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22.09.2020 | Vertriebskanäle | Infografik | Onlineartikel

Messen bekommen wachsende Konkurrenz aus dem Web

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Messen und Ausstellungen sind das Premium-Parkett für die Neukundenakquise und die Pflege von Kundenbeziehungen. Doch nicht erst seit der Corona-Krise wächst die virtuelle Konkurrenz aus dem Netz.

Viele Messen unterschiedlicher Branchen mussten in den vergangenen Jahren bereits signifikante Ausstellerverluste hinnehmen und sich um neue Konzepte bemühen, um Besucher wie Aussteller auf dem Messeparkett zu halten. Für Vertriebsteams bedeuten Messen zwar vor allem eines: Kosten, Zeit und oft auch Stress. Doch der persönliche Kontakt zum Kunden ist nach wie vor überaus wertvoll für die Neukundenanbahnung genauso wie zur Vertiefung von Kundenbeziehungen bei Bestandskunden.

Viele Messegelder fließen künftig ins 

Online-Marketing

Eine gemeinsame Studie des Plattformanbieters Visable und Yougov in der DACH-Region zeigt, dass COVID-19 den Trend verschärft hat, Messebeteiligungen aufzugeben und stattdessen virtuelle Messeformen zu nutzen, weil viele Unternehmensstrategien im Zuge der Corona-Krise grundsätzlich infrage gestellt werden. Stattdessen wird in Online-Marketing-Maßnahmen investiert. Die Umfrage wurde im Juli 2020 unter mehr als 500 Führungskräften in Deutschland und 150 Entscheidern in Österreich durchgeführt. So wollen in Deutschland

  • 37 Prozent derjenigen Unternehmen, die bisher auf Messen vertreten waren, im kommenden Jahr keine Messeauftritte oder -besuche mehr durchführen. 
  • Nur zehn Prozent sehen einen Messeauftritt generell noch als wichtiges Vertriebstool.
  • 22 Prozent wollen künftig digitale Alternativen für ihr Unternehmen nutzen.
  • 20 Prozent planen für das Jahr 2021 weniger Marketingbudget ein als in 2020. 
  • 50 Prozent wollen ersatzweise stärker auf Online-Marketing-Maßnahmen setzen.

Noch 2019, also vor dem Corona-Crash, sah dies laut AUMA-Zahlen ganz anders aus. Damals planten mehr als ein Viertel der deutschen ausstellenden Unternehmen (29 Prozent) 2019/2020, mehr Geld in Messebeteiligungen weltweit zu investieren. 

Neue Online-Formate wie Webinare sind bei 17 Prozent der Befragten seit der Pandemie im Aufwind. Mehr als jeder Vierte nutzt im eigenen Unternehmen inzwischen außerdem Cloud-Systeme. Die digitale Verlagerung befeuern auch virtuelle Messeplattformen, die zum Beispiel in 3D-Optik Messebesuchern ein realistisches Messeerlebnis im B2C- und B2B-Bereich sowie virtuelle Messestände bieten wollen.

Den digitalen Mehrwert nutzen

Die Springer-Autoren Christoph Kirst und Urte Peter betonen im Kapitel "Das Live-Erlebnis im digitalen Zeitalter" des Buchs "Events und Messen im digitalen Zeitalter" von Professor Cornelia Zanger den positiven Aspekt der Veränderungen in der Messelandschaft. Digitale Bestandteile, etwa bei Events, könnten "Erlebnisse intensivieren und den Nutzen vieler Live-Kommunikationsmaßnahmen zielführend verstärken." Digitale Medien ermöglichten den nahtlosen Übergang von On- und Offline-Welt  und "Live" bekomme eine Verlängerung vor und nach einem Event. Ein reales Erlebnis wird aus Sicht von Kirst und Peter dadurch mit einem virtuellen verknüpft.

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