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27.09.2017 | Versicherungsvertrieb | Nachricht | Onlineartikel

Innovationspreis der Assekuranz: Neun Produkte ausgezeichnet

Autor:
Bernhard Rudolf

Und es gibt sie doch – die Innovationen bei Versicherungsprodukten. Insgesamt neun innovative Versicherungsprodukte konnte die Jury beim diesjährigen Innovationspreis der Assekuranz, der zum vierten Mal in Folge stattfand, auszeichnen. Zur Bewertung wurden 29 Versicherungsprodukte eingereicht.

Dabei gab es eine Änderung im Vergleich zum vergangenen Jahr: Alle Produkte wurden in den drei neuen Kategorien Produktdesign, Kundennutzen und Digitalisierung überprüft. Eine Innovation im Produktdesign bedeutet in erster Linie, dass es innovative Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu anderen am Markt üblichen Produkten mit ähnlicher Deckung gibt. Die Kategorie Kundennutzen beinhaltet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Kunden, Transparenz der Produktdarstellung, Verständlichkeit der Versicherungsbedingungen und guten Service. Bei der Kategorie Digitalisierung geht es um Innovationen in Schadenmeldung und -regulierung (zum Beispiel per App), in den Assistance-Leistungen, im Marketing, in der Zielgruppe oder im Vertrieb, in den Inhouse-Prozessen oder in der innovativen Nutzung von Social-Media-Aspekten.

Es wurde also nicht mehr das Versicherungsprodukt als solches insgesamt bewertet, sondern in drei Bewertungsdimensionen separat voneinander beurteilt. In jeder Dimension können Produktanbieter (und nur solche sind beim Award zugelassen) jeweils eine Auszeichnung in Gold, Silber oder Bronze erhalten. So kann ein Produkt in unterschiedlichen Dimensionen eine völlig andere Bewertung erhalten.

Dreimal Gold für die Bayerische

In allen drei Kategorien Produktdesign, Kundennutzen und Digitalisierung mit Gold ausgezeichnet wurde die Bayerische mit "Safe Home mit der Meine-eine-Police als Basis". Das Produkt überzeugte die Jury und erhielt als einziges Produkt dreimal Gold. Mit der "Meine-eine-Police“ kann ein Kunde mit einem einzigen Vertrag die wichtigsten Versicherungen eines Privathaushalts abschließen. Die Bausteine stellt er selbst zusammen. "Safe Home" erweitert diesen Schutz, der den materiellen Schaden ersetzt. In einem separaten Service-Vertrag kommen unter anderem Home-Control-Geräte und Notfallhilfe dazu.

Iduna mit zwei Mal Gold und einmal Silber

Zwei Mal Gold (in den Kategorien Produktdesign und Digitalisierung) und Silber in der Kategorie  Kundennutzen erhielt die Iduna Vereinte Lebensversicherung aG für ihre App-Life-Berufsunfähigkeitsversicherung. Die "App-Life-Berufsunfähigkeitsversicherung“ verknüpft individuelles Verhalten über eine App mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit dieser App kann der Kunde durch sein Verhalten – in Form von täglich gelaufenen Schritten – direkten Einfluss auf den Preis seiner Versicherung nehmen.

Zweimal Gold für Barmenia

In den Kategorien Kundennutzen und Digitalisierung erhielt die Barmenia Krankenversicherung a. G. mit ihrem Produkt "Barmenia Telemedizin in der betrieblichen Krankenversicherung" zwei Mal Gold. Viele Konzepte der betrieblichen Krankenversicherung zielen mit einem professionellen Vorsorgemanagement auf eine Reduzierung von Ausfallkosten bei der Belegschaft. Hier setzt das Produkt der Barmenia an: die telemedizinische Beratung. Hier stehen Allgemeinmediziner und Fachärzte sämtlicher Fachrichtungen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Beratung erfolgt auf privatärztlichem Niveau.

Württembergische mit Gold und Silber

Gold in der Kategorie Digitalisierung und Silber in der Kategorie Kundennutzen erhielt die Württembergische Krankenversicherung AG mit dem Produkt "M&M Esy App mit Premium-Paket Privatpatient beim Zahnarzt“. Hier bekommen Kunden und Vermittler die Möglichkeit eines volldigitalen Abschlusses des Premium-Pakets „Privatpatient beim Zahnarzt“ geboten. Die App umfasst eine Abschlussstrecke, die mit einem Link von überall abgerufen werden kann. Morgen & Morgen enthielt sich bei diesem Produkt in der Jury jeglicher Stellungnahme, da das Analysehaus bei der Entwicklung beteiligt war.

Alte Leipziger mit Gold und Bronze

In der Kategorie Kundennutzen erhielt die Alte Leipziger Leben Gold und Bronze gab es in der Kategorie Digitalisierung für die "AR15-AL_RENTE Flex". Das Produkt der Alten Leipziger verknüpft die klassische Anlage und die Fondsanlage (siehe auch Versicherungsmagazin-Ausgabe 9/2017, Versicherungsprodukt des Monats). Der Kunde kann seine Beiträge flexibel auf Fonds und die klassische Anlage aufteilen.

Weitere Preisträger DFV, LKH, LV 1871 und Ammerländer

Gold erhielt die Deutsche Familienversicherung in der Kategorie Produktdesign für die "16er-Matrix – Komplettportfolio der Krankenzusatzversicherungen". Gelobt wurde das vorbildlich einfache Produkt. In jeder der vier Versicherungen Zahn, Kranken-Ambulant, Kranken-Stationär und Pflege stehen die vier Varianten Basis, Komfort, Premium und Exklusiv zur Verfügung. Silber gab es in der Kategorie Produktdesign für die LKH Landeskrankenhilfe V.V.a.G für das Produkt "LKH Ergänzungstarife E". Ebenfalls Silber erhielt in der Kategorie Digitalisierung die Lebensversicherung von 1871 a.G. für das Produkt "Sterbegeld Plus mit digitalem Nachlassplaner – Tarif SV". Und schließlich erhielt die Ammerländer Versicherung VVaG Bronze in der Kategorie Kundennutzen für die "Autoinhaltsversicherung Classic".

Innovation überlebensnotwendig

Der Innovationspreis der Assekuranz wurde 2014 ins Leben gerufen, initiiert vom Analysehaus Morgen & Morgen und Versicherungsmagazin. Der Award will innovative Versicherungsprodukte auszeichnen, um unter anderem die Innovationskraft der Versicherungswirtschaft zu fördern. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Entwicklung neuer Lebensversicherungsprodukte oder gar neuer Geschäftsmodelle angesichts der gegenwärtigen Marktphase überlebensnotwendig.

In der Expertenjury sitzen neben Rechtsanwalt Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers noch Joachim Geiberger, Inhaber und CEO von Morgen & Morgen, Carlos Reiss, Geschäftsführer von Hoesch & Partner, Bernhard Rudolf, Chefredakteur Versicherungsmagazin sowie Professor Dr. Heinrich R. Schradin, Lehrstuhl für Versicherungslehre an der Universität zu Köln.

Mehr zum Thema lesen Sie in Versicherungsmagazin, Ausgabe 11 | 2017.

 

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