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26.01.2017 | Vertriebsstrategie | Interview | Onlineartikel

"Es geht um die Entlastung des Einkaufs"

Autor:
Gabi Böttcher

Springer Professional: Sie haben vor zwei Jahren damit begonnen, die Beschaffung bei Bilfinger auf E-Procurement umzustellen. Was waren die wesentlichen Gründe für die Innovation?

Michael Steinberger: Ein wesentlicher Grund für unsere Entscheidung, auf E-Procurement umzustellen, war das Potenzial, Prozesskosten durch Prozessdigitalisierung und -standardisierung zu senken — und zwar sowohl auf der Bilfinger- als auch auf der Lieferantenseite. Damit einhergehend haben sich zudem Chancen zur Beschleunigung verschiedener Abläufe ergeben. Man kann das Ganze auch ganz abstrakt als große Prozessoptimierung bezeichnen. Ein weiterer Faktor war die Bündelung des Einkaufsvolumens. Durch digitale Vereinfachungen in unserer täglichen Arbeit ergaben sich beispielsweise auch attraktivere Preise. Das hat Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit, die wir stetig messen und erhöhen möchten. Der wirtschaftlichen Rolle kam also eine immense Bedeutung zu — schließlich kommt man an der Digitalisierung als Wirtschaftsfaktor nicht mehr vorbei. Eine immer größere Rolle in der deutschen Wirtschaft und natürlich im Bilfinger Einkauf spielt übrigens auch das Thema Transparenz. Und last but not least ging es uns natürlich um eine Entlastung des Einkaufs. Im E-Procurement reden wir hauptsächlich über den C-Teile- oder über den standardisierbaren Bereich, also über alles, was sich über eine Plattform direkt abwickeln lässt. Das muss heute nicht mehr zwangsläufig durch den Einkauf bearbeitet werden.

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01.12.2016

Sales Management Review 6/2016


War die Innovation auch eine Reaktion auf die fortschreitende Digitalisierung, bei der ja vor allem der Vertrieb in gewisser Weise ein Vorreiter ist? Oder sehen Sie darin eine ganz normale Entwicklung?

Das sehe ich mehr als ganz normale Entwicklung, aber ich will gar nicht ausschließen, dass es auch eine Reaktion ist. Es ist vermutlich etwas von beidem.

Inwieweit haben sich die Einkaufsprozesse durch die Digitalisierung bei Bilfinger verändert?

Da müssen wir zuerst einen Blick in die Vergangenheit werfen. Ausgangspunkt war früher, dass Beschaffende zunächst einen Bedarf gemeldet haben. Manche haben dafür in einem Excel-Sheet, andere im ERP-System gearbeitet. Es gab also unterschiedliche Strategien wie in anderen Konzernen auch. Viele Unternehmen haben mehrere Systeme im Einsatz und entsprechend unterschiedlich ist dann auch der Stand der Technik. Im schlimmsten Fall haben sich alteingesessene Techniken durchgesetzt und jeder Arbeitsschritt wird manuell von einem Mitarbeiter durchgeführt. Das heißt: manuelle Meldung des Bedarfes, Bestellen des Einzelbedarfs, Versenden der Bestellung per Fax — und irgendwann kommen ein Lieferschein und eine Rechnung zur Freigabe.

Das vollständige Interview "Die beste Technik bringt nur etwas, wenn sie auch genutzt wird." aus Sales Management Review Nr. 6/2016 finden Sie hier.

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