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04.12.2019 | Versicherer | Infografik | Online-Artikel

Gewerbeversicherungen fehlt der spezifische Zuschnitt

verfasst von: Swantje Francke

1:30 Min. Lesedauer
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Neue Berufsfelder schlagen sich nicht nur in Existenzgründungen und Selbstständigkeit nieder, sondern auch in deren gewerblichen Versicherungen. Die verfügbaren Policen am Markt entsprechen den Anforderungen der heutigen Selbstständigen jedoch nicht ausreichend, belegt eine aktuelle Studie.

So breit sich das Spektrum der Selbstständigen darstellt, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse, die die Berufsgruppen in ihrer Gewerbeversicherung abgedeckt sehen möchten. Wie aus der jüngsten Studie des Versicherers Mailo hervorgeht, ist nur jeder vierte Befragte der Ansicht, die am Markt erhältlichen Gewerbeversicherungen seien auf seine branchenspezifischen Bedürfnisse zugeschnitten.

Gewerbepolicen sind Selbstständigen zu starr

Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft die Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter selbst: Ihnen sei sehr genau bekannt, wo den Selbstständigen der Schuh drücke. Demnach gaben 88 Prozent der befragten Studienteilnehmer an, ihr Versicherungsvertreter kenne sich gut oder sehr gut mit den speziellen Bedürfnissen der Selbstständigen aus. Doch empfinden auch 84 Prozent der 900 Befragten die erhältlichen Versicherungsprodukte als schlecht beziehungsweise intransparent. Klassische Policen von der Stange würden nicht allen Berufsgruppen gerecht und deckten spezifische Anforderungen nur teilweise ab, heißt es.

Die Lösung sieht der digitale Versicherer in modularen Policen, die individuell auf Business, Umsatz und Absicherungsbedarf anpassbar seien. Mailo-Vorstand Armin Molla hält den One-size-fits-all-Ansatz in der Versicherungswirtschaft für nicht mehr zeitgemäß. Er meint: "Moderne Anbieter sollten in der Lage sein, eine Police bedarfsgerecht zu zuschneiden." Falls erforderlich auch mit White-Label-Produkten.

Angesichts einer jährlich steigenden Anzahl Selbstständiger in freien Berufen von mehr als einer Million im Jahr 2008 auf 1,4 Millionen im Jahr 2018 (Quelle: Statista) dürfte die modulare Gewerbeversicherung perspektivisch an Bedeutung gewinnen.

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