicillin-resistenten S. aureus darstellt. Dieses Modell bildet einen Prozess ab, nach dem alle innerhalb eines Jahres von einer durchschnittlichen Krankenhausstation aufgenommenen Patienten auf das Vorhandensein von MRSA-Kolonisationen begünstigenden Risikofaktoren untersucht werden. Patienten mit mindestens einem dieser Risikofaktoren werden bei Krankenhausaufnahme auf MRSA getestet und bis zum Vorliegen des Ergebnisses des Screenings, welches mit Hilfe eines kulturbasierten Verfahrens untersucht wird, vorsorglich getrennt von anderen Patienten untergebracht.

Franziska Claus

Kapitel 6. Zusammenfassung und Ausblick

Antibiotika-resistente Bakterien stellen das Gesundheitssystem vor vielfältige Herausforderungen, da sie neben den gesundheitlichen Risiken für die betroffenen Patienten auch mit zusätzlichen Kosten für die Leistungserbringer assoziiert sind. Zugleich bewirken sie aufgrund des Übertragungsrisikos für andere Patienten und medizinisches Personal negative externe Effekte. Effektiven und effizienten Präventionsmaßnahmen kommt in der Bekämpfung dieser Erreger damit eine zentrale Rolle zu.

Franziska Claus

Kapitel 4. Anforderungen an die Konzeption der Vorstandsvergütung

Durch die Festlegung von Grundsätzen für die Bezüge der Vorstandsmitglieder nach § 87 AktG sollen Aktionäre davor geschützt werden, dass durch übermäßige Vorstandsbezüge das Gesellschaftsvermögen geschmälert wird. Durch das Gebot der Angemessenheit wird der Ermessensspielraum des Aufsichtsrats bei der Festsetzung der Vorstandsbezüge eingeschränkt. Die Normadressaten des § 87 AktG sind in erster Instanz der Aufsichtsrat, gefolgt vom Vorstand und von der Hauptversammlung.

Laura Bundle

Kapitel 1. Einleitung

Die Vorstandsvergütung stellt einen wesentlichen Bestandteil der Corporate-Governance-Forschung dar. Corporate Governance beschreibt „die Ausgestaltung der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen eines Unternehmens.“ Die internen und externen Corporate-Governance-Mechanismen wirken durch Kontrolle, Anreizsetzung und Transparenz.

Laura Bundle

Kapitel 7. Grundsätze für die Vorstandsvergütung

Das ARUG II verändert die Vergütungslandschaft in Deutschland. Ziel dieser primär normativen Dissertation ist es letztlich, einen zukünftigen und allgemeingültigen Soll-Zustand für die Vorstandsvergütung zu formulieren. Dies soll anhand von Grundsätzen für die vergütungsbezogene Aufsichtsratstätigkeit sowie die Konzeption und die Publizität der Vorstandsvergütung erfolgen.

Laura Bundle

Kapitel 6. Deskriptive Analyse zur Ausgestaltung und Publizität der Vorstandsvergütung

Die folgende deskriptive Analyse soll die im Rahmen dieser Arbeit theoretisch analysierten Aspekte zur Ausgestaltung und Publizität der Vorstandsvergütung reflektieren. Es soll zudem analysiert werden, ob die wesentlichen Neuerungen durch das ARUG II zu einer Veränderung der Vergütungslandschaft führen werden oder ob die nun gesetzlich verpflichtenden Anforderungen bereits vor der 2. ARRL von den Unternehmen freiwillig erfüllt wurden.

Laura Bundle

Kapitel 3. Grundlagen der Vorstandsvergütung

Die Prinzipal-Agenten-Theorie bildet neben der Transaktionskostentheorie und der Property-Rights-Theorie eine Teildisziplin der neuen Institutionenökonomik. Die Ursprünge der Theorie gehen auf eine Veröffentlichung der Autoren Berle/Means im Jahr 1932 zurück. Gegenstand der Theorie ist das Zusammenspiel der internen Corporate-Governance-Mechanismen, indem die grundlegenden ökonomischen Prinzipien eines Unternehmens abgebildet werden: Arbeitsteilung und Kooperation.

Laura Bundle

Kapitel 8. Thesenförmige Zusammenfassung

Im folgenden Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit in Thesenform zusammengefasst.

Laura Bundle

Kapitel 5. Anforderungen an die Publizität der Vorstandsvergütung

Im Anhang zum Jahresabschluss sind durch das VorstOG zusätzlich für börsennotierte Aktiengesellschaften unter Namensnennung die individuellen Bezüge eines jeden Vorstandsmitglieds anzugeben. Durch die Umsetzung der 2. ARRL im Jahr 2019 in Deutschland ergeben sich grundlegende Änderungen für die Vergütungsberichterstattung, da diese weitestgehend vom Handelsrecht in das Aktienrecht überführt wird.

Laura Bundle

Kapitel 4. Theorien mittlerer Reichweite und ihre Anwendbarkeit auf das Phänomen „Terrorismus“

Wie unter Abschnitt 3.4 bereits erwähnt, wird das Akteurs-Viereck jedem Unterkapitel vorangestellt, um zu verdeutlichen, dass in dieser Arbeit Terrorismus zwar als Prozess erfasst wird, aber auch immer nicht-lineare Handlungsrelationen vorliegen. Theorien mittlerer Reichweite setzen besonders nah an der Phänomen-Ebene an. Deshalb inkludiert dieses Kapitel viele deskriptive Passagen, um das Phänomen „Terrorismus“ umfassend darzustellen.

Liane Rothenberger

Kapitel 14. Dr. Hans Werner, bis Januar 2021 Head Group Human Resources und Mitglied der Konzernleitung Swisscom: „Leben Sie das Leben, das zu Ihnen passt“

Dr. Hans Werner, bis Ende Januar 2021 Leiter Group Human Resources und Konzernleitungs-Mitglied der Swisscom, erachtet Selbst-Reflexion als Basis für eine nachhaltige Leistungsfähigkeit: was tut einem gut, und wo sind die eigenen Grenzen? Es sei entscheidend, das Leben zu leben, das zu einem passt, und nicht auf die Meinungen anderer zu hören. Herausforderungen für viele Menschen stellen die schnellen und disruptiven Veränderungen unserer Zeit dar. Es gelte, den Mitarbeitenden immer wieder den Puls zu fühlen, um zu merken, ob die Zitrone nicht schon zu stark ausgepresst sei. Unterstützend erachtet Werner eine Kultur der Eigenverantwortung.

Claudia Kraaz

E

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben E von Early-Adopter bis externes Rechnungswesen des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

A

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben A von A/B-Test bis Auszubildende Personen des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

B

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben B von Backend as a Service bis By-laws des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

V

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben V von Value-added-Network bis VUCA-Welt des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

M

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben M von M&A-Transaktion bis M&A-Transaktion des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

N

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben N von Nachfrageelastizität bis Nutzungsrecht des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

P

Dieses Kapitel enthält die Stichworte zum Buchstaben P von Page Impression bis Put/Call-Option des Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung.

Tobias Kollmann

Kontoführung

Ein Freistellungsauftrag (FSA) bewirkt, dass Kapitalerträge (z. B. Zinsen und Dividenden) bis zur Höhe des erteilten FSA ohne Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer ausgezahlt werden. Die Höhe des erteilten FSA darf bei Alleinstehenden den Sparer-Pauschbetrag von 801,00 EUR, bei Zusammenveranlagung 1.602,00 EUR nicht übersteigen. Ehegatten, bei denen die Voraussetzungen für eine Zusammenveranlagung vorliegen, können entweder einen gemeinsamen FSA bis zum gemeinsamen Sparerpauschbetrag von 1.602,00 EUR oder Einzelfreistellungsaufträge bis zu jeweils 801,00 EUR erteilen.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Individualarbeitsrecht

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kreditgeschäft

Die Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit, rechtswirksam eine Kreditverpflichtung einzugehen. Sie ist gegeben, wenn der Kreditnehmer volljährig und somit voll geschäftsfähig ist.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

5. Wissen ist menschlich

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie sich die Wissensarbeit 4.0 entwickelt. Die veränderten Rollen oberer Führungskräfte, mittlerer Führungskräfte und fachlicher Mitarbeiter werden mit einer Selbstbeurteilung herausgearbeitet. Sie lernen weiterhin, wie Wissensarbeiter zu motivieren sind, wie sie ihre Kompetenzen entwickeln und was die Erfolgsfaktoren von Wissensgemeinschaften (Communities of Practice) sind, die Raum bieten, Erfahrungen auszutauschen und Ideen zu entwickeln.

Klaus North

4. Organisieren rund ums Wissen

In diesem Kapitel lernen Sie unterschiedliche Organisationsformen kennen, die Stabilität und Erneuerung sowie KooperationKooperation und Konkurrenz ausbalancieren. Sie erfahren, wie Organisationen dynamische Fähigkeiten entwickeln und wann sich Kooperation lohnt. Ausgewählte Organisationsformen werden mit Fallbeispielen vorgestellt und aus Sicht der wissensorientierten Unternehmensführung vergleichend beurteilt. Konkurrenz

Klaus North

6. Anwendungsbeispiele für die Praxis

Das Konzept der wissensbasierten Entscheidungsfindung kann auf verschiedene Szenarien angewendet werden. In zehn Praxisfällen wird dargelegt, wie das zuvor theoretisch hergeleitete Konzept umgesetzt werden kann. So wird etwa aufgezeigt, welche Informationen wichtig sind, um als Patient gute Entscheidungen zu treffen, oder aber welche Fehler im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie vermieden werden sollten.

Sebastian Pioch

Planung und Umsetzung von Social Media für Kommunen

Social-Media-Marketing ist für Kommunen ein wichtiges Instrument, mit ihren vielfältigen Zielgruppen zu interagieren. Gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen Herausforderungen, mit denen Kommunen konfrontiert sind, bieten Social-Media-Aktivitäten großes Potenzial, diesen zumindest partiell zu begegnen. Ein erfolgreicher Einsatz von Social Media setzt einen gut durchdachten Planungsprozess voraus. Im Rahmen dieses Beitrages werden ein solcher Planungsprozess sowie einige wichtige Implementierungsmöglichkeiten für Kommunen vorgestellt.

Christopher Zerres

Kapitel 11. Produktion, Fertigung, Ersatzteil- und Instandhaltungsmanagement

DasFertigung \i folgende KapitelProduktion \i zeigt die kostentheoretischen Grundlagen und Begriffe für die Produktion und Fertigung. Die Begriffe werden jeweils anhand von Praxisbeispielen näher erklärt.

Helmut Wannenwetsch

Kapitel 22. Einstieg ins Online-Marketing

Grundsätzliche Erwägungen

In diesem Buch haben Sie bisher jede Menge Hintergrundinformationen, konkretes Zahlenmaterial, praktische Beispiele und Tipps zu Online-Marketing allgemein und zu den jeweiligen Einzeldisziplinen im Besonderen gefunden. Die Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Online-Marketing sind ausführlich erörtert und das Beziehungsgeflecht der einzelnen Disziplinen untereinander dargelegt worden. Mit dem in den vorangegangenen Kapiteln präsentierten Know-how und den vermittelten Informationen kann Online-Marketing im Unternehmen professionalisiert und perfektioniert werden. Auch der Einstieg ins Online-Marketing wird durch die vorangegangenen Kapitel erleichtert. Doch aller Anfang ist schwer. Deshalb wird in diesem Kapitel ein strukturierter Ansatz für den Einstieg dargelegt und anhand von zwei Musterszenarien praxisnah erläutert.

Erwin Lammenett

Kapitel 13. Display- und Video-Werbung mit Google Ads

Hintergrundinformationen, Formate, Schaltung, Targeting, How-to

Im Frühjahr 2005 entstand eine neue interessante Alternative für die Schaltung von Online- Werbung. Genauer gesagt war es ein Netzwerk aus vielen Millionen Internetseiten, die am Google-AdSense-Programm teilnahmen und Werbeflächen zur Verfügung stellten bzw. vermieteten, welche dann über AdWords (heute Google Ads) von Google versteigert wurden. Im Unterschied zum bis dahin einzigen Abrechnungsmodell von Google, bei dem der Werbetreibende pro angeklickter Anzeige bezahlen musste, wurde die websitebezogene Werbung pro 1.000 Einblendungen abgerechnet, so wie bei anderen Anbietern auch. Im November 2007 benannte Google diese Werbeform zunächst um in „placement-bezogenes Targeting“, dann in „Placement-Targeting“ und schrieb hierzu auf seiner Website.

Erwin Lammenett

Kapitel 21. Erfolgsdeterminanten

Zusammenspiel und Beziehungen einzelner Online-Marketing-Instrumente

Es mag durchaus sein, dass in fünf bis zehn Jahren die Erfolgsdeterminante für gutes Online-Marketing die Auswahl der richtigen Marketing-Suite ist. Denn von vielen Experten wird die kanalübergreifende Strategie prognostiziert, die dann nicht mehr manuell, sondern von Marketing-Suites gesteuert wird. Bitte lesen Sie dazu das Kapitel 23. Aber bleiben wir zunächst in der Gegenwart. Denn noch setzt das Gros der Marketeers in Deutschland keine Marketing-Suites ein.

Erwin Lammenett

Kapitel 4. Influencer-Marketing

Chancen, Potenziale, Risiken, Mechanismen, strukturierter Einstieg

Influencer-Marketing wurde in Deutschland im Laufe der Jahre 2016 und 2017 zu einem Hype-Thema. In den Medien wurde diese Marketing-Disziplin extrem kontrovers diskutiert. Mal wurde das Platzen der Blase prognostiziert und über die Fake-Follower gewettert. Wenige Tage später wurde Influencer-Marketing wieder gehypt und von Top-Agenturen berichtet, die sehr erfolgreich Influencer-Kampagnen für Top-Marken durchführen. Ich habe mir einmal den Spaß gemacht, einige Presseartikel aus den Zeiträumen Q4 2017 bis Q3 2018 zu sammeln.

Erwin Lammenett

Kapitel 6. Keyword-Advertising (SEA)

Funktionsprinzip, juristische Problemstellungen, Keyword- und Anbieterauswahl, Controlling, Kennzahlen, Buchung, Google Ad Grants, Praxisbeispiele und Tipps

Keyword-Advertising ist mittlerweile eine etablierte Online-Marketing-Disziplin. Zu Beginn wurde es sehr skeptisch gesehen. Gerade bei Google-Fans war der anfängliche Unmut über die verpönte Werbung auf den Ergebnisseiten groß. Heute ist Keyword-Advertising von den Ergebnisseiten der Suchmaschinen nicht mehr wegzudenken. Selbst urkonservative Unternehmen entdecken es mittlerweile für sich und lassen sich mehr und mehr von den Vorteilen dieser Werbeform überzeugen. Es verwundert daher nicht, dass der Marktführer Google.de viele Jahre über 95 Prozent seines Umsatzes aus Werbeeinnahmen des Keyword-Advertisings bestreitet. 2010 waren es über 20 Milliarden US-Dollar, 2015 knapp 70 Milliarden, 2017 mehr als 110 Milliarden und 2019 134 Milliarden. 2019 betrug der Gesamtumsatz von Google übrigens rund 160 Milliarden US-Dollar. Den Löwenanteil seines Konzernumsatzes macht Google also immer noch mit Werbeeinnahmen. Im Jahr 2020 wird das Wachstum aufgrund der Corona-Krise sicher etwas schmaler ausfallen – aber alle Analysten rechnen erneut mit einer Steigerung.

