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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Nach spektakulären Untemehmenszusammenbrüchen, großen Betrugsaffaren und Bestechungsskandalen geraten Abschlussprüfer regelmäßig in die Kritik. Für die öffentliche Kritik gibt es etliche Beispiele, etwa Flowtex, deren Scheingeschäfte mit nicht existierenden Bohrsystemen über Jahre unentdeckt blieben1, die plötzliche Schieflage des Baukonzerns Philipp Holzmann, die bei der Bankgesellschaft Berlin nicht erkannten Milliardenverluste im Immobiliengeschäft2 oder der Bilanzbetrug des Telematikanbieters Comroad, der gerade mal 1,4% der für 2001 ausgewiesenen Umsätze tatsächlich umgesetzt haben soll3.4
Andreas Bahr

2. Stand der Erforschung der Erwartungslücke

Zusammenfassung
Der Begriff „Expectation Gap“wurde 1974 durch Liggio geprägt. Er definierte sie als „[...] differing expectation levels as to both the quality and standard of the accounting profession’s performance and what it is expected to accomplish“.1 Die Entstehung einer Erwartungslücke ist nach Liggio also an das Auseinanderfallen von Erwartungen der Öffentlichkeit einerseits und der tatsächlichen Berufsausübung bzw. den Berufsstandards andererseits geknüpft.
Andreas Bahr

3. Konzeptioneller Bezugsrahmen für eine realwissenschaftliche Theorie der Erwartungslücke

Zusammenfassung
Die Erforschung der Erwartungslücke ist kein Neuland. Es gibt weltweit eine umfangreiche theoretische wie auch empirische Forschung. Dennoch sind erst wenige Schritte zu einer Theorie der Erwartungslücke gemacht. Die verschiedenen Forschungsbeiträge stehen häufig isoliert. Bereits identifizierte Einflussfaktoren und Erklärungsansätze werden nicht zu einem größeren Rahmen zusammengefügt.
Andreas Bahr

4. Thesenförmige Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Die Erwartungslücke wird in der deutschen wie auch der englischsprachigen Literatur sehr uneinheitlich definiert. Dies ergab eine explorative Analyse von ca. fünfzig Definitionsansätzen. Basierend auf den Bezugspunkten, auf die zur Ableitung der „Lücke“ verwiesen wird, lassen sich fünf Kategorien von Definitionsansätzen unterscheiden. Gemeinsam haben alle den Bezugspunkt „Erwartungen“. Unterschiedlich ist hingegen der gegenübergestellte Bezugspunkt. Verwendet werden gesetzliche Anforderungen, berechtigte Erwartungen, berufsständisches Rollenverständnis, tatsächliche oder wahrgenommene Aufgabenerfüllung. Die englischsprachige Literatur neigt dabei zur Definition als Diskrepanz zwischen öffentlichen Erwartungen und berufsständischem Rollenverständnis, während die deutsche Literatur eher die Diskrepanz zwischen Erwartungen und gesetzlichen Anforderungen bevorzugt.
Andreas Bahr

Backmatter

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