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Vermögen deutscher Privathaushalte auf Rekordniveau

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Das Vermögen privater Haushalte in Deutschland ist hoch wie nie: 9.004 Milliarden Euro errechnete die Bundesbank zum Ende des dritten Quartals 2024 - dank verstärkter Investitionen und Bewertungsgewinnen. Allerdings ist dieses Kapital nicht gleichmäßig verteilt. 

Von steigenden Vermögen profitieren nicht alle Menschen in Deutschland gleichermaßen. 


Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreichte im dritten Quartal 2024 mit 9.004 Milliarden Euro ein Rekordniveau. Laut aktueller Zahlen der Deutschen Bundesbank beträgt der Zuwachs 197 Milliarden Euro. Dieser Anstieg resultiert aus einer verstärkten Investitionstätigkeit sowie Bewertungsgewinnen von insgesamt 124 Milliarden Euro. Besonders Versicherungs- und Pensionsansprüche (43 Milliarden Euro) sowie Anteile an Investmentfonds (15 Milliarden Euro) trugen zu dem Plus bei. Immobilien wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Die Verteilung im Detail: 

Während die Bürger im zweiten Quartal 2024 noch 42 Milliarden Euro in Einlagen investiert hatten, entfielen darauf im dritten Quartal nur noch neun Milliarden Euro. Hierzu hat laut Bundesbank beigetragen, dass andere Anlageformen aufgrund ihrer verbesserten Bewertung an Attraktivität gewonnen haben.


Gesamtrendite von drei Prozent

Die Gesamtrendite des prviaten Geldvermögens beziffert die Notenbank für das dritte Quartal 2024 mit knapp drei Prozent. Dabei profitierten die Bürger vor allem von der positiven Entwicklung bei Aktien und Investmentfonds. Dennoch wirft ein großer Teil des Kapitals der Verbraucher in Höhe von 3.342 Milliarden Euro, das sind fast 40 Prozent, keine Zinsen ab, weil es in Form von Bargeld oder Sichteinlagen angelegt ist.

Dabei ist die Verschuldung der Haushalte nur um acht Milliarden auf 2.154 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt sank die Verschuldungsquote sogar auf 50,3 Prozent aufgrund des gestiegenen Bruttoinlandsprodukts, erläutern die Statistiker. Abzüglich der Schulden wuchs das Nettogeldvermögen der Menschen damit auf 6.850 Milliarden Euro. Allerdings ist dieses Kapital sehr ungleich verteilt, wie das Institut betont. Dem zufolge gehört den reichsten zehn Prozent mehr als 70 Prozent des Vermögens.

Verschuldensquote von Unternehmen leicht gestiegen

Die Außenfinanzierung der nichtfinanziellen Unternehmen, also alle Kapitalgesellschaften einschließlich Personengesellschaften außer Banken, Versicherungsunternehmen und sonstigen Finanzdienstleistern, stieg im dritten Quartal um 13 Milliarden Euro auf 59 Milliarden Euro. Davon entfielen 35 Milliarden Euro auf Kredite, 21 Milliarden Euro stammen aus dem Ausland. Die Emission von Anteilsrechten blieb mit zwölf Milliarden Euro stabil. Bewertungsgewinne in Höhe von 134 Milliarden Euro bei emittierten Anteilsrechten sowie ein Zuwachs bei Fremdkapitalinstrumenten führten zu einer leichten Erhöhung der Verschuldungsquote von 68,1 auf 68,3 Prozent. Die Verbindlichkeiten kletterten zum Ende des dritten Quartals 2024 um 235 Milliarden Euro auf 11.655 Milliarden Euro. 

Das Geldvermögen der nichtfinanziellen Unternehmen stieg insgesamt um 163 Milliarden Euro auf 8.964 Milliarden Euro, während das Nettogeldvermögen mit minus 2.691 Milliarden Euro weiter negativ blieb. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten der Unternehmen durch Neuaufnahmen von Krediten und Bewertungsgewinne bei Anteilsrechten. Zusammengenommen zeigt sich eine verstärkte Dynamik sowohl bei der Außenfinanzierung als auch bei der Vermögensbildung.

Die Bundesbank weist darauf hin, dass die aktuellen Zahlen auf revidierten Finanzierungsrechnungen basieren. Daher sind sich nicht direkt mit früheren Daten vergleichbar. 

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