Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Sicherheitsmanagement im Betrieb ist für Sicherheitsbeauftragte und andere verantwortliche Fachkräfte eine komplexe Herausforderung. Das Standardwerk beschreibt auf über 500 Seiten die wichtigsten Grundlagen für ein vernetztes Sicherheitsmanagement: Wie lassen sich die Teildisziplinen Risikomanagement, Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement, Umweltschutzmanagement, Datenschutzmanagement und Krisenmanagement möglichst effizient integrieren? Der in dem Buch beschriebene Ansatz bildet einen Bezugsrahmen für das Verhalten der Mitarbeiter und maximiert die Lebensfähigkeit des Unternehmens. Somit sind ganzheitlich verstandene Betriebssicherheit, Compliance und Risikomanagement ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Übersichtlich, praxisorientiert und gut lesbar stellen die Autoren die Möglichkeiten eines vernetzten Betriebssicherheitsmanagementkonzeptes vor. Das Ziel ist, ein möglichst optimal strukturiertes Vorgehen und ein vernetztes Wirken. Dazu gehören die Definition und Beherrschung der betrieblichen Risiken genauso wie die Schaffung einer präventiven Unternehmenskultur und die Sicherstellung der Compliance für Vorstände und Führungskräfte. Auch die neue VDI-Richtlinie 4055 „Betriebssicherheitsmanagement“ wird in dem Band erläutert.

Das Buch richtet sich an Fachkräfte und Experten für Betriebssicherheit und eignet sich als Lehrbuch für Weiterbildungen und Studiengänge im Bereich Betriebssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnik. Der Anhang enthält Checklisten und weiteres Material, das Fachkräfte bei der Umsetzung eines integrierten Sicherheitsmanagements unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Zusammenspiel von Mensch – Technik – Umwelt

Zusammenfassung
Der Stellenwert der Mitarbeiter in den Unternehmen als entscheidender Wirtschaftsfaktor wird besonders durch den demographischen Wandel deutlich. Nur mit motivierten leistungsfähigen Mitarbeitern lassen sich auf Sicht betriebliche Prozesse optimal gestalten und eine notwendige Effizienz erzielen. Der Mensch ist damit als einer der entscheiden Wirtschaftsfaktor bestätigt. Die sichere und zuverlässige Technik hat den gleichen Stellenwert. Der Mensch gestaltet und bedient diese Technik. Er ist daher täglich an der Nahtstelle und gleichsam das Bindeglied der betrieblichen Abläufe. Mit fortschreitender Erkenntnis wurde die Notwendigkeit der Einbindung aller Umweltbelage in das unternehmerische Handeln erkannt.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

2. Vernetztes Betriebssicherheitsmanagement

Zusammenfassung
Das Betriebssicherheitsmanagement ist ein übergeordnetes innerbetriebliches Managementsystem zur ganzheitlichen Gestaltung, Lenkung und Entwicklung eines Unternehmens in der Weise, dass die mit den betrieblichen Prozessen verbundenen Risiken ermittelt, minimiert und das definierte Restrisiko als akzeptabel und verantwortbar vertreten wird. Das Betriebssicherheitsmanagement verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und erfüllt die zeitgemäße Forderung nach einem optimal strukturierten Vorgehen sowie vernetztem Wirken. Es bildet den Bezugsrahmen für das Verhalten der Mitarbeiter und maximiert die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Ebenso schafft es Rechtssicherheit und ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Das Betriebssicherheitsmanagement bündelt und vernetzt alle Managementsysteme in einem Betriebssicherheitsmanagementsystem. Grundsätze der Organisation und der betrieblichen Umsetzung werden im Betriebssicherheitshandbuch festgelegt. Leiter des Betriebssicherheitsmanagements ist der Betriebssicherheitsmanager.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

3. Grundlagen integrierter Managementsysteme

Zusammenfassung
Das angestrebte Ziel eines integrierten Managementsystems liegt darin, die Anforderungen an vorhandene verschiedene Managementbereiche in eine einheitliche Struktur zusammenzuführen. Integration bedeutet dabei nicht ein Aneinanderfügen, sondern ein von einer ganzheitlichen und prozessorientierten Betrachtung ausgehendes Verbinden. Abgrenzungen, wie sie sich bei Einzelbetrachtungen von Qualität, Sicherheit, Gesundheit, Krise und Umwelt ergeben, vermieden werden. Zur effektiven Nutzung müssen die unternehmensspezifischen Prozesse miteinander vernetzt und ganzheitlich gesteuert werden. Das Ziel eines integrierten Managementsystems eine ganzheitlich abgestimmter und ausgerichteter Prozess, um mit minimalem Aufwand die Effektivität der Unternehmensergebnisses zu verbessern.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

