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Über dieses Buch

Die aktive Gestaltung der sozialen Unternehmenswelt ist für das Management heute unverzichtbar. Eine wichtige theoretische Grundlage dafür bilden Verhaltensmodelle, die Swetlana Franken auf den drei Ebenen Individuum, Gruppe und Organisation anschaulich präsentiert. Mit der Darstellung von Theorien aus den Bereichen Persönlichkeit, Intelligenz, Wahrnehmung, Lernen und Motivation bietet der erste Teil des Lehrbuchs eine Basis für das Verständnis individuellen Verhaltens. Im zweiten Teil werden Theorien zur Kooperation, Kommunikation und Teamleitung vermittelt. Abschließend werden Verhaltensmodelle auf Organisationsebene anhand der Themen Unternehmenskultur und -ethik, Führung, Lernen und Diversity Management in Unternehmen erläutert. Praxisbeispiele ergänzen die theoretischen Ausführungen, Kontrollfragen sichern den Lernerfolg.

Für die 3. Auflage wurde das Buch komplett überarbeitet, durch neue Forschungsergebnisse und Fallstudien sowie ein neues Kapitel „Führung und Diversity" erweitert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Führung und Verhalten

1. Führung und Verhalten

Zusammenfassung
Was bedeutet es, Menschen zu führen? Welche Eigenschaften machen eine gute Führungskraft aus? Aufgrund individueller Vielfältigkeit gibt es keinen Idealtyp des Führenden. Erfolgreiche Manager in der Praxis können sowohl flink und flexibel als auch stur und starrsinnig sein, sowohl bescheiden als auch eitel und selbstbewusst wirken. Wer sich für die Führungskarriere entscheidet, muss ohne fertige Rezepte anhand persönlicher Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen seinen eigenen Führungsstil finden. Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen, planen und kontrollieren, führen und organisieren – diese und viele weitere Tätigkeiten gehören zu den Führungsaufgaben. Diese Aufgaben variieren je nach Branche und Größe des Unternehmens, nach der Position und Funktionen der Führungskraft, haben aber eins gemeinsam: Führende beeinflussen das Verhalten anderer Menschen für gemeinsame Zielerreichung.
Swetlana Franken

Individuelles Verhalten

Frontmatter

2. Person und Persönlichkeit

Zusammenfassung
Was versteht man unter Persönlichkeit? Wodurch unterscheidet sich eine Person von ihrer Persönlichkeit? Es gibt verschiedene Definitionen und Theorien der Persönlich keit, die versuchen, Menschen mit ihren vielfältigen Eigenschaften und Besonderhei ten zu beschreiben. Dabei ist jede Theorie nur ein Modell, das immer eine vereinfachte Darstellung eines Objektes bildet. Mithilfe von psychologischen Persönlichkeitstheo rien kann man kaum die Einmaligkeit jedes Individuums erfassen, trotzdem können solche Ansätze einem Manager helfen, aufgrund ihrer Methodologie der Untersuchung und Beschreibung von persönlichen Eigenschaften eigene kreative Erkenntnis prozesse in Gang zu setzen, um Mitarbeiter in ihrer Vielfältigkeit und Individualität verstehen zu können.
Swetlana Franken

3. Menschliche Intelligenz(en)

Zusammenfassung
Intelligenz stellt ein zentrales Fähigkeitsmerkmal von Einzelpersonen und Gruppen sowohl im Berufs- als auch im privaten Leben dar. Zugleich sind Intelligenzbegriff und -forschung bestritten, es findet sich eine Fülle verschiedener Definitionen und Theorien. Dies trifft vor allem auf die so genannte klassische Intelligenz zu, die lange als die wichtigste Voraussetzung für die Arbeitsleistung galt, und die Unternehmen (besonders die großen) konfrontierten ihre potentiellen Bewerber mit aufwändigen Intelligenztests, um ihren Intelligenzquotient (IQ) zu messen. Seit einigen Jahrzehnten gilt emotionale Intelligenz (synonym Schlüsselqualifikationen, soziale Kompetenz) als Schlüssel zum persönlichen und beruflichen Erfolg. Einige Psychologen gehen noch weiter und sprechen von multiplen Intelligenzen. Diese Intelligenzen bilden die Grundlage für die Kompetenzen, die für die Arbeitsleistung ausschlaggebend sind. In diesem Kapitel wird erläutert, welche Bedeutung Intelligenz im Arbeitsleben hat und wie ein Führender die Intelligenzen seiner Mitarbeiter berücksichtigen und fördern kann.
Swetlana Franken