Erwin Lammenett

Kapitel 7. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO im Wandel, Grundsätzliche Problemstellungen, Onsite- und Offsite, Besucherqualität und Controlling

Der betriebswirtschaftliche Nutzen von Top-Positionen in relevanten Suchmaschinen wird heute kaum noch in Frage gestellt. Schon vor fünfzehn Jahren war der Nutzen klar erkennbar, wie meine im Februar 2006 fertiggestellte Studie über die Erfolgsdeterminanten des Online-Marketings aus Sicht deutscher Unternehmer und Marketing-Verantwortlicher bestätigt. 80 Seither ist die wirtschaftliche Relevanz von Jahr zu Jahr gestiegen. Angesichts phänomenaler Wachstumsraten und Gewinne der Suchmaschinenanbieter (vgl. Kapitel 6.4) und stetig steigender Nutzerzahlen ist dies nicht verwunderlich.

Erwin Lammenett

Kapitel 2. Affiliate-Marketing

Hintergründe, Funktionsprinzipien und Formen des Affiliate-Marketings

Die Geschichte des Affiliate-Marketings begann 1997 auf einer Cocktail-Party: Eine junge Frau sprach mit Amazon-Gründer Jeff Bezos über ihre Website und fragte ihn, ob sie dort Bücher gegen Provision vermarkten könnte. Die Idee des Affiliate-Marketings war geboren und ist bis heute mit ausschlaggebend für den Erfolg und die Bekanntheit von Amazon. Die Anzahl der Partner wuchs sehr schnell, im Juni 1998 waren es bereits 60.000. Heute sind es laut Amazon über eine Million.

Erwin Lammenett

Kapitel 10. Preissuchmaschinen und Preisvergleichsportale

Funktionsprinzip und der Deutschland-Markt

Preissuchmaschinen machen genau das, was der Name sagt: Sie suchen Preise. Vergleichsportale machen ebenfalls genau das, was der Name sagt: Sie vergleichen Tarife. Beispielsweise Handytarife, Strom- oder Gastarife, Versicherungstarife oder Kreditkonditionen für den Hauskauf. Der Mechanismus der Portale ist denkbar einfach. Man gibt ein Produkt oder eine Leistung ein und erhält Angebote bzw. Preise von angeschlossenen Händlern oder Dienstleistern.

Erwin Lammenett

Kapitel 2. Geschäftsmodell des Online-Handels

Online-Handel ist zur wichtigsten Form des Distanzhandels geworden und hat im interaktiven Handel schon lange den Katalogversand abgelöst. Er stellt einen Teil des E-Commerce dar und profitiert von den Netzwerkeffekten der Plattformökonomie. Diese ergeben sich auch aus der Kundenzentriertheit, die deswegen Basis für das Geschäftsmodell eines jeden Online-Händlers sein sollte. Losgelöst von der funktional orientierten Marketinglehre rücken Leidenschaft und Glaubwürdigkeit der gesamten Unternehmensführung und ein bedingungslos am Kundenwunsch ausgerichtetes Unternehmen in das Zentrum der geschäftlichen Aktivitäten. Diese Art der „neuen Kundenorientierung“ durchdringt das komplette Geschäftssystem des Unternehmens und gibt Mitarbeitern zugleich einen Orientierungsrahmen für ihre täglichen Entscheidungen vor.

Gerrit Heinemann

Kapitel 3. Formen des Online-Handels

Die wenigsten Online-Händler kommen noch in reiner Form vor. Lediglich Start-ups oder neue Formen des interaktiven Online-HandelsOnline-Handel wie zum Beispiel Farfetch verfolgen zu 100 % ein einziges Geschäftsmodell. Schon die großen Pure Player wie Amazon oder eBay sind Mischformen. Diese unterscheiden sich deutlich danach, welche Warengruppen sie bedienen und welches Format sie verfolgen. Mittlerweile hat sich hier eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebstypen herauskristallisiert, die sich anhand zentraler Merkmale beschreiben lassen und unterschiedlich entwickeln. Die Marktführer überschneiden sich zum Teil auf globaler und nationaler Ebene. Zunehmend sind neue Formen des Online-Handels zu beobachten, zu denen auch der weiterhin stark wachsende Mobile Commerce bzw. App- und Chat-Commerce zählen. Daneben entwickelt sich B2B-Online-Handel, also E-Commerce von Business für Business, zum „next big thing“.

Gerrit Heinemann

Kapitel 18. Social Media

Social Media ist sicherlich einer derjenigen Bereiche, der am ehesten mit der Digitalisierung verbunden wird. Ermöglichten doch gerade die Vernetzung von Menschen untereinander mittels digitaler Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest oder Snapchat, dass man am Leben seiner Kontakte sozusagen teilhaben konnte. Im Laufe der Zeit traten jedoch die negativen Aspekte immer stärker in den Vordergrund.

Carsten Lexa

2. Operatives Partner Management

Dieses Kapitel beschreibt ausführlich, welche Ziele modernes Partner Management verfolgt, welche Begriffe und Methoden dafür angewendet werden und welchen Strukturen man bei der Umsetzung folgen kann.

Klaus Krause, Tobias Schnitzler

2. Die Informationsfunktion des Controllings

Die Informationsfunktion des Controllings ist zentral für die Rationalitätssicherung der Führung, da sie auch Basis der Steuerungs- und Kontrollfunktion ist. Zumeist bedient sich das Controlling der Daten aus dem Rechnungswesen, das sich in externes und internes teilt. Das Controlling selbst ist häufig Träger des internen Rechnungswesens, hat aber auch viele Beziehungen zum externen Rechnungswesen sowohl als Nutzer wie auch als Informationslieferant. Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung (dem internen Rechnungswesen) werden erläutert, Einsatzgebiete werden kurz dargestellt. Ausblicke in die Steuerungsfunktion des Controllings bietet das Kostenmanagement, dessen Ziel es ist, Kosten zu beeinflussen.Die wesentliche Aufgabe des Controllings in der Informationsfunktion ist es, die Information so aufzubereiten, dass sie entscheidungsnützlich für die Entscheidungsträger im Unternehmen sind. Dazu bedient sich das Controlling zumeist Kennzahlen oder, wenn mehrere Kennzahlen kombiniert werden, Kennzahlensystemen, die anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden.

Stefan Behringer

3. Die Steuerungsfunktion des Controllings

Die Steuerungsfunktion des Controllings versucht das Verhalten der Mitarbeiter zu steuern und über das gesamte Unternehmen hinweg zu koordinieren. Zentrales Instrument dazu ist die Planung, die auch die Basis der Kontrollfunktion, also dem Abgleich von Soll und Ist, darstellt. Dadurch kann das Controlling überprüfen, ob das Unternehmen auf dem richtigen Kurs ist oder Maßnahmen zur Korrektur ergriffen werden müssen. In der Planung ergeben sich vielfache Herausforderungen: Wie soll die Planung beschaffen sein, wer soll an ihrer Entstehung beteiligt sein und wie stellt man sicher, dass die Planungsbeteiligten ihre Angaben nicht missbräuchlich verfälschen. Die Gefahr, dass es zu Verfälschungen kommt, liegt insbesondere in der Verbindung zur Bemessung der variablen Vergütung begründet.Besonderes Augenmerk wird in der Planung auf die Ableitung von Zielen gelegt. Das Unternehmen muss festlegen, in welche Richtung es gehen will. Die Aussage „das Unternehmen muss…“ zeigt schon das erste Problem: Wer legt die Ziele fest – die abstrakte Einheit „Unternehmen“ kann dies nicht tun. Personen müssen für das Unternehmen handeln. Danach stellt sich die Frage, welche Zielgrößen relevant sind und wie man die Zielhöhe konkret bestimmt.

Stefan Behringer

9. Maßnahmen zur rechtsträgerinternen Verlustnutzung

Während die rechtsträgerinternen Maßnahmen sich bei der nationalen Verlustnutzung auf Gestaltungen zur zeitlichen Verlagerung von Gewinn- und Verlustquellen auf der Ebene eines Rechtsträgers über verschiedene Besteuerungsperioden beschränkten (vgl. Kap. 6 ), weil die periodengleiche Verrechnung von Erfolgen unterschiedlicher inländischer Betriebsstätten eines Rechtsträgers keine besonderen Gestaltungsbemühungen erfordert, so gewinnt diese letztgenannte Komponente der rechtsträgerinternen Verlustnutzung im internationalen Kontext eine wesentlich größere Bedeutung. Diese besondere Relevanz der Verrechnung von Erfolgen verschiedener Betriebsstätten eines Rechtsträgers ist darauf zurückzuführen, dass die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten von inländischen Betriebsstätten eines Rechtsträgers (Stammhaus) mit Verlusten aus Auslandsbetriebsstätten eines der umstrittensten und komplexesten Bereiche der internationalen Verlustnutzung ist. Daher erfolgt nachfolgend zunächst eine Analyse der Möglichkeiten zur (sachlichen) Verrechnung von Verlusten einer (ausländischen oder inländischen) Betriebsstätte mit Gewinnen eines (in- oder ausländischen) Stammhauses (vgl. Abschn. 9.1) und danach der Möglichkeiten zum (zeitlichen) Verlagern von Gewinn- und Verlustquellen auf der Ebene eines ausländischen Rechtsträgers (vgl. Abschn. 9.2).

Jan Becker, Rüdiger Loitz, Moritz Mühlhausen

10. Maßnahmen zur rechtsträgerübergreifenden Verlustnutzung

Die Verlagerung von Verlustquellen im Konzern ist ein wesentlicher Bestandteil der Steuerpolitik von Unternehmensgruppen mit dem Ziel, eine möglichst vollumfängliche, zeitnahe Verlustnutzung zu erreichen (vgl. 10.1). Diese wird ergänzt durch die weiteren Ansatzpunkte der rechtsträgerübergreifenden Verlustnutzung - die Verlagerung von Gewinnquellen im Konzern (vgl. 10.2) sowie die Strukturmaßnahmen (vgl. 10.3).

Jan Becker, Rüdiger Loitz, Moritz Mühlhausen

7. Maßnahmen zur Verlustnutzung im Inland

Die Vielzahl der möglichen Verlustnutzungsmaßnahmen im Inland soll nachfolgend in rechtsträgerinterne und -übergreifende Maßnahmen unterschieden werden. Hintergrund ist, dass die ertragsteuerliche Verlustnutzung grundsätzlich steuersubjekt- bzw. rechtsträgergebunden erfolgt, sodass u. E. auch eine Systematik steuerlicher Verlustnutzungsmaßnahmen hierauf aufbauen sollte.

Jan Becker, Rüdiger Loitz, Moritz Mühlhausen

Employability und Employability Management

Die Forderung nach Beschäftigungsfähigkeit oder Employability nimmt bereits seit einigen Jahren eine große Bedeutung im Rahmen einer zukunftsorientierten Unternehmens- und Personalpolitik ein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Trends und Entwicklungen in der Arbeitswelt erhält die Diskussion jedoch noch einmal eine neue Dynamik. Bei Erhalt und Förderung von Employability geht es nicht nur darum, fachlich kompetent zu sein und es auch zu bleiben. Vielmehr tragen überfachliche Kompetenzen, die „Soft Skills“, in gleichem Maße zur lebenslangen Beschäftigungsfähigkeit bei. Nicht zu vergessen ist das Zusammenspiel von Kompetenzen, Gesundheit und Motivation im sogenannten „Magischen Dreieck der Employability“. Dabei steht jeder Einzelne ebenso in der Verantwortung wie auch das Unternehmen, sodass es von beiden Seiten gilt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Employability wachsen kann.

Jutta Rump, Silke Eilers

Rekrutierungsunterstützung über Personaldienstleistung und Arbeitnehmerüberlassung. Am Beispiel der Neumüller Unternehmensgruppe

Der demografische Wandel ist eine hoch aktuelle gesellschaftliche Herausforderung und wird Unternehmen und Organisationen in den nächsten Jahren hart treffen. Längst ist klar, dass unser Sozialsystem langfristig nicht tragfähig und der Generationenvertrag nicht mehr belastbar ist. Hinzu kommt, dass junge Menschen immer weniger einsehen, warum sie 40 Jahre lang 40 Stunden in der Woche arbeiten sollten. Der Wettbewerb um die Talente wird noch schärfer, wenn die Babyboomer in Rente gehen. Flexible Arbeitszeiten, Sabbaticals, Elternzeit und Homeoffice sind selbstverständlich geworden, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Am Beispiel der Neumüller Unternehmensgruppe wird gezeigt, wie Personaldienstleister die Personalabteilungen in Unternehmen entlasten und nachhaltige Mehrwerte bieten.

Werner Neumüller

16. Ökonomische Grundlagen der technischen Reaktionsführung

In einem Chemiekonzern erfolgt die Festlegung des Marktpreises über einen Zuschlag auf die Selbstkosten des Produktes. Diese setzen sich aus den Herstellkosten (Rohstoffe, Energie, Abschreibung, Personal) sowie den Einzel- und Gemeinkosten des Unternehmens zusammen. Kennzeichnend für die Chemie sind die relativ hohen Herstellkosten sowie niedrige Vertriebskosten. Die Summe der Produktverkäufe des Konzerns ergeben die Umsatzerlöse. Zur Ermittlung des Jahresüberschusses müssen von diesen Erlösen alle Kosten subtrahiert werden. Neben den Zinsen und Steuern gehören zu den Kostenblöcken die Herstellung, Verwaltung, F&E sowie der Vertrieb. Diese Werte veröffentlichen Kapitalgesellschaften nach Ablauf des Geschäftsjahres in einer Gewinn- und Verlustrechnung.

Wilfried Rähse

Wirtschafts- und Sozialkunde

Die Fernabsatzverträge sind in § 312b BGB geregelt. Auf welche der nachstehenden Geschäfte findet diese Vorschrift Anwendung?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 8. Fair Management

Um eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bauwesen zu fördern, haben Initiativen der deutschen Bauwirtschaft unterschiedliche, innovative Vorgehensweisen entwickelt wie Wertemanagement, Compliance-Management-Systeme oder das Partnering-Modell. Diese Ansätze eines Fair-Managements werden in diesem Kapitel vorgestellt.UmPartnering eine faire und partnerschaftlicheManagement ethisches Zusammenarbeit im Bauwesen zu fördern, haben Initiativen der deutschen Bauwirtschaft unterschiedliche, innovative Vorgehensweisen entwickelt wie Wertemanagement, Compliance-Management-Systeme oder das Partnering-Modell. Diese Ansätze eines Fair-Managements werden in diesem Kapitel vorgestellt.Der Begriff Fair-Management ist eine Bezeichnung für Managementmethoden, die auf Werten basieren wie z. B. Fairness, Ehrlichkeit, Integrität und ein partnerschaftliches Verhalten.

Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 2. Charakteristika des Versicherungsgeschäfts

Eine allgemeingültige Definition des Versicherungsgeschäfts gestaltet sich schwierig und ist in der Regel in Abhängigkeit des Untersuchungsbereichs zu formulieren. Im Zeitverlauf haben sich verschiedene Erklärungsansätze zur Beschreibung des Versicherungsprodukts und der Versicherungsleistung herausgebildet. Den Ausgangspunkt bildet dabei historisch die Gefahrengemeinschaft, die eine Umverteilung erhaltener Prämien an Geschädigte des Versichertenkollektivs vorsieht.

