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19.11.2018 | Vergütung | Im Fokus | Onlineartikel

So viel Geld winkt Steuerfachkräften 2019

Autor:
Sylvia Meier

Wie entwickeln sich die Verdienstaussichten für Fachkräfte und Spezialisten im Bereich Steuerwesen und Wirtschaftsprüfung 2019? Welche Steuerfachberufe verdienen am meisten? Eine aktuelle Analyse gibt Aufschluss.

Auf Basis einer großen Gehaltsstudie 2019 hat Robert Half eine Übersicht für mehr als 100 Positionen im Finanz- und Rechnungswesen erstellt. Auch für Fachkräfte im Steuerwesen wurden aktuelle Daten erhoben. Diese Zahlen können gerade für anstehende Gehaltsverhandlungen sehr hilfreich sein.

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Wer sich auf eine Stelle bewirbt und bereits Erfahrung für die jeweilige Position vorweisen kann, bekommt deutlich mehr Gehalt. Steuerfachangestellte, die neu in der Position sind, verdienen 2019 im Schnitt 34.000 Euro. Bei einer durchschnittlichen Erfahrung steigt das Gehalt bereits auf 42.750 Euro. Und wer sogar überdurchschnittlich qualifiziert ist, verdient etwa 48.750 Euro. Bei außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise greifen die Unternehmen noch tiefer in die Tasche: Steuerfachangestellte werden hier im kommenden Jahr mit etwa 68.000 Euro entlohnt. Mit anderen Worten: Das Gehalt verdoppelt sich im Vergleich zum Berufseinsteiger. 

Auch bei den anderen Steuerfachberufen hängt das Gehalt 2019 maßgeblich von der Qualifikation ab: 

Steuerassistent

  • neu in der Position: 35.500 Euro
  • durchschnittliche Erfahrung: 44.750 Euro
  • überdurchschnittliche Qualifikation: 52.200 Euro
  • außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise: 68.750 Euro

Wirtschaftsprüfungsassistent

  • neu in der Position: 38.500 Euro
  • durchschnittliche Erfahrung: 48.250 Euro
  • überdurchschnittliche Qualifikation: 63.000 Euro
  • außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise: 88.750 Euro

​​​​​​​Steuerberater

  • neu in der Position: 66.500 Euro
  • durchschnittliche Erfahrung: 86.500 Euro
  • überdurchschnittliche Qualifikation: 120.500 Euro
  • außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise: 142.500 Euro

Wirtschaftsprüfer

  • neu in der Position: 93.000 Euro
  • durchschnittliche Erfahrung: 96.000 Euro
  • überdurchschnittliche Qualifikation: 112.750 Euro
  • außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise: 155.500 Euro

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind also die Topverdiener der Branche. Es verwundert daher nicht, dass die Zahl der Fachkräfte in diesem Bereich steigt. Das Statistik-Portal Statista gibt an, dass 2018 in Deutschland 86..674 Steuerberater gelistet sind. 2008 waren es nur 73.874 Steuerberater. Also ist in den vergangenen zehn Jahren die Branche um zahlreiche Fachkräfte gewachsen. 

Digitalisierung bringt neue Aufgaben

Das Berufsbild von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfer verändert sich jedoch auch durch die Digitalisierung zunehmend. Mandanten konfrontieren ihre Berater heute mit technologischen Fragen, auch beispielsweise rund um das Thema Aufbewahrungspflichten oder das Rechnungswesen in der Cloud. 

Die Springer-Autoren Raoul Riedlinger und Carola Fischer stellen in ihrem Buchkapitel "Das Berufsbild des Steuerberaters im Zuge der Digitalisierung" (Seite 370) fest: "Um den Steuerberater in der Öffentlichkeit als modernen Beruf verstanden zu wissen und auch für den Nachwuchs interessant zu bleiben, müssen alle Potenziale der Digitalisierung, die sich für den Berufsstand bieten, erschlossen und genutzt werden." Diese sei durch eine zunehmende Vernetzung verschiedener Anbieter und Nachfrager über neue Plattformen gekennzeichnet. Das ermögliche ganz neue Geschäftsmodelle und lasse zugleich bekannte Vertriebskanäle oder Marketingmethoden obsolet werden. 

Wie groß der Einfluss solcher Plattformen im Ergebnis auf die Tätigkeiten der Steuerberater sein wird, ist noch schwer einzuschätzen. Die mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen werden von verschiedenen Seiten auf den steuerberatenden Beruf zukommen", erklären Riedlinger und Fischer auf Seite 369. 

Fortbildung im Steuerbereich steht vielen offen 

Weiterbildungs- und Fortbildungsanbieter haben auf diese Entwicklung bereits reagiert. So weist beispielsweise die Bundessteuerberaterkammer in ihrem Kammerreport November 2018 darauf hin, dass ab Januar 2018 eine neue Qualifikation im Steuerwesen erworben werden kann: Der Fachassistent Rechnungswesen und Controlling (FARC). Die ersten Kandidaten können bereits im Herbst 2019 die Prüfung ablegen. 

Interessant ist, dass die Ausbildung nicht nur für ausgebildete Steuerfachangestellte vorgesehen ist, sondern auch Auszubildende mit gleichwertiger Berufsausbildung wie Bank- oder Industriekaufmann, sowie Akademiker mit einem dreijährigen Hochschulstudium diese Qualifikationen erwerben können. Die Interessenten erhalten das notwendige Know-how auf den Gebieten internes und externes Rechnungswesen, Buchführung und Bilanzierung, betriebswirtschaftliche Auswertung, Controlling und Jahresabschlusserstellung sowie integrierte Unternehmensplanung. Eine Karriere im Steuerwesen steht aktuell also auch Quereinsteigern offen. 

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