4. Wahrnehmung

Zusammenfassung
Während die Behavioristen sich auf das beobachtbare Verhalten konzentrieren, was in der betrieblichen Praxis bedeuten wörde: Ein Manager hat seine Mitarbeiter zu beo bachten und zu bewerten, um ihr Verhalten zu steuern, legt die kognitive Psychologie besonderen Wert auf die mentalen Prozesse in den Köpfen von Menschen.
Swetlana Franken

5. Wissensrepräsentation

Zusammenfassung
Sinneseindrücke, die wir aus der Außenwelt bekommen, dienen als Bausteine für unser subjektives Weltbild, dessen Entstehung als Wissensrepräsentation bezeichnet wird. Der Prozess der Wissensrepräsentation bei einem Individuum beginnt schon vor der Geburt im Fötusstadium und dauert lebenslang. Spezifische Reize und einmalige Erfahrungen prägen unser Wissen und verleihen ihm einen subjektiven Charakter. Diese Subjektivität verstärkt sich mit der Zeit, weil das Wissen sich „verselbststän digt“, unsere Persönlichkeit beeinflusst und unsere Wahrnehmung selektiert.
Swetlana Franken

6. Individuelles Lernen

Zusammenfassung
Lernen ist einer der menschlichen mentalen Prozesse, die in ihrem Zusammenspiel als kognitives Modell des Handelns in der Abb. 4 dargestellt wurden. Im Gegensatz zu Wahrnehmung und Handeln, die die mentale Brücke zur Außenwelt bilden, spielt sich Lernen im inneren Kreis des Individuums, in seinem Gehirn ab. Lernen ist ein komplizierter Prozess, der auf Wahrnehmung und Gedächtnis basiert und zum Entstehen von neuem Wissen führt. Alle Arten des Gedächtnisses sind daran beteiligt, alle drei Formen des Wissens werden gebraucht und entwickeln sich weiter, wobei die Verarbeitungsprozesse sowohl bewusst als auch unbewusst laufen.
Swetlana Franken

7. Individuelles Handeln

Zusammenfassung
Unter Handeln versteht man das Verfolgen von Zielen, das Umsetzen von Plänen und Absichten in die Tat. Deswegen ist menschliches Handeln im Gegensatz zum Verhalten immer zielgerichtet. Das Handeln setzt Willen (Motivation) voraus, läuft in mehreren Schritten ab: Es wird gedanklich vorbereitet, diese Vorbereitung endet mit einer Entscheidung, geht in die Ausführung über, deren Erfolg wird kontrolliert und zum Zwecke des Lernens verarbeitet. Nach der Meinung moderner Verhaltensforscher ist menschliches Handeln nur begrenzt rational. Alle Formen des Wissens: beschreibendes, prozessuales und emotionales (vgl. Kapitel 5.4) sind für das Handeln relevant.
Swetlana Franken

8. Motivation

Zusammenfassung
Motivation beantwortet die Frage nach dem „Warum“ des menschlichen Handelns. Wer diese Frage beantworten kann, versteht das Handeln seiner Mitmenschen und kann auf dieses Handeln einen (begrenzten) Einflussnehmen, wobei solche Einfluss nahme neben pragmatischen auch einen moralischen Aspekt hat.
Swetlana Franken

Interaktion und Gruppenverhalten

Frontmatter

9. Kooperation

Zusammenfassung
Soziale Interaktion bedeutet ein aufeinander abgestimmtes Handeln von Individuen in einer Gruppe, einem Unternehmen oder einer Gesellschaft. Eine spezielle, zielgerichtete Form der Interaktion ist Kooperation (Zusammenarbeit). Da eine erfolgreiche Kooperation Abstimmung und Konsensfindung voraussetzt, basiert sie auf der Kommunikation. Insofern sind Kooperation und Kommunikation zwei Aspekte der sozialen Interaktion, die nun nacheinander erläutert werden.
Swetlana Franken

