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Über dieses Buch

Matthias Alke geht der Frage nach, wie sich Kooperationsaktivitäten von Weiterbildungsorganisationen in vernetzten Strukturen verstetigen. Dazu führt er eine empirische Untersuchung auf zwei Ebenen durch: Zum einen werden die strategischen Orientierungen der beteiligten Akteure und zum anderen der gemeinsame Interaktionszusammenhang rekonstruiert. Durch die Analyse zeigt sich, dass die Verstetigung von Kooperation eine permanente Handlungsherausforderung im Spannungsverhältnis von Interaktion und Organisation darstellt. Zudem beleuchtet die Studie, dass Kooperation als eine Strategie der Existenzsicherung eingesetzt wird, durch die sich Weiterbildungsorganisationen Ressourcen und Legitimation in ihren institutionellen Umwelten verschaffen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Interorganisationale Kooperationen sind seit jeher ein fester Bestandteil in der Weiterbildung, die auf vielfältigen Vernetzungen und den „Beziehungswelten“ der beteiligten Akteure beruhen (vgl. Jütte 2002). Dabei können Kooperationen unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen und von der Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen und Projekte, über die kooperative Planung von Bildungsangeboten und -programmen, bis hin zu gemeinsamer Lobbyarbeit und Interessensvertretung reichen (vgl. Dollhausen/Mickler 2012, S. 42). Entlang dieses Spektrums konkreter Erscheinungsformen lässt sich ebenso nachvollziehen, dass sich Kooperation nicht nur auf die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Weiterbildung, sondern auch auf andere relevante Akteure bezieht, wie z.B. soziale und kulturelle Einrichtungen, allgemein- und berufsbildende Schulen, Kindertagesstätten, Familienzentren, Vereine und Initiativen, Unternehmen oder Gemeinden.
Matthias Alke

2. Theoretische Vorüberlegungen und Forschungsprogramm

Im Mittelpunkt dieses Kapitels stehen die theoretischen Bezüge und Vorüberlegungen, auf deren Basis ein Forschungsprogramm entwickelt wurde, um die Verstetigungsproblematik von Kooperationen in der Weiterbildung empirisch zu erkunden.
Matthias Alke

3. Zum Forschungsdesign der Studie: Methodologische Orientierungen und Forschungspraxis

In diesem Kapitel wird das Forschungsdesign der vorliegenden Studie dargelegt, das auf einer ethnographisch inspirierten Forschungsstrategie basiert.
Matthias Alke

4. Zum Untersuchungsfeld: Einführung und Überblick

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft, die über ein institutionalisiertes Netzwerk miteinander verbunden sind. Es wurde bereits angerissen, dass die meisten dieser Weiterbildungseinrichtungen, die häufig als „Bildungswerke“ bezeichnet werden, im Kontext der „Neuen Sozialen Bewegungen“ Ende der 1970er- bis Anfang der 1980er- Jahre entstanden sind. In diesem Kontinuum wurde auch das vorliegende Netzwerk auf der Basis vorhandener Vernetzungen gegründet. Vor allem aufgrund dieser historischen Genese werden diese Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft dem Segment der „alternativen“ oder „anderen Weiterbildung“ im Kontext der allgemeinen, öffentlich geförderten Weiterbildung zugeordnet (vgl. Wittpoth 2003a, S. 175).
Matthias Alke

5. Erster empirischer Zugang: Die Ebene der Organisation

Im Mittelpunkt dieses Kapitels stehen nun die Ergebnisse des ersten empirischen Zugangs im ausgewählten Untersuchungsfeld. In Anlehnung an die erste forschungsleitende Prämisse und die daraus abgeleiteten Forschungsfragestellungen fokussierte dieser Zugang die Ebene der (Einzel-)Organisation von den an interorganisationalen Kooperationen beteiligten Akteuren und ihren Einfluss auf die Verstetigung von Kooperationen. Dabei ist die Frage nach dem strategischen Umgang mit Kooperation durch die beteiligten Organisationen von Interesse und welche je spezifischen Kooperationsstrategien sich entlang der in der Studie einbezogenen Weiterbildungsorganisationen empirisch rekonstruieren lassen. In eben diesen organisationalen Kooperationsstrategien wird eine grundlegende Erklärung für die Verstetigung von Kooperationen gesehen.
Matthias Alke

6. Zweiter empirischer Zugang: Die Ebene der Interaktion

In diesem Kapitel steht nun die Ebene der Interaktion im Mittelpunkt des Interesses. In Anlehnung an die zweite forschungsleitende Prämisse (vgl. Teil 2.3) wird die Interaktion der kooperierenden Akteure hinsichtlich ihres Beitrags zur Verstetigung der Kooperation untersucht. Der Ausgangspukt für diese Analyseperspektive lag in den skizzierten theoretischen Vorüberlegungen, dass sich die Verstetigung der Kooperation aus den Beziehungen ihrer beteiligten Akteure sowie aus deren Interaktion erklären lässt. Deshalb wurden über Feldaufenthalte und vor allem den teilnehmenden Beobachtungen an regionalen Kooperationstreffen im ausgewählten Untersuchungsfeld ein Zugang in die „Beziehungswelt“ und das Interaktionsgeschehen der kooperierenden Akteure hergestellt. Damit war die Intention verbunden, einen empirischen Einblick in die „Kooperationsrealität“ zu erlangen, auf dem die Analyse aufbauen konnte.
Matthias Alke

7. Empirische und theoretische Erträge der Studie

Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, die Verstetigungsproblematik von interorganisationalen Kooperationen in der Weiterbildung empirisch zu erfassen und theoretisch beschreiben zu können. Ausgehend von der theoretischen Vorüberlegung, dass die Verstetigung von interorganisationalen Kooperationen zum einen durch die strategischen Orientierungen und Funktionsansprüche der beteiligten Akteure beeinflusst wird und zum anderen in der Beschaffenheit der Interaktion der kooperierenden Akteure begründet liegt, wurde die Verstetigungsproblematik als ein Forschungsgegenstand auf zwei Ebenen konturiert.
Matthias Alke

Backmatter

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