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Über dieses Buch

Die Grundlage für ein sinnvolles Planen und ein geordnetes Bauen sind Pläne und Kar­ ten, die durch Vermessungen geschaffen werden. Die Absteckung von Bauwerken und Verkehrswegen, die "ÜlJßrwachung und Prüfung der Bauausführung nach Lage und Höhe während des Baues und nach dem Bau werden durch Vermessungen vorge­ nommen. Sinn und Zweck dieses Buches ist es, den Studenten und den in der Praxis stehenden Ingenieuren der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Vermessungs­ wesen zu helfen, die in ihren Arbeitsbereichen anfallenden Vermessungsaufgaben zu lösen. Der Teil 1 des Buches befaßt sich mit den einfachen Lage- und Höhenmessungen. Die Anwendung und Prüfung der hierzu erforderlichen Längenmeßgeräte und Nivellier­ instrumente werden eingehend besprochen. Die erläuterten Methoden richten sich nach Zweck und geforderter Genauigkeit. Die wichtigsten Verfahren der einfachen Lage- und Höhenmessungen sind in leicht­ verständlicher Form behandelt und ihre Anwendung durch eine Anzahl sorgfältig aus­ gewählter und vollkommen durchgerechneter Beispiele aufgezeigt. Die Berechnung erfolgte mit technisch-wissenschaftlichen Taschenrechnern ohne Verwendung von Pro­ grammen. Somit können alle Beispiele mit einem handelsüblichen Taschenrechner nachvollzogen werden. Das Angebot an Taschenrechnern, deren Entwicklungsstand teilweise das Einlesen von Programmen von unterschiedlichen Speichermedien erlaubt, und das Angebot an Home Computern (HC) und Personal Computern (PC) ist groß. Auf die Bedienung einzelner Rechner kann bei dieser Vielfalt im Rahmen der Beispiele nicht eingegangen werden. Man beachte das dem jeweiligen Rechner mitgelieferte Bedienungshandbuch. Viele Hersteller von Taschencomputern bieten Programmbibliotheken an, die auch weite Bereiche des Vermessungswesens abdecken. Für HC und PC sind Software-Pro­ gramme entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Vermessungskunde umfaßt eine Anzahl technischer Einzelgebiete, deren Zweck es ist, örtliche Vermessungen als Aufnahme oder Absteckung durchzuführen und die Ergebnisse zahlenmäßig in Feldbüchern und Rissen oder graphisch in Karten, Plänen, Diagrammen usw. festzuhalten. Hierbei werden Teile der Erdoberfläche einschließlich der Verkehrswege, Gebäude usw. aufgenommen oder Punkte auf der Erdoberfläche abgesteckt. Um den weitgespannten Bogen der Vermessungsaufgaben abgrenzen zu können, spricht man von „höherer Geodäsie“1) und „niederer Geodäsie“.
Kurt Matthews

2. Lagemessungen (Horizontalmessungen)

Zusammenfassung
Es handelt sich hier um die einfachste Form der Lagemessung für das Aufmessen und Abstecken kleiner Geländeflächen, Gebäude, Verkehrswege usw. Für die höheren Stufen der Lagemessung sind die Polygonierung und die Triangulation erforderlich, die je für sich ein geschlossenes Gebiet darstellen und die als fehlerfreie Rahmen für die im folgenden zu erläuternde Stückvermessung anzusehen sind (s. auch Abschnitte „Grundzüge der Landesvermessung“ und „Polygonierung“ in Teil 2).
Kurt Matthews

3. Aufnahme von Geländeflächen (Stückvermessung)

Zusammenfassung
Zweck der Aufnahme einer Geländefläche (Grundstück, Flurstück, Gebäude, Verkehrsweg, Waldstück usw.) ist, ihre Größe zu bestimmen, ihre Umringsgrenze in einem Plan sichtbar zu machen und Zahlenmaterial für die Wiederherstellung einzelner Punkte zu gewinnen. Von einer Fläche können nur Einzelpunkte der sie umhüllenden Figur aufgemessen werden; diese Aufmessung nennt man Stückvermessung, deren Aufnahmemethoden das Rectitwinkelverfahren, Einbindeverfahren und Po1arverfahren sind.
Kurt Matthews

