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Über dieses Buch

Im Zentrum der Arbeit von Elena Link steht die Bedeutung des Vertrauens als bisher wenig beachtete soziale Dimension des Informationshandelns von Patienten. Mit der Zielsetzung, dessen Rolle zu identifizieren, integriert die Arbeit die theoretischen Perspektiven des Unsicherheitsmanagements und Vertrauens. Auf eine fundierte theoretische Modellierung folgen eine empirische Modellspezifikation und -prüfung mittels qualitativer Leitfadengespräche und einer repräsentativen Befragung. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung des Vertrauens und zeigen, dass die Kommunikation mit Ärzten, die Informationssuche im Internet wie auch die Bedeutung des Vertrauens für beide von situativen Faktoren abhängig sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Diagnose einer Erkrankung stellt für die Betroffenen eine bedrohliche und belastende Erfahrung dar, lässt vormals Wichtiges belanglos erscheinen und bringt hohe Unsicherheiten mit sich. Die subjektiv wahrgenommenen Unsicherheiten beziehen sich beispielsweise auf die zahlreichen Entscheidungsnotwendigkeiten, die lebensverändernde Konsequenzen haben können. Hinzu kommt, dass die eigene Wissensbasis häufig als unzureichend erlebt wird und somit eine hohe wahrgenommene Abhängigkeit von dem Rat und der Hilfe von ÄrztInnen oder anderen Informationsquellen besteht.
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Kapitel 2. Theoretische Grundlage des gesundheitsbezogenen Informationshandelns

Der Zugang, die Nutzung und der Umgang mit Informationen hat einen ebenso wichtigen Einfluss auf gesundheitsbezogene Faktoren des Lebensstils, wie auf die Prävention von Erkrankungen sowie die frühe Diagnose einer Krankheit, deren Bewältigung und die Entscheidungsfindung durch die PatientInnen und ÄrztInnen (Galarce et al., 2011). Die folgende Ausarbeitung zum gesundheitsbezogenen Informationshandeln schafft die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit der Rolle des Vertrauens in diesem Zusammenhang. Kapitel 2 stellt neben einer Begriffsbestimmung (siehe Kapitel 2.1) den Prozess des Informationshandelns dar (siehe Kapitel 2.2–2.4) und legt dafür die subjektorientierte Perspektive des Unsicherheitsmanagements zugrunde. Die Schwerpunkte der prozesshaften Darstellung liegen auf den Auslösern des Informationshandelns sowie auf der gleichzeitigen oder kombinierten Nutzung verschiedener Informationsquellen, die sich im Zuge der Bewältigung von gesundheitsbezogenen Herausforderungen ergänzen oder ersetzen können.
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Kapitel 3. Vertrauen: Konzeptspezifikation

Vertrauen ist als Begriff weit verbreitet und ein fester Bestandteil des alltäglichen Sprachgebrauchs. Häufig wird es dabei mit einem positiven Bauchgefühl und Zuneigung für ein Gegenüber verbunden. Über diese individuelle Bedeutungszuschreibung im Alltag hinaus wird das Konstrukt auch in der Theorie als integraler Bestandteil oder Basis zwischenmenschlicher Beziehungen verstanden (Righetti & Finkenauer, 2011, S. 874). Vertrauen ist erforderlich, um bedeutungsvolle Interaktionen eingehen zu können, optimistisch zu sein und Risiken zu tragen, Beziehungen aufzubauen und dauerhaft aufrechtzuerhalten sowie gemeinsam Probleme zu lösen und sich auf andere zu verlassen.
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Kapitel 4. Vertrauensinstanzen im Gesundheitskontext

PatientInnen befinden sich in einer Situation, die von hohen subjektiven Unsicherheiten geprägt ist, welche es durch bedeutungsvolle Interaktionen mit einer oder mehreren Vertrauensinstanzen zu überwinden gilt. In Bezug auf diese Interaktionen zeigt das in Kapitel 3 erarbeitete Verständnis von Vertrauen, dass Vertrauen im Gesundheitskontext von hoher Bedeutung ist. Es spielt eine fundamentale Rolle für die individuelle Bewältigung gesundheitsbezogener Herausforderungen: „The vulnerability associated with being ill, together with the knowledge of the medical expert spawns a need for trust in an uneven relationship …“ (McDonald et al., 2008, S. 36; siehe auch Hall et al., 2002a; Shore, 2003).
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Kapitel 5. Integration: Die Rolle von Vertrauenseinstellungen für das gesundheitsbezogene Informationshandeln

Basierend auf dem Prozessmodell des unsicherheitsbezogenen Informationshandelns (siehe Kapitel 2) sowie den beschriebenen Charakteristika des Konstruktes Vertrauen (siehe Kapitel 3-4) wird in diesem Kapitel dargestellt, welche Funktionen den Vertrauenseinstellungen innerhalb dieses Prozesses zukommen und welche Rolle sie für das gesundheitsbezogene Informationshandeln spielen (siehe Kapitel 5.1). Dies dient mit Blick auf die Problemstellung der Arbeit als Grundlage für die Forschungsagenda zur empirischen Anreicherung und Überprüfung des Prozessmodells des Informationshandelns im Zuge der zweiten Fragestellung (siehe Kapitel 5.2).
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Kapitel 6. Exploration der Vertrauensgenese und der Rolle des Vertrauens für das gesundheitsbezogene Informationshandeln

Auf der Basis des theoretischen Bezugsrahmens finden im folgenden Kapitel die empirische Exploration der Vertrauensgenese und die Modellspezifikation der Rolle der Vertrauenseinstellungen für das gesundheitsbezogene Informationshandeln statt. Eine qualitative Studie stellt den ersten Schritt der empirischen Untersuchungsanlage dieser Arbeit dar. Dazu werden zunächst das Forschungsinteresse der Studie konkretisiert und die übergeordneten Zielsetzungen in konkrete Fragestellungen überführt (siehe Kapitel 6.1).
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Kapitel 7. Quantitative Prüfung der Rolle der Vertrauenseinstellung für das gesundheitsbezogene Informationshandeln

Anschließend an die Erkenntnisse der explorativen Studie soll im folgenden Kapitel die quantitative Prüfung der Rolle der Vertrauenseinstellungen für das gesundheitsbezogene Informationshandeln stattfinden. Dies stellt den zweiten Schritt des Verallgemeinerungsdesigns (Kuckartz, 2014, S. 81) dar, das dieser Arbeit zugrunde liegt. Innerhalb des folgenden Kapitels wird zunächst auf die relevanten Implikationen der explorativen Analyse und Modellspezifikation eingegangen, um mit deren Hilfe das Forschungsinteresse der zweiten Studie zu fixieren (siehe Kapitel 7.1). In Kapitel 7.2 werden entsprechend den Interessen der quantitativen Prüfung der Rolle der Vertrauenseinstellungen für das gesundheitsbezogene Informationshandeln die theoretischen Grundlagen der Arbeit erweitert.
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Kapitel 8. Diskussion

Abschließend soll der Ertrag der vorliegenden Arbeit auf übergeordneter Ebene betrachtet und bewertet werden. Zunächst werden hierzu die zentralen Befunde der Arbeit zusammengefasst und mit Blick auf ihre Implikationen beschrieben (siehe Kapitel 8.1). Danach wird noch einmal spezifisch auf den programmatischen Ertrag der Arbeit eingegangen (siehe Kapitel 8.2), es wird eine methodische Reflektion der Untersuchungsanlage (siehe Kapitel 8.3) vorgenommen und im Rahmen des Ausblicks Anregungen für weitere Forschung gegeben (siehe Kapitel 8.4).
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Backmatter

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