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04.06.2019 | Vertriebskanäle | Infografik | Onlineartikel

Soziale Medien werden als Kaufkanal interessant

Autor:
Eva-Susanne Krah

Konsumenten kaufen immer häufiger über Kanäle in den Sozialen Medien. Auch die Aufmerksamkeit für Produkt-Posts in den sozialen Netzwerken ist gestiegen.


Online-Käufer kaufen zunehmend über die sozialen Medien und lassen sich von Posts oder Produktinformationen inspirieren, die in direkte Kaufaktionen münden. Das zeigen Ergebnisse der Episerver-Studie "Reimagining Commerce", für die 4.500 Online-Käufer in acht Ländern befragt wurden, darunter Deutschland, die Benelux-Länder, Großbritannien, USA und Australien. Danach haben

  • zwei Drittel der Online-Käufer (63 Prozent) schon einmal auf Social-Media-Anzeigen geklickt, 
  • 33 Prozent von ihnen kauften im Anschluss daran direkt ein, lassen sich also von Online-Interaktion animieren.

Auch der Einfluss der Influencer auf Online-Konsumenten ist ungebrochen. 

  • Über die Hälfte der Online-Käufer, die soziale Medien nutzen, haben schon einmal auf Influencer-Posts geklickt. 
  • Ein Drittel hat über einen solchen Post direkt bestellt, 
  • Zwölf Prozent der Befragten nutzen die Posts, um sich etwa von Produktideen inspirieren zu lassen. 
  • Mit elf Prozent informieren sich jedoch fast genauso viele Kunden noch direkt über Unternehmenswebsites.

Einkauf per Sprachbefehl holt auf

Weiterhin macht die Studie deutlich, dass Kunden verstärkt Produkte über digitale Voice-Assistenten suchen, nämlich 84 Prozent mehr als noch 2017. 17 Prozent von ihnen kauften auch per Sprachbefehl über smarte Geräte wie Amazon Echo ein, das seit 2014 am Markt ist, oder Google Home. Das ist ein Zuwachs um sechs Prozent gegenüber 2017. "Sprachassistenten unterstützen die Nutzer zudem bei der Suche nach passenden Produkten und Dienstleistungen und führen Einkaufs-, Reservierungs- und Zahlungstransaktionen für die Nutzer durch. Sie kreieren somit einen neuen komfortablen, durch Sprache gesteuerten Touchpoint in der Customer Journey", schreiben Vera Lenz-Kesekamp und Tony Weber in der Springer-Fachzeitschrift Wirtschaftsinformatik & Management (Ausgabe 6 | 2018). Über so genannte Customs Skills, externe Skills, die mit einem speziellen Aktivierungswort (Alexa, Echo, Amazon, Computer) den Dialog mit Usern ermöglichen, sind künftig neben dem Produktkauf auch neue zusätzliche Dienstleistungen denkbar. Allerdings zögern viele Shopper wegen Sicherheitsbedenken noch, über solche sprachbasierte Geräte einzukaufen. Auch fehlende Produktbilder und Probleme beim Produktvergleich werden als Grund angegeben. 

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