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Vermarktungsstrategien für Digitale Medien

Innovative Unternehmenspraxis: Insights, Strategien und Impulse

  • 2025
  • Buch
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Über dieses Buch

In der digitalen Informationsflut Sichtbarkeit zu erlangen ist eine immense Herausforderung. Dieses Buch zeigt, wie digitale Medienformate erfolgreich vermarktet werden können – fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert. Die Beitragenden geben in diesem Werk mit ihrer Expertise Einblicke in Mechanismen und Werkzeuge von Marketingstrategien, die sich auf digitale Medien anwenden lassen. Ob BookTok, Streaming, Mobile Games oder Voice-SEO – das Buch beleuchtet vielfältige Formate, Bereiche und Kanäle, zeigt Best Practises auf und reflektiert ethische wie rechtliche Rahmenbedingungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Scrollen, Klicken, Streamen: Wie digitale Medien ihre Zielgruppe erreichen
Zusammenfassung
Die klassischen Medien, die zur Information, Unterhaltung oder Bildung genutzt werden, haben sich im Zuge ihrer schrittweisen Digitalisierung gewandelt. An jedem Ort und auf vielen Endgeräten verfügbar, begleiten sie uns inzwischen durch den gesamten Alltag. Rezipient:innen können aus einer unüberschaubaren Fülle von E-Books und digitalen Zeitschriften, Musik, Hörbüchern, Podcasts, Filmen und Spielen auswählen. Der Beitrag analysiert sowohl die Angebots- wie auch die Nachfrageseite und die Rezeptionsgewohnheiten aller Arten von digitalen Medienprodukten zunächst in quantitativer Hinsicht. Er erläutert anschließend, wie speziell darauf abgestimmte Vermarktungsstrategien aufgebaut sein müssen und welche Eigenschaften der Medien sie sich für ein erfolgreiches Marketing zunutze machen können. Abschließend gibt er einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Medienmärkte in Zeiten zunehmenden Einsatzes künstlicher Intelligenz.
Sibylle Kunz, Gabriele Schuster

Digitale Texte und Digitales Audio: Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Musik und Podcasts

Frontmatter
2. Digitale Vermarktungsstrategien von Büchern: #BookTok als Kaufimpuls für die GenZ
Zusammenfassung
Der Artikel betrachtet einen aktuellen Trend im digitalen Marketing für Bücher: #BookTok. Hierbei handelt es sich um die Vorstellung, Empfehlung und Kritik von Büchern durch Buch-Influencer bzw. Content Creator auf der Social-Media-Plattform TikTok. Der Beitrag beleuchtet BookTok als Phänomen und innovativen Marketingansatz aus unterschiedlichen Blickwinkeln: (1) der Beschreibung des Phänomens BookTok, (2) Aufzeigen der Wichtigkeit von BookTok für die GenZ durch die Ergebnisse einer empirischen Studie zum Mediennutzungsverhalten der GenZ, (3) innovative Beispiele für die Nutzung von BookTok durch Verlage und Buchhandlungen und (4) Handlungsempfehlungen, wie der BookTok-Trend von diesen bestmöglich genutzt werden kann.
Marc Ebel, Sandra Gronover
3. How to Present Digital Books: An Exploratory Analysis of German Influencer and Publisher Strategies on BookTok
Abstract
In the evolving digital media landscape, this research explores digital book product representation within TikTok’s BookTok community, focusing on German influencers and publishers. The study examines content formats and promotion dynamics for ebooks and audiobooks. Key findings reveal a significant underrepresentation of digital book content compared to print books. Ebook content differs markedly, emphasizing objectification, reading peculiarities, and pricing, while audiobook promotion mirrors traditional book marketing approaches. The research uncovers a disconnect between the digital book market and its BookTok representation. By analyzing content strategies of top influencers and publishers, the study identifies potential opportunities for innovative digital book marketing.
Ina Fuchshuber
4. Grundlagen des digitalen Musikvertriebs am Beispiel elektronischer Musik
Zusammenfassung
Die Möglichkeiten zur digitalen Verbreitung von Musik sind vielfältig. Der Konsum von Musik entwickelt sich dabei immer weiter in Richtung Nutzung statt Besitz. Dieser Artikel stellt dem Streaming-Angebot von Spotify die Modelle von Bandcamp als „Fair Trade Music Plattform“ sowie YouTube mit dem Content ID System zur Erkennung und Vergütung von Musikaufnahmen in Videos gegenüber.
Oliver Hartmann
5. Podcasts als Teil der Social-Media-Landschaft: Über die Produktion, Distribution und Vermarktung des modernen Audiomediums
Zusammenfassung
Podcasts sind zu einem integralen Bestandteil der modernen Social-Media-Landschaft geworden und bieten Erstellern und Unternehmen ein leistungsstarkes Werkzeug, um mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten. Die Integration von Podcasts in verschiedene Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, X oder Instagram hat es ermöglicht, ihre Inhalte zu bewerben, mit ihrer Hörerschaft zu interagieren und eine Community rund um bestimmte Themen zu schaffen. Zur Verbreitung von Podcasts haben auch die Möglichkeiten der Veröffentlichung in gängigen Musik-Streaming-Diensten wie Spotify, Apple oder Audible beigetragen. Podcasting ist eine Milliarden Dollar schwere Industrie (Interactive Advertising Bureau, 2022) und die Anforderungen aus Sicht der Zielgruppen sind vielfältig und unterliegen Veränderungen. Es ist daher essenziell, sich mit der Produktion und Vermarktung von Podcasts zu befassen, wenn Podcasts erfolgreich sein sollen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der folgende Artikel die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowie die Verbreitung dieses modernen Mediums. Dabei werden praxisorientierte Ansätze vorgestellt, die von der Planung und Erstellung eines eigenen Podcasts bis hin zu dessen erfolgreicher Vermarktung alle wichtigen Schritte berücksichtigen.
André Hollstein

