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14.03.2016 | Vertriebsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Vertriebler sind ambitioniert und wechselwillig

Autor:
Gabi Böttcher

Viele Sales-Manager wünschen sich einen beruflichen Neustart. Folglich wird sich das Personalkarussell im Vertrieb in den nächsten Jahren schneller denn je drehen. Diesen Schluss legt eine aktuelle Studie nahe.

Drei von vier Sales-Experten hierzulande sind derzeit auf dem Sprung und bereit für eine neue berufliche Herausforderung – idealerweise in einer neuen Branche, zum Beispiel im Bereich Online-Marketing, E-Commerce oder IT. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Online-Marketing-Spezialisten Conversant.

Liebäugeln mit anderen Branchen

Die Vertriebsmanager in Deutschland sind aber nicht nur wechselwillig, sondern auch ambitioniert: 43 Prozent sehen sich in zehn Jahren in einer Führungsposition. 

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Dennoch scheinen Vertriebler mit Tätigkeit generell happy zu sein: 54 Prozent der Befragten sind mit ihrem Job zufrieden bis absolut zufrieden – 71 Prozent geben außerdem an, Spaß an Verkaufsgesprächen zu haben. Nur knapp fünf Prozent der Befragten würden Ihren Job nicht noch einmal ergreifen. Die Unzufriedenen begründen dies zu gleichen Teilen mit dem falschen Branchenschwerpunkt, dem hohen Arbeitspensum und dem Ungleichgewicht mit der Vergütung: Das monatliche Bruttogehalt liegt durchschnittlich bei 3.500 Euro bis 6.500 Euro (55 Prozent) – die wöchentliche Arbeitszeit beträgt bei den meisten (42 Prozent) zwischen 39 und 45 Stunden, viele arbeiten sogar 46 bis 50 Stunden in der Woche (35 Prozent).

Kommunikationsstark, gebildet, männlich

Die eigene Kommunikationsstärke sehen Vertriebler mit weitem Abstand als ihr eigentliches Asset: 95 Prozent sind von ihren guten bis sehr guten Smalltalk-Fähigkeiten überzeugt. 45 Prozent führen täglich zwischen elf und 20 Telefonate. Die Studie offenbart zudem, dass der Vertrieb weiterhin klar eine Männerdomäne ist. 88 Prozent der Befragten sind männlich, haben (Fach)-Abitur (80 Prozent) und anschließend studiert (56 Prozent). 

Netzwerke unterstützen die Karriere

Damit es mit dem Aufstieg klappt, raten die Springer-Autoren Michael Lorenz und Uta Rohrschneider dazu, "frühzeitig die richtigen Kontakte zu knüpfen". Dabei sei es sinnvoll, ein Liste mit potenziellen Kontakten zu erstellen, die der eigenen Karriere nützen könnten.  Aber auch Netzwerke sollten gepflegt werden.

"Neben Kontakten, die für Sie eine neue Position bedeuten können, bieten Ihnen  Netzwerke etwas sehr Wichtiges: Informationen über Unternehmen und Personen in Unternehmen. Für eine erfolgreiche berufliche Neupositionierung brauchen Sie viele Informationen über Unternehmen, je höher Ihre angestrebte Position ist, desto mehr Informationen. Dabei geht es nicht nur um Fakten aus Jahresabschlüssen, sondern um Firmenkultur, Regeln und Menschen. Sicher hilft das Studium dergängigen Wirtschafts- und Managementpresse. Von Menschen erhalten Sie in der Regel authentische Informationen. Überlegen Sie auch, wo man sich trifft und wo Männergespräche stattfinden, sicher nicht beim Joggen im Wald. Welche Clubs und Wirtschaftsverbände kennen Sie und wo sind Sie gegebenenfalls Mitglied? Werden Sie wieder aktiv" (Seite 111).

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