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18.11.2014 | Vertriebskanäle | Im Fokus | Onlineartikel

Der Einfluss von Mobile wächst rasant

Autor:
Gabi Böttcher

Mobile First: Eine aktuelle Studie macht den rasant wachsenden Einfluss des Mobile-Kanals auf Verbraucher deutlich. Die zentralen Studienergebnisse zeigen die immer intensivere Nutzung des mobilen Internets, sowohl bei der Informationssuche als auch beim M-Commerce.

Die aktuellen Ergebnisse der zum dritten Mal durchgeführten G+J Mobile 360° Studie zeigen, dass der Mobile-Kanal als Informations- und Shoppingplattform unverzichtbar geworden ist. Die zentralen Studienerkenntnisse machen im Vergleich zu den beiden Vorwellen deutlich, wie intensiv die Nutzung des mobilen Internets inzwischen im Lebensalltag der Menschen verankert ist und wie sehr es ihre Mediennutzung und ihr Einkaufsverhalten verändert hat.

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Die Smartphone-Nutzer sind im Verlauf der letzten Jahre immer erfahrener geworden: So sind knapp 80 Prozent von ihnen seit mehr als zwei Jahren im mobilen Internet aktiv. Dabei surfen knapp 88 Prozent mehrmals täglich im mobilen Internet und jeder zweite ist dabei über 40 Minuten pro Tag online – vor zwei Jahren war gerade mal ein Drittel der User so lange im mobilen Internet. Vor allem an Orten, wo man warten muss, ist der Griff zum Smartphone gefragt: gut drei Viertel der Befragten geben an, in Wartebereichen/Wartezimmern oder im Zug/Flughafen/Nahverkehr auf das mobile Internet zuzugreifen.

Informationen sind wichtiger als Social-Media-Aktivitäten

Ausschlaggebend für die mobile Internetnutzung ist nach wie vor das Informationsbedürfnis der Menschen. Zentrale Nutzungsgründe für die überwiegende Mehrheit der Befragten sind der Bezug von aktuellen Informationen, nach dem Weg schauen, lokale Informationen und Informationen über Produkte oder Dienstleistungen. Erst an fünfter Stelle werden soziale Netzwerke genannt.

Das Fernsehen als alleinunterhaltendes Medium verliert immer mehr an Bedeutung: so sagen 39,2 Prozent der Befragten, dass sie häufig mit dem Smartphone online sind, während sie fernsehen. Dabei dient das Smartphone für die Mehrheit hauptsächlich als Ablenkung, während Werbung läuft oder weil die Sendung zu langweilig ist. Die Anzahl der User, die im Zweifel sogar eher auf ihren Fernseher als auf ihr Smartphone verzichten würde, ist in den letzten zwei Jahren um 4,25 Prozent gestiegen und beläuft sich damit auf 44,2 Prozent der Befragten. Bei den Teens und Twens sind es sogar 62,5 Prozent. Auch die Computer-Nutzung sinkt durch das handlichere Smartphone.

Das Handy als Shopping-Begleiter für die Hosentasche

Das Smartphone wird gleichzeitig immer mehr zum Shopping-Instrument. Hatten vor zwei Jahren 49,9 Prozent schon einmal einen Kauf damit getätigt, sind es in der aktuellen Welle 69,2 Prozent. Dabei bestellten 82,3 Prozent der Nutzer über Amazon, das damit mit deutlichem Abstand den Markt beherrscht. Ebay als Zweitplatzierter wird von 41,8 Prozent der Befragten genutzt. Neben kostenpflichtigen Apps (69 Prozent) kaufen die Smartphone User hauptsächlich Bücher (62 Prozent) und Flug- oder Bahntickets (46 Prozent) über das mobile Internet (siehe Tabelle).

Produktkauf über das mobile Internet

Welche Produkte haben Sie schon über das mobile Internet gekauft?

(Basis: Smartphone-Nutzer, die bereits einen M-Commerce-Kauf getätigt haben)

Kostenpflichtige Apps 69%
Bücher 62%
Flugtickets/Bahntickets 46%
Musik/Filme als Download 38%
Bekleidung/Schuhe 37%
CDs/DVDs/Games 36%
Technik/Hardware 36%
Eintrittskarten 35%
Hotelbuchungen 35%
Computer- und Videogames 18%
Spielwaren 18%
Lebensmittel 11%
Kosmetik 10%
Gesundheitsprodukte/Medikamente 9%
Sonstiges 6%
Quelle: G+J Mobile 360° Studie / 2014

In der Customer Journey ist das Smartphone ein sehr wichtiger Ausgangspunkt: 37 Prozent der Befragten geben an, als erstes zum Smartphone zu greifen, wenn sie Informationen über Produkte oder Dienstleistungen brauche. Und für knapp drei Viertel der User ist das Smartphne ein wichtiger Kanal, um Informationen für Kaufentscheidungen einzuholen.

Annähernd zwei Drittel der Smartphone User zeigen sich aufgeschlossen für Werbung, weil ihnen bewusst ist, dass diese die kostenfreie Nutzung einer App oder Website ermöglicht. Entscheidend ist dabei allerdings, dass die Nutzung des mobilen Angebotes durch das Mobile Advertising nicht beeinträchtigt wird.

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