Bewegte Bilder: Digitale Filme und Serien, Kurzvideos und Reels

Frontmatter
6. Nutzerspezifische Medienangebote für die Generation Z – Eine Untersuchung am Beispiel von FUNK
Zusammenfassung
Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht heute ein breites Medienrepertoire zur Verfügung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Zielgruppe die meisten Informationen und Nachrichten fast ausschließlich über mobile Endgeräte und somit über das Internet konsumiert: Laut mpfs 2024 surfen 97 % der 14–29-Jährigen – die Generation Z – täglich oder mehrmals in der Woche mit ihrem Smartphone: Knapp 93 % hören Musik und 85 % schauen Videos über das Internet; Video-Streaming-Dienste nutzen sogar 68 %. Unter den Apps sind WhatsApp zur Kommunikation sowie YouTube zur Unterhaltung am beliebtesten. Darüber hinaus erreichen Medienunternehmen Jugendliche und junge Erwachsene inhaltlich nicht gleichermaßen. Denn: Ein 14-jähriger Schüler sucht online nach ganz anderen Dingen als eine 26-jährige Studentin. Darin liegt für Medienunternehmen eine enorme Herausforderung begründet, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Der Beitrag beschäftigt sich deshalb mit der Analyse des deutschen Online-Content-Netzwerks Funk. Funk ist das junge, öffentlich-rechtliche Medienangebot von ARD/ZDF und ging 2016 ausschließlich als Online-Angebot an den Start. Es richtet sich konkret an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren. Bei genauerer Betrachtung scheint Funk gegenüber seiner Zielgruppe vieles richtig zu machen: Das Netzwerk bespielt die eigene App funk.​net – als öffentlich-rechtliche Mediathek – mit verschiedenen Medienformaten zu unterschiedlichen Themen sowie zahlreiche Social-Media-Plattformen, auf denen spannende, informierende, kritische und unterhaltende Medieninhalte veröffentlicht werden. Daher untersucht der Beitrag, worin der zunehmende Erfolg des Netzwerks tatsächlich begründet ist, und analysiert nach Kriterien wie zielgruppengerechte Medienformate, Content und Ansprechhaltung sowie Interaktion durch User Generated Content den Status quo. Ziel ist die Skizzierung einer modernen, zukunftsgerichteten Online-Marketing-Strategie für jüngere Zielgruppen. Zu erwarten ist in Zukunft eine Zunahme der Diskursfähigkeit dieser Zielgruppe in den digitalen Medien; verbunden mit der Chance, dieser frühzeitig zu begegnen, Vertrauen zu schaffen und geeignete Plattformen bereitzustellen.
Manuela Rohde-Grimm
7. Technologische Umsetzung crossmedialer Kommunikation
Zwei Anwendungsfälle zur Optimierung digitaler Distributionskanäle für Unternehmen
Zusammenfassung
In einer zunehmend digitalisierten Medienlandschaft stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen langfristig zu gewinnen und zu binden. Die begrenzte Verfügbarkeit bewährter technologischer Konzepte erschwert jedoch die effektive Umsetzung erheblich. Dieser Beitrag präsentiert den Vergleich von zwei praxisorientierten Anwendungsfällen zum erfolgreichen Einsatz einer innovativen Informationslogistik-Software, die crossmediale Kommunikationsstrategien und digitale Distributionskanäle auf eine neue Dimension hebt. Die Technologie ermöglicht es Unternehmen, Inhalte präzise zu steuern, indem interaktive Formate, personalisierte Zielgruppenansprachen und Endgeräte-übergreifende Kommunikation integriert werden. Diese Lösung adressiert die modernen Anforderungen der Aufmerksamkeitsökonomie für Unternehmen, indem sie eine umfassende Informationsinfrastruktur für nachhaltige Kommunikation zur langfristigen Mitarbeitermotivation und -bindung in Zeiten der Transformation bereitstellt.