4. Vermeidung von Rechtsfolgen

Zusammenfassung
Kommen Unternehmer und Führungskräfte den Pflichten, die sie aufgrund ihrer Stellung im Unternehmen haben nicht nach, so liegt ein schuldhafter Verstoß vor. Steht dieser Verstoß in einem direkten Zusammenhang mit einem Schadensereignis, so setzen sie sich einem Haftungsrisiko aus. Sie können für ihr Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen werden. Dies kann reichen von ordnungswidrigkeitsrechtlichen über strafrechtliche bis hin zu arbeitsrechtlichen Folgen. Rechtsfolgenwerden aber erst dann ausgelöst, wenn durch ein aktives Handeln oder schuldhaftes Unterlassen gegen Rechtspflichten verstoßen wurde.
Führungskräfte müssen einen überblick über die für ihr Aufgabengebiet einschlägigen Rechtsvorschriften haben. Tritt ein Unfall oder Schadensfall ein und kann hingegen die verantwortliche Führungskraft nicht den Nachweis erbringen, dass sie alles unternommen hat um den Eintritt zu verhindern, setzt sie sich Rechtfolgen aus.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

5. Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9000 ff.

Zusammenfassung
Das Wort „Qualität“ stammt aus dem Lateinischen („qualis“ = „wie beschaffen“ oder „von welcher Art“ als Pendant zu „talis“ = „so beschaffen“) und beschreibt nach allgemeinsprachlicher Auffassung die Beschaffenheit, Güte oder den Wert eines Objekts.
Die Kurzbezeichnung „ISO“ stammt vom griechischen Wort „isos“ ab, das „gleich“ bedeutet, und steht als Kürzel für die „Internationale Organisation für Normung“ (International Organization for Standardization). Sie erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

6. Risikomanagement

Zusammenfassung
In den vergangenen Jahren ist es im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu zahlreichen Zusammenbrüchen von Unternehmungen gekommen. Diese wurden nach der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie auch (zumindest zum Teil), nach Meinung der Gerichte, durch fehlendes Risikobewusstsein verursacht.
Risiken entstehen dadurch, dass die Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen nur bedingt vorhergesagt werden können. Daher ist eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmensleitung, Risiken zu erfassen, zu beurteilen und in der Folge durch geeignete Maßnahmen zu beeinflussen. Unter Risikomanagement versteht man die Führung des Unternehmens aus der Gesamtschau aller seiner Risiken und ihrer Beherrschung. Mit Gefahren ist planvoll und zielgerichtet umzugehen. Durch die systematische Anwendung der Instrumente sollen die Unternehmensentscheidungen möglichst weit in den Bereich der kalkulierten Wahrscheinlichkeiten verschoben werden. Hierzu muss sich das Management zunächst aller wesentlichen Risiken bewusst werden und entscheiden, welche Maßnahmen im Umgang mit ihnen zu treffen sind. Dadurch sollen bestehende und vor allem auch potenzielle Risiken kalkulierbar und somit kontrollierbar werden.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

7. Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement

Zusammenfassung
Auf dem Weg hin zu einer optimalen konkurrenzfähigen Unternehmensführung mit hochmotivierten Mitarbeitern gewinnt das betriebliche Sicherheits‑ und Gesundheitsmanagement immer mehr an Bedeutung. Und dieses geht weit über das reine Durchführen von Arbeitsschutzmaßnahmen hinaus. Was es bedeutet, ein ganzheitliches bereichsübergreifendes Sicherheits‐Gesundheitsmanagement einzuführen und alltäglich zu praktizieren soll dieser Abschnitt verdeutlichen. Es werden einzelne Handlungsschritte wie Zielbildung, Ressourcenplanung, Analyse der Situation, Durchführung von Maßnahmen sowie deren Bewertung auf der Grundlage praktischer Betriebserfahrungen dargestellt.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

8. Umweltschutzmanagement

Zusammenfassung
Die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach den Standards ISO 14001 (bzw. DIN EN ISO 14001) sowie EMAS II als Nachweis der unternehmerischen Sorgfaltspflicht – Kunden, Versicherungen, Banken oder Behörden gegenüber – besitzt hohen Stellwert.
Das Ziel, eine im Umwelt‑, so wie auch im Arbeitsschutzbereich, lenkbare und flexible Organisationsstruktur zu schaffen, führt frühzeitig zur Erkennung und Vermeidung unternehmerischer Risiken. Gleichzeitig trägt der Aufbau eines solchen Systems zur Einsparung von Energie und Rohstoffen und damit zu wirtschaftlichen Verbesserungen bei.
Die Unternehmenspflicht zur Einhaltung geltender Umweltrechtsprechung, mit den daraus hervorgehenden Genehmigungen, bildet die Basis für die Prozessanalyse unter Umweltgesichtspunkten. Die gesetzeskonforme Umsetzung gibt den Unternehmen die nötige rechtliche – damit unternehmerische Sicherheit – hocheffiziente und umweltorientierte Lösungen zu schaffen. Hinzu kommt der Anspruch an ein funktionales Managementsystem mit Zukunft mit praktischem und wirtschaftlichem Nutzen für das Unternehmen.
Nachhaltigkeit erfordert vor allem die Ausrichtung des Wirtschaftens am Kreislaufgedanken. Dazu gehören auch intelligente Produktionsprozesse, die dabei helfen, den Rohstoff‑ und den Wasserverbrauch zu senken und die Abfälle möglichst gering zu halten. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei, da er zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

