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15.07.2020 | Versicherungsvertrieb | Nachricht | Onlineartikel

Smartphone ist die Zukunft im Versicherungsvertrieb

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Obwohl bislang nur wenige Verbraucher per Handy einen Versicherungsvertrag abschließen, liegt in diesem Vertriebskanal jedoch reichlich Potenzial, sagt eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Dafür offen sind vor allem jüngere und ganz junge Kunden. 

Wie der Digitalverband Bitkom in einer Befragung unter mehr als 1.000 Verbrauchern ab 18 Jahren herausfand, haben bislang nur sechs Prozent der Menschen in Deutschland eine Versicherung per Smartphone abgeschlossen. Allerdings kann sich jeder Dritte (33 Prozent) künftig vorstellen, dies zu tun. 

Smartphone wird zur zentralen Plattform

Besonders offen für diesen Vertriebsweg zeigen sich die 18- bis 29-Jährigen. Auch von dieser Altersgruppe haben bislang erst acht Prozent eine Versicherung mit dem Smartphone abgeschlossen. Doch von diesen können sich das in Zukunft 37 Prozent vorstellen. Bei den 30- bis 49-Jährigen, von denen bisher erst fünf Prozent per Handy einen Versicherungsschluss getätigt haben, sagen das sogar 46 Prozent. "Von Shopping bis Banking, das Smartphone entwickelt sich überall zu einer zentralen Plattform. Dieselbe Entwicklung werden wir auch bei Versicherungsabschlüssen und der Schadensregulierung erleben", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Wie die Erhebung weiter zeigt, würde ein knappes Viertel (23 Prozent) gerne eine App auf dem Smartphone nutzen, die eine Übersicht über alle Versicherungen und die mit ihnen verbundenen Leistungen zeigt. Besonders großes Interesse hieran zeigen auch hier die ganz jungen Kunden im Alter von 18 bis 29 Jahren (42 Prozent) sowie die 30- bis 49-Jährigen mit immerhin 27 Prozent. Bei den Silver Agern im Alter von 50 bis 64 Jahren sind es 22 Prozent und Senioren ab 65 haben mit nur neun Prozent kaum Interesse an einer Versicherungsapp. 

Jüngere wollen auch Schadenregulierung per Smartphone

Allerdings würde jeder fünfte Befragte (18 Prozent) seine Schadenregulierung sogar am liebsten ausschließlich digital mit dem Smartphone abwickeln. Auch hier sind die 18- bis 29-Jährigen mit 30 Prozent besonders Smartphone-affin, während es unter den 30- bis 49-Jährigen (19 Prozent) und 50- bis 64-Jährigen (17 Prozent) deutlich weniger sind. Unter den Senioren ab 65 würde immer noch jeder Zehnte (10 Prozent) Schadensfälle gerne exklusiv per Smartphone regeln. 

"Das Smartphone bietet für Versicherer ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist", so Berg. Entsprechend müssten die Konzerne ihre Kundenansprache und digitalen Vertriebskanäle optimieren. 

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