Dilan Özdemir-Kaluk, Melissa Özdemir
8. Kurzvideo-Plattformen und virale Marketingstrategien: Erfolgsfaktoren im Finanzmarketing
TikTok als Schlüssel zur Gewinnung und Bindung junger Kund*innen
Zusammenfassung
Dieser Beitrag untersucht die Erfolgsfaktoren von Kurzvideos auf TikTok anhand einer empirischen Vergleichsanalyse mit Instagram. Finanzmarketingkampagnen dienen hierbei als Anwendungsbeispiel, um stellvertretend für andere Branchen die algorithmischen Stärken, interaktiven Mechanismen und die Bedeutung von User-Generated Content (UGC) auf TikTok zu beleuchten. Die Analyse zeigt, dass Kurzvideoformate nicht nur eine größere Reichweite, sondern auch eine stärkere emotionale Bindung zu jüngeren Zielgruppen ermöglichen. Die Ergebnisse sind für die Finanzbranche relevant und bieten praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Nutzung von TikTok im digitalen Marketing, wobei die Erkenntnisse dieses Beitrags auch für weitere Branchen genutzt werden können.
Alexander Rühle, Noah Gerhardt
9. „Ein ZDF für alle“
Experteninterview mit Dr. Florian Kumb: Digitale Vermarktungsstrategien beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)
Zusammenfassung
Dr. Florian Kumb ist als Direktor Audience verantwortlich für Programmplanung und Digitale Medien, die Koordination von ZDFneo und 3sat, die programmbezogene Kommunikation sowie die Planungseinheiten von ZDFinfo und ZDFtivi/KiKA. Dazu kommen in der neuen Position die Aufgabenfelder Programmfinanzen und Produktionscontrolling, die digitale Plattformentwicklung mit „Streaming OS“ sowie die Medienforschung. In diesem Interview erläutert er, welche Vermarktungsstrategien und -kanäle das ZDF einsetzt, um Zuschauer:innen bestmöglich mit Inhalten zu versorgen. Das Interview wurde geführt am 07.11.2024.
Sibylle Kunz
10. Vermarktung von Live-Streaming und Kurzvideos in China
Strategien zur Förderung des Medienkonsums
Zusammenfassung
Der Markt für Live-Streaming und Kurzvideos hat sich in China rasant entwickelt und zieht täglich Millionen von Zuschauern an. Diese Formate bieten nicht nur eine Plattform für den Verkauf von Produkten, sondern sind auch eine eigenständige Quelle der Unterhaltung und Information. In diesem Beitrag wird untersucht, wie Medienunternehmen und Content Creators in China erfolgreiche Strategien entwickeln, um den Medienkonsum von Live-Streaming und Kurzvideos zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Zuschauer durch kreative Inhalte und interaktive Formate zum regelmäßigen Konsum motiviert werden können. Es werden verschiedene Ansätze analysiert, die von Gamification-Elementen über exklusive Inhalte bis hin zu Community-Building reichen. Der Beitrag beleuchtet, wie kulturelle Besonderheiten und technologische Innovationen in China die Vermarktungsstrategien beeinflussen und welche Rolle Plattformen wie Douyin und Bilibili dabei spielen. Ziel ist es, praxisorientierte Konzepte vorzustellen, die die Attraktivität von Live-Streams und Kurzvideos als eigenständige Medienformate steigern. Der Beitrag richtet sich an Fachleute aus der Medien- und Unterhaltungsindustrie sowie an Forschende, die sich mit den dynamischen Entwicklungen im digitalen Medienkonsum beschäftigen.
Tim Schulz-Eppers

