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06.12.2019 | Vertriebskanäle | Infografik | Onlineartikel

Stationäres Shopping punktet genauso wie online

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Online-Shops werden für ihre Vorteile geschätzt, doch stationäre Läden ebenso. Das ist die Erkenntnis einer neuen Ground-Truth-Studie zum Kaufverhalten der Deutschen.

Die Location-Plattform Ground Truth hat 1.000 Konsumenten in Deutschland im Alter zwischen 18 und 65 Jahren per Online-Panel zu ihrem Kaufverhalten befragt. Dabei zeigt sich, dass Verbraucher im Online- wie Offline-Vertrieb Vorteile sehen. Für Hersteller wie Händler kommt es darauf an, beide Optionen möglichst professionell aufzustellen. In der Studie schätzt 

  • die Mehrheit der Befragten (60 Prozent) beim Online-Kauf zeitliche Flexibilität und Preistransparenz; 
  • 50 Prozent sehen Vorteile im breiteren Sortiment, der Produktinspiration oder in Online-Produktinformationen sowie Bewertungen, 
  • 59 Prozent recherchieren allerdings vor dem Kauf im Laden die Produkte online, vor allem beim Autokauf – hier sind es 73 Prozent der Befragten;
  • nur zehn Prozent der Teilnehmer stimmen zu, dass sie irgendwann die Produkte online kaufen werden;
  • 55 Prozent entscheiden auf Basis ihrer stationären Kauferfahrung und des Kauferlebnisses, ob sie ein Geschäft weiterhin aufsuchen.

Versandkosten und Wartezeiten bei Online-Käufen nerven Verbraucher

Springer-Autor Frank Deges hebt im Kapitel "Cross-Channel und Omnichannel im E-Commerce" die Chancen in der Vernetzung beider Vertriebskanäle hervor: "Online- und Offline-Vertriebsmodelle können sich gewinnbringend ergänzen. Unternehmen versuchen dem durch eine enge Verzahnung der Absatzwege zu entsprechen, indem sie die Vorzüge der stationären mit der virtuellen Präsenz verbinden", so Deges zum Trend. Voraussetzung dafür ist jedoch seiner Meinung nach, dass sich im Unternehmen beide Vertriebskanäle nicht konkurrierend gegenüberstehen. Sowohl im Ladengeschäft als auch im Web müssten Cross-Channel-Services sichtbar kommuniziert werden, damit sie den Kunden bewusst werden. Zudem könnten Regalverlängerungen von Anbietern in Online-Shops dafür sorgen, dass auch Produkte gezeigt werden, für die im stationären Handel kein Platz ist oder deren Umsätze zu gering sind.

Nachteilige Faktoren im Online-Vertrieb

Trotz des Votums für stationäre Geschäfte wie auch den Online-Handel sehen Verbraucher vor allem auch Nachteile im Online-Vertrieb. 

  • Über 60 Prozent der Befragten stören beispielsweise die Versandkosten, 
  • rund 55 Prozent die Wartezeit auf die bestellte Ware und
  • 41 Prozent hatten schon unter Versandproblemen zu leiden. 

Hier punktet im Vergleich der stationäre Vertrieb: Über 40 Prozent der Verbraucher aus der Studie schätzen es, die Produkte im Laden sehen, anfassen und direkt mitnehmen zu können, empfinden also Haptik durch den physischen Produktzugang als Mehrwert. Mehr als 40 Prozent sehen einen Vorteil in der einfachen Rückgabe von Artikeln und lassen sich im Ladengeschäft auch von anderen Produkten inspirieren. Auch bei Beratung und Kundenvertrauen liegen stationäre Shops vorne: Exzellenter Kundenservice ist mehr als der Hälfte der Befragten wichtig, 37 Prozent schätzen Produktproben vor der Kaufentscheidung.

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