Nicholas Zeitler

Kapitel 4. Die Behandlung versicherungstechnischer Rückstellungen nach IFRS 17

Mit dem Ziel der Harmonisierung internationaler Versicherungsbilanzierung im Jahre 1997 gestartet, kam das Versicherungsprojekt des IASC/IASB mit der Veröffentlichung des IFRS 17 im Jahre 2017 nach rund 20 Jahren und vielen Kontroversen zu einem vorläufigen Abschluss. Eine Anwendung der entsprechenden Regelungen ist vorbehaltlich einer Indossierung innerhalb der EU erst für Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2023 beginnen, vorgesehen. Ungeachtet des noch ausstehenden Lackmustests in der Praxis laufen die Vorbereitungen in den betroffenen Versicherungsunternehmen bereits seit Jahren auf Hochtouren, um die Anforderungen der erstmaligen Anwendung frühzeitig zu erfüllen und einen Übergang von IFRS 4 ohne größere Reibungsverluste systemseitig sicherzustellen.

Nicholas Zeitler

Kapitel 2. Facetten der Dekarbonisierung

Im zweiten Kapitel werden die konzeptionellen Grundlagen des Dekarbonisierungsansatzes mittels dreier Leitfragen erörtert. Mit der einleitenden Frage, warum sich Gesellschaft und Wirtschaft intensiv mit der Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase beschäftigen, werden die wesentlichen Treiber bzw. Katalysatoren der Dekarbonisierung vorgestellt. Anschließend wird die Frage erörtert, wo sich geeignete Ansatzpunkte oder Hebel in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Technik für erfolgreiche Initiativen zur Treibhausgasminimierung identifizieren lassen. Das Kapitel endet mit der Formulierung eines Zielbilds, welches die Frage zu beantworten sucht, wohin voraussichtlich die Dekarbonisierungsreise gehen wird.

Oliver D. Doleski, Thomas Kaiser, Michael Metzger, Stefan Niessen, Sebastian Thiem

Kapitel 10. Wie deutsche Banken FinTechs und BigTechs Paroli bieten können

Über Jahrzehnte hinweg sind in Deutschland die Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken einer Inside-out-Logik gefolgt. Die Branche hatte ihr eigenes Selbstverständnis und ihre Kunden hatten sich an dieses anzupassen. Das früher gut funktionierende Geschäftsmodell scheint am Ende zu sein. FinTechs und BigTechs steigen ins Geschehen ein und bedrohen die klassischen Anbieter massiv. Der Markt wird neu gedacht und umverteilt. Die Digitalisierung trägt zudem noch zur Beschleunigung des Prozesses bei. In diesem Beitrag werden Lösungsansätze für die deutschen Banken dargestellt, um den Wettbewerbern Paroli zu bieten.

Ulrich Grothe, Thomas Barsch

Kapitel 11. Mobiles Bezahlen in Deutschland

Temporärer Trend oder Zukunftstrend?

Der Zahlungsprozess der Menschheit hat sich im Verlauf der Geschichte immer weiterentwickelt. Von einfachen Tauschgeschäften z. B. mit Perlen bis hin zu durch die Digitalisierung getriebenen hoch modernen und kontaktlosen Zahlungsmethoden. Aber welche technischen Grundlagen, welche konkreten Mehrwerte und vor allem welche Vorteile bieten diese modernen Zahlungsmethoden für die Kreditinstitute? Im Rahmen der Bearbeitung dieser Thematik geht der Artikel neben den definitorischen Grundlagen auf die Voraussetzungen für ein mobiles Bezahlen ein. Relevante Punkte im Rahmen der Einführung, wie die Benutzerfreundlichkeit und die Effizienz des Tools, werden eingehend beleuchtet. Im Folgenden werden diverse Bezahltechnologien wie unter anderem die Near Field Communication und der QR-Code erläutert. Gefolgt von einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung prägnanter Technologien in den behandelten Bereich, werden eingehend die Chancen und Risiken von Kreditinstituten für mobiles Bezahlen erläutert. Neben dem Mehrwert, der durch die Nutzerdaten generiert werden kann, werden Kundenbindung und Kostenreduktion diskutiert.

Jörg A. Macht

Chapter 9. Gebäudeplanung und Technische Gebäudeausrüstung

Nachdem in den letzten Kapiteln vorwiegend die Planung des Produktions- und Logistiksystems thematisiert wurde, geht Kapitel 9 auf die zugehörige Infrastruktur der Fabrik ein. Dazu zählt zum einen die Planung des Gebäudes, die neben den Personal- und Betriebskosten sowie den Betriebsmitteln einen weiteren Kostenfaktor darstellt. Bisher wurde das Gebäude lediglich als das Objekt betrachtet, das Nutz- und Arbeitsflächen bereitstellt und die Hüllfunktion übernimmt. Dabei kann eine Gebäudekonzeption wesentliche Bereiche der Produktion und damit des Unternehmens positiv sowie negativ beeinflussen. Zum anderen geht Kapitel 9 auf die Planung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ein, wie z. B. die raumlufttechnischen Anlagen und Heizungsanlagen. Außerdem wird die Erhöhung der Energieeffizienz einer Fabrik betrachtet, die aktuell immer mehr an Relevanz wird und neben der Versorgung des Produktionsprozesses mit den erforderlichen Medien ein weiteres wesentliches Ziel in der Auslegung der TGA in der Fabrikplanung ist.

Martin Trautz, Ralf Herkrath, Marten F. Brunk, Matthias Dannapfel, Sven Koch

Kapitel 3. Die Begegnung: Prüfling und Prüfer!

Die mündliche Prüfung ist kein Tauziehen, an dem an einem Ende des Strangs der Prüfling zieht und am anderen Ende die Prüfer, sondern im Grunde ziehen beide Parteien am gleichen Strang. Warum Prüfer keine Gegner sich, erfahren Sie hier!

Peter Wachner

Kapitel 16. Aktienoptionen

Aktienoptionen sind Optionen, deren Basiswert eine Aktie ist. In diesem Kapitel werden zunächst Aktienoptionen kategorisiert und neben den Standardoptionen auch ausgewählte exotische Optionen sowie Handelsstrategien und Optionskombinationen vorgestellt. Nach einer Darstellung der Auszahlungsprofile und der Put-Call-Parität für europäische Aktienoptionen wird deren Betrachtung durch finanzmathematische Modelle und so mit einer expliziten Bewertung von Aktienoptionen vervollständigt.

Susanne Kruse

Kapitel 1. Wesen des Franchisings

Weltweit wächst Franchising kontinuierlich. Der Handel wird bereits weitgehend von Franchisesystemen geprägt. Dienstleistungen einschließlich Nischen des Handwerks gehören gegenwärtig zu den Schwerpunkten der Expansion. Aber noch immer ist das, was Franchising ausmacht, nicht allgemein und nicht immer zutreffend bekannt. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass ein Franchisesystem nicht nur ein marktweites Netz gleichartig gestalteter Vertriebsstellen ist, sondern zugleich eine Kooperationsform mit vielfältigen Verflechtungen und einem hohen emotionalen Gehalt. Gerade in den immateriellen Komponenten liegt die stärkere Wettbewerbskraft auf dem Markt, zugleich resultiert daraus aber auch der hohe Anspruch an den Franchisegeber. Dieses Kapitel vermittelt einen Überblick über die Wirkungsmechanismen der arbeitsteiligen Kooperation. Es lässt erkennen, warum sich Franchisegeber für Franchising als Vertriebsweg entscheiden, welche Effekte die Franchisekooperation auslöst, wo Synergiepotenziale liegen und welche Anforderungen Franchising an Systemgründer stellt. Darüber hinaus geht das Kapitel auf die Varianten des Franchisings ein und verdeutlicht die Abgrenzung zu ähnlichen Vertriebskanälen.

Dr. Hubertus Boehm

Kapitel 5. Franchisepaket: Welche Leistungen Ihre Partner brauchen

Das Kapitel „Franchisepaket“ beschreibt was entschieden, definiert, entwickelt, erprobt und umgesetzt werden muss, um ein Franchisesystem aufzubauen. Allein der allgemein übliche Ausdruck „Paket“ signalisiert einen umfangreichen und vielschichtigen Inhalt. Dazu gehören Tools, Prozesse und immaterielle Erfolgsbausteine. Erst wenn diese vielfältigen „Mosaiksteine“ schriftlich ausgearbeitet sind, kann die Umsetzung beginnen.

Dr. Hubertus Boehm

Historische Perspektiven im ‚Qualitätsserien‘-Diskurs der Fernsehbranche

In der hiesigen Fernsehbranche wird seit einigen Jahren ein Wertungsdiskurs zur deutschen ‚Qualitätsserie‘ und ihrem vermeintlichen Ausbleiben geführt. Der Beitrag untersucht auf der Grundlage von Expert_innen-Interviews und teilnehmenden Beobachtungen bei Branchenworkshops, wie die Produzierenden in diesem Zusammenhang Fernsehhistorie und deren möglichen Einfluss auf die aktuelle Fernsehfiktion aushandeln. Ihr fernsehhistorischer und zugleich gegenwartsbezogener Diskurs dreht sich insbesondere um das Programm, die Rezeption und Produktionskulturen im Herstellungs- und Entwicklungsprozess. Der Beitrag gliedert sich nach diesen drei Feldern und fußt dabei auf dem Dispositiv-Modell von Knut Hickethier. Die historisch gewachsenen dispositiven Strukturen des Fernsehens, so wird deutlich, prägen auch heutige ‚Qualitätsserien‘-Projekte aus Deutschland.

Florian Krauß

Erfolgreiche Frauen führen verantwortungsbewusst?! Nachhaltige Best Practices aus dem Mittelstand

Internationale Studien an großen Unternehmen geben Hinweise, dass der Corporate Social Responsibility (CSR) Erfolg eines Unternehmens steigt, wenn mehr Frauen Positionen im Topmanagement besetzen. Eine Studie des Verbandes deutscher Unternehmer und der Deutschen Bank zeigte zudem auf, dass Frauen vielfältige Maßnahmen in ihren Unternehmen implementieren, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhöhen. Dennoch wissen wir wenig über die Rolle von Frauen in Bezug auf CSR in mittelständischen Unternehmen und ihre konkreten Maßnahmen. Im deutschen Mittelstand belegen Frauen knapp ein Drittel der Führungspositionen. Während diese Zahl auf der einen Seite gering erscheint aufgrund der obig erwähnten positiven Effekte von Diversität, so ist sie doch höher als in großen deutschen Unternehmen und unterstreicht damit die Wichtigkeit dieses Buchkapitels. Im vorliegenden Buchkapitel fassen wir den Stand der relevanten, bestehenden Literatur zusammen. Zudem zeigen wir Beispiele auf, wie Frauen im Mittelstand mit dem Thema CSR umgehen.

Claudia Rankers, Nadine Kammerlander, Katrin Keller

Kapitel 4. Ausgewählte praktische Probleme und Gestaltung von Lösungsansätzen

Viele Unternehmen proklamieren den Grundsatz, ihren Kostenmanagementprozessen eine ausgeprägte Marktorientierung zugrunde zu legen. Ein genauer Blick hinter diese Aussagen zeigt jedoch, dass sich dieses Engagement hauptsächlich auf die Einbindung der Dimension Kunde beschränkt. Die Marktorientierung umfasst jedoch mehr Dimensionen. Die Problembereiche des klassischen Target-Costing-Konzepts resultieren ebenso aus dem deterministischen Charakter unterstellter Bedingungen, der vielfältig nicht berücksichtigten Unsicherheiten des Umfeldes und des dominierenden Vollkostencharakters. Begleitet werden die Problembereiche davon, dass eine Partialverantwortung von Zielkostenvorgaben bei zunehmend komplexen Produkten mit einer großen kostenrelevanten Interdependenz des gesamten Produktgesamtsystems im Rahmen der Motivationsanreize zunehmend an Wirkung verliert. Die Weiterentwicklung klassischer Target-Costing-Konzepte ist insgesamt notwendig, um eine Ausrichtung auf die veränderten Bedingungen zu erreichen.

Robert J. Schildmacher

Kapitel 7. Umsetzungsansätze für Produktivitätsstrategien auf Basis der Digitalisierung

Unternehmen weisen einen individuellen Digitalisierungsgrad auf, der sich aus der bereits vorhandenen Nutzung verschiedener Informationstechnologien ergibt. Um weitere digitale Technologien nutzen zu können, müssen eventuell Anpassungen der Infrastruktur erfolgen. In diesem Kapitel wird zunächst eine Vorgehensweise zur Evaluation und Anpassung der grundlegenden Voraussetzungen aufgezeigt, bevor ein mehrstufiger Ansatz entwickelt wird, welcher die Integration der Digitalisierung in Geschäftsmodelle und -prozesse zielgerichtet unterstützt.

Marc-André Weber

5. Notlagen von Kreditinstituten und deren Marktaustrittsmöglichkeiten im Kontext regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen

Wie in anderen Branchen der Realwirtschaft auch, existieren für den Marktaustritt von Kreditinstituten, das heißt, für das Löschen eines Kreditinstituts aus dem Handelsregister, diverse Möglichkeiten. Während bis in die jüngste Vergangenheit im Bereich der genossenschaftlichen Kreditinstitute sowie bei öffentlich-rechtlichen Instituten Notlagen von Kreditinstituten zumeist durch intrasektorale Fusionen und Übernahmen geregelt wurden, waren im Bereich der privaten Banken seit Ende des Zweiten Weltkrieges vornehmlich Insolvenzen zu beobachten. Die Insolvenzen wurden dabei nach den Regelungen des allgemeinen Insolvenzrechts abgewickelt. Seit der Finanzkrise im Jahr 2007 wurde auf europäischer Ebene ein einheitliches Regime für die Abwicklung systemrelevanter Institute geschaffen, welches im Jahr 2015 in Deutschland in nationales Recht umgesetzt wurde. Dieses sogenannte Sonderinsolvenzrecht gilt dabei anders als das Kreditwesengesetz nur für Kreditinstitute und die überwiegenden Regelungen betreffen ausschließlich systemrelevante Kreditinstitute. Die Abwicklung nicht-systemrelevanter Institute ist dagegen weder auf europäischer noch auf nationaler Ebene einheitlich im Rahmen von Gesetzen geregelt.

Thomas H. Schädle

9. Gesamtanhang zum Buch

In diesem Kapitel sind die aktuellen deutschsprachigen Grundlagen für die berufliche Praxis der Internen Revision (IPPF) des Institute of Internal Auditors (IIA) in kompakter Darstellung abgedruckt.Darüber hinaus ist das aktuelle, für die pragmatische externe oder interne Beurteilung einer Internen Revision auf Basis der anerkannten IIA Standards geeignete, Quality Self Assessment Tool (Q-SAT) des IIA Switzerland abgedruckt.Wir bedanken uns beim Deutschen Institut für Interne Revision (DIIR) e.V. sowie beim Schweizerischen Verband für Interne Revision, IIA Switzerland (SVIR), für die freundliche Genehmigung zum Abdruck der Berufsgrundlagen der Internen Revision und des Q-SAT.Für ausführliche Begriffsklärungen verweisen wir auf das in einem anderen Kapitel beigefügte, umfassende Glossar zu den wesentlichen deutschen und englischen Begriffen von Interner Revision, Risikomanagement, Governance und der Compliance.

Jörg Berwanger, Ulrich Hahn

Kapitel 7. Kunden, Verträge und Geschäfte

Auch ein IT-Dienstleister ist ein Hersteller und in vielen Fällen ein eigenständiges Unternehmen. Beides führt dazu, dass allgemeine betriebswirtschaftliche Regeln und Prozesse zur Anwendung kommen. Das Gleiche gilt für Anwenderorganisationen, die IT-Services einkaufen.

