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Über dieses Buch

Dieses Buch untersucht menschliche Entscheidungsfindung und erklärt wie die Verhaltenswissenschaft Menschen helfen kann, rationalere Entscheidungen zu treffen. Moderne ökonomische Erkenntnisse werden realitätsnah auf politische Themen angewandt, um verhaltensorientiert dem Gemeinwohl zu nutzen.
Die Autorin beginnt mit einer Beschreibung der aktuellen Literatur über menschliche Entscheidungsfehler in Europa und Nordamerika. Eine breite Palette von behavioralen Möglichkeiten wird vorgestellt, die eingesetzt wird, um menschliche Fehlbarkeit zu vermeiden. Es wird erörtert, wie mentale Heuristiken und Anstubser im Finanzbereich und an Wirtschaftsmärkten anhand von einfachen Kommunikationsstrategien genutzt werden können. Schließlich schlägt die Autorin klare Richtlinien für Führungskräfte sowie deren Mitarbeiter*innen vor, um verhaltensorientierte Hilfen im Zuge der Digitalisierung unter ethischen Gesichtspunkten zu verbessern. Dieses Buch richtet sich an Wissenschaftler*innen und politische Entscheidungsträger*innen, die an rationalen Entscheidungen und dem Einsatz von Verhaltensökonomie im digitalen Zeitalter interessiert sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Verhaltensökonomie

Frontmatter

1. Menschliches Entscheidungsverhalten

Zusammenfassung
Seit Ende der 1970er Jahre haben zahlreiche psychologische, ökonomische und soziologische Labor- und Feldexperimente gezeigt, dass Menschen von rationalen Entscheidungen abweichen. Standard-neoklassische Gewinnmaximierungsaxiome wurden skizziert, die jedoch nicht eindeutig erklären, wie sich Menschen tatsächlich verhalten. Vielmehr wurde festgestellt, dass Menschen Heuristiken im täglichen Entscheidungsprozess einsetzen. Diese mentalen Abkürzungen ermöglichen es, mit Informationsüberflutung in einer komplexen Welt umzugehen. Verhaltensökonom*innen schlugen vor, Bürger*innen anzustupsen und anzuzwinkern, um bessere Entscheidungen in sehr unterschiedlichen Bereichen treffen zu können.
Julia Puaschunder

Digitale Verhaltensökonomie

Frontmatter

2. Kommunikation im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung
Eine der neuartigsten Implikationen von Heuristiken, kognitiven Wahrnehmungsverzerrungen und Anstößen befasst sich mit Verhaltensfinanzwissenschaft – einem wachsenden Bereich, der sich mit der Frage beschäftigt, wie man das finanzielle Wohlergehen durch ein solides Verständnis dafür verbessern kann, wie sich Menschen tatsächlich auf Märkten verhalten. Der folgende Teil erklärt einige verhaltensbasierte Finanzierungstechniken, die verwendet werden können, um finanziellen Gewinn zu steigern. Die behandelten Themen umfassen Diversifikation und strategische Investitionen in krisenrobuste, langfristige und nachhaltige Marktoptionen.
Julia Puaschunder

Verhaltensökonomie und Finanzierung

Frontmatter

3. Wert beim Rückblick

Zusammenfassung
Die Globalisierung führte zu einer komplexen Reihe von interaktiven Beziehungen zwischen Individuen, Organisationen und Staaten. Neuartige globale Interaktionsmöglichkeiten haben die Kommunikation komplexer gemacht als je zuvor in der Geschichte, da das Ganze andere Eigenschaften hat als die Summe seiner zunehmend diversifizierten Teile. Mit Globalisierung und wachsender Übertragungsgeschwindigkeit aber auch in Folge der Digitalisierungsrevolution im Zuge der COVID-19 Pandemie können Informationen weltweit unbekannte systemische wirtschaftliche Risiken mit sich bringen. Kollektive Interaktionseffekte führen zu schwer vorhersehbaren Problemen.
Julia Puaschunder

4. Finanzverhaltensweisen: Ein verhaltensfinanzökonomischer Ansatz zur Minimierung von Verlusten und zur Maximierung von Gewinnen aus Heuristiken und Verzerrungen

Zusammenfassung
Verhaltensfinanzökonomie ist eine der innovativsten Entwicklungen im Bereich der Ökonomie. Seit Ende der 1970er Jahre wurde in zahlreichen psychologischen, ökonomischen und soziologischen Labor- und Feldexperimenten nachgewiesen, dass der Mensch von rationalen Entscheidungen und gängigen neoklassischen Gewinnmaximierungs- Axiomen abweicht, die nicht erklären, wie sich der Mensch tatsächlich verhält. Es wurde eher festgestellt, dass Menschen Heuristiken bei der täglichen Entscheidungsfindung verwenden. Diese mentalen Abkürzungen ermöglichen es, mit der Informationsüberflutung in einer komplexen Welt umzugehen. Verhaltensökonom*innen schlugen vor, die Bürger*innen mit vielen verschiedenen Anwendungen in sehr vielen verschiedenen Bereichen zu stupsen und zu zwinkern, damit sie für sie bessere Entscheidungen treffen. Dieses Kapitel präsentiert eine Reihe von verhaltensökonomischen Untersuchungen im Bereich der Finanzwirtschaft und schlägt vor, wie man mentale Heuristiken, Verzerrungen und Nudges im Finanzbereich einsetzen kann, um von Wirtschaftsmärkten oder dem Erkennen von Trends finanziell profitieren kann.
Julia Puaschunder