10. Kommunikation

Zusammenfassung
Kommunikation ist allgegenwärtig. P. Watzlawick definiert es so: Man kann nicht nicht kommunizieren. Ob wir es wollen oder nicht, wir kommunizieren ständig. Verbal oder nonverbal, sogar durch unser Schweigen oder unsere Zurückhaltung. Alles, was die Menschen lernen und schaffen, worüber sie sich freuen und warum sie traurig sind, hängt mit ihrer Kommunikation zusammen. Wir erschließen für uns die Welt und erschaffen sie immer wieder neu durch unsere Kommunikation. Dies gilt sowohl für die private als auch für die Arbeitswelt. In Unternehmen bildet die Kommunikation die Grundlage jeder Kooperation, ermöglicht Wissensaustausch und Koordination, ist ein wichtiges Führungs- und Motivationsinstrument. Zugleich können Kommunikationsprobleme in Unternehmen zu mangelnden Leistungen, Fehlentscheidungen, Demotivation und Unzufriedenheit führen, die beträchtliche wirtschaftliche Folgen verursachen.
Swetlana Franken

11. Gruppen und Gruppenprozesse

Zusammenfassung
Gruppenzugehörigkeit ist ein angeborenes menschliches Bedürfnis – Bindung an andere hat sich in der evolutionären Vergangenheit der Menschheit als lebensnotwendig erwiesen. Unsere Gesellschaft ist in Gruppen als Einheiten organisiert, seien es Familien, Interessenverbände, Teams, Unternehmen oder Parteien. Die Gruppe kann zu einem wichtigen Teil unserer Identität werden, wobei wir uns selbst durch eine Gruppe definieren und einige Gruppenmerkmale und -normen in unsere Persönlichkeit übernehmen. Diese Präsentation nach außen durch Gruppenzugehörigkeit weckt bei Außenstehenden bestimmte Erwartungen, die sie mit der Gruppe als Ganzes verbinden. So kann sich ein Student außerhalb der Hochschule als „Student der FH Bielefeld“ vorstellen, ein Deutscher im Ausland als „Deutscher“, ein Mitarbeiter von Bayer AG als „Bayer-Mitarbeiter“. Diese freiwillige Selbstpräsentation durch Gruppenzugehörigkeit setzt voraus, dass man eine positive Einstellung der entsprechenden Gruppe gegenüber hat (Prestige der Gruppenzugehörigkeit).
Swetlana Franken

Organisationsverhalten

Frontmatter

12. Unternehmenskultur

Zusammenfassung
Bereits seit mehreren Jahrzehnten gehört das Wort „Unternehmenskultur“ zum Vokabular von Wissenschaftlern, Beratern und Praktikern. Die Zeiten der Verspottung und Ablehnung, aber auch die Periode der übertriebenen Mode und des Beschwörens der Unternehmenskultur als Allheilmittel sind vorbei. Eine gezielte Unternehmenskulturgestaltung zählt zu den wichtigen Instrumenten des Managements und ist aus Theorie und Praxis der Unternehmensführung nicht mehr wegzudenken.
Swetlana Franken

