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06.01.2020 | Vermögensaufbau | Infografik | Onlineartikel

Bankkunden offen für kostenpflichtige Services

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2:30 Min. Lesedauer

Verbraucher sind bereit, für gute Serviceangebote ihrer Bank in die Tasche zu greifen. Das gilt vor allem für besondere Leistungen rund um die Themen Kredit, Vermögensaufbau und Beratung, zeigt eine aktuelle Befragung.

Kunden erwarten von ihren Geldhäusern ein größeres Angebot an Serviceleistungen und Mehrwertdiensten. Zwar sind für 60 Prozent der Verbraucher umfassende digitale Dienste und Kanäle ein entscheidendes Kriterium für die Bewertung eines Finanzdienstleisters. Doch ebenso wichtig ist ihnen zum Beispiel ein guter Bankberater. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage, für die der IT-Dienstleister CGI 2.500 Bankkunden in zehn Ländern befragt hat. Danach sind viele sogar bereit, für Services eine Gebühr zu entrichten.

Kunden wollen effektive Unterstützung durch den Bankberater

Die Befragung "Today's financial consumer and the demand for value-added change", die bereits zum fünten Mal durchgeführt wurde, hat ergeben, dass sich Bankkunden vor allem eine unabhängige Beratung, Informationen zur schnelleren Tilgung von Krediten und eine aktivere Unterstützung beim Vermögensaufbau auf Grundlage persönlicher Pläne und Ziele wünschen. Sie wären zudem bereit, für diese Services zu bezahlen und unter Umständen sogar die Bank zu wechseln oder Zusatzleistungen eines Fintechs zu nutzen.

Auch in diesem Jahr deutet die Befragung darauf hin, dass sich Bankkunden aktiver um ihre finanziellen Belange kümmern wollen. Dabei ist neben der transparenten und effektiven Unterstützung durch den Finanzdienstleister im Tagesgeschäft verstärkt auch die zukünftige finanzielle Absicherung ein Hauptthema", erläutert Thomas Fydrich, Vice President und Head of Public & Private Banks bei CGI in Deutschland.

KI und Robo Advisor ersetzen den Menschen nicht 

Obwohl knapp die Hälfte der Befragten durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Angebote und Kommunikationsformen interessant finden, halten sie diese laut Umfrage überwiegend nicht für die Wahrnehmung aller Bankgeschäfte geeignet. Insbesondere bei konkreten Fragen zu Krediten oder Anlagemöglichkeiten seien sogenannte Robo Advisor noch nicht in der Breite gefragt.

"Interessant wäre hier allerdings die Integration der KI im Sinne eines Advisors für den Bankberater, wie es einige deutsche Anbieter bereits praktizieren", so Fydrich. Der Kunde spreche dann über einen persönlichen Ansprechpartner mit einem virtuellen Team bestehend aus einem Berater und weiteren menschlichen oder künstlichen Experten, die Vorschläge ausarbeiten, bewerten und unterbreiten. "Bei aller KI-Euphorie darf nämlich ein Punkt nicht vergessen werden: Die Rolle eines guten Bankberaters – alleine, als virtuelles Team oder eben auch KI-unterstützt – ist immer noch ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Finanzdienstleistungssektor."

Etablierte Institute punkten bei der Sicherheit

Auch bei Sicherheits- oder Betrugsvorfällen, etwa bei Fehlbuchungen oder einem Kreditkartenbetrug, bevorzugen laut Befragung 57 Prozent der Bankkunden einen menschlichen Ansprechpartner. Insgesamt haben hier die etablierten Institute die Nase vorn. Denn bei der Datensicherheit vertrauen 73 Prozent der Teilnehmer nach wie vor klassischen Geldhäusern. 

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