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13.02.2017 | Vergütung | Im Fokus | Onlineartikel

Diese Berufsgruppen verdienen am meisten

Autor:
Andrea Amerland

Mediziner, Juristen und Wirtschaftsingenieure schneiden nach dem Studium beim Verdienst am besten ab. Im Branchen-Ranking hat die Chemie- und Pharmaindustrie die Nase vorn, so das Ergebnis des Stepstone-Gehaltsreports.

Fachrichtung, akademischer Abschluss, Branche, Wohnort und die Unternehmensgröße entscheiden über die Höhe des Einkommens. Das zeigt der aktuelle Stepstone Gehaltsreport 2017, für den die Stellenbörse 60.000 Fach- und Führungskräfte befragt hat. Im Jahresdurchschnitt beläuft sich das Gehalt von Fach- und Führungskräften in Deutschland auf 57.150 Euro. Mit einem Abschluss in Medizin verdient man mit einem Jahressalär in Höhe von rund 80.000 Euro 40 Prozent mehr als der Durchschnitt. Mit weniger als 60.000 Euro zufriedengeben müssen sich hingegen Berufsgruppen wie Vertrieb, Forschung, Marketing und Einkauf. Bildung, Soziales, Handwerk, Therapie und Pflege landen abgeschlagen mit 40.000 Euro und weniger auf den letzten Plätzen des Gehaltsreports. In Großbetrieben sind die Gehälter um ein Drittel höher als in kleinen Firmen.

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Die Elemente nachhaltiger Vergütungssysteme

Die drei Grundelemente nachhaltiger Vergütungssysteme sorgen dafür, dass alle wesentlichen Einflussgrößen zum Tragen kommen: Die Anforderungen der Tätigkeit eines Mitarbeiters, die Leistung, die er individuell erbringt oder zu der er in einem Team beiträgt, und das Ergebnis des gemeinsamen Handelns, das Unternehmensergebnis. Wir lernen die Vergütungsmatrix kennen, die die individuelle Vergütung abbilden kann und mit der man die mittel- und langfristige Entwicklung des individuellen Entgelts steuern kann.

Insgesamt verdienen Akademiker jährlich rund 17.000 Euro mehr als ihre Kollegen ohne Studienabschluss. Und auch eine Promotion zahlt sich in der Regel aus. Mit diesem Bildungsabschluss sind bis zu 79.000 Euro pro Jahr möglich. Auch ein Staatsexamen oder ein Masterabschluss bewirken ein Plus im Geldsäckel. Wer einen Masterabschluss vorweisen kann, erhält ein Gehaltsplus von fünf Prozent im Vergleich zu Bachelor-Absolventen.  

Zu den fünf Flop-Branchen bei der Vergütung zählen der Stepstoneanalyse zufolge das Handwerk (37.625 Euro), Hotel & Gastronomie (39.091), Bildung & Training (40.430 Euro), Freizeit, Touristik & Sport (42.624 Euro) sowie Agenturen, Werbung, Marketing & PR (44.857 Euro). Doch es gibt auch einige Gewinner.

Die Top-Verdiener nach Branchen und Abschlüssen

Branche Bruttojahresgehalt Studiengang Bruttojahresgehalt
Chemie, Erdöl, verarbeitende Industrie
68.214 €
Medizin

79.538 €

Pharmaindustrie

67.675 €

Rechtswissenschaften

74.013 €

Luft- und Raumfrahrt

67.578€

Wirtschaftsingenieurwesen

70.288 €

Automotive

67.419 €

Ingenieurwissenschaften 62.995 €
Banken

67.401 €

Mathematik und Informatik

68.241 €

Telekommunikation

66.600 €

Wirtschaftsinformatik

68.133 €

Maschinen- und Anlagenbau

66.105 €

Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik)

66.954 €

Medizintechnik

65.292 €

Naturwissenschaften 60.402 €
Konsum und Verbrauchsgüter

64.837 €

BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften

65.404 €

Energie und Wasserversorgung

64.818 €

Architektur

55.822 €

Quelle: Stepstone Gehaltsreport 2017

Doch wie haben sich die Gehälter insgesamt entwickelt? Nach Angaben des Statistischen Bundesamts können sich die Deutschen über mehr Geld freuen. Vergangenes Jahr stiegen die Löhne nach Abzug der Inflation um 1,8 Prozent. Die Zunahme war die dritthöchste in den vergangenen zehn Jahren. 2015 waren die Reallöhne mit 2,4 Prozent allerdings noch etwas stärker gewachsen.

Moderne Beurteilungs- und Entgeltsysteme  

Aus der Unternehmensperspektive betrachtet, zeichnet sich unterdessen ein Wandel bei den Vergütungs- und Entgeltsystemen ab, schreibt Springer-Autorin Michaela Moser (Seite 208 f.). Fairness und Transparenz gewinnen an Bedeutung. "Eine Begrenzung der Top-Gehälter auf das x-Fache des niedrigsten Gehaltes erscheint empfehlenswert, um das in Hierarchien oft vorzufindende Auseinanderklaffen der Gehälter des Top-Managements zu den Mitarbeitern – teilweise um das 54-Fache – zu vermeiden", so Moser weiter. Sie prognostiziert, dass in Zukunft solidaritätsschaffende, kollektive Erfolgsbeteiligungssysteme die individuelle variable Vergütung zunehmend ergänzen werden. Dadurch soll die Kooperationsbereitschaft der Organisationsmitglieder honoriert werden, um den Unternehmenserfolg zu sichern. In der praktischen Umsetzung wird beispielsweise die gemeinsam erzielte Kooperationsrente insgesamt oder teilweise zu gleichen Anteilen auf die Gruppenmitglieder verteilt. Dabei geht es nicht allein um eine gerechte Entlohnung, sondern um das Prinzip "nichtkooperatives Verhalten rechnet sich nicht". 

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