Eberhard von Faber

Kapitel 6. Investition und Erhaltung

Im vorliegenden Kapitel werden die verschiedenen Kostenarten im Lebenszyklus eines Infrastrukturelements von Verkehrsnetzen – Investitionskosten, Unterhaltungskosten und Erhaltungskosten – beschrieben und Berechnungsverfahren hergeleitet, mit denen sie in gesamtwirtschaftliche Bewertungsverfahren integriert werden können. Die komplexeste Materie stellt dabei die Erhaltungsplanung dar, da ihre Bewertungsgegenstände, die Schäden an Verkehrsinfrastrukturen, dynamische Größen sind, die sich im Zeitablauf verändern und somit auch in Abhängigkeit vom Eingreifzeitpunkt unterschiedliche Maßnahmen und Kosten erfordern. Es wird das Pavement-Management-System für die Erhaltungsplanung von Straßen vorgestellt und auf die Besonderheiten kommunaler Straßenerhaltung aufgrund häufiger Nutzungswechsel im Straßenverlauf und aufgrund der Kopplung mit Maßnahmen zur Erhaltung parallel verlaufender Versorgungsinfrastrukturen hingewiesen.

Christoph Walther

Open Access

12. Selbstorganisation als Enabler der Digitalisierung

Eine Untersuchung am Paraplegiker Zentrum Nottwil

Die Arbeitswelt verändert sich. Unternehmen werden komplexer und neue Generationen von Arbeitnehmenden fordern neue Formen der Zusammenarbeit. Von dieser Entwicklung ist auch das Gesundheitswesen der Schweiz betroffen. Historisch gewachsene Hierarchien, wachsender Kosten- und Leistungsdruck sowie Fachkräftemangel zeigen dringenden Handlungsbedarf. Mittels Experteninterviews aus verschiedenen Branchen soll die grundsätzliche Eignung von Selbstorganisation untersucht werden und Handlungsempfehlungen für das Gesundheitswesen und das Schweizer Paraplegiker Zentrum abgeleitet werden. Selbstorganisation wird als Lösung vieler Führungsprobleme in Organisationen gesehen. Steigende Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Produktivität und bessere Qualität durch kurze Entscheidungswege sowie geteilte Verantwortung sind nur einige davon. Grundsätzlich eignet sich Selbstorganisation für alle Organisationen, zentral ist jedoch die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses, Kulturwandel und ein neues Führungsverständnis.

Sandra Odermatt, Eric Postler

Open Access

3. Distributed Ledgers in der Energieversorgung

Technologien und Geschäftsmodelle

Distributed Ledgers werden seit ihrer Entstehung 2009 von vielen Seiten als Mittel zur grundlegenden Umgestaltung ganzer Branchen angepriesen. Während die Technologie sicherlich Potenzial bietet, diverse Steuerungs- und Abwicklungsprozesse zu revolutionieren, bedingt eine solche Umstellung einerseits fundiertes Wissen hinsichtlich der Rollen und Prozesse im entsprechenden Wirtschaftsumfeld sowie der technologischen Grundlagen von Distributed Ledgers, um dauerhaft Mehrwert zu schaffen. Dieses Buchkapitel zeigt am Beispiel der Energieversorgung auf, welche Faktoren für eine mehrwertgenerierende, sichere Implementierung der Ledger-Technologie berücksichtigt werden müssen: von technologischen Fragen bis zur Frage nach neuen Geschäftsmodellen und den damit verbundenen Risiken.

Pascal Pfister, Jan T. Frecè

Open Access

9. Employability 4.0

Arbeitsmarktfähigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Megatrends führen zu einem fundamentalen Wandel in der Arbeitswelt und stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Arbeitsmarktfähigkeit von Mitarbeitenden kann dabei zum wichtigen Erfolgsfaktor für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit werden. Gleichzeitig führen die Arbeitsweltveränderungen auch zu neuen Anforderungen an die individuelle Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden. Anhand eines qualitativen Forschungsdesigns wurde für Schweizer Tochterunternehmen eines Industriekonzerns untersucht, welche Entwicklungen in der Schweizer Arbeitswelt zu erwarten sind, wie sich diese auf die Arbeitsmarktfähigkeit von Mitarbeitenden auswirken und wie das Human Resource Management (HRM) zur Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden beitragen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung als relevantester Megatrend in der Arbeitswelt wahrgenommen wird und dass Anpassungsfähigkeit sowie lebenslanges Lernen der Mitarbeitenden essenziell für die Erhaltung und Förderung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit sind.

Bruno Wymann, Jochen Schellinger

Kapitel 16. Datenanalyse von Arbeitszeiten aus Bilddateien mit Self-Enforcing Networks

Das automatisierte Abgleichen eingereichter Leistungsnachweise von Kunden und Mitarbeitern wird durch unterschiedliche Abrechnungssysteme erschwert. Besonders schwierig ist es herauszufinden, ob die Abrechnungen identisch sind oder ob sich (Tipp-)Fehler eingeschlichen haben, da diese in unterschiedlichen Formaten vorliegen können. In diesem Beitrag wird ein hybrider Ansatz zur automatisierten Überprüfung von Leistungsnachweisen durch eine Software zur Analyse von Bilddateien sowie einem Self-Enforcing Network vorgestellt. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie Unterschiede in den Abrechnungen aufgedeckt werden können.

Daniel Büttner

Kapitel 5. Grundsätze der Arbeitsanalyse, -bewertung & -gestaltung

Diese Kapitel beinhaltet die fünf wesentlichen Grundsätze der Arbeitsanalyse, das Vorgehen bei der Arbeitsbewertung sowie eine fünfschrittige Empfehlung zur Arbeitsgestaltung.

Vincent Mustapha, Florian Schweden

11. Arbeitswelt der Zukunft

Die letzten 20 Jahre waren durch verschiedene technologische Neuerungen gekennzeichnet, die summarisch mit dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst werden. Damit wird die Tatsache einer zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung beschrieben, die Routinetätigkeiten immer stärker auf digitale Anwendungen überträgt und damit auch vielfach menschliche Arbeit verändert oder gar überflüssig macht. Von daher sind Arbeitskräfte gut beraten, sich mit den Arbeitsbedingungen der Zukunft zu beschäftigen, um einen Platz im Wirtschaftsgefüge zu behalten.

Steffen Hillebrecht

6. Personaleinsatz, Verwaltung und Freisetzung

Die operative Personalarbeit, auch als Personalverwaltung bezeichnet, ist mit der Umsetzung der Neben der Personalbeschaffung, in Kap. 3 behandelt, geht es um den Einsatz der Ressource Personal, in Gestalt von Arbeitszeitbestimmung und -modellen, um die leistungsgerechte Entlohnung und die Kontrolle der verwendeten Ressourcen, bis hin zur Freisetzung von Arbeitskraft. Der Begriff des Workforce Management kennzeichnet dieses Verständnis. Dahinter stehen verschiedene Organisationsformen der Personalbetreuung, die sich im Zeichen der Digitalisierung derzeit gravierend verändert und demzufolge auch Einfluss nimmt auf mögliche Arbeitsperspektiven in der Personalverwaltung.

Steffen Hillebrecht

Kapitel 1. Der Permanent Corporate Influencer (PCI)

Dieses Kapitel bietet Ihnen einen Einblick in die Definition und Rollen des PCI. Sie erfahren anhand der Herleitung der Social Media und des Kommunikationsverhaltens der Menschen, weshalb der Einsatz eines PCI strategisch sinnvoll ist. Darüber hinaus erhalten Sie eine Zusammenfassung zur Zielstellung, den Chancen, aber auch den Risiken dieser Beschäftigungsform.

Thomas Klein

Kapitel 8. Mustervorlagen und Tools für die praktische Anwendung

Innerhalb der ersten sechs Monate befindet sich der Angestellte in der Probezeit. Innerhalb dieses Zeitraums kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten unter Berücksichtigung einer zweiwöchigen Frist gekündigt werden, wobei das Recht der fristlosen Kündigung unbeschadet bleibt. Die gesetzliche Kündigungsfrist gilt erst nach Ablauf der Probezeit.

Thomas Klein

Kapitel 4. Das Beschäftigungsverhältnis

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit den arbeitsvertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Beschäftigungsverhältnisses Ihres PCI. Des Weiteren erhalten Sie Informationen zur Vergütung, der Zielvereinbarung sowie der Onboarding- und Integrationsprozesse.

Thomas Klein

Kapitel 6. Vermarktung und Wachstum

In diesem Kapitel stärken wir das Wachstum unserer Kanäle und die Entwicklung des PCI. Wir betrachten die relevanten Media-Optionen der sozialen Netzwerke und sehen, wie unsere PCI-Strategie konstant optimiert wird.

Thomas Klein

Kapitel 2. Die PCI-Strategie

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit der Social-Media-Strategie für Ihre Marke. Hierbei integrieren wir die Kommunikationstaktiken eines PCI. Die Social-Media-Strategie ist gleichzeitig die Basis für seine/ihre Aufgaben. Weiterhin definieren wir das Profil des PCI.

Thomas Klein

Kapitel 3. Der Recruiting-Prozess

In diesem Kapitel werden die detaillierten fachlichen und persönlichen Anforderungen an den PCI definiert. Anschließend steigen wir konkret in das Thema Rekrutierung potenzieller Bewerber ein, planen ein Bewerberinterview, führen das Gespräch exemplarisch durch und befassen uns mit der Selektion des geeigneten PCI.

Thomas Klein

Kapitel 11. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

In Experimenten richtet sich die Größe der Stichprobe zunächst nach der Anzahl der Experimentalgruppen. Van Voorhis/Morgan (2007) empfehlen eine Mindeststichprobengröße von 30 Personen pro Experimentalgruppe, da nur dann der Nachweis tatsächlich existierender Wirkungseffekte gewährleistet werden kann. Die vorausgesetzte Stichprobengröße von 30 Personen wurde im Rahmen dieser Arbeit eingehalten, da das Marktforschungsunternehmen beauftragt wurde, ca.

Marius Diegel

Digitale Plattformen in der Logistikbranche am Beispiel der Lademittel-Plattform der swoplo AG

Digitale Plattformen, die aus den Bereichen Tourismus (zum Beispiel Airbnb) und Personenbeförderung (zum Beispiel Uber) bekannt sind, gewinnen zunehmend auch in anderen Branchen an Bedeutung. Ein Beispiel ist die Lademittel-Plattform swoplo, die über einen Online-Marktplatz den Kauf und Verkauf von Lademitteln ermöglicht. Bedingt durch die zwei Marktseiten solcher digitalen Plattformen wie swoplo, wird der Erfolg solcher Unternehmen von anderen Faktoren bestimmt als bei Unternehmen ohne plattformbasiertes Geschäftsmodell. Ziel dieses Beitrags ist es, die Managementherausforderungen und Erfolgsfaktoren digitaler Plattformen am Beispiel von swoplo exemplarisch darzulegen. Darüber hinaus wird dokumentiert, mit welchen plattformspezifischen, betriebswirtschaftlichen Problemstellungen swoplo konfrontiert ist bzw. war und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um diese zu lösen.

Carolina Ohmer, Michael Schauer

Bewertung des Werteempfindens von Mitarbeitern der Generation 50 plus: ein AHP-Ansatz

Innerhalb der vorliegenden Forschung soll die Relevanz des Werteempfindens von älteren Mitarbeiterkohorten ab 50 Jahren für Unternehmen aufgezeigt werden. Die älteren Kohorten werden in den kommenden Jahren einen wachsenden Anteil der Altersstruktur in Unternehmen darstellen, sodass die nähere Betrachtung der von dieser Generation als wichtig wahrgenommenen Werte und deren Verantwortlichkeiten zur Umsetzung eine entscheidende Rolle spielt. Die Forschungsarbeit geht detailliert auf diese Sachverhalte ein und entwickelt eine Hierarchie anhand des Analytic-Hierarchy-Process-Verfahrens. Hierbei werden annähernd 1000 paarweise Vergleiche durch die herangezogenen Experten durchgeführt, um eine Gewichtung von Kriterien, Subkriterien und Alternativen in Bezug auf das übergeordnete Ziel der Mitarbeitermotivation der Belegschaft 50 plus zu evaluieren. Die Ergebnisse sind konsistent und homogen und leiten insofern belastbare Informationen für Unternehmen ab.

Marion Preuß

Nachhaltigkeit in der Corporate Governance

Aufbau und Funktion von nichtfinanziellen Internen Kontrollsystemen

Vollständige und korrekte Daten sind eine zentrale Grundlage für werteorientierte Führung und erfolgreiche Corporate Governance. Vor diesem Hintergrund haben nichtfinanzielle Interne Kontrollsysteme sowohl für interne als auch externe Stakeholder an Bedeutung gewonnen. Um die Effektivität und Effizienz dieser Kontrollsysteme zu sichern, müssen prozessuale und strukturelle Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.

Marcus Ehrenberger, Maximilian Mäder, Johannes Berna

4. Betrachtungen zur Haltbarkeit der Eisenbahnschienen

Die Erfahrung, dass mit Rädern versehene Fahrzeuge auf festem Untergrund mit geringerem Aufwand bewegt werden können als auf unbefestigtem Boden, wurde schon im Altertum gemacht. Vor Jahrhunderten wurde dieses Wissen im Bergbau des Harzes und anderer Regionen umgesetzt, indem der Transport des Erzes in Fahrzeugen erfolgte, die auf zwei in Fahrtrichtung verlegten hölzernen Längsschienen bewegt wurden (Abb. 4.1). Nachdem in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in England die Bestimmung aufgehoben wurde, nach der in den königlichen Werken Ausländer nicht beschäftigt werden dürfen, brachten unter der Regentschaft der jungen englischen Königin Elisabeth die aus dem Harz angeworbenen deutschen Bergleute diese Technik nach England in die dortigen Berg- und Hüttenwerke (Abb. 4.2). Die hölzernen Langschienen, die in England sowohl unter als auch über Tage angewendet wurden, hatten nur eine begrenzte Lebensdauer von etwa sechs Jahren. Der Holzbedarf war dementsprechend nicht unbeträchtlich. 1767, im Rahmen einer Absatzflaute, kam Richard Reynolds, Besitzer der Eisenhütte von Coalbrookdale, auf die Idee, das in dieser Zeit schwer absetzbare Gusseisen auf Vorrat zu produzieren in Form gusseiserner Platten (mit den Abmessungen 5′×4 ½″×1 ¼″), zur zwischenzeitlichen Nutzung, mit seitlichen Führungsstegen und drei Löchern versehen, auf den Holzschienen zu befestigen, um so dem Verschleiß der hölzernen Schienen zu begegnen und erst bei besserer Konjunktur und steigendem Eisenpreis das Gusseisen dann zu verkaufen. Der technische Erfolg dieser Maßnahme war aber so offensichtlich, dass später auf den hölzernen Schienenbalken die Gusseisenplatten beibehalten wurden. Mit Einführung des einseitigen Spurkranzes an den Fahrzeugrädern 1789, einer Erfindung des Engländers Ralph Allen aus den 1730er-Jahren, setzte die Entwicklung der Schienenformen mit ausgeprägtem Kopf und Steg ein, die letztlich zu den modernen Schienenprofilen führte [4.2].

Karl-Otto Edel, Grigori Budnitzki, Thomas Schnitzer

5. Ausnahmen

In Art. 107 Abs. 2 und Abs. 3 AEUV ist ein Katalog von Ausnahmebestimmungen enthalten, der abschließend ist. Dabei differenziert der Vertrag zwischen zwingenden und fakultativen Ausnahmen. Liegt einer der in Art. 107 Abs. 2 AEUV genannten Tatbestände vor, so sind die insoweit gewährten Beihilfen bereits von Vertrags wegen mit dem Binnenmarkt vereinbar. Art. 107 Abs. 3 AEUV enthält dagegen Tatbestände, in denen die Kommission Beihilfen für zulässig erklären kann. Die Genehmigung dieser Beihilfen ist insoweit in das Ermessen der Kommission gestellt. Von großer praktischer Bedeutung sind hierbei die Tatbestände, die wirtschaftliche Gründe für die ausnahmsweise Zulässigkeit von Beihilfen umschreiben (Art. 107 Abs. 3 lit. a)–c) AEUV).