Digitale Spiele: Mobile Games, Computer Games und VR-Experiences

Frontmatter
11. „Auf der Suche nach der Killer-Applikation“
Experteninterview mit Benjamin Danneberg: Digitale Vermarktungsstrategien für Extended-Reality(XR)-Anwendungen
Zusammenfassung
Benjamin Danneberg ist Mitgründer der KI-Beratung DEEP CONTENT und Mitherausgeber des KI-Fachmagazins THE DECODER. Er arbeitet seit über 12 Jahren im digitalen Publishing, sowohl im Tech-Journalismus als auch in Marketing und Kommunikation. Seine Praxiserfahrung aus Medienhäusern und Agenturen gibt er in der Beratung mit Schwerpunkt KI an Unternehmen weiter und treibt die KI-Strategie der heise Gruppe voran. Er ist redaktioneller Leiter des Fachdienstes für Unternehmen, heise KI PRO. Seit vielen Jahren schreibt er ebenfalls für Plattform Mixed.de, der zentralen deutschen Plattform für Nachrichten aus der XR-Branche. Privat ist er leidenschaftlicher Gamer. In diesem Interview erläutert er, was die Vermarktung von interaktiven, immersiven Extended Reality-Anwendungen von der anderer Medien unterscheidet und warum diese Medien noch immer ein Nischendasein führen. Das Interview wurde geführt am 10.01.2025.
Sibylle Kunz
12. Analyse der Vermarktungsstrategie und Social-Media-Kommunikation am Beispiel des Adventure-Spiels „Life is Strange“
Zusammenfassung
Die Vermarktungsstrategie von Life is Strange (LiS) kombiniert crossmediale und transmediale Ansätze, um die Markenbindung über das digitale Spiel hinaus zu verstärken. Die vorliegende Inhaltsanalyse zeigt, dass Nutzer*innen mittels interaktiven Storytellings und moralischer Dilemmata eine tiefe emotionale Bindung zum Spiel aufbauen. LiS nutzt eine crossmediale Strategie, bei der die Spielwelt durch Merchandising, Social Media und zusätzliche Formate wie Web-Serien und Let’s Plays in die analoge Welt übertragen wird. Diese Erweiterung fördert eine stärkere Identifikation der Nutzer*innen mit der Marke und ermöglicht eine breitere Zielgruppenansprache. Besonders hervorzuheben ist die aktive Teilnahme der Community, die durch User-generated Content (UGC) das Zugehörigkeitsgefühl verstärkt und einen Multiplikatoreffekt erzeugt. Die transmedialen Elemente dieser Strategie tragen daher entscheidend zur langfristigen Markenbindung und der Schaffung einer einzigartigen Marktposition bei.
Tobias Kesting, Vera Lenz-Kesekamp
13. Erfolgreiche Marketingstrategien in der dynamischen Gamingindustrie
Interview mit Zoran Roso, Marketingexperte der Gamingindustrie
Zusammenfassung
In diesem Interview gibt Zoran Roso, ein renommierter Marketingexperte der Gamingindustrie, Einblicke in erfolgreiche Strategien zur Vermarktung von Spielen und den dynamischen Veränderungen im Gamesmarkt. Zoran Roso ist ein erfahrener Marketing- und Branchenexperte in der Spieleindustrie mit über 25 Jahren Erfahrung. Er hielt bereits führende Positionen bei namhaften Unternehmen wie Tencent Games, Sony Interactive Entertainment, Activision, Blizzard und Rockstar Games inne, zuletzt als Marketing Director Global Publishing bei Tencent Games. In seiner Karriere war er maßgeblich an der Vermarktung von bekannten Spieletiteln und Konsolen beteiligt. Zurzeit ist er Geschäftsführer des renommierten Beraternetzwerks ZR Consulting. Das Gespräch bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Omnichannel-Kampagnen der frühen 1990er-Jahre bis hin zu modernen, ausschließlich digitalen Kampagnen. Es beleuchtet die fortschreitende Entwicklung von Technologien, Spielen und Geschäftsmodellen im Kontext des Gamingmarktes sowie dessen spezifische Herausforderungen, wie z. B. die Problematik der „Discovery“ und das Aufbauen und Pflegen starker Communitys. Die Analyse der Expertenerfahrungen zeigt, wie sich Technologien, Marketingstrategien und Community-Building wechselseitig beeinflussen und welche zukünftigen Trends zu erwarten sind. Dadurch wird ein tiefes Verständnis der besonderen Dynamik des Gamingmarktes vermittelt, das sowohl praktische als auch theoretische Implikationen für die Entwicklung von Marketingstrategien im Gamesmarkt hat.
Benedikt Schüler