13. Unternehmensethik

Zusammenfassung
Ein Unternehmen als selbstständige Handlungseinheit hat ein enormes Potenzial bei der Veränderung und Gestaltung seiner Umwelt. Zu den wichtigsten Auswirkungen unternehmerischen Handelns zählen:
  • Auswirkungen auf Kunden und Kundenbedürfnisse: Es befriedigt Kundenbedürfnisse mit seinen Produkten und Dienstleistungen, schafft sogar neue Bedürfnisse; durch neue Produkte und Dienstleistungen verändert ein Unternehmen die Lebensgewohnheiten und -qualität der Menschen;
  • Auswirkungen auf die eigene Belegschaft: Als Arbeitgeber bestimmt ein Unternehmen Entlohnung, Arbeitsbedingungen, Zufriedenheit, Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung usw.;
  • Einflusse auf die Arbeitsmarktsituation: Schafft neue Arbeitsplätze oder vernichtet vorhandene;
  • Auswirkungen auf die Kapitalmärkte: Es vermehrt oder verschwendet das Geld von Aktionären bzw. Eigentümern,
  • Einflüsse auf Lieferanten und Partner: Ein Unternehmen beeinflusst ihre Situation als Auftraggeber und Käufer;
  • Folgen für Gemeinden und Städte: Ein Unternehmen verbraucht Ressourcen, verschmutzt die Umwelt, schafft Infrastruktur;
  • Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes: Es zahlt Steuern und finanziert damit die gesellschaftliche Solidarität und verschiedene soziale Programme; es trägt zum technischen und technologischen Fortschritt der ganzen Gesellschaft bei; es engagiert sich in der Gesellschaft durch die Förderung der Bildung, Forschung und Kunst; es verändert die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen durch Kooperationen, Allianzen und Verlagerung von Standorten.
Swetlana Franken

14. Führungsstile und –konzepte

Zusammenfassung
Führung ist eine Teilfunktion der Unternehmensführung, die eine Einflussnahme auf die Mitarbeiter zur gemeinsamen Zielerreichung als Aufgabe hat. Die Möglichkeiten, Grenzen und praktische Methoden dieser Einflussnahme bilden das Untersuchungsfeld der Führungstheorien und werden maßgeblich von den in der Gesellschaft vorherrschenden Grundannahmen und Werten beeinflusst. Stand für die Klassiker der Betriebswirtschaftslehre (F. Taylor, H. Fayol, M. Weber) die Rationalisierung des Arbeitsprozesses im Mittelpunkt der Betrachtung, so haben sich die Gründerväter des verhaltensorientierten Ansatzes (C. Barnard, E. Mayo) der Persönlichkeit und den Beziehungen der Mitarbeiter zugewandt, was zur Entwicklung des Human-Relations- und Human-Ressource-Ansatzes geführt hat. Der Systemansatz (H. Ulrich, K. Bleicher) wendet auf die Führung Erkenntnisse der Systemtheorie an. Die Vertreter der strukturell-interaktiven Führung (O. Neuberger, R. Wunderer) unterscheiden zwischen der Führung durch und in Strukturen und beschäftigen sich mit der Unternehmenskultur und der direkten Interaktion zwischen Führenden und Geführten.
Swetlana Franken

15. Gestaltung des Lernens in Unternehmen

Zusammenfassung
In der modernen Wissensgesellschaft ist die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens von einem effizienten Umgang mit der Ressource Wissen abhängig. Nur ein lernfähiges Unternehmen kann in der komplexen, dynamischen, globalen Umwelt langfristig erfolgreich sein. Deswegen genießt die Idee der lernenden Organisation bereits seit den 1990er Jahren eine breite Anerkennung.
Swetlana Franken

16. Führung und Diversity

Zusammenfassung
Aufgrund verschiedener Entwicklungen in der Gesellschaft und Wirtschaft ist das Thema Diversität in den letzten Jahren besonders aktuell geworden. Bedingt durch demographische Veränderungen, wie Alterung der Gesellschaft, Einwanderung und zunehmendes Arbeitsengagement der Frauen, werden die Belegschaften von Unternehmen zunehmend heterogen. Diese (interne) Vielfalt erfordert differenzierte Methoden in der Kommunikation, Motivation und Personalführung. Andererseits werden die Kunden und die Umwelt von Unternehmen immer diverser (externe Vielfalt), was auf den multikulturellen Charakter der deutschen Gesellschaft, internationale Aktivitäten der Unternehmen sowie die Globalisierung der Märkte zurückzuführen ist. Als Folge müssen Produkte, Marketing und Werbung an die Bedürfnisse multikultureller Kunden angepasst werden. Alle Unternehmensbereiche (Beschaffung, Logistik, Produktion, Finanzierung etc.) werden international ausgerichtet, man arbeitet zunehmend grenzübergreifend und in multikulturellen Teams.
Swetlana Franken

Backmatter

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