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Über dieses Buch

Sprachliche Verstellungen in inkriminierten Texten wie Erpresserbriefen und Drohschreiben sind ein Phänomen, mit dem Gutachter/innen – beispielsweise im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen – immer wieder konfrontiert werden. Um ihre Identität zu verschleiern, verfremden die Autor/innen dieser inkriminierten Texte ihren Sprachstil oder ahmen den Sprachgebrauch anderer Personen und Personengruppen nach. In der forensisch-linguistischen Forschungsliteratur werden diese Verstellungen häufig genannt, Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen waren sie jedoch selten, so dass bisher nur wenig über sie bekannt war.
Diese Arbeit widmet sich diesem Forschungsdesiderat mit dem Ziel, anhand eines Datenkorpus des Bundeskriminalamtes Merkmale von sprachlichen Verstellungen in inkriminierten Texten herauszuarbeiten, damit sie besser erkannt und adäquat beschrieben werden können. Die Untersuchung richtet sich vor allem an Personen, die in ihrer Arbeit mit inkriminierten Texten befasst sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Diese Sätze stammen aus einem inkriminierten Schreiben, in dem der Vorgang einer Straftat geschildert wird. Auf den ersten Blick scheint der Autor des Briefes kein deutscher Muttersprachler zu sein. Doch der Eindruck täuscht. Der Autor ist deutscher Muttersprachler und verstellt seine Sprache, damit er nicht ausfindig gemacht werden kann.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 2. Theoretischer Rahmen

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hat sprachliche Verstellungen in inkriminierten Texten zum Thema. Daher wird sich dieses Kapitel mit den theoretischen Grundlagen von sprachlichen Verstellungen im Allgemeinen und im forensischen Kontext befassen. In Kapitel 2.1 wird die Frage geklärt, was sprachliche Verstellungen sind. Das dann folgende Kapitel 2.2 befasst sich damit, wie diese funktionieren. In 2.3 wird die Rolle von Verstellungen im forensischlinguistischen Kontext erörtert.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 3. Forschungsstand

Zusammenfassung
Die forenische Linguistik (einschließlich der Autorenerkennung) ist eine vergleichsweise sehr junge Teildisziplin der Sprachwissenschaft. Linguistische Gutachtertätigkeit im forensischen Bereich gibt es erst seit einigen Jahrzehnten (s. auch Kapitel 2.3). Dementsprechend handelt es sich um ein noch sehr offenes Fachgebiet ohne standardisierte Methode.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 4. Datenkorpus

Zusammenfassung
Das Datenkorpus der vorliegenden Arbeit besteht aus Texten des Korpus „Verstellte Texte“ des BKA. Dieses umfasst 117 inkriminierte Schreiben, die in den Jahren 1999 bis 2007 beim BKA eingegangen sind. Jedem dieser Schreiben wurde von den Mitarbeitern der Autorenerkennung eine sprachliche Verstellung attestiert. Die Schreiben liegen jeweils als gescannte Bilddatei und als Abschrift (Textdatei) vor.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 5. Methoden der Analyse

Zusammenfassung
Ziel dieser Dissertation ist es, Merkmale von Verstellungen im Allgemeinen und verschiedenen Verstellungstypen im Einzelnen herauszuarbeiten.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 6. Analyseergebnisse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse zu den Stilmerkmalen in den Bereichen Verstellungshinweise, Layout, Orthographie und Interpunktion sowie Lexik vorgestellt.
Stefanie Bredthauer

Kapitel 7. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit sprachlichen Verstellungen in inkriminierten Texten – ein in der forensisch-linguistischen Forschungsliteratur häufig genanntes, bisher jedoch weitgehend unerforschtes Phänomen. Ziel der Arbeit war, anhand eines Datenkorpus des Bundeskriminalamtes Merkmale von sprachlichen Verstellungen in inkriminierten Texten herauszuarbeiten. Da im Bereich der Autorenerkennung bislang keine standardisierte Methode existiert, wurden in einem ersten Schritt die Methoden und Merkmale festgelegt, mittels derer die Texte anschließend analysiert wurden.
Stefanie Bredthauer

Backmatter

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