Digitale Medien im Bildungs- und Lernbereich: Digitale Lehrinstanzen, Influencer in der Vermarktung von Bildung

Frontmatter
14. Digitale Lehrinstanzen im Fernstudium
Potenziale, didaktische Konzepte und Herausforderungen
Zusammenfassung
Im Zuge der Digitalisierung der Hochschullehre und der wachsenden Bedeutung von Fernstudienangeboten scheinen KI-gestützte virtuelle Lehrpersonen eine geeignete Möglichkeit zu sein, den bestehenden Lehrkörper und dessen zeitliche und örtliche Verfügbarkeit für die Studierenden zu vergrößern. Digitale Agenten ermöglichen eine ortsungebundene Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Studierenden und können, je nach technischem Entwicklungsgrad, die Lernprozesse personalisieren und individuell unterstützen. Durch solche zusätzlichen immersiven Interaktionsmöglichkeiten können klassische Medienangebote im Fernstudium wie digitale Skripte, schriftliche Quizzes, Podcasts und Lehrvideos um eine zusätzliche Dimension ergänzt werden. Gleichzeitig stellt die Entwicklung und die Einführung dieser zusätzlichen Lehr- und Lernangebote Hochschulen vor didaktische, technologische und ethische Herausforderungen. Dieser Beitrag erörtert, ob der häufig umgangssprachlich verwendete Begriff „Avatar“ im Bildungskontext angemessen ist, wie exemplarisch digitale Lehrinstanzen mithilfe aktueller Technologien realisiert werden können und wo deren aktuelle Grenzen liegen.
Armin Grasnick, Carsten Skerra

Open Access

15. Erfolgreiche Vermarktung digitaler Lernangebote mit Influencer-Kampagnen
Eine empirische Analyse am Beispiel einer Influencer-Kampagne auf TikTok von ORCA.nrw
Zusammenfassung
Im öffentlich finanzierten Bildungssektor wird eine Vielzahl digitaler Lehr-/Lernangebote kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bekanntheit und Nutzung der Angebote sind jedoch oftmals gering. Es stellt sich daher die Frage, inwieweit Vermarktungsstrategien wirksam werden können. Von Oktober bis Dezember 2024 führte das nordrhein-westfälische Landesportal für Studium und Lehre (ORCA.nrw) eine Influencer-Kampagne auf TikTok durch, um kostenlose Lernangebote zur Erhöhung der Studierfähigkeit bei Studieninteressierten und Studierenden zu vermarkten. Die Evaluation der Kampagne sowie der Bekanntheit und Nutzung der Website von ORCA.nrw und seiner Angebote zeigt, dass die Vermarktung mittels Social-Media-Kampagnen Erfolg versprechend ist. Aus der Analyse werden Handlungsempfehlungen für die zukünftige Vermarktung digitaler Lehr-/Lernangebote abgeleitet.
Wiebke Breustedt, Saskia Helbeck-Prepens, Joachim Preusse, Markus Deimann