Walter Frenz

2. Begünstigung als Grundelement des Beihilfebegriffs

Nach Art. 107 Abs. 1 AEUV sind staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige die Wirtschaft verfälschen oder zu verfälschen drohen, mit dem Binnenmarkt unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen Mitgliedstaaten beeinträchtigen. Tatbestandliche Grundvoraussetzung für das Eingreifen dieses Verbots ist, dass eine Beihilfe vorliegt. Der Wortlaut dieser Vorschrift enthält jedoch keine Legaldefinition des Begriffs der Beihilfe. Diese ist auch nirgendwo anders im AEUV zu finden.

Walter Frenz

3. Selektive staatliche Begünstigung

Liegt eine staatliche Leistung vor, ohne dass dieser eine angemessene Gegenleistung des Begünstigten gegenübersteht, ist zwar der Beihilfebegriff erfüllt, indes nicht notwendigerweise der Beihilfetatbestand des Beihilfenverbots gem. Art. 107 Abs. 1 AEUV gegeben. Dieser erfasst nämlich nur solche Beihilfen, die staatlich oder aus staatlichen Mitteln gewährt sind und bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige begünstigen. Staatlichkeit und Selektivität sind also gefordert.

Walter Frenz

Kapitel 2. Rahmenbedingungen der Gestaltung von Fließproduktionssystemen

Bei der Gestaltung von Fließproduktionssystemen sind vielfältige Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, die aus der Natur der Fließproduktion, unternehmerischen Entscheidungen und Zielen sowie Anforderungen an die menschengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen resultieren.

Christian Weckenborg

Kapitel 5. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

In Kapitel 5 erfolgt die Auswertung der durch die explorative Vorgehensweise gewonnen Erkenntnisse. Dabei werden unter anderem sowohl eine differenzierte Aufgaben- und Rollenverteilung der Matrixdimensionen als auch eine Nutzung der dualen Berichtslinien nur in bestimmten Unternehmensbereichen und zu bestimmten Themen identifiziert. Die Koordination der Entscheidungsfindung zwischen den Führungskräften erfolgt dabei über eine Vielzahl von Koordinationsinstrumenten. Konstruktive Konflikte werden in Form der Abstimmungsbedarfe der unterschiedlichen Sichtweisen aufgezeigt und diskutiert, wobei überraschenderweise allerdings keine konkreten destruktiven Konflikte identifiziert werden konnten.

Christian Kolls

4. ABC der Besteuerung der wirtschaftlichen Betätigungen der Krankenhäuser

Im ABC-Teil werden alle wesentlichen Tätigkeiten im Krankenhausbereich gelistet und deren steuerliche Behandlung dargelegt. Sie finden dort bspw. die steuerliche Behandlung von Apotheken über medizinische Versorgungszentren und speziellen Themen wie Zytostatika ausführlich dargestelt

Ursula Augsten, Ralph Bartmuß, Stephan Rehbein, Martin Maurer

2. Die Besteuerung gemeinnütziger Krankenhäuser im Überblick

Krankenhäuser werden heute in öffentlich-rechtlicher, kirchlicher, privater aber vor allem auch in freigemeinnütziger Trägerschaft geführt. Für die freigemeinnützigen Krankenhäuser ist die Anerkennung als ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken dienend von besonderer Relevanz. Das Gemeinnützigkeitsrecht gibt hierfür einzelne Rahmenbedingungen vor, die nachfolgend im Einzelnen beschrieben werden.

Ursula Augsten

1. Rechtliche Erscheinungsformen des Krankenhauses

Die Kommune hat im Rahmen der Daseinsvorsorge für Jedermann den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge und Gesundheisvorsorge zu ermöglichen. Zu diesen Einrichtungen zählen auch Krankenhäuser. Diese können in unterschiedlichen Organisationsformen betrieben werden. In diesem Kapital werden die verschiedenen Organisationsformen mit ihren spezifischen Merkmalen vorgestellt

Stephan Rehbein

1. Einleitung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kapitalanlage über Investmentfonds ist ungebrochen. In 2010 besaßen laut einer am 05.10.2010 veröffentlichten Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) rund 60 % aller deutschen Haushalte Anteile an Investmentfonds. Dabei sind aus wirtschaftlicher Sicht an einer solchen Investmentanlage sowohl die Anleger als Investoren, die Verwahrstelle, welche den Investmentfonds verwaltet, sowie die Kapitalverwaltungsgesellschaft beteiligt. Der Besteuerung nach dem Investmentsteuergesetz unterfallen jedoch ausschließlich die Anleger sowie die Investmentfonds, bei denen eine Verknüpfung zum Inland vorliegt (z. B. inländischer Fonds, inländischer Anleger oder inländische Vermögensgegenstände). Dabei gelten als Investmentfonds i. S. d. InvStG im Grundsatz alle Anlagevehikel, welche als sog. Investmentvermögen dem Aufsichtsrecht (KAGB) unterliegen. Die Ausnahmen in § 1 Abs. 3 InvStG und Ergänzungen in § 1 Abs. 2 InvStG (fiktive Investmentfonds) sind zu beachten. Damit unterfallen dem InvStG sowohl offene als auch geschlossene Fonds. Für die Besteuerung unterscheidet das InvStG seit der grundlegenden Änderung durch die Investmentsteuerreform 2018 zwischen (Publikums-)Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds. Es beinhaltet für diese beiden Fondstypen unterschiedliche Besteuerungssysteme. Erstmals basiert das Investmentsteuerrecht auf dem Intransparenzprinzip, welchem die (Publikums-)Investmentfonds ausnahmslos unterfallen. Die bislang angestrebte Gleichstellung der Anlage über einen Fonds mit der Direktanlage wird dadurch aufgegeben. Nunmehr findet im Grundsatz zunächst eine Besteuerung auf Fondsebene und anschließend auf Anlegerebene statt. Das Transparenzprinzip kann lediglich für Spezial-Investmentfonds zur Anwendung kommen. Ihnen steht ein Wahlrecht zu, ob sie nach dem Transparenz oder dem Intransparenzprinzip besteuert werden wollen.

Katrin Dorn

2. Anwendungsbereich des InvStG

Das Investmentsteuerrecht findet Anwendung auf Investmentfonds und deren Anleger. Im Grundsatz gilt, dass alle Investmentvermögen, die dem Aufsichtsrecht (KAGB) unterliegen, auch dem Investmentsteuergesetz unterfallen. Damit werden vom Investmentsteuergesetz sowohl offene als auch geschlossene Fonds erfasst, eine Ausnahme gilt u. a. für inländische Anlagevehikel in der Rechtsform einer Personengesellschaft. Dieser Gleichlauf des Aufsichtsrechts und Steuerrechts wird durch einen Verweis in § 1 Abs. 2 InvStG zur aufsichtsrechtlichen Definition der „Investmentfonds“ erreicht. Nach diesem Verweis auf § 1 Abs. 1 KAGB nach sind für die Auslegung dieses steuerlichen Begriffes die aufsichtsrechtlichen Regelungen heranzuziehen. Für die Auslegung der Begriffe können somit auch die Schreiben der BaFin herangezogen werden, auch wenn keine rechtliche Bindung des Steuerrechts an das Aufsichtsrecht besteht. Zu beachten ist, dass § 1 Abs. 2 InvStG bestimmte Erweiterungen (z. B. für „Ein-Anleger-Fonds“) und § 1 Abs. 3 InvStG einzelne Ausnahmen vom Anwendungsbereich des InvStG vorsieht, die zu einem Durchbruch des einheitlichen Anwendungsbereiches zwischen KAGB und InvStG führen. So unterfallen insbesondere Anlagevehikel in der Rechtsform der Personengesellschaft nicht dem InvStG. Die Rückausnahmen sind zu beachten (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 2. HS InvStG). Für die Besteuerung der Investmentfonds ist zwischen (Publikums-)Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds zu unterscheiden. Investmentfonds, welche in der Anlagepraxis nicht wesentlich gegen die Anlagebestimmungen des § 26 InvStG verstoßen sowie die Rechtsformerfordernisse des § 27 InvStG und die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Gewerbesteuer nach § 15 Abs. 2 und 3 InvStG erfüllen, unterliegen dem Besteuerungsregime als Spezial-Investmentfonds, alle anderen dem für (Publikums-)Investmentfonds geltendem Besteuerungsregime.

Katrin Dorn

4. In- oder transparente Besteuerung der Spezial-Investmentfonds

Das Investmentsteuerrecht unterscheidet zwischen (Publikums-)Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds, für welche es grundsätzlich unterschiedliche Besteuerungsregime vorsieht. Dabei sind Spezial-Investmentfonds definiert als Investmentfonds, welche die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Gewerbesteuer nach § 15 Abs. 2 und 3 InvStG erfüllen und in ihrer Anlagepraxis nicht wesentlich gegen die Anlagebestimmungen des § 26 InvStG verstoßen. Inländische Fonds haben darüber hinaus die Rechtsformvorgaben des § 27 InvStG zu beachten. Während (Publikums-)Investmentfonds ausschließlich auf Grundlage des Intransparenzprinzips besteuert werden, haben Spezial-Investmentfonds ein Wahlrecht. Üben sie die Transparenzoptionen der §§ 30 und 33 InvStG aus, werden sie insoweit auf Grundlage des Transparenzprinzips besteuert. Die Besteuerung der betroffenen Erträge des Fonds erfolgt dann ausschließlich auf Ebene der Anleger. Diese haben, wie vor der Investmentsteuerreform 2018 auch, ausgeschüttete Erträge, ausschüttungsgleiche Erträge und Veräußerungsgewinne als Spezial-Investmenterträge i. S. d. § 34 InvStG zu versteuern, während der Fonds insoweit von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit ist. Eine mehrfache steuerliche Erfassung der von der Ausübung der Transparenzoption betroffenen Erträge auf Ebene der Anleger wird verhindert. So können z. B. inländische Beteiligungseinnahmen und sonstige inländische Einkünfte mit Steuerabzug bei Ausübung der Option nach § 30 InvStG als sog. Zurechnungsbeträge steuerfrei an die Anleger ausgeschüttet werden. Inländische Immobilienerträge und sonstige inländische Einkünfte ohne Steuerabzug unterliegen auf Ebene des Fonds einem Kapitalertragsteuerabzug, wobei die Kapitalertragsteuer im Falle der Veranlagung bei Ausschüttung der Erträge oder deren Zurechnung als ausschüttungsgleiche Erträge auf die persönliche Steuer der Anleger i. d. R. angerechnet werden kann. Insoweit Spezial-Investmentfonds die genannten Optionen nicht ausüben, unterliegen sie mit den inländischen Beteiligungseinnahmen, inländischen Immobilienerträgen und sonstigen inländischen Einkünften selbst der Körperschaftsteuer. Der Gewerbesteuer unterfallen sie per Definition nicht (vgl. § 26 InvStG). Die Besteuerung basiert dann auf dem Intransparenzprinzip, so dass die Anleger zusätzlich die Ausschüttungen, ausschüttungsgleichen Erträge und Veräußerungsgewinne als sog. Spezial-Investmenterträge i. S. d. § 34 InvStG besteuern, die bei ihnen zu den Einkünften i. S. d. § 20 Abs. 1 Nr. 3a EStG gehören. Die steuerliche Vorbelastung auf Ebene des Fonds berücksichtigt die Freistellung der Ausschüttungen und ausschüttungsgleichen Erträge nach § 42 Abs. 4 und 5 InvStG. Sollte das jeweilige Anlagevehikel seinen steuerlichen Status als Spezial-Investmentfonds nicht geltend machen, wird es wie ein (Publikums-)Investmentfonds besteuert. Die Anleger erzielen dann Investmenterträge i. S. d. § 16 InvStG, die bei ihnen zu den Einkünften i. S. d. § 20 Abs. 1 Nr. 3 EStG gehören.

Katrin Dorn

3. Lean Digitalisierungs-Framework

Eine ganzheitliche Reifegrad-Analyse sowie Planung und Steuerung ist essenziell für einen erfolgreichen digitalen Wandel. Hierfür sind alle wesentlichen Dimensionen und Aspekte der Digitalisierung zu betrachten. Für jede Dimension sind Lösungen auszuwählen und diese zu einem passgenauen Digitalisierungs-Framework zusammenzustellen. In diesem Kapitel finden Sie die wesentlichen Dimensionen und Aspekte und eine Übersicht von Lösungsbausteinen für alle relevante Aspekte.

Inge Hanschke

Der technologische Wandel: Herausforderungen in der Digitalen Welt

Verbraucherfragen zur Digitalen Welt ersetzen nicht solche der analogen Welt. Der Wechselwirkung von analoger und Digitaler Welt kommt dabei besondere Bedeutung zu, wenn zum Beispiel Heuristiken der analogen Welt ungeprüft in der Digitalen Welt genutzt werden und vice versa. Damit die Nutzung der Digitalen Welt erfolgreich gelingen kann, wird der wahrgenommene Schutz der persönlichen Daten eine große Rolle spielen. Dieser setzt als notwendige Bedingung volle Transparenz voraus. Die persönlichen Daten besitzen oft einen institutionellen, sozialen, und/oder ökonomischen Wert, den alle Akteure, grundsätzlich also auch die Verbraucherinnen und Verbraucher, individuell oder kollektiv als Verhandlungsgegenstand einsetzen können sollten. Entscheidend scheint hier aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger zu sein, wie einfach, verständlich und klar erkennbar ist, dass die genutzten Angebote in der Digitalen Welt aus den persönlichen Daten bezahlt werden (auch durch die Weitergabe an Dritte) und ob es im Ablehnungsfall Möglichkeiten der Vermeidung sowie Lösungsalternativen gibt.

Andreas Oehler

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Ziel der BaFin als integrierte Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt Deutschland ist neben der Sicherung und Förderung der Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des deutschen Finanzplatzes auch der kollektive Verbraucherschutz. Kollektiver Verbraucherschutz bedeutet, dass die BaFin dem Schutz der Verbraucher in ihrer Gesamtheit verpflichtet und allein im öffentlichen Interesse tätig ist. Dieses Ziel verfolgt die BaFin von jeher auf vielfältige Art und Weise. Mit dem Kleinanlegerschutzgesetz vom 3. Juli 2015 wurde der kollektive Verbraucherschutz erstmals für alle Aufsichtsbereiche auch gesetzlich verankert. Außerdem hat der Gesetzgeber der BaFin darin Befugnisse zur Stärkung des kollektiven Verbraucherschutzes an die Hand gegeben und neue Aufgaben übertragen. Die wichtigsten Verbraucherschutzaktivitäten werden im vorliegenden Beitrag überblicksartig skizziert.

Elisabeth Roegele

Bitcoin & Co: Kryptowährungen für alle?

Kryptowährungen basieren in der Regel auf dezentralen Computernetzwerken und existieren lediglich als elektronische Signale und Aufzeichnungen. Durch den Ausschluss von staatlichen Institutionen, die als regulierende Instanzen auftreten können, stellen Kryptowährungen keine Währungen im Sinne einer klassischen Geldordnung dar. Nichtdestotrotz war mit der ursprünglichen Idee zur Schaffung einer Kryptowährung nicht die Abkehr von den drei Grundfunktionen des Geldes intendiert. Dieser Beitrag analysiert, ob Kryptowährungen als Geld bezeichnet werden können, sowie die Chancen und Risiken der weiter verbreiteten Kryptowährungen als Portfoliobestandteil für Verbraucherinnen und Verbraucher. Außerdem gibt der Beitrag einen Ausblick auf die neuesten Entwicklungen bei bargeldlosen Bezahlmethoden als Alternative zu Kryptowährungen als Geld und Zahlungsmittel.