9. Datenschutzmanagement

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt die Anforderungen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeits‑ und Geschäftswelt bringt erhöhte Pflichten zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern und Kunden mit sich.
Ein automatisierte Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfordert nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus dem Volkszählungsurteil 1983 stets eine Einwilligung des Betroffenen oder eine Rechtsvorschrift als Grundlage. Wer also personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder nutzen will, muss sich vorher klar machen, auf welcher Rechtsgrundlage dies erfolgen darf. Zum Beispiel das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) enthält solche Rechtsgrundlagen Diese sind allerdings nur als Auffanggesetz konzipiert, d. h. bereichsspezifische Normen, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regeln, gehen vor (bundesrechtliche Vorrangnormen). Neben der Einhaltung der gesetzlichen Erhebungs‑, Verarbeitungsgrund und Nutzungsgrenzen, hat ein Unternehmen als verantwortliche Stelle zahlreiche Informationspflichten, sowie Rechte des Betroffenen zu beachten. Außerdem enthält das BDSG Regelungen zur Sicherstellung einer effektiven internen und externen Kontrolle des Datenschutzes und der Datensicherheit. Ebenso sind entsprechende Sanktionen für die Nichteinhaltung der Regelungen des BDSG vorhanden.
Der Datenschutz gewinnt aber auch zunehmend eine Bedeutung für das Image eines Unternehmens, da die Fälle von Verstößen immer mehr Eingang in die Medienlandschaft gewinnen.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

10. Krisenmanagement

Zusammenfassung
Erfolgreiche Unternehmen und Organisationen entwickeln ein umfassendes Bewusstsein für mögliche Krisen, sie betreiben professionelle Krisenprävention. Das Rezept für eine dauerhafte und erfolgreiche Krisenprävention lautet: Jeden Tag nach vorne schauen, Risiken wahrnehmen, richtig abschätzen und möglichst neutralisieren. Systematische Verfahren zur Früherkennung von Warnsignalen spielen dabei eine wichtige Rolle. Krisenpotenziale erkennen und antizipieren, Infrastrukturen schaffen, Abläufe einüben und Mitarbeiter schulen sind gute Voraussetzungen, um in krisenhaften Situationen souverän zu agieren, statt in einen Schockzustand zu verfallen. Leider sind noch zu viele Unternehmen und Organisationen von diesem Ideal weit entfernt.
Krisen gefährden außerdem immer das Image und die Reputation eines Unternehmens. In diesem Zusammenhang darf das mediale Interesse nicht unterschätzt werden. Die Mediengesellschaft, in der wir leben, liebt und produziert deswegen unentwegt große und kleine Krisen, indem sie schlicht jede Gelegenheit zur Berichterstattung nutzt. Schließlich ist die Krise – mehr noch als die bloß schlechte Nachricht – ein hervorragend verkäufliches Gut (Mörle 2004). Leider verfügen noch zu wenig Unternehmen über professionelle Konzepte, die auch den Aspekt der Krisenkommunikation hinreichend berücksichtigen. Auch ist einzelnen Studien zu entnehmen, dass das Bewusstsein in Deutschland für das Thema Krisenprävention und ‑bewältigung in einigen Branchen noch nicht hinreichend ausgeprägt ist.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

11. Schlusswort

Zusammenfassung
Mit dem Betriebssicherheitsmanagement‐System wird allen Unternehmen die Möglichkeit geboten, ein Führungsinstrument zur Anwendung zu bringen, mit dem die künftigen Anforderungen an ein ganzheitliches Risikomanagement erfüllt werden können. Das Ziel ist es dabei, die Absicherung des Unternehmens im Wettbewerb zu gewährleisten. Der ganzheitliche Ansatz und die Vernetzung aller Disziplinen im Betriebssicherheitsmanagement lassen es zu, alle Abläufe im Unternehmen transparent zu gestalten und mit hoher Effizienz durchzuführen. Ausschlaggebend ist dabei die Einstellung des Unternehmers und seiner Führungskräfte zu allen Mitarbeitern. Gelingt es der Führung die Aufmerksamkeit auf die unerschöpflichen Potentiale der Mitarbeiter zu richten und sie zu motivieren, so werden sich alle Mitarbeiter mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen identifizieren. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen.
Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Marktübersichten

    Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

    Bildnachweise