Suchen und Finden: Künstliche Intelligenz als Treiber für Suchmaschinen und SEO

Frontmatter
16. Content Discovery für digitale Verlagsprodukte
Potenziale von SEO, KI und Strategie am Beispiel von faz.net und Atlantic Records
Zusammenfassung
Nie gab es ein größeres Content-Angebot, nie war der Wettbewerb um Aufmerksamkeit im digitalen Raum härter als heute. Gleichzeitig hat die Marktdominanz einiger weniger, global agierender Suchmaschinen und Distributionsplattformen zugenommen. Wie können sich Publisher und Verlage mit digitalen Produkten in diesem Umfeld durchsetzen? Der Artikel analysiert, wie innovative Player das Content-Discovery-Problem lösen – mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung (SEO) und künstlicher Intelligenz (KI), aber auch eingebettet in einen klugen strategischen Rahmen. Der Autor nutzt dafür gelernte Analyse-Methoden als freiberuflicher SEO- und Content-Marketing-Experte und wählt ein nationales (faz.​net) und ein internationales Beispiel (Atlantic Records), um die Analyse in der Tiefe zu gewährleisten.
Wolfgang Müller
17. Search Behavior in Voice- and Text-Based Searches with Respect to SEO-Measures
An Experimental Field Study
Summary
This study examines the differences in user behavior between voice and text-based search queries, focusing on implications for search engine optimization (SEO). Through an experimental field study involving 60 participants, the research investigates how search queries are structured differently when inputted via voice versus text. Key findings reveal that voice-based searches are significantly more likely to be formulated as complete sentences and include question words compared to text-based searches. These differences suggest that SEO strategies must adapt to the increasing prevalence of voice search by optimizing for natural language queries and incorporating more conversational content. The study concludes with recommendations for publishers on optimizing website content to better align with the unique characteristics of voice searches, emphasizing the need for a shift from traditional keyword optimization to a more holistic approach that considers the syntactic and semantic nuances of spoken language.
Jan-Paul Lüdtke, Malte Matheus, Konstantin Münster

Vom Können und Dürfen: Ethische und datenschutzrechtliche Leitplanken in der Vermarktung digitaler Inhalte

Frontmatter
18. Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen der Vermarktung für Digitale Medien
Zusammenfassung
Digitale Medien sind allgegenwärtig. Sie sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und beeinflussen die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, arbeiten oder lernen. Digitale Medien umfassen dabei alle Technologien, aber auch Plattformen, die digitale Inhalte erzeugen und verarbeiten. Dazu zählen etwa die sozialen Netzwerke, Apps, Webseiten, Musik- und Audiodateien, E-Books oder Streaming-Dienste. Die Vermarktung solcher Medien erfolgt mittlerweile unter Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und datenbasierter Algorithmen. Dies mag effektiv und kostengünstig erscheinen, bringt jedoch auch rechtliche und ethische Herausforderungen mit sich, die in dem vorliegenden Beitrag dargestellt und diskutiert werden.
Eva Ghazari-Arndt
19. Die Gefahr von Datenmissbrauch, Intransparenz, Täuschung und Co. in der Vermarktung digitaler Medien
Ethische Herausforderungen und Erfolgsstrategien
Zusammenfassung
Datenschutz und -transparenz, KI-Transparenz und KI-Ehrlichkeit sind zentrale ethische Herausforderungen für Medienunternehmen, die Marketing ohne Verbrauchertäuschung anstreben. Im Vordergrund stehen hier ethische Verpflichtungen von (Medien-)Unternehmen im Umgang mit Nutzerdaten und der Transparenz ihrer Marketingpraktiken in ethisch relevanten Bereichen. Diese Bereiche liegen dort, wo die Gefahren in nicht klar definierten Grauzonen lauern, die (noch) nicht vom Gesetzgeber diskutiert wurden bzw. den moralischen Risiken, die das Unternehmensimage schädigen könnten, weil die Öffentlichkeit unethisches Handeln von Unternehmen durch eine Reduktion der Nachfrage abstrafen könnte. Der Beitrag zeigt die Potenziale, die die digitale Welt mit sich bringt und versucht gleichzeitig kritisch zu hinterfragen, um Handlungsempfehlungen auszusprechen. Ziel ist es, kritische Bereiche herauszuarbeiten, dafür zu sensibilisieren und den entsprechenden Hintergrund näher zu erläutern und zu betrachten.
Ann-Katrin Voit
20. Personalisiertes Marketing und Datenschutz
Zusammenfassung
Im digitalen Zeitalter spielt personalisiertes Marketing eine zentrale Rolle in der Vermarktung von digitalen Medien. Durch gezielte Analysen von Kundendaten können Unternehmen maßgeschneiderte Angebote erstellen und so ihre Werbekampagnen effizient gestalten. Gleichzeitig ist in dem Zusammenhang jedoch auch der Schutz personenbezogener Daten sehr wichtig, da der Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten nicht erst seit der DS-GVO, die im Mai 2018 in Kraft getreten ist, ein Grundrecht ist. Insofern möchte der vorliegende Beitrag die rechtlichen Möglichkeiten der Personalisierung im Marketing anhand von Fällen besprechen und dabei die wichtigsten Grenzen aufzeigen.
Eva Ghazari-Arndt