Matthias Horn, Stefan Wendt

5. Lösungsbausteine der Digitalisierung

Die Digitalisierung ist kein Trend oder eine Modeerscheinung, sondern verändert die Unternehmen und die Gesellschaft von innen heraus und hat großen Einfluss auf Geschäftsmodelle. Digitale Fähigkeiten werden zum Wettbewerbsfaktor. Um auch in der Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, müssen klassische Denkmuster verlassen und interdisziplinär und unternehmensübergreifend technische Innovationen in Business-Innovationen verwandelt werden. Kreativitätsmethoden und Methoden für die Geschäftsmodellentwicklung und -operationalisierung machen hier den Unterschied. Klare strategische Vorgaben, ein explizites Customer Experience Management sowie ein angemessenes Datenmanagement, Enterprise Architecture Management und Demand Management geben ein Instrumentarium an die Hand.Den Erfolg der digitalen Transformation kann man in einer hohen Kundenzufriedenheit sowie höheren Umsätzen und Erträgen ablesen. Der Weg dahin ist aber lang und steinig. Best-Practice Lösungsbausteine helfen hierbei. Die Umsetzung ist jedoch eine komplexe Aufgabe. Die Lösungsbausteine der Digitalisierung aus diesem Kapitel helfen auf diesem schwierigen Weg.

Inge Hanschke

Kapitel 3. Einflussfaktoren auf die Zustandsbeurteilung

Die Verantwortung für Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 liegt bei den Straßenbaubehörden von Bund und Ländern (siehe Abschnitt 2.2.1). Diese entscheiden anhand der Haushaltsbudgets und des Bauwerksbestandes über die Vorhaltung von eigenen Prüfteams oder die Fremdvergabe von Prüfleistungen. Während eigene Prüfteams ganzjährig aus Haushaltsmitteln finanziert werden müssen, belasten Fremdvergaben nur auftrags- und objektspezifisch das Haushaltsbudget.

Cornell Weller

Kapitel 5. Schranken und Grenzen der Kommunikationsfreiheit

Absolute Freiheit erscheint auf den ersten Blick als erstrebenswertes Ideal, und jede Einschränkung gilt als verwerfliche Zensur. Doch der zweite Blick, der in diesem Kapitel versucht wird, ergibt ein facettenreicheres Bild. Es geht um gute und um schlechte Gründe für Einschränkungen der Kommunikationsfreiheit, aber auch um den Unterschied zwischen Zensur und anderen Begrenzungen der Kommunikation.

Klaus Beck

16. Wartung und Qualitätsmessung

In diesem Kapitel erfahren sie die Unterschiede zwischen einigen Wartungsvertragsarten. Darüber hinaus erhalten sie einen Überblick über Wartungsinhalte und Qualitätsmessungen an Aufzugsanlagen.

Dieter Unger

6. Antriebe

Die Aufzugsantriebe kann man gemäß untenstehender Abb. 6.1 in drei Hauptkategorien einteilen. Unter den sonstigen Antrieben sind andere Antriebsarten wie Ketten- Spindel- oder Zahnstangenantriebe beinhaltet. Diese sind zusammengefasst, da diese nach Meinung des Autors im Vergleich in geringerer Anzahl vorhanden sind.

Dieter Unger

10. Das Hahn-Meitner-Institut – Grundlagenforschung für die Solarenergie

Berlin ist zwischen Paris und St. Petersburg die Stadt mit der größten Dichte von Forschungseinrichtungen in Europa. Das ist bereits seit über 100 Jahren so. Namen wie Alexander und Wilhelm von Humboldt, Hermann von Helmholtz, Max Planck, Walther Nernst und Albert Einstein, um nur einige der Bekanntesten zu nennen, schmücken die Wissenschaftsgeschichte dieser Stadt. Ebenso bekannt sind die Kernphysikerin Lise Meitner und der Chemiker Otto Hahn, die durch die Experimente am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie die Kernspaltung entdeckten, eine der folgenreichsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Sie führte während des 2. Weltkriegs zur Atombombe, später auch zu Atomkraftwerken, die zunächst eine segensreiche Entwicklung zu werden schienen. Otto Hahn nahm für die Entdeckung der Kernspaltung 1944 den Nobelpreis für Chemie entgegen, allein, obwohl Lise Meitner, die damals im Nobel-Institut in Stockholm arbeitete, ihn ebenso verdient hätte. Wie Einstein hatte sie Deutschland verlassen müssen, weil sie von den Nazis diskriminiert wurde und aus „rassischen Gründen“ von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet worden wäre.

Gerd Stadermann

15. Der Weg zum Institut der Ideen und Bücher – das Wuppertal Institut

Ende der 1960er-Jahre begannen in Deutschland Studentenvertreter, verkrustete Strukturen an den Universitäten öffentlich zu kritisieren. Sie forderten eine gleichberechtigte Mitsprache aller universitären Gruppen an hochschulinternen Entscheidungsprozessen, um gerechtere Lernbedingungen sowie neue zeitgemäße Lerninhalte und Lehrmethoden durchzusetzen. Dabei wurde auch über interdisziplinäre Ansätze von Forschung und Entwicklung diskutiert: Jeder Elektroingenieur, jeder Mediziner, jeder Jurist und Physiker sollte zusätzlich Marxismus studieren, um mit einem gesellschaftswissenschaftlichen Hintergrundwissen Sinn, Zweck und Ziele wissenschaftlicher Arbeit hinterfragen zu können. Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker erhielt 1972 den Ruf auf den Lehrstuhl für Interdisziplinäre Biologie und war einer der ersten Professoren, die an die neu gegründete Reformuniversität Essen berufen wurden: „Der Grund warum der damalige Ministerpräsident von NRW, Johannes Rau, mich an die Universität Essen holte, war nicht die Biologie, die war ihm nicht so wichtig, sondern meine unverschämt freche Idee einer Universitätsreform, die ich als Baukasten-Universität bezeichnete, in der Studenten sich „baukastenförmig“ ihre Studienfächer individuell zusammenstellen konnten und sollten. Sie sollten nicht doktrinär Physik, Romanistik, Politologie und dergleichen studieren, sondern die Studienfächer unterschiedlicher Disziplinen interdisziplinär miteinander verbinden. Davon erhoffte ich mir neues Wissen und neue Blickrichtungen. Die alte klassische Lehrorganisation war meiner Meinung nach zu verschult. Diese Idee hat Johannes Rau fasziniert.“ Die studentischen Forderungen fand von Weizsäcker „vom Inhalt her nicht überzeugend, aber das Prinzip der Interdisziplinarität war natürlich richtig.“

Gerd Stadermann

17. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) war es, Strom aus diesen Quellen wirtschaftlich zu machen, so Anreize für innovationsfreudige Firmen zu schaffen und in den Ausbau der Erneubaren zu investieren. Dies gelang durch zwei Regelungen: eine Abnahmegarantie für erneuerbaren Strom durch die Netzbetreiber sowie eine Umlage der Erzeugungskosten auf die Strompreise. Diese Umlage für den erneuerbaren Stromanteil steht auf jeder Stromrechnung mit drauf. Ihre Höhe wird an der Strombörse in Leipzig berechnet. Der Besitzer einer Wind-, Wasserkraft-, Photovoltaik- oder Bioenergieanlage, der seinen Strom ins Netz einspeist, bekommt auf diese Weise eine kostendeckende Vergütung seiner Stromgestehungskosten. Je mehr Erzeuger an das Stromnetz angeschlossen sind – je mehr Ökostrom ins Netz fließt – desto mehr Umlage muss gezahlt werden, damit alle Erzeuger die ihnen zustehende Vergütung erhalten. Dies ist heute energiepolitische Realität in Deutschland und inzwischen in über 60 Staaten der Erde. Michaele Hustedt, die später das EEG mitentwickelte, resümiert: „Das EEG hat die Welt verändert“ [1].

Gerd Stadermann

16. Das DEWI – ein Forschungsdienstleister wird zum Konzern

Das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) ist eine Gründung des Landes Niedersachsen im Jahr 1990. Der Geschäftsführer des Instituts, Dipl.-Ing. Jens Peter Molly, hatte es zwar als Forschungsinstitut für Windenergie konzipiert, spezialisierte es aber nach und nach auf Dienstleistungen für Hersteller von Windturbinen und für Windparkplaner. Dies umfasste die Vermessungen von Leistungskurven, von elektrischen Eigenschaften und der dynamischen Belastungen von Windturbinen, sowie Anemometerkalibrationen und Energieertragsberechnungen für Betreiber von Windenergieanlagen (WEA) [1]. Natürlich gehören physikalische Messungen zu Wissenschaft und Forschung, aber das Institut sieht seine Aufgabe nicht in der Erforschung und Entwicklung neuer Windkraftanlagen, sondern versteht sich als ein Dienstleister, der sowohl Forschung und Entwicklung ermöglicht, als auch Betreibern von Windenergieanlagen hilft, Erträge von WEA zu optimieren. Mit dieser Ausrichtung hat sich das Institut zu einem gefragten Kooperationspartner in Deutschland und weltweit entwickelt. Heute ist das DEWI ein Konzern, weil Tochtergesellschaften in vielen Ländern entstanden sind. Niederlassungen gibt es in Brasilien, China, Frankreich, Kanada, Italien, Spanien und der Türkei. Hinzu kommt die Gründung der Tochtergesellschaft DEWI-Offshore and Certification Center GmbH (DEWI-OCC) in Cuxhaven im Jahre 2003.

Gerd Stadermann

13. Vom Wegbereiter zum Wegbegleiter der Energiewende – die DGS und der FVEE

Es ist nicht leicht und wahrscheinlich sogar unmöglich, in einer Zeit, in der technologisches Neuland betreten wird, die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung an Universitäten von der Entwicklung technischer Innovationen durch Handwerker und Firmen klar abzugrenzen. Im vorliegenden Buch werden vor allem die Spitzen der Forschungserfolge betrachtet, aber es waren auch viele Aktivitäten, tausendfache kleine Forschungsergebnisse, technische Verbesserungen und partielle Innovationen, die die Technologien der erneuerbaren Energien so robust und leistungsstark gemacht haben, wie sie heute sind.

Gerd Stadermann

11. Solarenergieforschung in Bayern – von der LMU zur Gründung des ZAE Bayern

In diesem Kapitel geht es nicht um Strom sondern um Wärme. Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen von Solarkollektoren und der Speicherung solarer Wärme eingehend behandelt. Da die Solarthermie ungerechtfertigter Weise als einfache, oft sogar als primitive Technologie dargestellt wird – vor allem die Photovoltaik zur Erzeugung von Elektrizität gilt als Hochtechnologie – soll hier mehr Verständnis für Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung geweckt werden. Um die Technik angemessen und auf Augenhöhe mit der Erzeugung von Solarstrom beurteilen zu können, muss man tief in die Physik eintauchen. Die wissenschaftliche Leistung von Professor Rudolf Sizmann, der sich besonders der Solarthermie gewidmet hat und dessen Forschung in diesem Kapitel behandelt wird, lässt sich ohne eingehende Betrachtung seiner thermodynamischen Grundlagenforschung weder verstehen noch würdigen.

Gerd Stadermann

14. Kassel – von der Gesamthochschule zum Institut für Solare Energieversorgungstechnik

Wer nach Kassel kommt, dem fällt der Herkules, das Wahrzeichen der Stadt, ins Auge. Das Denkmal ist der Ausgangspunkt der berühmten Wasserspiele, die zusammen mit dem Bergpark 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden. Diese Wasserspiele sind künstlich angelegt und technisch von einmaliger Raffinesse. Das Wasser, das so spektakulär in Kaskaden den Hang hinunterstürzt, wird erst einmal gesammelt, durch unterirdische Rohrleitungen zum Ausgangspunkt geführt und dann in vielerlei Art zum Fließen gebracht und zwar alles ohne Pumpen. Im Grunde sind die Wasserspiele eine riesige Maschinerie, die physikalisch gesehen ein von Regen und Wetter abhängiges, sich regenerierendes System bildet [1]. Es ist im 18. Jahrhundert von den hessischen Landgrafen Carl und Wilhelm IX. erbaut worden und diente der höfischen Gesellschaft zum ergötzlichen Zeitvertreib, sollte aber auch symbolisieren, dass ein absolutistischer Regent die Naturgewalten beherrscht [2]. Heute drohen die Wasserspiele zu versiegen, da sich die erforderliche Wassermenge für das „Wassertheater“ – wie sie auch genannt werden – im obersten Wasserbecken nicht mehr periodisch sammeln kann, weil es aufgrund des Klimawandels nicht mehr genug regnet. Ist dies ein gartenkünstlerisches Sinnbild für die Irreversibilität der Veränderung ökologischer Systeme – oder einfach: der Naturzerstörung wie wir Menschen sie betreiben?

Gerd Stadermann

8. Freiburg – auf dem Weg zur Solarhauptstadt

Warum konnte sich nach Stuttgart, dem Mekka der erneuerbaren Energien in den 1970er-Jahren, Freiburg als Solarhauptstadt in den 1980er-Jahren etablieren? Wie wurde das dortige Fraunhofer ISE zu dem am schnellsten wachsenden Solarenergieforschungsinstitut in Deutschland? Woher kam die wissenschaftliche Brillanz dieses Instituts?

Gerd Stadermann

7. Oldenburg – die universitäre Keimzelle für eine solare Energieversorgung

Die späten 1960er-Jahre standen im Zeichen der Studentenproteste, die sich gegen autoritäre Machtstrukturen an den Universitäten richteten. Es ging um mehr Demokratie an den Hochschulen aber auch in der Gesellschaft insgesamt. An den Universitäten wurden die hierarchischen Strukturen in Frage gestellt, alle universitären Gruppen sollten gleichberechtigt an hochschulinternen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Ende der sechziger Jahre begann die Politik darauf zu reagieren, es wurden grundlegende Struktur- und Organisationsreformen eingeleitet und schließlich ein studentisches Mitspracherecht gesetzlich verankert [1, 2].

Gerd Stadermann

Kapitel 7. Verbesserung der Kundenorientierung

Abschliessend soll ein Prozess zur Verbesserung der Kundenorientierung einer Organisation vorgestellt werden. Dabei wird auf die einzelnen Dimensionen dieses Buches eingegangen. Die Artefakte Playbook und Roadmap wird ein besonderer Stellenwert für die erfolgreiche Transformation beigemessen. Darüber hinaus werden Empfehlungen für unterschiedliche Organisationstypen abgegeben.

Jörg Staudacher

Kapitel 4. Dimension 2: Customer-centric Transformation

Darwin hat erkannt, dass nicht das schnellste oder größte, kleinste oder giftigste Lebewesen die Chance hat, zu überleben, sondern das Lebewesen, das sich am besten an Umweltveränderungen anpassen kann (Darwin in The origin of species by means of natural selection. John Murray, London, 1872).

Jörg Staudacher

Kapitel 4. Kostenrechnungssysteme

Das vierte Kapitel behandelt die Vielfalt der aktuell einsetzbaren Kostenrechnungssysteme

Günter Ebert, Volker Steinhübel

Kapitel 3. Teilgebiete der Kosten- und Leistungsrechnung

Das dritte Kapitel vermittelt einen umfassenden Einblick in die Teilgebiete der Kosten- und Leistungsrechnung.