5. Marktkommunikation

Zusammenfassung
Dieses Kapitel widmet sich allgemeiner Marktkommunikation und der Auswirkung von Information auf Preisbildung und Marktverhalten. Der Wert von Finanzmarktallokationen und die gesamte Aktienrendite kann auf verschiedene Arten von Nachrichten zurückgeführt werden. Geschätzt ein Drittel der Renditevarianz hängt von makroökonomischen Nachrichten ab, aber die Marktbewegungen werden auch von wichtigen politischen und weltweiten Ereignissen bestimmt. Dieses Kapitel widmet sich der Frage, wie Information Finanzmärkte und letztendlich Marktkonjunkturen beeinflusst. Dabei wird auf zu viel und zu wenig Information am Markt eingegangen sowie auf Informationsspezifika aufmerksam gemacht, die den Markt systematisch verzerren. Meinungsvielfalt und sprachliche Barrieren haben einen Einfluss auf Finanzmarktentscheidungen, die in einer Vielzahl von Information diffuser gestreut wird und von sprachlichen Barrieren gehindert werden kann. Die Rolle von neuen sozialen Medien und Kryptowährungen wird behandelt. Soziale Kontakte und private Netzwerke haben einen oft nicht diskutierten Einfluss auf Aktienkaufverhalten, das von sozialer Gruppenzugehörigkeit und in Gruppen geteilten Nachrichten bestimmt wird. Der Informationsfreigabezeitpunkt kann strategisch gewählt und/oder studiert werden, um zukünftiges Markverhalten abzuleiten und Marktwert vorherzusagen. Firmenspezifische Informationen und der Bias zum Mittelwert spielen beim Preiseverhalten eine wesentliche Rolle. Die Verfügbarkeitswahrnehmung und Qualität von Information wirkt auf Marktakteure in ihren Kaufentscheidungen und Finanzmarktallokationspräferenzen. Gute sowie schlechte Nachrichten evozieren unterschiedliches Vertrauen und damit einhergehende Marktentscheidungen, wobei das Kapitel konkrete Beispiele gibt, die Unternehmen und Investor*innen strategisch an Märkten nutzen können.
Julia Puaschunder

Die Zukunft der Verhaltensökonomie

Frontmatter

6. Künstliche Intelligenz

Zusammenfassung
Die Einführung der Künstlichen Intelligenz (KI) in unserer heutigen Gesellschaft stellt die Menschheit vor historisch noch nie dagewesene Herausforderungen. Die entstehende Autonomie der KI bringt einzigartige Potenziale des ewigen Lebens von Robotern, KI und Algorithmen sowie beispiellose wirtschaftliche Überlegenheit, enorme Datenspeicherungskapazitäten und Rechenvorteile mit sich. Bis heute ist jedoch unklar, welche Auswirkungen die Übernahme von Arbeit und Entscheidungsverhalten durch die KI auf das Wirtschaftswachstum haben wird.
Julia Puaschunder

7. Diskussion

Zusammenfassung
Das Buch präsentierte eine erste theoretische Einführung in eine Nutzen-Theorie des Informationsaustauschs und der Privatsphäre. Mögliche Einschränkungen bestehen darin, dass einige Kommunikationsmittel möglicherweise nicht in das gesamte Modell integriert sind, wie z. B. nonverbale Kommunikation oder emotionale Reaktionen. Im Allgemeinen ist der Informationsaustausch sehr heterogen und es werden große internationale Unterschiede angenommen. Darüber hinaus bleibt die Online-Kommunikation zu unterschiedlichen Zeiten und unter unterschiedlichsten Umständen ein zu wenig erforschtes Thema. Als nächster Forschungsschritt wird eine zwingende Hypothesentestung des vorgestellten Problems empfohlen. So werden beispielsweise zukünftige Forschungsprojekte mit einem multimethodischen Ansatz dazu beitragen, wertvolle Informationen über die tatsächliche Leistung und das Verhalten beim Informationsaustausch und der Wahrung der Privatsphäre zu gewinnen. Die Interaktion von Individuen auf Sozialen Medien sollte untersucht werden, um daraus praxisrelevante wirtschaftliche Erkenntnisse für rechtliche und politische Zwecke abzuleiten und gleichzeitig ein aufkommendes Wissenschaftsgebiet voranzutreiben.
Julia Puaschunder

8. Fazit

Zusammenfassung
Das Buch stellt eine neuartige Idee zur Verbindung von Verhaltensökonomie und Volkswirtschaft vor. Der zeitgenössische verhaltensökonomische Ansatz wurde um eine Anwendung im öffentlichen Sektor erweitert sowie behaviorale Aspekte um eine implizite Klassenaufteilung in die, die anstupsen und diejenigen, die angestupst werden. Die potenzielle Auswirkung des Buches auf die öffentlichen Belange besteht darin, eine Überprüfung der demokratischen Übereinstimmung von Nudging mit den verfassungsrechtlichen Werten und den Forderungen nach informierter Zustimmung durchzuführen. In dieser Herausforderung der Mainstream-Verhaltensökonomie liegt auch ein direkter Beitrag zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Erkenntnissen über das digitale Zeitalter des 21. Jahrhunderts.
Julia Puaschunder

Backmatter

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