Medienerlebnisse schaffen: Erfolgsfaktoren in Zielgruppenansprache und Interaktionsgestaltung

Frontmatter
21. Not Always On?
Erkenntnisse aus der Minimalismusforschung und Handlungsempfehlungen für Medienunternehmen
Zusammenfassung
Ziel dieses Beitrags ist es, aus der Minimalismusforschung zu lernen und ein Verständnis für alternative digitale Konsummuster zu entwickeln. Die Anzahl der Personen, die sich nicht mehr in den unbewussten Aufmerksamkeitsstrudel der digitalen Medien hineinziehen lassen wollen, könnte in Zukunft weiterwachsen. Der Begriff „Digital Detox“ hat bereits an Popularität gewonnen. Medienunternehmen müssen ein Verständnis für diese Nischengruppe erlangen, da die Zahl der Menschen, die bewusst nicht mehr „always on“ sind und den Versuchungen der digitalen Welt widerstehen, zunehmen könnte. Diese Konsumentengruppe wird weniger durch traditionelle Werbemaßnahmen und reine Aufmerksamkeitsstrategien erreicht, sondern vielmehr durch individuell sinnstiftende Inhalte. Traditionelle Werbemaßnahmen werden in dieser Zielgruppe weitestgehend erfolglos sein.
Adrienne Steffen, Susanne Doppler
22. Usability als Erfolgsfaktor digitaler Medienplattformen
Ein marketingstrategischer Überblick
Zusammenfassung
Entwicklungsfirmen stehen vor der Herausforderung, ihre digitalen Medienplattformen erfolgreich zu vermarkten. Mit einer zunehmenden funktionalen Parität der Plattformen wird insbesondere Usability als Differenzierungsmerkmal relevant. Gebrauchstaugliche Plattformen haben nachweislich höhere Akzeptanzraten, steigern das Arbeitsengagement und reduzieren Stress. Eine durchdachte Usability-Strategie ist somit nicht nur ein Designziel, sondern auch ein wesentliches Marketinginstrument. Vermarktungsstrategien mit Fokus auf Usability können in primäre, sekundäre und tertiäre Ansätze unterteilt werden. Primäre Strategien zielen darauf ab, Usability direkt zu steigern und das Auftreten von Nutzungsproblemen zu vermeiden. Sekundäre Präventionsmaßnahmen konzentrieren sich darauf, entstandene Usability-Probleme möglichst gut zu reduzieren. Tertiäre Vermarktungsstrategien zielen schließlich darauf ab, Unzufriedenheit durch negative Usability zu reduzieren und Vertrauen wiederaufzubauen.
Tim-Can Werning
Titel
Vermarktungsstrategien für Digitale Medien
Herausgegeben von
Sibylle Kunz
Gabriele Schuster
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-48796-6
Print ISBN
978-3-658-48795-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-48796-6

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