Günter Ebert, Volker Steinhübel

Kapitel 7. Abgeleitete Empfehlungen und Fazit

Die Ergebnisse der Interviews von HR-Experten und Young Professionals zeigen bewährte Beispiele für Talent-Management, aber auch deutliche Mängel auf. Sie sollen in Handlungsempfehlungen für die Automobilwirtschaft einfließen.

Andreas Dotzauer, Marielle Queitsch, Wolfgang Söhner

4. Vertragliche Aspekte der Social Media

Social Media (Soziale Medien) sind mittlerweile allgegenwärtig und aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Ob Angebote wie Facebook als Archetyp und größtes Soziales Netzwerk mit aktuell über drei Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit – davon über 32 Millionen in Deutschland –, der Microbloggingdienst Twitter als schnellstwachsende Online-Community, der „visuellen Suchmaschine“ Pinterest oder die Business-Plattformen XING und Linkedln: In der globalen, virtuellen Gemeinschaft des Internets zählen sie vor allem für Jüngere, den Digital Natives, zu Konstanten des täglichen Lebens. War früher die Aufnahme und Pflege sozialer Kontakte weitgehend auf die reale Welt beschränkt, sind heute neun von zehn der deutschen Internetnutzer in sozialen Netzwerken angemeldet, dabei nutzen diese durchschnittlich drei soziale Netzwerke, wobei die aktive Nutzung Sozialer Medien während der Corona-Pandemie erheblich gestiegen ist. Ständig schießen neue Soziale Medien – teils gestützt auf kreative und innovative Geschäftsmodelle – förmlich aus dem Boden. Vor allem die auf Wiki-Technologie aufgebauten Plattformen boomen (immer noch), ebenso die mit Gaming-Elementen angereicherten virtuellen Welten. Verlagshäuser bieten ihren Lesern zunehmend Online-Presseangebote an. Diese geben den Lesern die Möglichkeit – meist nach einer vorherigen Registrierung als Nutzer – Artikel zu kommentieren und zu einem Meinungsaustausch beizutragen. Das Phänomen der Hypertrophie Sozialer Medien, das weite Teile der privaten Lebensgestaltung in Beschlag nimmt, hat staatliche und betriebliche Sphären erfasst und führt dort zu gravierenden strukturellen und materiellen Veränderungen, die wiederum Folgen für jeden Einzelnen nach sich ziehen.

Peter Bräutigam, Diana Richter

9. Arbeitsrechtliche Aspekte der Social Media

Die Verwendung von Social Media ist weder aus dem privaten noch dem beruflichen Lebensalltag wegzudenken. Unabhängig davon, ob es die Verwendung sog. externen sozialen Netzwerken, wie bspw. XING, LinkedIn, Twitter, Facebook oder Snapchat betrifft oder unternehmens- oder konzerninterne Kommunikationsplattformen betrifft, kommt jedes Arbeitsverhältnis mit Social Media in Berührung. Der Beitrag befasst sich daher mit den Auswirkungen die Social Media im Arbeitsverhältnis zeitigt. Dies betrifft u.a. die Verwendung von Social Media als Tool zur Erbringung der Arbeitsleistung, die private Nutzung von Social Media und deren potentiell massiven Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis und dessen Bestand sowie arbeits- und datenschutzrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit der Verwendung von Social Media zum Zwecke der Recherche und der Überwachung von Arbeitnehmern. Schließlich setzt sich der Beitrag auch mit kollektivrechtlichen Aspekten, d.h. der Beteiligung betrieblichen Gremien, in Bezug auf Social Media auseinander.

Frank Bayreuther, Eva Stark

Kapitel 3. Empirische Untersuchungen

Im vorliegenden Kapitel wird zunächst das grundlegende methodische Versuchsdesign der geplanten Studien sowie die allgemeine methodische Basis vorgestellt. Anschließend erfolgt die Berichterstattung zu den jeweiligen Einzelstudien „Raumempfinden“, „Wahrnehmungsleistung“ und „Fahrsimulator“. Dabei wird zu jeder Studie eine detaillierte Beschreibung der dahinterliegenden Intention, dem Versuchsdesign sowie dem Versuchsablauf wiedergegeben. Weiterhin erfolgt die Beschreibung der verwendeten Materialien, des Aufbaus und der jeweiligen Datenaufbereitung inklusive der ausführlichen Ergebnisberichte.

André Dettmann

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Kapitel 2. Konzeptionelle Grundlagen

Erwartungen bezeichnen eine „anticipation of future consequences based on prior experience, current circumstances and other sources of information“. Erwartungen können folglich als eine Art vorausschauende Annahme über einen zukünftigen Umweltzustand angesehen werden. Der Umfang der Informationen, auf dem die Erwartung basiert, kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

Martin Moosbrugger

Kapitel 3. Vertragstypen – eine Vertiefung der Unterscheidung

Dieses Kapitel gibt nun dem Leser einen Überblick über die einzelnen Typen von Betreiberverträgen – stellt also die Rechtsbeziehung zwischen dem Eigentümer des Grundstücks bzw. Gebäudes und dem Hotelier als Betreiber dar.

Clemens Engelhardt, Büşra Özdemir

Kapitel 3. Das Unionsrecht als zentraler Maßstab für die Besteuerung grenzüberschreitend tätiger Konzerne

Die EU ist ganz wesentlich durch den gemeinsamen Binnenmarkt geprägt, der stets Kernelement des europäischen Integrationsprozesses war. Begrifflich und in seiner heutigen Grundkonzeption existiert der europäische Binnenmarkt seit 1993. Abgeschlossen ist die wirtschaftliche Integration damit jedoch nicht, sie ist vielmehr ein dynamischer Prozess, dessen Ende nicht abzusehen ist.

Matthias Pick

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Die Superstars der Firmen und die Lohnquote

Die Superstars unter den Firmen dominieren die Wirtschaft. Sie sind überaus innovativ, besetzen als Erste den Markt und erzielen überdurchschnittlich hohe Gewinnspannen. Mit viel Knowhow und einer hoch qualifizierten, aber sehr kleinen Belegschaft dominieren sie die Branchen und erzielen den Löwenanteil der Wertschöpfung. Die gesamtwirtschaftliche Lohnquote fällt, wenn sich die Wertschöpfung von den übrigen Unternehmen mit höherer Lohnquote zu den Superstars mit geringem Lohnanteil verschiebt. Gerade in den innovativsten Branchen sind die Konzentrationstendenzen und der Rückgang der Lohnquote am stärksten. Die Wettbewerbspolitik ist neu gefordert, um den richtigen Ertrag der Innovation zu sichern, aber übermässige Gewinne durch Ausnutzung von Marktmacht zulasten der Konsumenten zu verhindern und den Zutritt neuer Anbieter zu erleichtern.David Autor, David Dorn, Lawrence F. Katz, Christina Patterson und John Van Reenen (2017), The Fall of the Labor Share and the Rise of Superstar Firms, NBER Working Paper No. 23396.

Adrian Jäggi

Chapter 3. Capitalism as a Transitional Society

As the title suggests, this chapter looks at capitalism as a transitional society that produces within it the contradictions that give rise to the future society. It starts by looking at the double existence of capital and discusses the role of credit, stock companies, and workers’ cooperatives in capitalism. Then, the author shows how the new society of the future, the Association of free and equal individuals, is a product of history that should not be mistaken as naturally given or as dependent on the arbitrary will of individuals. After a discussion of private property and the relation between the labourer and the conditions of labour in the transitional society, the chapter concludes by focusing on the process of production and exploitation as contributing to the genesis of the new society.

Paresh Chattopadhyay

Kapitel 10. Prozesse, Technologie & Daten – Wie können Organisationen wirklich erfolgreich mit Influencern arbeiten?

Unternehmen stehen durch die sich immer schneller verändernden sozialen Netzwerke und die wachsenden Ansprüche von Konsumenten vor großen Herausforderungen. Umso essenzieller ist es, dass Unternehmen, die mit Influencern zusammenarbeiten, das richtige Framework bestehend aus Prozessen, Technologien und Daten nutzen. Um wirklich erfolgreich mit Influencern zu arbeiten, müssen Unternehmen durchdachte Prozesse aufsetzen und etablieren, durch Technologien optimieren und das jeweilige Setup stets hinterfragen, damit neue Erkenntnisse in die Prozessketten und das Setup einfließen können. Mit diesem Framework können Unternehmen ihre Strategien nachhaltig ausrichten und ihre Prozesse in der Zusammenarbeit mit Influencern kontinuierlich weiterentwickeln. Dieses Framework gilt unabhängig von der Strategie des jeweiligen Unternehmens und ermöglicht es Marken und Agenturen, in einem sich stets weiterentwickelnden Umfeld dynamisch agieren zu können.

Robert Levenhagen, Mona Hellenkemper

Kapitel 14. Welche rechtlichen Regeln gelten für einen fairen Wettbewerb im Influencer-Marketing?

Der Beitrag erörtert fünf verschiedene rechtliche Aspekte und enthält Handlungsempfehlungen für das Influencer-Marketing. Im ersten Teil geht es um wettbewerbsrechtliche Pflichten zur Kennzeichnung von Werbe-Posts und die Konsequenzen, die bei einer Missachtung dieser Pflichten drohen. Der zweite Teil behandelt die urheberrechtlichen und journalistisch-redaktionellen Freiheiten und Grenzen werbefreier Posts. Besonders interessant sind hier die rundfunkrechtlichen Voraussetzungen, denen Life-Streams unterliegen können. An dritter Stelle verschafft der Beitrag einen Überblick über die typischen Vertragsgestaltungen im Influencer-Umfeld und gibt einige Formulierungshilfen. Im vierten Teil erfahren Influencer und ihre Agenten, wie ein angemessener Schutz der Persönlichkeitsrechte gelingen kann. Der letzte Teil veranschaulicht die Abgabepflichten der verschiedenen Akteure an die Künstlersozialkasse.

Monika Sekara

Kapitel 1. Influencer Marketing – eine Bestandsaufnahme

Mit dem Internet haben sich die Möglichkeiten der Verbreitung von Botschaften vervielfacht. Unzählige Menschen können innerhalb kürzester Zeit Massen über die sozialen Medien erreichen und damit Influencer werden. Für Unternehmen sind diese Personen wertvoll und interessant. Die schier ungreifbare Menge potenzieller Markenbotschafter hat zu einem Paradigmenwechsel im Marketing geführt und die Disziplin Influencer Marketing hervorgebracht. Heute besteht die Herausforderung für Marketingabteilungen darin, aus einem Influencer-Überangebot die für sie am besten passenden herauszufiltern.

Marlis Jahnke

Kapitel 3. Besonderes Vertragsrecht

Die in diesem Kapitel aufgeführten Fälle zum Besonderen Vertragsrecht dienen jeweils der Vertiefung bestimmter rechtlicher Fragestellungen und sind unabhängig voneinander konzipiert und zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fälle differiert genauso wie deren Umfang. Es wird bewusst darauf verzichtet, die Fälle nach dem Schwierigkeitsgrad zu unterteilen, damit der Bearbeiter selbst ein Gefühl für sein Leistungsvermögen entwickeln kann.

Tim Jesgarzewski

Kapitel 4. Gesetzliche Schuldverhältnisse

Die in diesem Kapitel aufgeführten Fälle zu gesetzlichen Schuldverhältnissen dienen jeweils der Vertiefung bestimmter rechtlicher Fragestellungen und sind unabhängig voneinander konzipiert und zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fälle differiert genauso wie deren Umfang. Es wird bewusst darauf verzichtet, die Fälle nach dem Schwierigkeitsgrad zu unterteilen, damit der Bearbeiter selbst ein Gefühl für sein Leistungsvermögen entwickeln kann.

Tim Jesgarzewski

Kapitel 2. Allgemeines Schuld- und Vertragsrecht

Die in diesem Kapitel aufgeführten Fälle zum Allgemeinen Schuld- und Vertragsrecht dienen jeweils der Vertiefung bestimmter rechtlicher Fragestellungen und sind unabhängig voneinander konzipiert und zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fälle differiert genauso wie deren Umfang. Es wird bewusst darauf verzichtet, die Fälle nach dem Schwierigkeitsgrad zu unterteilen, damit der Bearbeiter selbst ein Gefühl für sein Leistungsvermögen entwickeln kann.

Tim Jesgarzewski

4. Instrumente des Online-Marketings

Fähigkeit,

Ralf T. Kreutzer

Chapter 7. Digitale Infrastruktur für smarte Kommunen

Mit dem Ziel, menschliche Siedlungen effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten, wird seit einigen Jahren zunehmend digitale Technologie im Prozess der Entwicklung von Städten und urbanen Strukturen eingesetzt. Man erhofft sich eine Lösung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen durch die neuen technologischen Möglichkeiten der technischen Vernetzung möglichst vieler Datenerzeugender und -verarbeitender Systeme sowie der Speicherung und Bereitstellung großer Datenmengen. So soll Vorhandenes mittels Informationstechnik besser genutzt werden. Dieser Beitrag skizziert die dazu notwendige Infrastruktur, auf die alle für den Bürger letztlich sichtbaren neuen Funktionen aufbauen.

Markus Lauzi

6. Rechtliche Rahmenbedingungen des Online-Marketings

Ein Beitrag von Julia Blind und Rebekka Stumpfrock

Fähigkeit,

Ralf T. Kreutzer

Kapitel 8. Künstliche Intelligenz (KI) für Plattformgeschäftsmodelle

Die Weiterentwicklung zur Plattform und der Einsatz von KI-Technologien zur Unterstützung des Plattformgeschäftsmodells bietet Unternehmen die Chance, den disruptiven Veränderungen der Digitalen Transformation zu begegnen. Plattformen tauchen als Geschäftsmodellmuster mit unterschiedlicher Erfolgsrate in diversen Geschäftsmodellclustern auf und unterscheiden sich auch hinsichtlich der Art ihrer Datennutzung. Die Gestaltungsaspekte einer Plattform von Launch bis zu Governance und Controlling etablierter Plattformen implizieren Datennutzung unterschiedlicher Intensität beispielsweise für Prozesssteuerung, Entscheidungsvorbereitung oder -automatisierung. So ergeben sich verschiedene KI-Einsatzmöglichkeiten mit unterschiedlich starken Auswirkungen auf den Plattformerfolg je nach deren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und je nach Häufigkeit der unterstützten Prozesse sowie mehrere Handlungsoptionen für Unternehmen, die sich im Plattformökosystem verorten wollen.

Gabriele Roth-Dietrich

Kapitel 4. Instrumente für die Strategieformulierung

Aufbauend auf den Inhalten der strategischen Analyse sehen wir uns in diesem Kapitel wichtige Instrumente der Strategieformulierung an. Dabei nutzen wir zunächst die SWOT-Analyse zur Entwicklung von Strategieoptionen (Abschn. 4.1). Weiters wird dargestellt, welche grundlegenden strategischen Ansätze für Erfolg im Wettbewerb zur Verfügung stehen (Abschn. 4.2) und welche Stoßrichtungen für Wachstum existieren (Abschn. 4.3).

Wolfgang Ehringer

3. Kernfunktionen des Personalmanagements

Übergeordnetes und wichtigstes Ziel des Personalmanagements ist, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der erforderlichen Anzahl und mit der für das Unternehmen relevanten Qualifikation zur richtigen Zeit am richtigen Ort sicherzustellen. Dieses Kapitel thematisiert deshalb die Kernfunktionen des Rahmenmodells und bietet eine Grundlage für eine bewusste und erfolgreiche Personalarbeit. Entgegen der häufig beobachtbaren Praxis geht es bei der Umsetzung der Kernfunktionen aber nicht um Intuition, sondern um ein aktives und bewusstes Management. Denn nur eine starke Professionalisierung der Kernfunktionen führt zu einer Differenzierung im Wettbewerb um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zu nachhaltigem Erfolg.

