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09.07.2018 | Versicherungsvertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Mit neuer App will die Hallesche dem Kunden näher rücken

Autoren:
Meris Neininger, Angelika Breinich-Schilly

Um seinen Kunden näher zu sein, hat der Maklerversicherer eine neue Plattform ins Leben gerufen. Der digitale Service bietet verschiedene Lösungen, die dem Versicherten helfen sollen, sich schneller zu informieren und die eigenen Daten zu organisieren. 

Aktuell wird das neue Gesundheitsportal "hallesche4u", das ab September rund 40.000 Nutzern zur Verfügung steht, noch auf Herz und Nieren durch ein externes Sicherheitsaudit getestet. Es soll das bisher bestehende Gesundheitsmanagement der Hallesche Kranken ergänzen, das unter anderem ein Gesundheitstelefon für Patienten-und Kundeninformationen sowie mit dem Präventionsinstrument "Gesund Leben" einen individuelle Risikoerkennung umfasst. Versicherte können mit der "Gesundheitskarte" bereits ihre Unterlagen eigenständig organisieren und sich über Apps zum Beispiel Fitness-Tipps oder Empfehlungen für den Notfall im Ausland holen.

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Digitalisierung bei Versicherungen

In diesem Beitrag werden zunächst die verschiedenen Paradigmenwechsel, welche die Digitalisierung bei Versicherungen zunehmend forcieren, erläutert. Als solche Paradigmenwechsel gelten die Konsumveränderung, das Internet als Distributionskanal sowie das Vordringen von Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon in bestehende Märkte.


Ansprüche werden digitaler

Das neue Angebot, das zusammen mit einem externen Partner entwickelt wurde, trage dem Umstand Rechnung, dass die Ansprüche der Kunden immer stärker digital geprägt seien, meint Christoph Bohn, Vorstandschef des Alte Leipziger Hallesche Konzerns. Die Nachfrage komme dabei aus allen Altersgruppen.

Dennoch raten die Autoren Jan Jürjens, Stefan Ruf und Nils Herda in ihrem Beitrag "Wie transformieren Versicherungsunternehmen ihre IT-Infrastrukturen ins digitale Zeitalter?" in der aktuellen Ausgabe von "Wirtschaftsinformatik & Management", auch die junge Zielgruppe im Blick zu behalten: "Viel beschworen werden derzeit die veränderten Kundenbedürfnisse, die durch die digitalen Erfahrungen der Generationen Y (Digital Natives, zwischen 1981 und 1995 geboren) und Z (Technoholics, nach 1995 geboren) induziert werden. Häufig verleiten diese beiden jungen Zielgruppen der 'Generation Connected' zum Trugschluss, Innovationen und Digitalisierungsprojekte noch verschieben zu können, da das eigentliche Marktpotenzial dieser Kundengenerationen möglicherweise erst in fünf bis zehn Jahren richtig zum Tragen kommen wird und ausgeschöpft werden kann." 

Kunden suchen ein neues Nutzererlebnis

Neben diesen Generationen gelte es, auch die zentralen Veränderungen im Anspruch, im Transaktionsverhalten und in der Technologienutzung der Generation X und der Baby Boomers aus den geburtenstarken Nachkriegsgenerationen zu beachten. Die Autoren meinen: "Gerade diese haben in den vergangenen Jahren erheblich an digitalen Kompetenzen gewonnen, die Nutzung von Smartphones und Tablets sowie eine deutlich höher wahrnehmbare Akzeptanz von digitalen Services und Dienstleistungen sind hier zu beobachten." Bei durchgängig allen Generationen generierten Innovatoren und neue Wettbewerber ein modifiziertes Kundenerlebnis. 

Der Kunde fühlt sich durch die neuartige 'mediale' Betreuung wieder deutlich stärker im Mittelpunkt", lautet daher auch ein Fazit der Autoren. 

Auch die Hallesche Kranken hatte bereits im Vorfeld auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten ihrer Kunden geschaut: In einem entsprechenden Kundenworkshop und diversen Telefoninterviews hatte sie vorab Funktionen ermittelt, die die neue App den Kunden bieten soll. Versicherte erhalten zum Beispiel einen Medikationsplan mit einer Erinnerungsfunktion und ein Impfprofil, das sie an ihre Impftermine erinnert. Um den Überblick über die Gesundheitsunterlagen nicht zu verlieren, gibt es ein Gesundheitsfach für Arztbriefe oder Laborergebnisse.

Lösung ist für externe Anwendungen offen

Da es sich um eine offene Plattform handele, könnten auch Lösungen anderer Wettbewerber eingebunden werden. Das System soll mittelfristig bedarfsgerecht ausgebaut werden. So ist geplant, dass das Gesundheitsportal den Kunden künftig aktiv in seiner Therapie unterstützt, indem ihm digitale Angebote unterbreitet werden. Außerdem sollen dem interessierten Kunden interessante Fitnessthemen offeriert und Ansätze zur Prävention geliefert werden.

Wie wichtig diese digitalen Entwicklungen in der Versicherungsbranche sind, erklärt auch Versicherungsmagazin-Autor Uwe Schmidt-Kasparek in seinem Beitrag "Persönliche Beratung im digitalen Zeitalter" (7/2017): "Daher mahnen Berater fast gebetsmühlenartig mehr Innovationen an. Versicherer müssten die Digitalisierung sowohl im eigenen Hause starten als auch mit Insurtechs kooperieren oder eigene Unternehmen gründen, die dann schneller arbeiten könnten." Zugleich müssen es die Versicherer aber auch schaffen, die klassische persönliche Beratung ins Digitalzeitalter zu transformieren. 

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