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12.04.2018 | Versicherung | Im Fokus | Onlineartikel

Deutsche Versicherer tüfteln an digitalen Innovationen

Autor:
Barbara Bocks

Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz und Machine Learning sind weltweite Trends in vielen Branchen. Grund genug für deutsche Versicherer an dazu passenden digitalen Lösungen zu arbeiten. Teil 4 der Serie.

Innovation Labs gibt es mittlerweile in nahezu jeder Branche. Derzeit tüfteln auch viele Versicherer an neuen digitalen Produkten für ihre Kunden. Ein Beispiel dafür ist die R+V-Versicherung. "Das 2016 von R+V gegründete Innovation Lab 'MO14' erforscht in der Sparte Kraftfahrt die Mobilitätstrends der Zukunft und entwickelt innovative Lösungen für unsere Kunden", erklärt Matthias Schmidt, Leiter des Innovation Labs, gegenüber Springer Professional. Mit einem Forschungsprojekt zum autonomen Fahren und einem Testfeld mit zwei eigenen hochautomatisierten Kleinbussen auf dem Flughafen Frankfurt hat sich das Team der R+V laut eigenen Angaben als Vorreiter in Sachen Versicherung von autonomen Fahrzeugen etabliert.

Außerdem hat das Innovation Lab im Gedanken der Sharing Economy Ideen entwickelt, um Lkw-Parkplätzen zwischen Speditionen zu vermitteln und damit Spediteure sowie Lkw-Fahrer im Alltag zu entlasten, so Schmidt weiter. Ebenfalls vielversprechend ist aus seiner Sicht der Gedanke einer Plattform, die hochautomatisierte Lkw-Kolonnenfahrten organisiert. Die Idee habe das Team beim ersten Start-up-Pitch des Bundesverkehrsministeriums präsentiert.

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Bei der Zurich-Gruppe Deutschland treiben die sogenannten "Champion-Teams" im Design Lab kundenorientierte, innovative Initiativen voran und entwickeln in agilen Teams disruptive Ansätze und Prototypen. "Wir haben erkannt, dass wir in allem, was wir tun, noch stärker aus der Kundenperspektive heraus denken und handeln müssen. Champion-Initiativen haben dann eine besondere Berechtigung im Unternehmen, wenn sie disruptiv vorgehen, zu signifikanten Verbesserungen führen und gemeinsam mit den Fachbereichen bis zu einer skalierbaren Marktfähigkeit entwickelt werden", erklärt Dr. Alexander Bernert, Head of Retail Market Management bei der Zurich-Gruppe, gegenüber Springer Professional.

Zurich arbeitet an neuen Kunden-Touchpoints

Seit 2016 arbeiten diese Teams bereichsübergreifend, interdisziplinär und über Hierarchien hinweg zusammen. Durch die agile Arbeitsweise könne die Zurich-Gruppe die Ideen laut Bernert zunächst im Kleinen testen und dann ausrollen. So will das Unternehmen die Zeit von Produktneuentwicklungen von mehreren Monaten auf wenige Wochen reduzieren. "Querdenken, ausprobieren, ändern und verwerfen" sind dabei ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Aktueller Fokus der internen Start-ups sind Kunden-Ökosysteme, also das ganzheitliche Erfassen von Kundenbedürfnissen im Kontakt mit dem Versicherer und Partnern. "Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Kunden-Touchpoints über das Smartphone oder Sprachassistenten", so Bernert weiter. Auch "Künstliche Intelligenz" und "Machine Learning" sind Themen, denen sich die Zurich-Gruppe intensiv widmet.

Bewegung in den digitalen Markt für Versicherungen kommt auch von Start-ups. Mit "Element" ist kürzlich ein weiterer digitaler Versicherer in den Markt eingetreten. Er stammt aus dem Start-up-Inkubator "Finleap", der auch den digitalen Versicherungsmakler "Clark" gegründet hat, beschreibt Autorin Susanne Görsdorf-Kegel in ihrem Artikel der Januarausgabe 2018 des Versicherungsmagazins "Viel Bewegung bei digitalen Versicherern". Bei dem neuen Produkt liegt laut Görsdorf-Kegel der Fokus auf der Zielgruppe von Versicherern und Maklern im Sachversicherungsgeschäft mit Ausnahme des Kfz-Bereichs. Ein eigenes gebrandetes Endkundengeschäft sei nicht geplant, erklärt Wolfgang Graulich, der CEO von "Element", gegenüber Versicherungsmagazin.

Versicherer und Banken machen gemeinsame Sache

Mittlerweile bestehen auch Allianzen von Versicherern und Banken bei digitalen Produkten. So arbeitet beispielsweise die Deutsche Bank zurzeit mit dem Insurtech "Friendsurance" an einem digitalen Versicherungsmakler. Das zeige laut Michael Koch, Leiter der Digitalfabrik und Leiter Online & Mobile Banking bei der Deutschen Bank, "dass im Rahmen des Plattformgedankens auch Versicherungsprodukte mehr in den digitalen Bankfokus rücken."

Lesen Sie auch:
Übersichtsartikel zu Innovation Labs im Bankenbereich

Teil 1: Wie Volks- und Raiffeisenbanken Innovation vorantreiben

Teil 2: Innovation Labs arbeiten an der digitalen Bank

Teil 3: Sparkassen gehen mehrere Wege für neue Innovationen

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