Carina Braun, Leena Pundt

2. Zeitgemäßes Personalmanagement

Zum Personalmanagement gehört alles, was das Management der Ressource Mensch im Unternehmen betrifft. Aufgrund des breiten Spektrums gibt es deshalb nicht ein typisches Handlungsfeld des Personalmanagements, sondern vielmehr eine Vielzahl von Aufgaben, wie z. B. die Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Führungsaufgaben wie das Beurteilen individueller Mitarbeiterleistungen. Die Strukturierung der Aufgaben erfolgt hier mit einem neuen, dynamischen Rahmenmodell: Neben grundlegenden Kernfunktionen, die die Verfügbarkeit der Ressource Mensch im Unternehmen sicherstellen (z. B. Recruiting, Entwicklung, Motivation, Vergütung), existieren Querschnittsthemen, so genannte Satelliten, die aktuelle Herausforderungen adressieren und deshalb die Ausgestaltung der grundlegenden Personalarbeit stark beeinflussen (z. B. Führung, Diversity oder Digitalisierung). Die Organisation der Personalarbeit erfordert außerdem Strukturen, die eine effiziente und effektive Personalarbeit ermöglichen.

Carina Braun, Leena Pundt

4. Satellitenfunktionen im Personalmanagement

Satellitenfunktionen tragen dazu bei, Kernfunktionen effektiver und effizienter umzusetzen. Deshalb sind darin Aspekte und Trends enthalten, die einen Einfluss auf das Personal, deren Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit oder auch -bereitschaft haben, und die aufgrund ihrer Auswirkungen an Relevanz und Dynamik gewinnen. Neben Anforderungen an zeitgemäße Personalführung sind dies eine kontinuierliche Organisations- und Kulturentwicklung, ein auf Kernfunktionen und Personalressourcen ausgerichtetes Controlling, die Vernetzung sowie Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern, das bewusste Management von Vielfalt und die aktive Gestaltung und Nutzung des Digitalisierungsfortschritts. So befähigt die klassische Personaldiagnostik beispielsweise, Bewerbende hinsichtlich ihrer Eignung zu prüfen, doch neue Software-Lösungen im Zuge der Digitalisierung eröffnen spannende und vor allem neue Möglichkeiten, die Personalauswahl noch effizienter und passgenauer zu konzipieren.

Carina Braun, Leena Pundt

7. Anhang

Die hier abgedruckten Lösungsvorschläge beziehen sich auf einen kleineren Teil der im Buch abgedruckten Übungsfälle. Aus Platzgründen wurde darauf verzichtet, zu jedem Übungsfall im Buch selbst einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. Deshalb findet sich ein Link zu den Lösungsvorschlägen für die anderen Übungsfälle auf der Produktseite des Buches auf http://www.springer.com/9783662621967 .Der Grund sind auch didaktische Überlegungen. Es ist erwünscht, dass sich die Studierenden zunächst selbst Gedanken über eine Lösung zu den Fällen machen und nicht gleich an dieser Stelle des Buches nach dem Lösungsvorschlag des Verfassers suchen. Auch deshalb wird der „Medienbruch“ in Kauf genommen.

Klaus Sakowski

4. BGB – Schuldrecht Besonderer Teil

Dieses Kapitel vermittelt u. a. die grundlegenden Kenntnisse zum Kaufrecht als dem wichtigsten im BGB geregelten Vertragstyp, eine zusammenfassende Auswahl weiterer Vertragstypen bzw. Arten spezieller Rechtsgeschäfte sowie eine Darstellung des Deliktsrechts einschließlich des Bereichs der Haftung für fehlerhafte Produkte.

Klaus Sakowski

Kapitel 2. Terminologische Grundlagen

Nachdem im ersten Kapitel die Problemstellung und die daraus resultierende Zielsetzung bzw. die deduzierenden Forschungsfragen sowie die zugrundeliegende Forschungsmethodik dieser Dissertation erläutert wurden, sollen im nun folgenden zweiten Kapitel die wichtigsten terminologischen Begrifflichkeiten diskutiert werden. Hierzu wird zunächst der „omnipräsente Begriff“ der Digitalisierung bzw. das Verständnis der Digitalisierung als digitale Transformation von Geschäftsmodellen als strategisches Konzept der Unternehmensentwicklung (Abschnitt 2.1) diskutiert. Hiermit wird das Objektfeld der vorliegenden Dissertation definiert.

Felix Schuhknecht

Kapitel 3. Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Bezugsrahmen

Kapitel 3 soll einen Überblick über die theoretische Basis der Dissertation bieten. Zunächst wird ein Überblick über mögliche Theorien gewährt. Im Anschluss wird deren Eignung diskutiert (Abschnitt 3.1).

Felix Schuhknecht

2. Die drei Säulen Ihres neuen Arbeitsalltags

Dieses Kapitel vermittelt Ihnen, wie Sie Ihren Arbeitsalltag mit Hilfe von SAM neu gestalten können – nämlich zunehmend systematisch, agil und multimedial. Die drei Säulen mit den gleichnamigen Anfangsbuchstaben stehen (1) für die wichtigsten inhaltlichen Strukturen und Verfahren. Dabei spielt auch das sichere Beherrschen von Soft Skills eine große Rolle. Was das genau heißt, sehen Sie anhand zahlreicher Beispiele und praktischer Hilfen. Vollziehen Sie (2) agile Dienstleistungskonzepte anhand eines großen praktischen Erfolgsfalls nach. Dabei wird auch ihr rechtliches und tatsächliches Verständnis von Homeoffice- und Mobile Office-Regelungen geschärft. Schließlich vergrößert die Lektüre (3) Ihr Know-how zu Kommunikationskanälen in aller analogen und digitalen Vielfalt. Dabei lernen Sie sowohl die zentralen juristischen als auch die wichtigsten technischen Besonderheiten kennen.

Anette Schunder-Hartung, Martin Kistermann, Dirk Rabis

6. Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung ist die Grundlage jeder weiteren periodenbezogenen Kostenrechnung, insbesondere der in den nächsten beiden Kapiteln dargestellten Kostenstellenrechnung und Kalkulation sowie der in Kap. 10 folgenden Betriebserfolgsrechnung.In diesem Kapitel wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Darstellung der kalkulatorischen Kostenarten gelegt.

Wulff Plinke, B. Peter Utzig

1. Einführung in die industrielle Kosten- und Leistungsrechnung

Ein industrielles Unternehmen nimmt zur seiner Zielerreichung Güter von seiner Umwelt auf, verbindet sie miteinander, wandelt sie um und gibt die Ergebnisse dieser Prozesse an seine Umwelt ab. Zur Steuerung dieser Prozesse benötigt das Unternehmen Informationen. Diese werden durch das betriebliche Rechnungswesen und, als einem wichtigem Teilgebiet davon, der Kosten- und Leistungsrechnung bereitgestellt.Die Ziele und Aufgaben sowie die grundlegenden Strukturen und Begriffe dieses Informationssystems sind Gegenstand dieses Kapitels.

Wulff Plinke, B. Peter Utzig

Kapitel 10. Weitere Aspekte des Kostenmanagements

Neuere Ansätze des Kostenmanagements sind entwickelt und haben bereits Einzug in sozialwirtschaftliche Organisationen gehalten. In erster Linie sind hier die Zielkostenrechnung und die Analyse der Kosten über den Lebenszyklus von Leistungen zu nennen. Von wachsender Bedeutung sind aber auch z. B. das Fixkosten- und Gemeinkostenmanagement. Diese werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Werner Heister, Julia Tiskens

Geld- und Vermögensanlage

Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu!

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kreditarten

Ermittlung des Ertragswertes für Renditeobjekte.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 6. Saugverhalten und Kavitation

Bei Verwendung des Begriffs „Kavitation“ ist zwischen der „Kavitationsströmung“ – d. h. dem Auftreten lokaler Gebiete mit Zweiphasenströmung – und „Kavitationserosion“ bzw. Kavitationsschäden zu unterscheiden. Behandelte Themen: Blasendynamik, Kavitation in Laufrad und Leitrad, erforderlicher NPSH-Wert, Kavitationskriterien für NPSHR-Werte, Modellgesetze für Kavitationsströmungen, Messung des erforderlichen NPSHR-Wertes, Einfluss der Fluideigenschaften, thermodynamische Einflüsse, nichtkondensierbare Gase, Nuclei, Kavitationsbedingte Schwingungen und Geräusche, Kavitationsschallmessungen zur Quantifizierung der hydrodynamischen Kavitationsintensität, Kavitationserosion, Kavitationswiderstand, Vorausberechnung von Kavitationsschäden aufgrund der Blasenfeldlänge, und des Flüssigkeitsschalls, Körperschallmessungen zur Kavitationsdiagnose, Farberosionsversuche zur Bestimmung des Implosionsortes, Erosionsschwellwert und Materialverhalten bei verschiedenen hydrodynamischen Kavitationsintensitäten, Wahl des Zulaufdruckes in der Anlage (NPSHA), Kavitationsschäden: Analyse und Abhilfe, Kavitationsformen und typische Arten von Kavitationsschäden in Laufrädern, Leiträdern und Spiralgehäusen.

Johann Friedrich Gülich

Kapitel 1. Einleitung

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die Prozesskostenhilfe, die dem Insolvenzverwalter nach § 116 S. 1 Nr. 1 ZPO für die Durchsetzung des Insolvenzanfechtungsanspruchs bewilligt wird.

Dominik Göttler

Kapitel 2. Anwendung von § 116 S. 1 Nr. 1 ZPO auf den Insolvenzverwalter

Die Zivilprozessordnung sieht drei verschiedene Möglichkeiten der Bewilligung von Prozesskostenhilfe vor. Unterschieden wird nach dem Subjekt der Bewilligung. Nach § 114 Abs. 1 S. 1 ZPO wird die Prozesskostenhilfe einer Partei, nach § 116 S. 1 Nr. 1 ZPO einer Partei kraft Amtes sowie nach § 116 S. 1 Nr. 2 ZPO einer juristischen Person oder parteifähigen Vereinigung bewilligt.

Dominik Göttler

Kapitel 4. Auslegung des Begriffes der „am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten“

Obgleich die Einbindung der am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten für die Prozesskostenhilfe nach § 116 S. 1 Nr. 1 ZPO das größte Hindernis sowohl für Antragsteller als auch für das Gericht darstellt, wird dem Begriff verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt. In der Literatur erfolgt nicht selten eine unkritische Benennung oder Aufzählung von Einzelfällen, die in der Rechtsprechung entschieden wurden.

Dominik Göttler

Kapitel 5. Zur verfassungswidrigen Berücksichtigung der wirtschaftlich Beteiligten bei der Prozesskostenhilfebewilligung

Die bisherige Untersuchung hat gezeigt, dass verschiedene Personen und Personengruppen als am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligte in Betracht kommen, wobei die Person des Insolvenzschuldners – natürliche oder juristische Person respektive Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit – einen entscheidenden Einfluss hat. Bereits die hohe Anzahl an potenziell wirtschaftlich Beteiligten wirft die Frage auf, ob der Insolvenzverwalter sie alle zu berücksichtigen hat.

Dominik Göttler

Kapitel 6. Auswirkungen der teilweisen Verfassungswidrigkeit

Im Folgenden wird untersucht, wie der teilweisen Verfassungswidrigkeit der Einbeziehung der wirtschaftlich Beteiligten in die Prozesskostenhilfe nach § 116 S. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 ZPO zu begegnen ist. Zunächst werden die Meinungen in der Literatur dargestellt. Im Anschluss wird ein eigener Lösungsvorschlag unterbreitet.

Dominik Göttler

Digital Rights Management - Technologien, Anwendungsbereiche und Entwicklungsperspektiven

Digital Rights Management (DRM) Systeme gehören in der Medienproduktion neben Content- und Distributionsmanagement-Systemen zu den Kernkomponenten einer modernen IT-Architektur. Trotz ihrer zentralen Bedeutung ist ihr Einsatz aus wirtschafts- und kulturpolitischen Erwägungen umstritten. Während die einen in DRM eine legitime und effektive Maßnahme zur Eindämmung von Urheberrechtsmissbrauch und der Durchsetzung von digitalen Geschäftsmodellen sehen, interpretieren andere DRM als Maßnahme zur ungebührlichen Einschränkung der kulturellen Vielfalt und in Folge als Angriff auf die Souveränität der KonsumentInnen. Entsprechend gilt es eine Balance für den Einsatz von DRM-Technologien zu finden, insbesondere dann, wenn diese zu einem integralen Bestandteil digitaler Geschäftsmodelle für Content werden. Hierbei gilt zu beachten, dass mit der zunehmenden Verbreitung von Streaming und Cloud Computing der Relevanz effektiver DRM-Systeme tendenziell steigt, wenngleich strikte Regelmechanismen gegenüber sanfteren Ansätzen der Rechtedurchsetzung an Bedeutung verlieren werden.

Tassilo Pellegrini

Technologie- & Medienakzeptanz

Eine theoretische Modellierung zur Abwägung der Nutzernachfrage nach Kommunikationsdiensten im Medienwandel

Die Kommunikationslandschaft hat sich durch die Digitalisierung von Diensten und Kommunikationstechnologien wesentlich verändert. Innovationen führen jedoch nicht zwangsläufig zu einer Akzeptanz des Marktes.Zur Erklärung (retrospektiv) und Einschätzung (prospektiv) der Nachfragewahrscheinlichkeit von Kommunikationsdiensten im Medienwandel stellt der Beitrag ein heuristisch entwickeltes Modell auf.Als Ansatz werden bestehende Theorien und Modelle unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen herangezogen und im Rahmen des Erkenntnisinteresses miteinander verbunden. Den Ausgangspunkt für die verfeinerte Modellbildung stellt das Technology Acceptance Model (TAM) nach Davis dar. Im Ergebnis bildet sich die Verschränkung von Transaktionskosten (Zeit) und Gratifikationserwartungen (Nutzen) zu einem integrativen Modell heraus.

Jan Krone, Veronika Pinkl

Medienkonzentration: Problemstellung & Regulierung

Dieser Beitrag beleuchtet das Thema Medienkonzentration unter Konvergenzbedingungen. Er fokussiert auf Themen und Entwicklungen, die in den aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatten von zentraler Bedeutung sind und diskutiert dabei unter anderem das Verhältnis zwischen medien- und wettbewerbsrechtlicher Konzentrationskontrolle, zwischen normativen Vorgaben und empirischer Evidenz sowie zwischen alten und neuen Playern.

Natascha Just

Nachrichtenagenturen

Ohne Nachrichtenagenturen würde das weltweite Mediensystem in der heute bekannten Form nicht funktionieren. Unabhängig von der jeweiligen Medienlandschaft und Meinungsfreiheit sind Print, Rundfunk, TV und Online-Medien darauf angewiesen, permanent verlässliche Informationen über politische Ereignisse, wirtschaftliche Kennzahlen oder auch Naturkatastrophen zu beziehen. Nachrichtenagenturen sammeln, überprüfen und bearbeiten solche Informationen, um diese dann weiterzuverbreiten. Doch ihr Geschäftsmodell gerät mit dem Medienwandel zunehmend unter Druck. Sie versuchen immer stärker, Kunden außerhalb des klassischen Feldes tagesaktueller Medien zu gewinnen.

Johanna Grüblbauer, Johannes Wagemann
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