4. Fertigen von Lageplänen

Zusammenfassung
Ein Lageplan stellt maßstäblich ein Stück der Erdoberfläche dar. Je nach Art und Zweck sind der Maßstab und der Zeichenträger, auf dem der Lageplan gezeichnet wird, verschieden. Gebräuchlich sind für kleine Lagepläne die Maßstäbe 1:250, 1:500 und 1:1000. Als Zeichenträger verwendet man transparentes Zeichenpapier oder Zeichenfolien, die beide lichtdurchlässig sind, und Zeichenkarton, der zur Erhöhung der Maßhaltigkeit mehrfach kaschiert oder mit einer Metalleinlage versehen sein kann. Während auf Zeichenpapier und -karton mit normaler Zeichentusche gezeichnet werden kann, ist für viele Zeichenfolien eine Spezialtusche erforderlich.
Kurt Matthews

5. Berechnen der Koordinaten von Kleinpunkten

Zusammenfassung
Im Trigonometrischen Netz (s. Teil 2) berechnet man die Koordinaten der Trigonometrischen Punkte, im Polygonnetz (s. Teil 2) die der Polygonpunkte und im Liniennetz die der Kleinpunkte. Für die Auswertung der Stückvermessung ist die Berechnung der Koordinaten von Kleinpunkten in vielen Fällen unerläßlich.
Kurt Matthews

6. Flächenberechnungen, Flächenteilungen

Zusammenfassung
Neben der Festlegung von Einzelpunkten sollen bei der Stückvermessung auch Flächen bestimmt werden. Die Methode der Aufmessung und die geforderte Genauigkeit bestimmen die Art der Flächenberechnung, die
  • nach örtlich gemessenen oder daraus abgeleiteten Maßen
  • halbgraphisch (mit z. T. gemessenen, z. T. abgegriffenen Maßen) oder
  • graphisch (mit nur aus der Karte abgegriffenen Maßen)
erfolgen kann.
Kurt Matthews

7. Einfache Geräte zur Höhenmessung

Zusammenfassung
Bei der Höhenmessung mißt man jeweils zwischen zwei Punkten den Höhenunterschied, indem von einer kurzen waagerechten Ziellinie der senkrechte Abstand zu jedem Punkt ermittelt wird. In Bild 71.1 beträgt der Höhenunterschied zwischen A und B 2,10 – 0,58 = 1,52 m.
Kurt Matthews

8. Das Nivellierinstrument

Zusammenfassung
Seine Hauptbestandteile sind ein um die Stehachse drehbares Fernrohr und Einrichtungen zum Senkrechtstellen der Stehachse und damit zum Horizontieren der Ziellinie. Das Nivellierinstrument dient zum Messen von Höhenunterschieden; es ist das wichtigste Instrument für die Höhenmessung. Die Genauigkeit der Höhenbestimmung hängt von der Güte des Instrumentes, seiner Einrichtung für die Horizontierung der Ziellinie und den Meßmethoden ab.
Kurt Matthews

9. Höhenmessung (Nivellement)

Zusammenfassung
Die als Grundlage der Höhenmessung dienende Bezugsfläche (Niveaufläche) ist der Meereshorizont1). Als Ausgangspunkt für die Höhenmessungen in Deutschland wurde 1879 der Normalhöhenpunkt an der alten Berliner Sternwarte mit + 37,000 m ü. NN (über Normal-Null) festgelegt. Die Höhenausgangsfläche (Bezugsfläche) liegt also 37,000 m unter diesem Punkt; sie ist die Normal-Null-Fläche (NN) und fällt innerhalb eines Dezimeters mit dem Mittelwasser der Nordsee (Amsterdamer Pegel) zusammen. Auf diese Bezugsfläche bezieht man alle Höhenangaben und bezeichnet sie als Höhen über NN (Normal-Null). Die Höhe ü. NN eines Punktes ist somit sein Abstand von der Normalnullfläche längs der Lotlinie.
Kurt Matthews

10. Erdmassenberechnung

Zusammenfassung
Für die Projektierung von Verkehrswegen, Planung von Ingenieur- und Hochbauten usw. ist es notwendig, die zu bewegenden Erdmassen zu bestimmen. Die in den Abschn. 9.4 und 9.5 behandelten Meßverfahren bilden die Grundlage für diese Berechnungen.
Kurt Matthews

11. Bauabsteckungen

Zusammenfassung
Dieser Abschnitt behandelt nur die Bauabsteckungen einfacher Art, die mit einfachen Längenmeßgeräten und dem Nivellierinstrument auszuführen sind. Über Absteckungen von Bauwerken, Verkehrswegen, Ingenieurbauten usw. wird im Teil 2 berichtet.
Kurt Matthews

12. Die verschiedenen Aufgaben im Vermessungswesen

Zusammenfassung
Man unterscheidet Vermessungen, die
a)
der Wahrnehmung’ von Hoheitsaufgaben im Vermessungs- und Katasterdienst,
 
b)
der Wahrnehmung privatrechtlicher Aufgaben dienen.
 
Kurt Matthews

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