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30.04.2020 | Vermögensaufbau | Infografik | Onlineartikel

Wertpapiere bei Sparern im Aufwind

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Obwohl die Menschen infolge der Corona-Krise die Lust aufs Sparen verlieren, setzen die, die dennoch investieren, verstärkt auf Aktien und Fonds anstatt auf das bislang so beliebte Sparbuch. So mancher belässt sein Geld aber auch einfach auf dem Girokonto.

Im Oktober 2019 wollten noch drei Viertel der Deutschen im Jahr 2020 mehr oder zumindest genauso viel Geld zurücklegen als im Vorjahr. Doch die Corona-Krise hat den Sparwillen der Deutschen offenbar schnell gebrochen, wie eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Norisbank zeigt. Der zufolge sagen bereits rund 40 Prozent der Deutschen, dass sie künftig weniger oder gar nicht mehr sparen werden. Hauptgrund ist die finanzielle Unsicherheit infolge der noch nicht absehbaren Folgen der Corona-Pandemie.

Laut Befragung wollen 45 Prozent der deutschen erst einmal abwarten, wie sich die aktuelle Situation auf sie auswirken wird. Doch obwohl der Sparwunsch der Menschen sinkt und sich diese auch Geldanlagen gegenüber skeptisch zeigen, wollen einige Deutsche in ihr Vermögen investieren. Das gilt laut Umfrage vor allem für die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. Der Anteil unter ihnen, der künftig verstärkt Geld in die Altersvorsorge, einen Bausparvertrag oder Aktien stecken will, stieg von 25 Prozent vor der Krise auf aktuell 38,3 Prozent.

Interesse an Aktien und Fonds steigt

Dabei scheinen bislang besonders beliebte Sparformen an Attraktivität zu verlieren. Legten 2019 noch 14,6 Prozent ihr Geld auf ein Sparbuch, so sind es aktuell nur noch 10,6 Prozent. Ein Plus verzeichnen hingegen Aktien und Fonds: Trotz der dramatischen Entwicklungen an der Börsen in den vergangenen Wochen ist das Interesse an Wertpapieren laut Umfrage von 16,9 Prozent auf 19,2 Prozent angestiegen. Unter den 30- bis 39-Jährigen ist der Anteil der Anleger sogar von knapp 18 Prozent auf aktuell fast 30 Prozent in die Höhe geschossen. In dieser Altersgruppe setzen nur noch vier Prozent auf das Sparbuch als Anlageform. 2019 waren es noch 16,5 Prozent.

Unangefochten auf dem ersten Platz bei den Sparern liegt jedoch das Girokonto. Fast 28 Prozent aller Umfrageteilnehmer parken dort ihr Geld. Rund die Hälfte von ihnen geben das aktuelle Zinsniveau hierfür als Grund an. Die anderen sehen in Anbetracht der Corona-Krise für sich keine andere Alternative. Vielleicht sei vielen gerade in der aktuellen Situation die jederzeitige Verfügbarkeit des Guthabens besonders wichtig, vermuten die Studienautoren.

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