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22.07.2022 | Vermögensaufbau | Nachricht | Online-Artikel

Verbrauchern fallen finanzielle Entscheidungen schwer

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

2 Min. Lesedauer
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Viele Menschen in Deutschland ängstigt es, Finanzentscheidungen zu treffen, obwohl sich immer mehr seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit Geldfragen beschäftigen, belegt eine aktuelle Studie. Sie fühlen sich vor allem auf plötzliche Ereignisse schlecht vorbereitet.

Für 61 Prozent der Verbraucher in Deutschland wird es schwieriger, für sich die richtigen Vorsorge- und Finanzentscheidungen zu treffen. Das gilt vor allem dann, wen Menschen in ihrem Leben bereits mit einer schlechten finanziellen Wahl auf die Nase gefallen sind. So haben sich 45 Prozent der rund 1.000 im Auftrag des Versicherungskonzerns Swiss Life Deutschland befragten Personen in Finanzdingen falsch entschieden und hätten dies später gerne rückgängig gemacht. Ein Drittel verlor dabei sogar eine größere Menge Geld, weil er oder sie sich im Vorfeld nicht sorgfältig genug informiert hatte. 

Für das Gros ist Selbstbestimmung maßgeblich

Fast zwei Drittel (61 Prozent) haben aber offenbar aus früheren Fehleinschätzungen gelernt und rund ein Viertel der Befragten würde sich nachträglich lieber beraten lassen. In der Zielgruppe der sogenannten Babyboomer (Jahrgang 1946 bis 1964) und in der Generation X (Jahrgang 1965 bis 1980) hätten sich 24 beziehungsweise 21 Prozent gewünscht, sich zuvor persönliche beraten zu lassen.

Dabei wollen 80 Prozent der Verbraucher Finanzfragen aber generell selbstbestimmt entscheiden. 69 Prozent fühlen sich für den Erfolg oder Misserfolg ihrer finanziellen Vorsorge selbst verantwortlich und 63 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass finanzielle Selbstbestimmung und Unabhängigkeit für sie persönlich ein realistisches Ziel sind. Dennoch betrachtet sich mehr als die Hälfte finanziell nicht gut auf unerwartete Wendungen im Leben vorbereitet. Nur 36 Prozent der Teilnehmer haben sich der Umfrage zufolge sogar bewusst finanziell auf unvorhergesehene Risiken eingestellt.

Vorsorgebewusstsein steigt seit Corona

Insgesamt haben 59 Prozent der Menschen klare Ziele in Bezug auf ihre Geldangelegenheiten. 37 Prozent planen in den kommenden zwölf Monaten sogar eine Entscheidung mit größeren finanziellen Auswirkungen. Für 36 Prozent war der Ausbruch der Corona-Pandemie der Startschuss, um sich mit der persönlichen Vorsorgesituation auseinanderzusetzen. Etewas weniger als ein Drittel der Befragten wollen in den kommenden Monaten Kapital an der Börse anlegen und fünf Prozent überlegen den Kauf einer Immobilie.

Dabei betrachten fast zwei Drittel (64 Prozent) eine Beratung für die jeweilige Finanzentscheidung als wichtig. Ein Großteil (67 Prozent) hält eine Experteneinschätzung bei essentiellen Vertragsabschlüssen sogar für "unabdingbar", heißt es. Für 58 Prozent muss es aber kein fester Berater einer Bank oder eines Versicherers sein.

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